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"Fanlagerclub'' - Der Politik-Diskussions-Thread!

Hier finden Sie die Diskussion "Fanlagerclub'' - Der Politik-Diskussions-Thread! im Klatsch und Tratsch Forum. Diese befindet sich in der Kategorie Smalltalk-Zone; „Fanlagerclub“ – Der Politik-Diskussions-Thread Der Titel soll sich an den „Presseclub“ anlehnen. Eine im Übrigen sehr empfehlenswerte Sendung, die stets ...


 
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Alt 11.09.2005, 15:41   #1
 
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"Fanlagerclub'' - Der Politik-Diskussions-Thread!

„Fanlagerclub“ – Der Politik-Diskussions-Thread


Der Titel soll sich an den „Presseclub“ anlehnen. Eine im Übrigen sehr empfehlenswerte Sendung, die stets sonntags um 12 Uhr in der ARD und bei Phönix (dort auch mit Zuschauerfragen bei „Presseclub – nachgefragt“ um 12.45 Uhr) zu sehen ist.


Um das in letzter Zeit hohe Aufkommen an politischen Threads ein wenig einzudämmen, sollen hier sämtliche politische Thematiken angesprochen und über sie diskutiert werden.


Zum Einstieg stelle ich dann gleich mal drei Themen in den Raum:


Thema 1: Angela Merkel – „Ossi“ oder „Wessi“?! (provokante und reißerische Überschrift... )

Die Unions-Kanzlerkandidatin Angela Merkel (CDU) hat bekanntermaßen sowohl in den alten als auch in den neuen Bundesländern zumindest bei Teilen, wenn nicht gar bei der breiten Masse der Bevölkerung, allein ihrer Herkunft wegen einen schlechten Stand. Wenn man „böse“ argumentiert (also Mehrwertsteuererhöhung, Kirchhof-Steuermodell, Schönbohm- Stoiberäußerungen mal außer Acht lässt) könnte man sagen, dass gerade ihre Dasein als „Ossi“ im Westen und ihre Wahrnehmung als „Wessi“ im Osten eine unionsgeführte Koalition mit der FDP gefährdet.

Hier stellt sich die Frage nach dem WARUM?!

Auf die alten Bundesländer bezogen könnte man jetzt (wie gesagt „nur“ einem Teil der Bevölkerung) eine Oberflächlichkeit unterstellen, die allein dahingeht, dass man sie als „Ossi“ abstempelt und man halt einfach keinen „Ossi“ an der Spitze des Landes will. Vergleichbar mit der Kandidatur Stoibers vor drei Jahren. Denn zweifelsfrei gereichte auch diesem sowohl in Ost als auch in West allein der Fakt, dass ein Bayer Bundeskanzler werden könnte, zum Nachteil. So denke ich, dass ein Stoiber aus z.B. Rheinland-Pfalz heute wohl Kanzler wäre, genauso wie dass einer Merkel aus eben Rheinland-Pfalz eine Schwarz-Gelbe-Mehrheit wohl kaum mehr zu nehmen wäre.

Bezieht man die Fragestellung nun auf die neuen Bundesländer, so kann man die in weiten Teilen der ostdeutschen Bevölkerung vorherrschende Missgunst gegenüber Merkel nicht so einfach wie zuvor als Oberflächlichkeit abtun. Hier muss man tiefer gehen: Viele Ostdeutsche sehen Merkel nicht als „Eine von Ihnen“ an. Zu verschulden habe sie diese Wahrnehmung im Osten ganz und allein sich selbst. Denn jahrelang hat sie ihre Herkunft wohl in dem Glauben außen vor gelassen, dass diese ihrem Bestreben nach immer mehr Macht in diesem Land hinderlich wäre. So etwas kommt nicht gut an. Wer seine Herkunft verschweigt, drückt damit, wenn auch im Falle von Merkel wohl eher unbewusst, aus, dass diese die eigenen Vorhaben erschweren würde und unterstellt damit eine gefühlte Peinlichkeit für eben seine Herkunft. So ist es zu erklären, dass es weitläufig im Osten heißt: „Die hat doch längst vergessen, wo sie herkommt!“ Selbst eine Befürworterin von Merkel, Frauenrechtlerin Alice Schwarzer, sagt folglich zu Recht (nicht wortwörtlich): „Wenn ich im Osten dieses Landes bei Auftritten den Namen Merkel ins Spiel gebracht habe, kamen mir häufig ‚Buh’-Rufe entgehen. Wohl nicht von ungefähr. Ich hätte mir von Angela Merkel gewünscht und würde mir auch zukünftig wünschen, dass sie ihre Herkunft stärker betont und nicht, wie in der Vergangenheit geschehen, haltlos zumeist verschweigt.“

Ich denke, allein diesen Fakt betreffend, dass sich ein Stoiber besser verhalten hat, denn er konnte trotz der verlorenen Wahl gehobenen Hauptes „zurück“ nach Bayern gehen. Die Menschen dort sind ihm in der Mehrzahl wohlgesonnen, zum einen wegen seiner Verdienste um sein Bayern, zum anderen aber auch deshalb, weil er seine bayerische Herkunft logischerweise nie als Ministerpräsident, aber auch nicht im Bundestagswahlkampf unterdrückt oder gar verborgen gehalten hat. Eine Merkel könnte weder politisch in einem Amt noch moralisch in den Köpfen derart dorthin „zurückkehren“, wo sie eigentlich herkommt.

Spielt für euch die Herkunft Merkels irgendeine Bedeutung?
Wenn ja, inwiefern und aus welchem Grund?
Wenn nein, was haltet ihr von den Menschen aus den alten Ländern und von den Menschen aus den neuen Ländern, welche von der Herkunft Merkels negativ beeinflusst werden und seht ihr vielleicht andere Ursachen und Gründe als ich in meiner Wahrnehmung?

Thema 2: Parteiwechsel in der Politik

Als zweites Thema möchte ich einmal die Frage in den Raum stellen, ob es denn nicht der Politik in diesem Land förderlicher wäre, wenn es Politikern, die in einer Partei einen äußeren Rand bekleiden, möglich wäre, ihre Partei vorurteilfrei und vorbehaltslos zu wechseln?!

Keine Frage, es ist heutzutage möglich, die Partei zu wechseln. Aber womit geht das einher? Nur damit, dass man von allen Seiten als Abtrünniger und Außenseiter dargestellt wird, als jemand, der sich selbst und seine Partei verraten hat. Da sage ich: Was für ein Schwachsinn! Die Politikverdrossenheit in diesem Land geht doch unter anderem mit der viel zu wenig vorherrschenden Transparenz und mit dem den einzelnen Politiker erdrückenden Parteien- und Fraktionszwang einher! Wann kann ein einfacher MdB, der in einem Punkt nicht die Ansicht seiner Fraktion vertritt, denn heute noch in diesem Punkt seine eigene Meinung äußern? Gar nicht, vielmehr muss er sich dem Fraktionszwang beugen und zumindest im Bundestag stillhalten. Ein partei-internes Widersprechen oder eine eigene Meinungsdarlegung in den Ausschüssen mag ja vielfach noch gegeben sein, aber was nützt dies, wenn es nicht zum Wähler vordringt und so die Politik der Öffentlichkeit nicht transparenter erscheinen lässt.

Ich erhoffe mir, dass Politiker wie Arbeitgeber und –nehmer in der freien Wirtschaft verfahren könnten. Also wenn ihnen in ihrer Partei was nicht passt, sie einfach dorthin gehen könnten, wo sie ihre Vorhaben besser umsetzen könnten, also einfach ihren Job besser tun könnten! Einen Seehofer würden wir bald in der SPD sehen, einen Trittin womöglich in der Linkspartei und eine in weiten Teilen der Bevölkerung anerkannte Persönlichkeit wie Friedrich Merz könnte schon bald der Spitzenmann in der FDP sein und so dieser Partei ihr ein in den letzten Jahren arg abhanden gekommenes Profil wieder verleihen.

Wie meint ihr zum Thema Parteiwechsel?


Thema 3: Kann die Politik überhaupt Arbeitsplätze schaffen?

Dies ist eine immer wieder gern gestellte Frage in politischen Fragen, die nicht so, sondern zumeist bereits bejahend in der Form „Welche Partei kann mehr Arbeitsplätze schaffen“, gestellt wird.

Ich sage NEIN. Ja, die Politik ist für die Rahmenbedingungen verantwortlich. Jedoch sage ich, dass auch diese bestenfalls indirekt für die Schaffung von Arbeitsplätzen (mit-)verantwortlich sind. Die Politik kann die gesellschaftlichen Verhältnisse in diesem Land ordnen. Sie kann durch Steuervorgaben sozial umverteilen, sie kann für die Sicherheit des Landes sorgen, sie kann Außenbeziehungen mit anderen Staaten aufbauen, sie kann durch Maßgaben die Umwelt schützen usw. Aber eines kann sie mit Sicherheit nicht: Arbeitsplätze schaffen. Warum glauben trotzdem viele Menschen daran, dass die Politik für die hohen Arbeitslosezahlen verantwortlich ist? Ganz einfach, weil es die Politiker selbst sind, die dies der Bevölkerung weismachen! Ob Schröder damals gegen Kohl oder Merkel heute gegen Schröder, jedes Mal ist es die Regierung, die für die hohen Arbeitslosenzahlen (allein-)verantwortlich gemacht wird.

Ist es aber nicht so, dass ein Umdenken zuallererst in der Wirtschaft selbst stattfinden muss? Allein diese kann Arbeitsplätze schaffen, Rahmenbedingungen hin, Rahmenbedingungen her. Wer sagt uns allen denn, dass weniger Kündigungsschutz oder geringere Unternehmenssteuern gleich mehr Arbeitsplätze bedeuten? Der Beweis hierfür wurde in der jüngeren Vergangenheit jedenfalls nicht erbracht.

Letztendlich bleibt für mich nur als Fazit, dass in unserer Gesellschaft jeder nur für sich selber verantwortlich ist, ein Hoffen darauf, dass die Politik einem zu Hilfe kommen könnte, schlichtweg den hiesigen Realitäten widerspricht. Im Sinne von ‚Jeder ist selbst der Nächste’ wird dies aber zugleich zukünftig für eine immer größer werdende Individualisierung der Menschen und Konkurrierung dieser untereinander sorgen, mit der Gefahr einer Verrohung der Gesellschaft. All dies wird wohl durch die Globalisierung indiziert, was wiederum die Politik zu einer Marionette dieser Globalisierung werden lässt. Die Politik hat allein die Wahl, ob sie sich selbst zukünftig zu einem Bestandteil der Globalisierung macht und somit diese zumindest teilweise beeinflussen kann oder ob sie den gegebenen wirtschaftlichen Verhältnissen entgegenwirkt, was einzig und allein eine Rückkehr zu kommunistischen Verhältnissen bedeuten würde. Letzteres hat in der Vergangenheit gezeigt, dass es auf Dauer einen Staat ruinieren wird. Ersteres wird wohl ganz langfristig gesehen ebenfalls dafür sorgen, dass irgendwann nicht mehr die Staaten die Gewaltenhoheit innehaben, sondern die Unternehmen.

Was halte ihr von meinem „Ausblick“ und der Bedeutung der Politik für die Schaffung von Arbeit in diesem Land?


Geändert von lachi83 (11.09.2005 um 17:30 Uhr).
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Alt 11.09.2005, 15:50   #2
Grenzwertig Biertrinkend
 
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Zitat von lachi83
„Fanlagerclub“ – Der Politik-Diskussions-Thread





Thema 1: Angela Merkel – „Ossi“ oder „Wessi“?!

:Kotz:
Schon allein aus dieser Überschrift lese ich das mir dieser Thread hier nix bringen wird .
lachi83 - Ossi oder wessi ?? Klingt als Themenübersicht genauso dämlich .
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Alt 11.09.2005, 16:11   #3
Keyser Söze
 
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Ein Thema hätte gereicht...
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Alt 11.09.2005, 16:11   #4
beribert
Gast
 
Zu Thema 1: Für mich unsinnig und spielt bei der Wahl objektiv keine große Rolle ob Frau Merkel jetzt aus dem Osten oder aus dem Westen stammt.

Zu Thema 2: Um die Karrierechancen beizubehalten ist es fast unmöglich für einen gestandenen Politiker seine Partei zu wechseln. Aunahmen gibt es da nut ganz wenige und auch Oskar Lafontaine hat es ja erst sehr spät gemacht, als er gemerkt hatte, dass sein Weg in der SPD nicht mehr weitergeht und sich dann plötzlich mit der LINKSPARTEI eine Alternative gefunden wurde mit der er wieder in den Bundestag einziehen kann.
Im übrigen ist ein Parteiwechsel sicher sinnvoll für Politiker wenn ihre persönlichen Meinungen zu sehr von der Parteilinie abweichen. Allerdings sehr selten, wie schon oben beschrieben.

Zu Thema 3: In Zeiten der Globalisierung sind die Chancen durch gezielte Politik Arbeitsplätze zu schaffen sehr gering. Die letzten die dies versucht haben waren die Jünger der Lehre nach Keynes. Bis auf Lafontaine gibt es aber keine Anhänger dieser Lehre mehr in der nationalen Politiklandschaft.
Trotzdem traut sich kein Politiker diese Wahrheit auszusprechen und so wird auch hier wieder der Wähler verdummt.
Zu den Rahmenbedingungen: Da gebe ich dir Recht!! Wer weiß schon welche Rahmenbedingungen unbedingt etwas nützen um mehr Arbeistsplätze zu schaffen oder nicht??
Da hat jede Partei eigene Konzepte und jede Partei eigene Ideen die sie versucht als das NON PLUS ULTRA zu verkaufen, die aber in unserem Land bisher noch nicht wirklich gegriffen haben.
Übrigens spielt dabei auch die Lobbypolitik sowohl von Arbeitgeberseite (sehr serh stark) und Arbeitnehmerseite (zunehmend schwächer weil sich die Gewerkschaften selbst diskreditiert haben) eine große Rolle.

Zum immer größer werdenden Individualismus: Halte ich für ein Kernproblem unserer Zeit, auf der einen Seite soll man teamfähig sein bis zum abwinken und auf der anderen Seite muß man nur seine eigenen Ziele verfolgen und zur Not über andere drüber gehen. Dieser Individualismus passt mir nicht und führt zur ENTMENSCHLICHUNG der Gesellschaft, weil die wahren Werte wie Vertrauen, Ehrlichkeit, Freundschaft und Aufrichtigkeit dabei auf der Strecke bleiben.
Allein durch meine Studienwahl habe ich mich geweigert ein Fach zu studieren (z.B. BWL) wo genau solche Dinge trainiert werden wie ich schon bei mehreren Firmen anhand von Praktika bei anderen Praktikanten feststellen durfte.
Und wenn diese Leute dann auch noch "dumm und oberflächlich wie Bohnenstroh" sind und ihre BWL Mythen glauben dann hatte ich von denen meinen Ruf als arrogant wohl zurecht bekommen.

MfG
Beribert
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Alt 11.09.2005, 16:12   #5
beribert
Gast
 
Zitat von drunkenbruno
Ein Thema hätte gereicht...

In dem Fall hätte ich mich für Thema 3 entschieden.
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Alt 11.09.2005, 16:31   #6
 
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Zitat von Moonracker
:Kotz:
Schon allein aus dieser Überschrift lese ich das mir dieser Thread hier nix bringen wird .
lachi83 - Ossi oder wessi ?? Klingt als Themenübersicht genauso dämlich .

Vielleicht solltest du erst einmal alles lesen.

Schonmal was von einer reißerischen Überschrift gehört?!

Außerdem habe ich dort nur über meine allgemeinen Erfahrungen berichtet, die ich in Ost und West mit den Leuten bezüglich dieses Themas gemacht habe...und, wenn du es gelesen hättest, auch nur von "einem Teil der Bevölkerung" gesprochen...dieser Teil ist im Osten im Übrigen deutlich größer als im Westen...daher halte ich die Frage nach dem 'Warum' durchaus für interessant!

Geändert von lachi83 (11.09.2005 um 17:28 Uhr).
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Alt 11.09.2005, 16:41   #7
 
Geschlecht: Männlich
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Ort: Hannover
Zitat von beribert
Zu Thema 1: Für mich unsinnig und spielt bei der Wahl objektiv keine große Rolle ob Frau Merkel jetzt aus dem Osten oder aus dem Westen stammt.

Zu Thema 2: Um die Karrierechancen beizubehalten ist es fast unmöglich für einen gestandenen Politiker seine Partei zu wechseln. Aunahmen gibt es da nut ganz wenige und auch Oskar Lafontaine hat es ja erst sehr spät gemacht, als er gemerkt hatte, dass sein Weg in der SPD nicht mehr weitergeht und sich dann plötzlich mit der LINKSPARTEI eine Alternative gefunden wurde mit der er wieder in den Bundestag einziehen kann.
Im übrigen ist ein Parteiwechsel sicher sinnvoll für Politiker wenn ihre persönlichen Meinungen zu sehr von der Parteilinie abweichen. Allerdings sehr selten, wie schon oben beschrieben.

Zu Thema 3: In Zeiten der Globalisierung sind die Chancen durch gezielte Politik Arbeitsplätze zu schaffen sehr gering. Die letzten die dies versucht haben waren die Jünger der Lehre nach Keynes. Bis auf Lafontaine gibt es aber keine Anhänger dieser Lehre mehr in der nationalen Politiklandschaft.
Trotzdem traut sich kein Politiker diese Wahrheit auszusprechen und so wird auch hier wieder der Wähler verdummt.
Zu den Rahmenbedingungen: Da gebe ich dir Recht!! Wer weiß schon welche Rahmenbedingungen unbedingt etwas nützen um mehr Arbeistsplätze zu schaffen oder nicht??
Da hat jede Partei eigene Konzepte und jede Partei eigene Ideen die sie versucht als das NON PLUS ULTRA zu verkaufen, die aber in unserem Land bisher noch nicht wirklich gegriffen haben.
Übrigens spielt dabei auch die Lobbypolitik sowohl von Arbeitgeberseite (sehr serh stark) und Arbeitnehmerseite (zunehmend schwächer weil sich die Gewerkschaften selbst diskreditiert haben) eine große Rolle.

Zum immer größer werdenden Individualismus: Halte ich für ein Kernproblem unserer Zeit, auf der einen Seite soll man teamfähig sein bis zum abwinken und auf der anderen Seite muß man nur seine eigenen Ziele verfolgen und zur Not über andere drüber gehen. Dieser Individualismus passt mir nicht und führt zur ENTMENSCHLICHUNG der Gesellschaft, weil die wahren Werte wie Vertrauen, Ehrlichkeit, Freundschaft und Aufrichtigkeit dabei auf der Strecke bleiben.
Allein durch meine Studienwahl habe ich mich geweigert ein Fach zu studieren (z.B. BWL) wo genau solche Dinge trainiert werden wie ich schon bei mehreren Firmen anhand von Praktika bei anderen Praktikanten feststellen durfte.
Und wenn diese Leute dann auch noch "dumm und oberflächlich wie Bohnenstroh" sind und ihre BWL Mythen glauben dann hatte ich von denen meinen Ruf als arrogant wohl zurecht bekommen.

MfG
Beribert

Zu 1: Na immerhin hast du das Thema wohl ganz gelesen. Hast du denn schon die Erfahrung gemacht, dass es für manch einen eine Rolle spielt. Also ich habe die, aus besagten Gründen, vor allem bei den Ostdeutschen gemacht, vielmehr als im Westen. So denke ich, dass wenn Merkel nicht aus dem Osten käme, sie dort anerkannter wäre, weil ihr nicht der Makel des "Verrats" nachgesagt werden könnte.

Zu 3: Ich kann dir in allen Punkten nur zustimmen. Siehst du auch die "Gefahr" einer Entstaatlichung infolge der Globalisierung? Und zu den Lobbyisten: Meiner Ansicht nach fungieren die Politiker immer mehr als Handlanger dieser und degradieren sich selbst so immer mehr zu (redseligen) Statisten der Unternehmen, da wie du ja schon gesagt hast, die Arbeitgeberseite fast schon ausschließlich sozusagen den "Lobby-Ton" angibt.
lachi83 ist offline   Mit Zitat antworten Zum Ende der Seite springen Zum Anfang der Seite springen 
Alt 11.09.2005, 17:09   #8
beribert
Gast
 
Zitat von lachi83

Zu 3: Ich kann dir in allen Punkten nur zustimmen. Siehst du auch die "Gefahr" einer Entstaatlichung infolge der Globalisierung? Und zu den Lobbyisten: Meiner Ansicht nach fungieren die Politiker immer mehr als Handlanger dieser und degradieren sich selbst so immer mehr zu (redseligen) Statisten der Unternehmen, da wie du ja schon gesagt hast, die Arbeitgeberseite fast schon ausschließlich sozusagen den "Lobby-Ton" angibt.

Endstaatlichung der Politik kann man in dem Zusammenhang wirklich sagen und ich finde auch, dass dies immer stärker zunimmt.

Gegen Lobbypolitik kann man eigentlich nichts sagen (gab es schon immer, seit es die Demokratie gibt), solange alle Lobbies in etwa gleich stark repräsentiert werden.....

Leider ist dies schon seit einigen Jahren nicht mehr der Fall, trotzdem sollte man den Einfluss der Lobbies auf die Politiker auch nicht überschätzen, da diese ja auch von einer Masse der Wähler wiedergewählt werden wollen, können sie nicht nur die Lobbies im Auge behalten, sondern müssen auch die Wählerlobby im Auge haben....

Geändert von beribert (12.09.2005 um 17:58 Uhr).
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Alt 11.09.2005, 17:20   #9
 
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Ort: Hannover
Zitat von beribert
Endstaatlichung der Politik kann man in dem Zusammenhang wirklich sagen und ich finde auch, dass dies immer stärker zunimmt.

Gegen Lobbypolitik kann man eigentlich nichts sagen (gab es schon immer, seit es die Demokratie gibt), solange alle Lobbies in etwa gleich starlk repräsentiert werden.....

Leider ist dies schon seit einigen Jahren nicht mehr der Fall, trotzdem sollte man den Einfluss der Lobbies auf die Politiker auch nicht überschätzen, da diese ja auch von einer Masse der Wähler wiedergewählt werden wollen, können sie nicht nur die Lobbies im Auge behalten, sonden müssen auch die Wählerlobby im Auge haben....

Im Grunde bedurfte und bedarf die Politik ja auch einem Einfluss von Interessengruppen und Lobbyisten, um nicht den Blick für die Bedürfnisse der Arbeitgeber und eben aber auchd der Arbeitnehmer zu verlieren. Da aber wie gesagt, der Einfluss der Arbeitnehmer über die Gewerkschaften, zum Teil durch diese sicherlich selbst verschuldet, immer mehr schwindet, besteht auch immer mehr die Gefahr einer einseitigen Beeinflussung. Sicher dürfen die Politiker die Wähler nicht aus den Augen verlieren. Relevant ist dies allerdings auch nur solange, wie die Politik selbst noch relevant ist und das ist sie in Folge der Globalisierung zumindest wirtschaftlich gesehen immer weniger. Vielleicht auch irgendwann gar nicht mehr.
lachi83 ist offline   Mit Zitat antworten Zum Ende der Seite springen Zum Anfang der Seite springen 
Alt 11.09.2005, 17:34   #10
beribert
Gast
 
Zitat von lachi83
Relevant ist dies allerdings auch nur solange, wie die Politik selbst noch relevant ist und das ist sie in Folge der Globalisierung zumindest wirtschaftlich gesehen immer weniger. Vielleicht auch irgendwann gar nicht mehr.

Größtmögliches weltweites Agieren ohne jedwede Einschränkungen durch nationale Politik oder sonstwen ist auch so eine Art von Konzernziel im 21. Jahrhundert!!!

Nur sich selbst und dem Profit verpflichtet.
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Alt 12.09.2005, 08:28   #11
 
Benutzerbild von Werdna
 
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Zitat von beribert
Nur sich selbst und dem Profit verpflichtet.

Ja die Sache ist aber, dass das keine Pflicht ist! Man MUSS nicht so denken/handeln, diese Freiheit hat man in anderen Regierungsformen nicht! Und im endeffekt gibt und gab es schon immer Gier, Streben nach Erfolg, Egoismus usw!!
Das wird auch keine Regierungsform aendern koennen!


Zu den Lobbyisten...
Da sag ich unterschaetz die Lobbys nicht! Klar muessen die Politiker auch auf die normalen "Waehler" achten, aber die Meinungen dieser werden ja auch stark von den Lobbyisten wiederrum gepraegt...



mfg Werdna

Geändert von Werdna (12.09.2005 um 08:30 Uhr).
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Alt 12.09.2005, 16:38   #12
 
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Ort: Hannover
Zitat von Werdna
Ja die Sache ist aber, dass das keine Pflicht ist! Man MUSS nicht so denken/handeln, diese Freiheit hat man in anderen Regierungsformen nicht! Und im endeffekt gibt und gab es schon immer Gier, Streben nach Erfolg, Egoismus usw!!
Das wird auch keine Regierungsform aendern koennen!


Zu den Lobbyisten...
Da sag ich unterschaetz die Lobbys nicht! Klar muessen die Politiker auch auf die normalen "Waehler" achten, aber die Meinungen dieser werden ja auch stark von den Lobbyisten wiederrum gepraegt...

Also was beribert "definierte" war nicht die Regierungsform, sondern vielmehr die Globalisierung an sich.

Das keine Regierung dieser Welt die Globalisierung aufhalten kann, ist logisch und nicht zu ändern...die Globalisierung bringt sicherlich auch jede Menge Chancen mit sich. Die Frage ist nur für wen. Dier Antwort ist: Nur für den Einzelnen, nicht aber für die Gesellschaft. "Gier, Streben nach Erfolg, Egoismus" stehen über dem Sozialwesen, der Verantwortung für die Gemeinschaft und auch z.B. über dem Umweltschutz...mit der Folge, dass, wie ich bereits sagte, eine Verrohung (Entmenschlichung) der Gesellschaft droht usw...
lachi83 ist offline   Mit Zitat antworten Zum Ende der Seite springen Zum Anfang der Seite springen 
Alt 12.09.2005, 18:16   #13
 
Geschlecht: Männlich
Registriert seit: 31.08.2004
Zitat von lachi83
...mit der Folge, dass, wie ich bereits sagte, eine Verrohung (Entmenschlichung) der Gesellschaft droht usw...

Im Prinzip gebe ich Dir Recht, das Klima wird in jeder Hinsicht rauher.
Verrohung/Entmenschlichung der Gesellschaft sieht in Bezug auf einige Sitten in früheren Jahrhunderten trotzdem nach Panikmache aus
gary ist offline   Mit Zitat antworten Zum Ende der Seite springen Zum Anfang der Seite springen 
Alt 12.09.2005, 19:56   #14
 
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Ort: Hannover
Zitat von garylineker
Verrohung/Entmenschlichung der Gesellschaft sieht in Bezug auf einige Sitten in früheren Jahrhunderten trotzdem nach Panikmache aus

Also ich wär zwar auch nicht gern mit Hannibal über die Alpen geritten...

Dennoch, alles was ich bis jetzt "erlebt" habe, wird in meinen Augen in Bezug auf die Gesellschaft immer schlimmer werden...

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