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Justice 2007

Hier finden Sie die Diskussion Justice 2007 im Klatsch und Tratsch Forum. Diese befindet sich in der Kategorie Smalltalk-Zone; Robert S. - ausgesetzt zum Sterben Von Julia Jüttner Es war der schlimmste Tag im Leben von Ewa und Pawel ...


 
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Alt 30.05.2007, 16:48   #1
Becksteins erste Ehefrau
 
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Justice 2007

Robert S. - ausgesetzt zum Sterben
Von Julia Jüttner

Es war der schlimmste Tag im Leben von Ewa und Pawel S.: Ihr betrunkener Sohn wurde von zwei Polizisten auf einer Landstraße ausgesetzt, wenig später war Robert tot, überfahren. Morgen wird wieder ein schwarzer Tag für die Eltern - die Beamten werden voraussichtlich freigesprochen

Hamburg - Sie waren so voller Hoffnung, dass der Tod ihres Sohnes aufgeklärt wird. Pawel und Ewa S. hatten unerbittlich darum gekämpft, dass der tödliche Unfall vor Gericht kommt. Jetzt - viereinhalb Jahre nach dem Unglück - wird das Urteil gesprochen. Es könnte nach Roberts Todestag einer der dunkelsten Tage im Leben seiner Eltern werden.

Nicht nur die Verteidiger der beiden Polizeibeamten plädierten auf Freispruch, sondern auch die Staatsanwaltschaft. "Die Angeklagten haben schwerwiegende Fehler begangen und den Jungen sich selbst überlassen", hatte Staatsanwalt Marcel Ernst im Prozess gesagt. Gerade als Polizeibeamte hätten die Angeklagten "schwere moralische Schuld" auf sich geladen, auch weil einer von beiden sogar sagte, er würde noch einmal genauso handeln. Strafrechtlich müsse er jedoch auf Freispruch plädieren, erklärte der 38-Jährige dann in seinem Abschlussplädoyer. "Es muss mit absoluter Sicherheit bewiesen sein, dass die Polizisten die hilflose Lage des Jungen erkannten und ihn bewusst einer Gefahr aussetzten. Ein Tatverdacht reicht nicht aus", sagte Staatsanwalt Ernst SPIEGEL ONLINE.

Rückblick: Am 30. November 2002 feiert Robert S. mit Freunden in der Discothek "Ziegelei" in Groß Weeden - und trinkt dort reichlich Alkohol. In seinem Blut werden später 1,99 Promille Alkohol gemessen. Als er das Lokal verlässt, stürzt er an der Einfahrt zur Mülldeponie, verliert das Bewusstsein. Umstehende alarmieren die Einsatzzentrale der Polizei, die schickt einen Notarzt. Als Robert S. zu sich kommt, weigert er sich, ins Krankenhaus gefahren zu werden. Er will allein nach Hause.

......

"Er hatte eine leichte Fahne, sonst war er gut drauf"

Die Leitstelle schickt Oberkommissar Alexander M., 45, und Hauptmeister Hans Joachim G., 57, aus Ratzeburg. Die beiden packen den Gymnasiasten in den Streifenwagen und setzen ihn um 4.33 Uhr irgendwo zwischen Lübeck und Bliestorf im Kreis Herzogtum Lauenburg auf der Kronsforder Hauptstraße aus - bei drei Grad Celsius, ohne Jacke.

Vom desolaten Zustand des jungen Mannes wollen Alexander M. und Hans Joachim G. nichts bemerkt haben. ....

Was danach passiert, konnte in dem Prozess nicht rekonstruiert werden. Zwei Kilometer von der besagten Stelle entfernt wird der 18-Jährige um 5.31 Uhr vom Golf einer jungen Frau, Johanna H., überfahren und ist sofort tot. Die 22-Jährige hatte den auf der Fahrbahn kauernden Robert S. zu spät bemerkt - er trug weder Schuhe noch Strümpfe.

.....

Die Verteidigung jedenfalls hofft auf Freispruch. "Wir sind alle zuversichtlich", sagt Anwalt Stefan Kranz SPIEGEL ONLINE. Zu Beginn des Prozesses sei man "von völlig falschen Gesichtspunkten ausgegangen". So habe beispielsweise nicht geklärt werden können, warum die beiden Polizisten nichts vom Einsatz des Notarztes und damit von Roberts Sturz und seinem Zustand wissen konnten. Da es keine Beweise dafür gebe, dass Robert beim Verlassen des Streifenwagens hilflos war, sei es "nur stringent", dass auch die Staatsanwaltschaft auf Freispruch plädiere, so Kranz.

Dass Ulrike und André B., an deren Haustür Robert klingelte, aussagten, dass die angeklagten Polizisten Robert "nicht für voll" nahmen und ihr Verhalten eher befremdlich als beruhigend gewesen sei - kein Beweis.

Klaus Nentwig, Vertreter der Nebenkläger, plädierte auf schuldig. Die Angeklagten seien erfahrene Beamte, die hätten merken müssen, dass Robert betrunken und orientierungslos war - immerhin habe er ein fremdes Haus für das seiner Eltern gehalten. "Sie haben seinen Tod verursacht", sagt Nentwig.

Roberts Eltern kämpften vier Jahre für einen Prozess

.....

Für die beiden Polizisten würde ein Schuldspruch nicht nur das Ende ihrer Freiheit bedeuten, sondern auch das ihrer beruflichen Karriere.



Aber warum sollten sie schuldig besprochen worden....

Gruss

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Alt 30.05.2007, 16:54   #2
ΜΟΛΩΝ ΛΑΒΕ
 
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wieso trug er denn keine strümpfe und schuhe?
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Alt 30.05.2007, 16:55   #3
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Zitat von zariz Beitrag anzeigen
wieso trug er denn keine strümpfe und schuhe?

Wechseljahre!

Schönen Abend, ich muss dringenst hier raus!

Gruss
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Alt 30.05.2007, 17:02   #4
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Zitat von whiteman Beitrag anzeigen
Wechseljahre!

Schönen Abend, ich muss dringenst hier raus!

Gruss

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Alt 30.05.2007, 17:03   #5
 
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Bei dem Satz...
Als Robert S. zu sich kommt, weigert er sich, ins Krankenhaus gefahren zu werden. Er will allein nach Hause.

Dachte ich, hija gut, wenn er net will dann will er net sonst wird der Polizei staendig vorgeworfen zu schnell Leute mitzunehmen...

Doch warum nehmen sie ihn dann doch mit und lassen ihn dann draussen irgendwo rumliegen anstatt einfach in die Ausnuechterungszelle zu nehmen?
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Alt 30.05.2007, 17:06   #6
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Zitat von Werdna Beitrag anzeigen

Doch warum nehmen sie ihn dann doch mit und lassen ihn dann draussen irgendwo rumliegen anstatt einfach in die Ausnuechterungszelle zu nehmen?

oder eben dann halt wirklich komplett nach hause zu fahren

schon komisch
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Alt 30.05.2007, 17:50   #7
g.P.
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In Bayern wär das nicht passiert....
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Alt 30.05.2007, 17:57   #8
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Zitat von g.P. Beitrag anzeigen
In Bayern wär das nicht passiert....

da hätten ihn die cops gleich selber um den haufen gefahren
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Alt 30.05.2007, 18:13   #9
g.P.
Gast
 
Zitat von zariz Beitrag anzeigen
da hätten ihn die cops gleich selber um den haufen gefahren

Dann wärs wenigstens eindeutig...
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Alt 30.05.2007, 18:29   #10
unbefleckte Erkenntnis
 
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Zitat von zariz Beitrag anzeigen
da hätten ihn die cops gleich selber um den haufen gefahren

Cops

Das erledigen in Bayern die Minister höchstpersönlich.
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Alt 31.05.2007, 10:49   #11
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Unfalltod eines Schülers
Bewährungsstrafen für Polizisten
Im Prozess um den tragischen Unfalltod eines Schülers sind die beiden angeklagten Polizisten überraschend nur zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Sie hatten einen 18-Jährigen volltrunken auf einer Landstraße ausgesetzt, wo er eine Stunde später überfahren wurde.

Im Prozess um den tragischen Unfalltod eines Schülers hat das Lübecker Landgericht die beiden angeklagten Polizisten am Donnerstag überraschend zu Bewährungsstrafen von jeweils neun Monaten verurteilt.

Staatsanwaltschaft und Verteidigung hatten Freispruch beantragt. Das Gericht verurteilte die Polizisten wegen fahrlässiger Tötung. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass die Beamten den 18-Jährigen im Dezember 2002 volltrunken und hilflos auf einer Landstraße bei Lübeck ausgesetzt hatten, wo er eine Stunde
später überfahren wurde.


...na also, eine gerechte Strafe!

Gruss
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Alt 31.05.2007, 11:09   #12
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auf bild.de wird aus der Bewährungsstrafe sogar eine Haftsstrafe... zumindest in der Überschrift... soll ja keiner denken, dass der Tod des Jungen ungesühnt bleibt.

Gruss
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Alt 31.05.2007, 11:09   #13
 
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Zitat von whiteman Beitrag anzeigen
Unfalltod eines Schülers
Bewährungsstrafen für Polizisten
Im Prozess um den tragischen Unfalltod eines Schülers sind die beiden angeklagten Polizisten überraschend nur zu Bewährungsstrafen verurteilt worden. Sie hatten einen 18-Jährigen volltrunken auf einer Landstraße ausgesetzt, wo er eine Stunde später überfahren wurde.

Im Prozess um den tragischen Unfalltod eines Schülers hat das Lübecker Landgericht die beiden angeklagten Polizisten am Donnerstag überraschend zu Bewährungsstrafen von jeweils neun Monaten verurteilt.

Staatsanwaltschaft und Verteidigung hatten Freispruch beantragt. Das Gericht verurteilte die Polizisten wegen fahrlässiger Tötung. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass die Beamten den 18-Jährigen im Dezember 2002 volltrunken und hilflos auf einer Landstraße bei Lübeck ausgesetzt hatten, wo er eine Stunde
später überfahren wurde.


...na also, eine gerechte Strafe!

Gruss

Wieso wollte die Staatsanwaltschaft auch einen Freispruch?
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Alt 31.05.2007, 11:11   #14
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Zitat von Werdna Beitrag anzeigen
Wieso wollte die Staatsanwaltschaft auch einen Freispruch?

Da sagste was....!

Gruss
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Alt 31.05.2007, 11:12   #15
Miguel
 
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Zitat von Werdna Beitrag anzeigen
Wieso wollte die Staatsanwaltschaft auch einen Freispruch?

steht doch im ersten posting ....
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Alt 31.05.2007, 11:13   #16
 
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Zitat von whiteman Beitrag anzeigen
Da sagste was....!

Gruss

Staatsanwaltschaft = Klaeger
oder? Aufgabe ist es den/die Verteidiger hinter Gitter zu bringen?

Oder verraff ich hier mal wieder was?
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Alt 31.05.2007, 11:15   #17
 
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Zitat von McCoy Beitrag anzeigen
steht doch im ersten posting ....

Warum stand die Staatsanwaltschaft dann ueberhaupt im Gerichtssaal, wenn fuer die klar war, dass nicht schlimmes passiert sei?
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Alt 31.05.2007, 12:48   #18
Becksteins erste Ehefrau
 
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Zitat von Werdna Beitrag anzeigen
Staatsanwaltschaft = Klaeger
oder? Aufgabe ist es den/die Verteidiger hinter Gitter zu bringen?

Oder verraff ich hier mal wieder was?

Ein bisserl, der Staatsanwalt hat normalerweise die Aufgabe den Beschuldigten in Zusammenarbeit mit der Polizei (die in diesem Fall als Ermittlungsperson der Staatsanwaltschaft fungiert) und nicht den/die Verteidiger hinter Gitter zu bringen.

Gruss
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Alt 31.05.2007, 12:52   #19
 
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Zitat von whiteman Beitrag anzeigen
Ein bisserl, der Staatsanwalt hat normalerweise die Aufgabe den Beschuldigten in Zusammenarbeit mit der Polizei (die in diesem Fall als Ermittlungsperson der Staatsanwaltschaft fungiert) und nicht den/die Verteidiger hinter Gitter zu bringen.

Gruss

Aber wenns zur Verhandlung kommt ist doch die Staatsanwaltschaft erstmal der Meinung, dass der Verteidiger schuldig ist oder nicht?

Solange waehrend der Verhandlung sich nicht der "echte" Taeter rausstellt oder aehnliches.
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Alt 31.05.2007, 13:01   #20
ΜΟΛΩΝ ΛΑΒΕ
 
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ich habe mal eine noch dümmere frage: entscheidet die staatsanwaltschaft nicht schon im vorfeld, ob es bei einer strafanzeige überhaupt zu einer anklage kommen soll/darf?

@werdna: kläger sind wohl eher die eltern des verstorbenen.

wo sind denn unsere jurasexperten, wenn man sie mal braucht?

zariz ist offline   Mit Zitat antworten Zum Ende der Seite springen Zum Anfang der Seite springen 
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