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"Shoot-First"-Gesetz in den USA

Hier finden Sie die Diskussion "Shoot-First"-Gesetz in den USA im Klatsch und Tratsch Forum. Diese befindet sich in der Kategorie Smalltalk-Zone; http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,430685,00.html Hier nur mal ein Auszug von www.spiegel.de Tödliche Gewalt inklusive Nach dem neuen Gesetz muss der Schütze künftig nicht ...


 
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Alt 08.08.2006, 16:30   #1
 
Geschlecht: Männlich
Registriert seit: 02.09.2004
Beitrag "Shoot-First"-Gesetz in den USA

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,430685,00.html

Hier nur mal ein Auszug von www.spiegel.de

Tödliche Gewalt inklusive

Nach dem neuen Gesetz muss der Schütze künftig nicht mehr nachweisen, dass er um seine Sicherheit fürchtete. Stattdessen reicht es, wenn jemand unrechtmäßig und unter Anwendung von Gewalt sein Grundstück betritt. Juristen kritisieren, dass damit Bürgern erlaubt würde, auch zum Schutz ihres Eigentums zu töten. Auch die gesetzliche Pflicht, Angriffen in der Öffentlichkeit wenn möglich aus dem Weg zu gehen, entfällt. Wer sich jetzt bedroht fühlt, darf daher fast überall - außer an einigen öffentlichen Orten wie Bars oder Kinos - direkt zur Waffe greifen. Gewalt, so der Gesetzestext, dürfe mit Gewalt beantwortet werden, "einschließlich tödlicher Gewalt".

Von dieser äußerst dehnbaren Regelung könnte auch Robert Smiley profitieren. Der einstige Taxifahrer hatte im November 2004 in Palm Beach einen betrunkenen Fahrgast mit vorgehaltener Waffe aus seinem Wagen getrieben und ihn dann erschossen: Der Mann habe ein Messer gehalten, behauptete Smiley. Doch die Polizei fand keine Waffe bei dem Opfer. Warum er getötet hatte, statt einfach in seinem Wagen Schutz zu suchen, konnte der 56-Jährige nicht erklären. Dennoch hatten einige Geschworene Bedenken, ihn wegen Mordes zu verurteilen. Der Prozess wird nun wiederholt - und mit dem neuen Gesetz stehen diesmal Smileys Chancen auf einen Freispruch wesentlich besser.

"Dieses Gesetz ermutigt Leute, schnell zum Gewehr oder zum Messer zu greifen", schimpfte die "Washington Post" bereits im vergangenen Jahr. Es drohten Zustände wie im Wilden Westen, so ein Kommentator, schließlich gebe es in Florida bereits schätzungsweise sechs bis sieben Millionen ungeübte Waffenbesitzer.

Bürger haben mehr Waffenrechte als Polizisten

Berichten zufolge hat sich dagegen die Zahl der tödlichen Schießereien in den jeweiligen Staaten nicht wesentlich verändert. Allerdings würden nun weniger Personen, die sich auf Notwehr beriefen, angeklagt oder verurteilt werden, berichtet die "New York Times". Strafverfolger zweifeln daher am Sinn der Regelungen: "Sie räumen Bürgern mehr Rechte ein, tödliche Gewalt anzuwenden, als wir Polizeibeamten geben. Und sie geben weniger Möglichkeit, diese Gewaltanwendung rechtlich zu überprüfen", zitierte die "New York Times" Paul A. Logli, Präsident der Nationalen Vereinigung der Bezirksstaatsanwälte.

Das musste dem "National Law Journal" zufolge auch David Webster erfahren, ein Staatsanwalt aus Colorado. Webster hatte den Hausbesitzer Gary Lee Hill im Dezember wegen Mordes angeklagt: Hill hatte den unbewaffneten Fahrer eines Wagens erschossen, der vor seinem Grundstück geparkt hatte. Obwohl der Fahrer schon losgefahren war, als Hill auf ihn feuerte, sprach die Jury den Todesschützen frei: Hill hatte glaubhaft machen können, dass ihn Stunden zuvor eine Gruppe Jugendlicher in seinem Haus angegriffen hätte. Er habe geglaubt, der Autofahrer habe zu der Bande gehört. Staatsanwalt Webster fordert nun, dass der Gesetzgeber genau definiert, wo die Selbstverteidigung aufhört.

Wie schön es dann doch ist in einem zivilisierten Teil der Welt zu leben....

chou ist offline   Mit Zitat antworten Zum Ende der Seite springen Zum Anfang der Seite springen 
Alt 08.08.2006, 16:34   #2
 
Geschlecht: Männlich
Registriert seit: 02.09.2004
Der Abschnitt ist auch nicht schlecht:

Die Anti-Waffen-Organisation "Brady Campaign" wollte jedoch nicht so lange warten. Noch bevor das "Shoot first"-Gesetz verabschiedet war, appellierte sie in Zeitungsanzeigen an Touristen: "Vermeiden Sie Streit in Florida" oder "Bewohner von Florida dürfen tödliche Gewalt anwenden". Prompt reagierte eine NRA-Sprecherin: Touristen, so die Dame, müssten sich keine Sorgen machen, "solange sie nicht in unsere Häuser einbrechen oder uns auf der Straße angreifen".

Bitte auch nicht bei den falschen Leuten klingeln und nach dem Weg fragen.
chou ist offline   Mit Zitat antworten Zum Ende der Seite springen Zum Anfang der Seite springen 
Alt 08.08.2006, 16:54   #3
g.P.
Gast
 
ach.. das ist doch nur ein natürlicher prozess... nationen, die zu stark werden, dass andere sie ernsthaft gefährden können, machen sich selbst kaputt...
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Alt 08.08.2006, 16:58   #4
 
Geschlecht: Männlich
Registriert seit: 02.09.2004
Zitat von g.P.
ach.. das ist doch nur ein natürlicher prozess... nationen, die zu stark werden, dass andere sie ernsthaft gefährden können, machen sich selbst kaputt...

Survival of the fittest....und wenn Du nicht fit bist, dann doch wenigstens bis an die Zähne bewaffnet...
chou ist offline   Mit Zitat antworten Zum Ende der Seite springen Zum Anfang der Seite springen 
Alt 09.08.2006, 13:12   #5
optimistin
 
Registriert seit: 01.09.2004
Da kann man nur den Kopf schütteln...

Naja, zumindest wird sich die Waffenlobby an diesem neuen Gesetz erfreuen - immerhin etwas.

freundinDERsonne ist offline   Mit Zitat antworten Zum Ende der Seite springen Zum Anfang der Seite springen 
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