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Besuch der Zeugen Jehovas

Hier finden Sie die Diskussion Besuch der Zeugen Jehovas im Klatsch und Tratsch Forum. Diese befindet sich in der Kategorie Smalltalk-Zone; Heute Nachmittag klingelte es an der Tür. Genervt, weil ich eigentlich im dreitägigen Urlaub nicht gestört werden wollte, und ich ...



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Alt 18.11.2005, 19:37   #1
 
Benutzerbild von trinity
 
Geschlecht: Weiblich
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Ort: Pfalz
Reden Besuch der Zeugen Jehovas

Heute Nachmittag klingelte es an der Tür. Genervt, weil ich eigentlich im dreitägigen Urlaub nicht gestört werden wollte, und ich außerdem gerade vorhatte, den Rasen zu mähen, schleppte ich mich in den Windfang und warf durch die Glasfenster der Haustür einen mißtrauischen Blick auf die zwei Gestalten vor mir.

Ein Mann, vielleicht Ende 20, groß, hager, schlaksig mit Brille und Pickeln, und eine Frau, Ende 30, ziemlich unattraktiv mit einem prägnanten Leberfleck über der Oberlippe und strenger Frisur. Beide trugen akkurate, dunkle Anzüge und er eine kleine Aktentasche. Da dort kein Staubsauger hineinpaßte, schwante mir schon, wer da vor mir stand.

Sie: "Guten Tag, mein Name ist (habe schon ich wieder vergessen), und das ist mein Begleiter, Herr (habe ich mir gar nicht erst gemerkt - ich und Namen...). Haben Sie Interesse an einem religiösen Gespräch?"

Er: lächelt dümmlich

Ich: "Ach, sind Sie die Gemeindepastoren? Wir wurden uns tatsächlich noch nicht vorgestellt." (Stimmt sogar, ich wohne seit über 13 Jahren in diesem Dorf, aber ich habe den Pastor nie kennengelernt, ich weiß nicht mal, wie der Kerl heißt. Ist mir auch egal, bin ja kein Christ.)

Sie: verlegen "Äh, nein. Wir sind die Zeugen Jehovas, die Soldaten des Himmels."

Ich: "Soldaten des Himmels?"

Beide: eifriges Nicken

Ich: "Boah, da haben Sie aber einen verdammt weiten Weg zur Kaserne..."

Beide: gucken doof

Ich: schnell, um sie nicht zu Wort kommen zu lassen "Wieso Soldaten, ist denn Krieg?"

Er: holt Luft und setzt an etwas zu sagen

Ich: "Ach so, Sie sind bloß das Rekrutierungskommando."

Sie: noch immer blöd guckend "Äh... dürfen wir vielleicht hereinkommen?"

Ich: "Gut, wenn es nicht so lange dauert. Mein Rasen mäht sich nicht von alleine." (In der Tat wollte ich eigentlich lieber den Rasen mähen, als diese beiden Witzfiguren klingelten. Aber warum soll man sich nicht ein wenig Spaß gönnen...?)

Ich halte also die Tür auf und bitte sie ins - zugegebenermaßen etwas unaufgeräumte - Wohnzimmer. Als erstes fallen meine beiden Rottweiler (Thor und Loki) über sie her - freudig, denn sie tun niemandem etwas, sondern freuen sich über den Besuch. Die beiden Zeugen werden noch blasser als sie ohnehin schon waren.

Ich: beruhigend "Keine Angst, die Beiden tun Euch nichts..."

Daß ich bei diesen Worten absichtlich nicht die Zeugen, sondern meine Hunde angesehen habe, haben die Beiden leider gar nicht mitbekommen. Schade...

Stocksteif lassen sie sich also die Hände abschnüffeln, dann rufe ich Thor und Loki - absichtlich mit Betonung ihrer heidnischen Götternamen - zur Ordnung, schicke sie auf ihre Matten in der Ecke und lasse sie Platz machen. Widerwillig gehorchen sie.

Er: noch immer nervös, aber um Höflichkeit bemüht "Die hören aber gut."

Ich: "Ja, auf's Wort. Zwar erst so auf das dritte oder vierte, aber immerhin. Aber sie sind auch die Einzigen hier, die das tun..."

Mit diesen Worten scheuche ich den Kater vom Sofa und bedeute den Beiden, sich zu setzen. Das tun sie auch, allerdings sitzen sie nur wenig entspannt da, den Blick nicht von den Hunden lösend.

Thor starrt aufmerksam zurück, Loki beschäftigt sich damit, Thor intensiv das Ohr auszulecken. Die langen und feinen weißen Haare des Türkisch-Angora-Katers Yeti werden sich auf ihren dunkeln Anzügen gut machen.

Ich: "Möchten Sie vielleicht einen Tee?"

Sie: "Sehr gern."

Er: "Das wäre sehr freundlich."

Ich nicke und verschwinde in der Küche. Sofort springen die Hunde auf und wuseln mir hinterher. Das tun sie immer, wenn ich in die Küche gehe. Das ist aber auch nicht schlimm, so haben die Besucher Zeit, sich etwas umzusehen. Ich weiß, daß sie auf Anhieb die kindgroßen Gargoyle-Statuen, die Feuerschale und den Dolch auf dem Tisch, meine Kelche in der Vitrine
und vor allem das 30 cm große Eisenpentagramm im Fenster bemerken und sich ihre Gedanken machen.

Drei Minuten später kehre ich mit den dampfenden Teetassen auf dem Tablett, den Hunden im Schlepptau und meinem zurechtgelegten Konzept zurück. Ich schicke die Hunde wieder auf ihre Matten und stelle den Zeugen ihre Tassen hin. Sie bedanken sich artig. Ich setze mich auf das andere Sofa.

Sie: "Glauben Sie an Gott?"

Ich: deute lachend in die Runde "Sieht das hier etwa so aus, als ob ich das täte?"

Sie: zeigt auf das Pentagramm "Ähm... nunja, ich dachte mir so etwas schon, wenn Sie hier ein Teufelszeichen aufhängen."

Ich: pruste fast meinen Tee über den Tisch "Teufelszeichen? Sie sollten noch mal zur Schule gehen. Wenn ein Pentagramm mit der Spitze nach unten zeigt, dann ist es ein Zeichen für das Böse, vielleicht auch für den Teufel, ebenso wie ein umgedrehtes Kreuz. Mein Pentagramm zeigt aber mit der Spitze nach oben. Somit ist es ein Zeichen des Guten, es
Lebens, der Magie und des Schutzes. Und dieses Zeichen ist schon sehr viel älter als das Kreuz oder das Christentum. Es schützt mein Haus vor schlechten Einflüssen - zum Beispiel von Leuten wie Ihnen."

Sie: erst mal sprachlos

Er: hilflos "Nur Jesus kann die Menschen beschützen. Er ist für unsere Sünden gestorben."

Super Vorlage für mich! Ich springe sofort darauf an.

Ich: "Woher weiß Jehoshua ben Joseph denn von meinen Sünden?"

Sie: guckt blöd "Wer?"

Ich: "Na, Jehoshua ben Joseph von Nazareth, der später Jesus Christus genannt wurde. Sagen Sie bloß, als Zeugen Jehovas kennen sie Jesus' bürgerlichen Namen, seinen wahren Namen, nicht? Wer hat Sie denn ausgebildet?"

Beide: gucken blöd

Ich: werde gerade warm "Aber mal angenommen, es habe die christliche Mythengestalt tatsächlich gegeben, woher soll er vor knapp 2.000 Jahren gewußt haben, welche Sünden ich begehen werde? Von denen, die noch vor mir liegen, weiß ja selbst ich noch nichts."

Er: verlegen "Jesus ist allwissend."

Ich: "Aha, jetzt ist er schon ganz der Papa, wie? Ich dachte, dieses Attribut sei Gott vorbehalten?"

Sie: will die Situation retten "Gott ist allwissend, und durch ihn sein Sohn Jesus Christus auch."

Ich: "Soso, der Alte quatscht also einfach meine persönlichen Daten an seinen Sohnemann weiter. Etwa auch die, die ich ihm früher bei der Beichte anvertraut habe? Er verstößt gegen seine eigene Regel, das Beichtgeheimnis?"


Beide: Mund steht offen

Ich: schnell "Allwissenheit für die Zukunft wurde aber nachweislich schon von namhaften Physikern ad absurdum geführt. Nehmen Sie nur mal Schrödingers mathematisch beweisbare Theorie von den Varianzen des Zeitstrahls, welche, bedingt durch die Chaostheorie, zu einer unendlichen Vielfalt möglicher Zukünfte führen und das Kontinuum in
endlose unterschiedliche Varianten aufspalten. Das macht jede exakte Zukunftsvorhersage absolut unmöglich, da sich nicht berechnen läßt, welche der unendlichen möglichen Parallelen des Multiversums der Zeitstrahl kreuzen wird."

Beide: schauen drein, als hätten sie kaum ein Wort verstanden

Ich: sie sehr ernst anschauend "Auch als Magier kann ich nicht exakt in die Zukunft schauen, sondern allenfalls Tendenzen und Wahrscheinlichkeiten bei der Divination erkennen, und ich bin schon der mächtigste Magier hier in der Gegend - wenn ich es nicht wäre, wüßte ich das bereits."

Beide: gucken nun erst recht blöd

Ich: "Tja, so was lernt man nicht bei Ihrem Kegelverein, oder?"

Sie: "Den 'Kegelverein' verbitten wir uns! Wir sind..."

Ich: unterbreche sie "Wieso, Sie schmeißen doch wahllos die Kugeln ihrer Propaganda ins Volk und schauen dann, ob nicht ein paar Leute umfallen. Für mich ist das Kegeln."

Sie: scheint sauer zu sein "Ich sehe schon, hier können wir nichts mehr retten."

Ich: nickend "Gut erkannt. Ich will auch gar nicht 'gerettet' werden."

Beide stehen auf.

Sie: "Danke für den Tee."

Er: nickt

Ich: "Gern geschehen. Es macht immer wieder Spaß, Leute über die wahre Natur des Universums aufzuklären."

Ich begleite sie zur Tür. Die Hunde tapsen artig hinterher.

Er: scheint nun auch sauer zu sein "Jesus wird Sie nicht retten, sondern Ihre Seele verdammen."

Sie: nickt beifällig

Ich: "Oh, Sie wollen MIR drohen? Nun gut, dann muß ich mich wehren." Tiefe Stimme und ausladende Gestik "Ich verfluche Sie beide! Für den Rest des Tages sollen Sie schrecklichen Durchfall erleiden!"

Beide: machen kopfschüttelnd, daß sie wegkommen "So ein Unsinn.."

Ich schließe die Tür und lache erstmal lauthals los. Meine Hunde gucken mich treudoof und verständnislos an.

Ich glaube nicht, daß die beiden 'verfluchten' Zeugen jemals wiederkommen werden.

Obwohl, ich hätte zu gern ihre Gesichter gesehen, wenn die überaus großzügig bemessene Portion Abführmittel in ihrem Tee zu wirken beginnt..

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Alt 18.11.2005, 19:40   #2
Dunkel...
 
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Ist das jetzt ne wahre Geschichte?
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Alt 18.11.2005, 19:46   #3
 
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Keine Ahnung Wenn derjenige, der mir die Geschichte gemailt hat, Hunde hätte, könnt ichs mir von ihm glatt vorstellen...
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Alt 18.11.2005, 19:53   #4
Dunkel...
 
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Ach so, na dann...die Geschichte ist nämlich höchst unglaubwürdig und zu mindestens 50 % erfunden...

Ich kann mich an dieser Stelle ja mal als Sohn einer Familie von Zeugen Jehovas outen. Hab bis vor nem guten Jahr auch aktiv mitgemacht, seitdem aber praktisch nichts mehr damit zu tun.
Was ich allerdings für extrem unwahrscheinlich halte ist zB das mit den Soldaten des Himmels....das ist völliger Humbug. Keiner würde sich an der Tür ernsthaft so vorstellen, und auch intern hab ich den Begriff nie gehört.
Auch das restliche Verhalten ist völlig unrealistisch, von wegen nicht zu wissen wie Jesus richtig heißt usw...
Ebenso der Quatsch von wegen "Jesus wird ihre Seele verdammen" ist schlichtweg frei erfunden. Zeugen Jehovas würden so einen hirnlosen Spruch niemals aussprechen...mal ganz abgesehen davon, dass Zeugen Jehovas nicht an eine eigenständige Seele glauben und diese siomit auch nicht verdammt werden kann.

Nur mal so zur allgemeinen Aufklärung, und ich weiß durchaus wovon ich rede.

Nichts für ungut, ist natürlich trotzdem ne witzige Geschichte, aber halt mit nem Wahrheitsgehalt von maximal 10 %.
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Alt 18.11.2005, 20:02   #5
 
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Zitat von Scatterbrain
Ach so, na dann...die Geschichte ist nämlich höchst unglaubwürdig und zu mindestens 50 % erfunden...

Ich kann mich an dieser Stelle ja mal als Sohn einer Familie von Zeugen Jehovas outen. Hab bis vor nem guten Jahr auch aktiv mitgemacht, seitdem aber praktisch nichts mehr damit zu tun.
Was ich allerdings für extrem unwahrscheinlich halte ist zB das mit den Soldaten des Himmels....das ist völliger Humbug. Keiner würde sich an der Tür ernsthaft so vorstellen, und auch intern hab ich den Begriff nie gehört.
Auch das restliche Verhalten ist völlig unrealistisch, von wegen nicht zu wissen wie Jesus richtig heißt usw...
Ebenso der Quatsch von wegen "Jesus wird ihre Seele verdammen" ist schlichtweg frei erfunden. Zeugen Jehovas würden so einen hirnlosen Spruch niemals aussprechen...mal ganz abgesehen davon, dass Zeugen Jehovas nicht an eine eigenständige Seele glauben und diese siomit auch nicht verdammt werden kann.

Nur mal so zur allgemeinen Aufklärung, und ich weiß durchaus wovon ich rede.

Nichts für ungut, ist natürlich trotzdem ne witzige Geschichte, aber halt mit nem Wahrheitsgehalt von maximal 10 %.

Sollte ja auch lediglich der Aufheiterung dienen!

Ich fand die Story sehr witzig, weil ich halt schon mal kräftig mit jemandem von den Zeugen aneinander geraten bin. Ich will niemandem zu Nahe treten, aber das war das allerletze! Da stand ne Frau mit nem Kind von ca. 6-7 Jahren vor meiner Tür sagte zu mir: Darf mein Sohn sie mal was fragen?
Ich dachte, ok, ein Schulprojekt: Und sagte: Ok, kein Problem...
Als der kleine nur verlegen von einem Bein aufs andere trat und nix sagte, zückte die gute Frau aus ihrer Tasche eine dieser seltsamen Zeitschriften und meinte zu mir: Wie stehen sie zu Gott...

Und da bin ich dann ziemlich laut geworden, weil ich sowas schon fast Bauernfängerei finde, die auf dem Rücken eines Kindes ausgetragen wird...

UND DAS IST EINE WAHRE GESCHICHTE!
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Alt 18.11.2005, 20:08   #6
Dunkel...
 
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Das glaube ich dir sogar.

Dazu kann man stehen wie man will, Ziel der Sache ist halt eigentlich, die Kinder langsam in den sogenannten Haus-zu-Haus-Dienst einzuführen und ihnen die Scheu davor zu nehmen, mit fremden Leuten über ihren Glauben zu reden. Scheint der Mutter aber nicht besonders gelungen zu sein...

Ich persönlich finde es übertrieben, wenn die Kinder das nicht wirklich selber entscheiden können...aber ansonsten.
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Alt 18.11.2005, 20:18   #7
 
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Ort: Pfalz
Zitat von Scatterbrain
Ich persönlich finde es übertrieben, wenn die Kinder das nicht wirklich selber entscheiden können...aber ansonsten.

Das ist aber überall so... Und ich muß ehrlich zugeben, daß ich meine Tochter auch habe taufen lassen (wenngleich auch mit heftigsten Prostesten meines Mannes), aber ich sag dann auch, wenn sie alt genug ist, soll sie selbst entscheiden, ob sie konfirmiert werden will oder ob sie austreten will... Ich werde ihr da keine Steine in den Weg legen. Und ich bin sicherlich auch nicht jemand der die kleine zwingen wird, Sonntags in die Kirche oder den Kindergottesdienst zu gehen...
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Alt 18.11.2005, 20:22   #8
Dunkel...
 
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Natürlich ist das überall so....deswegen halte ich auch nicht viel von irgendwelchen organisierten Religionsgemeinschaften.
Wobei bei den Zeugen Jehovas die Kinder immerhin selbst entscheiden dürfen, ob sie überhaupt getauft werden wollen...da ist man also schon weiter, was die Entscheidungsfreiheit angeht.
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Alt 18.11.2005, 20:25   #9
 
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Ort: Pfalz
Naja, aber ich denke, das auch bei den Zeugen der familiäre Druck ebenso stark ist, wie in anderen Religionsgemeinschaften
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Alt 18.11.2005, 20:27   #10
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Natürlich....der Druck ist immer da, vor allem wenn man so wie ich kein Bock mehr hat. Allerdings hat man mich in Ruhe gelassen, als ich nach mehreren Versuchen immer noch keine Anstalten gemacht hat, es mir nochmal zu überlegen...
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Alt 18.11.2005, 21:12   #11
Leide an Islamintoleranz
 
Benutzerbild von Stan-Kowa
 
Geschlecht: Männlich
Registriert seit: 02.09.2004
Ort: Bad Münstereifel
OK,hier ist meine. ZU 100% so geschehen.

Ein Mann ca.50,eher unscheinbar und kann mich kaum noch an ihn erinnern und eine junge,hübsche Frau Anfang 20 klingeln an der Tür.


ER: "Guten Tag. Ich möchte mit Ihnen über Gott sprechen."
ICH: "Dann mal los."
ER hält einen ca. fünfminütigen Dialog währendessen ich seine reizende Begleitung taxiere.
Als er eine kurze Pause macht,frage
ICH (mit Blick und nickender Kopfbewegung Richtung Begleiterin):" Moment. Kurze Zwischenfrage. Wie siehts in eurem Club mit außer bzw. vorehelichem Geschlechtsverkehr aus?"
ER: (Entsetzt) "Das kommt natürlich nicht in Frage!"
ICH:" Gut. Dann ist das Thema für mich erledigt. Schönen Tag noch und passen sie gut auf ihre Begleiterin auf. Um die ist es wirklich schade."
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Alt 18.11.2005, 21:15   #12
Dunkel...
 
Benutzerbild von Scatterbrain
 
Registriert seit: 06.10.2004
Und?
So ist das halt...zwingt dich ja keiner.
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Alt 18.11.2005, 21:24   #13
 
Benutzerbild von Bushaltestelle
 
Geschlecht: Männlich
Registriert seit: 11.02.2005
Ort: Shanghai
Seit wann mäht man im November Rasen ?
Na ja was solls, wir leben im 21. Jahrhundert, dem Zeitalter der Beliebigkeit.

Mittlerweile tun mir solche Christian Streetworker leid. Ein Vertreterjob ist keine schöne Sache, zumal hinter solch einer Sekte wie den "Zeugen des Mofas" auch unheimlicher Druck herrscht. Die selbständigen Handelsvertreter werden nach Quote bezahlt.

Einer an der Tür sagte mir mal, wenn ich seinem Club nicht beiträte würde ich wie alle anderen Abtrünnigen bald sterben, denn nur den 11.000 Zeugen des Mofas bestünde ewiges Leben bevor. Ich darauf: "Da ich meinen Lebensabend nicht mit 11.000 Spacken verbringen möchte, sterbe ich lieber."
Bushaltestelle ist offline   Mit Zitat antworten Zum Ende der Seite springen Zum Anfang der Seite springen 
Alt 18.11.2005, 21:30   #14
Dunkel...
 
Benutzerbild von Scatterbrain
 
Registriert seit: 06.10.2004
Zitat von Rinchinlhumbe
Einer an der Tür sagte mir mal, wenn ich seinem Club nicht beiträte würde ich wie alle anderen Abtrünnigen bald sterben, denn nur den 11.000 Zeugen des Mofas bestünde ewiges Leben bevor. Ich darauf: "Da ich meinen Lebensabend nicht mit 11.000 Spacken verbringen möchte, sterbe ich lieber."

Auch der kann dich nur verarscht haben....n Zeuge war das ganz bestimmt nicht.
Und bezahlt werden Zeugen Jehovas nicht für das was sie tun, das ist völliger Unsinn.
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Alt 19.11.2005, 02:51   #15
g.P.
Gast
 
kann mich scatter nur anschließen.. hab selber schweizer zeugen jehovas in der familie, und hab auch schon welche an der tür gehabt und einmal mit ihnen beim tee gelabert. eine diskussion über gott mit ihnen zu führen ist mit meinen augen sinnlos, aber sie waren nie aufdringlich, haben nie gedroht oder sich als "soldaten des himmels" aufgespielt. mir persönlich widerstrebt es, leute zu "verarschen", die mit mir ein gespräch führen wollen, über ein thema, dass sie beschäftigt und dabei in keinster weise irgendwelche finanziellen hintergründe verfolgen, sondern unaufdringlich ihre ansichten weitergeben wollen.

so wie ich es aus meiner familie kennengelernt habe, ist es wohl auch nicht so, dass die das alle gerne tun, es aber als ihre religiöse und familiäre pflicht sehen. und wenn bei mir jemand heute klingelt, lächel ich und sag, "danke schön, aber gerade ist es schlecht", und dann passt das auch...
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Alt 19.11.2005, 10:32   #16
unbefleckte Erkenntnis
 
Benutzerbild von die bunte Kuh
 
Geschlecht: Männlich
Registriert seit: 01.09.2004
Das ist doch nur eine dieser "ich-male-mir-mal-aus-was-passieren-könnte-wenn-ich-mich-mal-trauen-würde" Geschichten, die gibt's doch zu jedem Thema von irgendwelchen armen Tröpfen.

MfG
die bunte Kuh ist offline   Mit Zitat antworten Zum Ende der Seite springen Zum Anfang der Seite springen 
Alt 22.11.2005, 09:32   #17
 
Benutzerbild von eisenfuß
 
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Registriert seit: 06.09.2004
Ort: GroßraumHessischUganda
Dann schreibe ich mal, was ich für Erfahrungen mit den Jehovitern habe. Ich war im Dezember 2000 auf'm Weg zur Arbeit als ich auf der A66 Richtung Hanau einen Stau bemerkte, was mich dazu veranlasste, die freie Parallelstraße nach langenselbold zu nehmen.

Etwa 300 m vor mir fuhr noch ein Wagen, ein andere kam ihm entgegen. Das entgegenkommende Fahrzeug bog dann nach links (also unsere Fahrbahn kreuzend) ab. Etwa 0,5 sec. später realisierte ich, dass man auf der gesamten Strecke nicht abbiegen kann, weder nach links, noch nach rechts, egal aus welcher Richtung man kommt. Unmittelbar danach hoben und senkten sich die Rücklichter des vor mir fahrenden Fahrzeugs und ich dachte: Scheiße, da hat's geknallt.

Um's mal abzukürzen: Der Mann im Wagen vor mir war Zeuge Jehovas und wurde mittelschwer verletzt (Brustbereich / Beine). Da Ärzte nur manchmal so tun als seien sie Götter, dass aber nie vor Gericht behaupten würden, konnten sie nun schlecht behaupten, es sei unverrückbar so, dass der Mann mit der Beigabe von Fremdblut überlebt hätte, sie gaben die Wahrscheinlich´keit aber als recht hoch an. Die Ehefrau hatte den Ärzten unter Hinweis auf seine Religion (oder soll ich schreiben Sektenzugehörikeit) untersagt, ihm Fremdblut zu geben. Das ist ja wohl mal der allerletzte Verein kann ich da nur sagen.

Bemerkung am Rande: Die Ehefrau konnte der Gerichtsverhandlung, welche fast zwei Jahre nach dem Unfall stattfand, laut RA aus psycghischen Gründen nicht beiwohnen. Hmm, kann das sein ? Erst lässt sie, ihrem Irrglauben folgend, ihren Alten verrecken und dann isse nach zwei Jahren nocht nicht drüber weg. Klingt zynisch, ich weiß, ist aber meine Meinung.
eisenfuß ist offline   Mit Zitat antworten Zum Ende der Seite springen Zum Anfang der Seite springen 
Alt 22.11.2005, 09:36   #18
 
Benutzerbild von eisenfuß
 
Geschlecht: Männlich
Registriert seit: 06.09.2004
Ort: GroßraumHessischUganda
Zitat von g.P.
mir persönlich widerstrebt es, leute zu "verarschen", die mit mir ein gespräch führen wollen, über ein thema, dass sie beschäftigt und dabei in keinster weise irgendwelche finanziellen hintergründe verfolgen, sondern unaufdringlich ihre ansichten weitergeben wollen.

Ey hallo, "über ein thema sprechen wollen, dass sie beschäftigt" - die werden von ihrem Verein geschickt und putzen straßenzügeweise die Klinken wie Drückerkolonnen. Was passiert eigentlich, wenn die wochenlang kein virtuelles Wachtturm-Abo vertickt haben, he?
eisenfuß ist offline   Mit Zitat antworten Zum Ende der Seite springen Zum Anfang der Seite springen 
Alt 22.11.2005, 09:49   #19
Hrvatska u srcu!
 
Benutzerbild von Vatreni
 
Geschlecht: Männlich
Registriert seit: 01.09.2004
Ort: Hrvatska
Zitat von g.P.
hab selber schweizer zeugen jehovas in der familie

Müssen die nicht neutral sein? Nun mal zu meinen Begegnungen mit den Zeugen: Vor ca. 10 Jahren (scheiße bin ich alt geworden) haben wir mit denen jeden Freitag Fußball gespielt. Nur wurden wir von Jahr zu Jahr besser und eines Abends schossen wir sie mit 15:0 ab. Seitdem meiden sie den Fußballplatz. Ansonsten hab ich schon lang keine Türklingler mehr gesehen.
Vatreni ist offline   Mit Zitat antworten Zum Ende der Seite springen Zum Anfang der Seite springen 
Alt 22.11.2005, 09:50   #20
in Therapie
 
Benutzerbild von Schabbab
 
Geschlecht: Männlich
Registriert seit: 12.09.2004
Zitat von eisenfuß
Um's mal abzukürzen: Der Mann im Wagen vor mir war Zeuge Jehovas und wurde mittelschwer verletzt (Brustbereich / Beine). Da Ärzte nur manchmal so tun als seien sie Götter, dass aber nie vor Gericht behaupten würden, konnten sie nun schlecht behaupten, es sei unverrückbar so, dass der Mann mit der Beigabe von Fremdblut überlebt hätte, sie gaben die Wahrscheinlich´keit aber als recht hoch an. Die Ehefrau hatte den Ärzten unter Hinweis auf seine Religion (oder soll ich schreiben Sektenzugehörikeit) untersagt, ihm Fremdblut zu geben. Das ist ja wohl mal der allerletzte Verein kann ich da nur sagen.

Auch wenn die Jehovas hart dafür kämpfen, sie sind meines Wissens immer noch keine anerkannte Kirche und das ist auch gut so. Leider geht das deutsche Rechtssystem viel zu harmlos mit diesen irren Sektenspinnern um. Religionsfreiheit ist eine Sache, aber die haben mit einer Religion wirklich nichts zu tun und sollten genauso verboten werden wie die Moonsekte oder Scientology.
Diese Fremdblutablehnung hatte in dem von dir geschilderten Fall ja sogar was gutes...geht in Richtung Darwin Award. Schlimm finde ich es nur, wenn solche "Eltern" dasselbe ihrem Kind antun...

Schabbab ist offline   Mit Zitat antworten Zum Ende der Seite springen Zum Anfang der Seite springen 
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