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Spiel mir das Lied vom Tod....

Hier finden Sie die Diskussion Spiel mir das Lied vom Tod.... im Klatsch und Tratsch Forum. Diese befindet sich in der Kategorie Smalltalk-Zone; So, werter Herr Kowa. Ich verwende mal den deutschen Titel, vielleicht klinkt sich ja noch jemand anders hier ein, aber ...


 
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Alt 08.09.2006, 13:38   #1
Chapineaú
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Cool Spiel mir das Lied vom Tod....

So, werter Herr Kowa. Ich verwende mal den deutschen Titel, vielleicht klinkt sich ja noch jemand anders hier ein, aber ich möchte insbesondere von dir Antworten haben

Mir soll ja niemand Voreingenommenheit vorwerfen. Ich habe den Film vor längerer Zeit gesehen - nur einmal - und fand ihn ganz im Gegensatz zu einem anderen leone Film einfach nur langweilig. Aber es ist ja viel Zeit seitdem ins Land gegangen, und vielleicht hat sich ja auch mein subjektives Empfinden im Laufe der Zeit geändert. Nachdem ich also gestern die DVD für 7,99 Euronen sah, schlug ich zu und gab dem Film eine neue Chance.

Er ist immer noch so langweilig wie beim ersten Mal sehen

Was um alles in der Welt begeistert dich derart an diesem Streifen. Ich räume gerne ein, dass er grandiose Filmmusik hat - vielleicht die beste, die je für einen Film geschrieben wurde. Ich gebe gerne zu, dass er in schöne Bilder gefasst wurde und die Regiearbeit brillante Details hat. Die Fliege im Bart des Revolverhelden zu Beginn - großartig. Aber die Handlung ist einfach so dünn und die Dialoge so sparsam....ich habe es beim besten willen nicht geschafft, die ganzen 160 Minuten aufmerksam auf den Bildschirm zu sehen....

Ich habe trotzdem noch danach angefangen, den Audiokommentar zu hören - dabei passiert wenigstens etwas. Die knapp 30 Minuten, die ich mit Audiokommentar sah, waren bisher spannender als der eigentliche Film...

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Alt 08.09.2006, 14:23   #2
 
Benutzerbild von borible
 
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ich habs bisher noch nicht geschafft ihn fertig zu schauen
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Alt 08.09.2006, 14:26   #3
g.P.
Gast
 
die handlung ist nichts besonderes, seh ich auch so.. aber das ist bei einem western nicht so wichtig...

die musik und ihr perfekter einsatz sowie die durchgehend geniale atmosphäre in dem film machen ihn aber zu einem persönlichen highlight...
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Alt 08.09.2006, 14:57   #4
bite niecht närven Dancke
 
Benutzerbild von The_Great_VfB
 
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Zitat von g.P.
die handlung ist nichts besonderes, seh ich auch so.. aber das ist bei einem western nicht so wichtig...

die musik und ihr perfekter einsatz sowie die durchgehend geniale atmosphäre in dem film machen ihn aber zu einem persönlichen highlight...

also vergleichbar mit der Bibel , zumindest für Gläubige
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Alt 08.09.2006, 15:08   #5
 
Benutzerbild von Werdna
 
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Zitat von The_Great_VfB
also vergleichbar mit der Bibel , zumindest für Gläubige


Willst Du Westerns jetzt auch verbieten odda was?
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Alt 08.09.2006, 15:15   #6
bite niecht närven Dancke
 
Benutzerbild von The_Great_VfB
 
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Ort: Stadt der Stute
Zitat von Werdna
Willst Du Westerns jetzt auch verbieten odda was?

Nein, um Gotteswillen, diese Assoziation soll in keinster Weise ein Verbot zum Nutzen haben
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Alt 09.09.2006, 00:33   #7
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Ort: Bad Münstereifel
Zitat von Chapineaú
So, werter Herr Kowa. Ich verwende mal den deutschen Titel, vielleicht klinkt sich ja noch jemand anders hier ein, aber ich möchte insbesondere von dir Antworten haben

Mir soll ja niemand Voreingenommenheit vorwerfen. Ich habe den Film vor längerer Zeit gesehen - nur einmal - und fand ihn ganz im Gegensatz zu einem anderen leone Film einfach nur langweilig. Aber es ist ja viel Zeit seitdem ins Land gegangen, und vielleicht hat sich ja auch mein subjektives Empfinden im Laufe der Zeit geändert. Nachdem ich also gestern die DVD für 7,99 Euronen sah, schlug ich zu und gab dem Film eine neue Chance.

Er ist immer noch so langweilig wie beim ersten Mal sehen

Was um alles in der Welt begeistert dich derart an diesem Streifen. Ich räume gerne ein, dass er grandiose Filmmusik hat - vielleicht die beste, die je für einen Film geschrieben wurde. Ich gebe gerne zu, dass er in schöne Bilder gefasst wurde und die Regiearbeit brillante Details hat. Die Fliege im Bart des Revolverhelden zu Beginn - großartig. Aber die Handlung ist einfach so dünn und die Dialoge so sparsam....ich habe es beim besten willen nicht geschafft, die ganzen 160 Minuten aufmerksam auf den Bildschirm zu sehen....

Ich habe trotzdem noch danach angefangen, den Audiokommentar zu hören - dabei passiert wenigstens etwas. Die knapp 30 Minuten, die ich mit Audiokommentar sah, waren bisher spannender als der eigentliche Film...


Ein wirklicher billiger Versuch mich aus der Reserve zu locken und deiner eigentlich nicht würdig.

Nun gut....wo fang ich an?! Die Story ist in der Tat nicht weltbewegend...eine Rachegeschichte, wie sie in Dutzenden von Western und nicht nur da,erzählt wird. Da mag die Story des Kaninchenfreundes Donnie etwas mehr hergeben,auch wenn ich nach wie vor der Meinung bin,das ein Film den man nur versteht wenn man das Internet bemühen und der Regisseur erst ne Erklärung abgeben muß,nicht wirklich ernst zunehmen ist.

Und nun zu Leones MEISTERWERK. Er mag dich,und so geht es vielen,langweilen. Auch z.B."Lawrence von Arabien","Citizen Kane" oder "2001" sind nicht gerade spannungsgeladen,aber allesamt anerkannte Meisterwerke.
Das ist für die Klasse eines Filmes also eher unerheblich,es sei denn du willst dich lediglich berieseln lassen...aber dafür gibbet ja das Popcorn-Kino mit "Herr der Ringe","Indiana Jones" "Star Wars" und "Fluch der Karibik"
"Spiel mir das Lied vom Tod" war für mich nie langweilig,weil der Cineast merkt das dort etwas großartiges auf der Leinwand passiert. Diese,von dir ebenfalls kritisierte,Dialogarmut z.B. Ich weiß jetzt nicht wie lang die Eingangssequent ist,ich denke ca. 15 Minuten....es wird kaum ein Wort gesprochen..man hört nur das Windrad,Fliegensummmen,Schritte und Wassertropfen. Aber was passiert nicht alles in dieser Viertelstunde,wieviele geniale Einfälle verpackt Leone in diese Zeit....Woody Stroud fängt die Wassertropfen in seinem Hut,Jack Elam fängt mit dem Revolverlauf ne Fliege. Und schon in dieser Anfangsequenz wird deutlich welch großartigen Job der Cutter und Ton-Ing gemacht haben. Du sagst für dich wäre die Story das wichtigste...für mich nicht. Ein guter Regisseur macht aus einer mittelmäßigen Story nen Spitzenfilm,ein mittelmäßiger Regisseur aus ner Spitzenstory nen mittelmäßigenfilm (siehe Peter Jackson ) Ein Film ist in erster Linie ein visuelles Erlebnis von daher ist der Schnitt und die Kameraarbeit sehr wichtig und auch da wird bei SmdLvT herausragendes geleistet.
Beispiel( du hast den Film er vor kurzem gesehen,das vereinfacht meine Erklärung )
Die Szene wo Frank und seine Männer die Fam. MacBain erschießen.

Vorbereztung fürs Fest..Grillen zirpen...plötzlich ist Ruhe..Vater McBain schaut mißtrauisch übers Gelände.....Vögel fliegen auf...Grillen zirpen wieder...Vater beruhigt...da fällt ein SChuß......MAUUUUUREEEEEEEN...Peng...Vater tot........der ältere Sohn kommt aus der Scheune...Peng..tot...und dann kommt ne Szene von einer solchen Genialität wie sie Donnie Darco nicht EINE aufzuweisen hat. Der jüngere Sohn rennt aus dem Haus...die Kamer geht mit ihm..man hört seine Shritte auf den Dielen...in dem Moment wo er die Türe erreicht erschallt der erste Ton der,wie du schon sagtest,großartigen Musik von Morricone...sozusagen der letzte Schritt des Jungen ist der erste Ton der Musik...Frank und seine Männer kommen auf den Jungen zu.....die Kamera kommt von hinten an Fonda heran,fährt um seine Kopf in dessen babyblauen Augen. Dann kommt der Dialog "Was sollen wir mit ihm machen,Frank?" "Du sollst nicht meinen Namen nennen!".
Fonda richtet seinen Colt auf den Jungen..Schnitt auf sein Gesicht.....er spuckt aus...lächelt und drückt ab. Es ertönt kein SChuß,sondern...SCHNITT..nächste Einstellung....ein ZUg kommt aus dem Revolverlauf. Oder als FRank den sterbendenm Morton findet,dessen Lebenstraum das Erreichen des Pazifik ist. Morton kriecht auf eine Pfütze zu und glaubt mit seinem letzten Atemzug das Meer rauschen zu hören. Der Film ist voller solcher brillianten Szenen.
Und dann die Schauspieler. Wir brauchen glaube ich,nicht über die Klasse von Fonda und Robards zu diskutieren,oder?!
Und nicht nur das in diesem Film 2 der herausragendsten Darsteller der US-Kinogeschichte mitspielen...nein sie liefern obendrein auch noch mit die beste Arbeit ihrer Karriere ab.
Ich zitiere dich:
"Ich räume gerne ein, dass er grandiose Filmmusik hat - vielleicht die beste, die je für einen Film geschrieben wurde. Ich gebe gerne zu, dass er in schöne Bilder gefasst wurde und die Regiearbeit brillante Details hat. Die Fliege im Bart des Revolverhelden zu Beginn - großartig."
Was hat gegen all das Donnie Darco zu bieten..außer die komplizierter Story??!!

Geändert von Stan-Kowa (09.09.2006 um 01:13 Uhr).
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Alt 09.09.2006, 00:36   #8
Chapineaú
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Zitat von Stan-Kowa
Ein wirklicher billiger Versuch mich aus der Reserve zu locken und deiner eigentlich nicht würdig.

Du betrachtest es als ein "aus der Reserve locken", wenn mich die tieferen Beweggründe für deine Lobeshymnen interessieren? Dann scheint es mit der Überzeugung ja nicht soooooo weit her zu sein ....

ETWAS mehr hätte ich nun doch erwartet. Somit bleibe ich diesbezüglich wohl so "schlau" wie zuvor. Und ich hatte noch extra nachgefragt, ob ich dir eine Diskussion zu dem Film abringen kann. Na gut, dann halt nicht....
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Alt 09.09.2006, 00:40   #9
Chapineaú
Gast
 
Ach, da kam ja doch noch was hintendran.....

Und NOCH was

Nun gut. Ich stimme ja zu, dass Leone einige brillante Regietricks im Film gezeigt hat. Aber die Story ist - zumindest für mich - nun doch bei einem Film das mit Abstand wichtigste. Wenn der Rest verpfuscht ist, kann eine gute Story im Mist untergehen. Aber das beste Umfeld ohne eine gute Story....ich weiss ja nicht.
2001 finde ich auch extrem öde. Lawrence war ganz gut, aber nicht überragend. Citizen Kane fand ich keine Sekunde langweilig.

Spiel mir das Lied vom Tod gewinnt durch den Audiokommentar übrigens durchaus wirklich einigen Wert.
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Alt 09.09.2006, 00:48   #10
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Ort: Bad Münstereifel
Zitat von Chapineaú
Ach, da kam ja doch noch was hintendran.....

Und NOCH was

Nun gut. Ich stimme ja zu, dass Leone einige brillante Regietricks im Film gezeigt hat. Aber die Story ist - zumindest für mich - nun doch bei einem Film das mit Abstand wichtigste. Wenn der Rest verpfuscht ist, kann eine gute Story im Mist untergehen. Aber das beste Umfeld ohne eine gute Story....ich weiss ja nicht.
2001 finde ich auch extrem öde. Lawrence war ganz gut, aber nicht überragend. Citizen Kane fand ich keine Sekunde langweilig.

Spiel mir das Lied vom Tod gewinnt durch den Audiokommentar übrigens durchaus wirklich einigen Wert.


Nu warte mal ab...da kommt noch viel mehr....mir stürzt bloß seit einiger Zeit der PC immer ab.
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Alt 09.09.2006, 00:51   #11
Keyser Söze
 
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Ort: Ratingen
@Chapineau

Mache ein Angebot! Ich kaufe ihn dir ab, damit der Verlust nicht ganz so schmerzt....
drunkenbruno ist offline   Mit Zitat antworten Zum Ende der Seite springen Zum Anfang der Seite springen 
Alt 09.09.2006, 00:54   #12
Chapineaú
Gast
 
Zitat von drunkenbruno
@Chapineau

Mache ein Angebot! Ich kaufe ihn dir ab, damit der Verlust nicht ganz so schmerzt....

Also, auch wenn ich nicht gerade reich bin - den "Verlust" von 8 Euro kann ich doch durchaus noch verschmerzen

Ausserdem macht sich ein Klassiker - und ein solcher ist der Film ohne Zweifel - im Regal immer gut
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Alt 09.09.2006, 01:04   #13
Chapineaú
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Zitat von Stan-Kowa
Du sagst für dich wäre die Story das wichtigste...für mich nicht. Ein guter Regisseur macht aus einer mittelmäßigen Story nen Spitzenfilm,ein mittelmäßiger Regisseur aus ner Spitzenstory nen mittelmäßigenfilm (siehe Peter Jackson ) Ein Film ist in erster Linie ein visuelles Erlebnis von daher ist der Schnitt und die Kameraarbeit sehr wichtig und auch da wird bei SmdLvT herausragendes geleistet.

Ich will ja nun ganz gewiss - wie schon mehrfach angedeutet - nicht die Leistung Leones schmälern. Die erkenne ich ja auch voll und ganz an.

Aber irgendwie ist es in diesem Film zuviel des guten. Die Szene, in der Cheyenne in den Film eingeführt wird. Ein immens langsamer Spannungsbogen. Zwei Leute, die sich gegenseitig mit der Waffe zu bedrohen scheinen. Ein Schuss. All das dauerte 5 Minuten, wenn nicht gar noch länger. Nur, um ein paar Handschellen zu durchtrennen....

Ein guter Kumpel mag den Film auch. Soweit nicht erstaunlich. Das überraschende : Er ist jemand, der eigentlich in vielen Bereichen des Lebens "schneller" ist als ich. Ich bin durchaus jemand, der zu viele hektische Bewegungen vermeidet, der keine unnötigen Aktivitäten mag, etc . Aber diesem Film würde meiner Meinung nach ein bisschen Hektik wirklich gut tun.
The good, the bad the ugly ist ja auch nicht gerade ein über alle Massen actiongeladener Film. Aber da stimmt das Verhältnis zwischen künstlerischer Verzögerung und filminterner Dynamik.
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Alt 09.09.2006, 01:11   #14
 
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Registriert seit: 03.06.2005
Ja naja also sinds bei Stan doch eigentlich auch eher die "Kleinigkeiten", die aber gar net mal die Kleinigkeiten sind im Film....naja ok bin grad zu faul für ne auführliche schreibarbeit aber genau Ddshalb ist Pulp Fiction meine 1!! Die Dialoge sind einfach göttlich:

"es ist verdammt noch mal exakt das selbe, einer frau die füße zu massieren und einer frau die pussy auszuschlecken"
LatinloverAusB ist offline   Mit Zitat antworten Zum Ende der Seite springen Zum Anfang der Seite springen 
Alt 09.09.2006, 01:14   #15
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Ein wirklicher billiger Versuch mich aus der Reserve zu locken und deiner eigentlich nicht würdig.

Nun gut....wo fang ich an?! Die Story ist in der Tat nicht weltbewegend...eine Rachegeschichte, wie sie in Dutzenden von Western und nicht nur da,erzählt wird. Da mag die Story des Kaninchenfreundes Donnie etwas mehr hergeben,auch wenn ich nach wie vor der Meinung bin,das ein Film den man nur versteht wenn man das Internet bemühen und der Regisseur erst ne Erklärung abgeben muß,nicht wirklich ernst zunehmen ist.

Und nun zu Leones MEISTERWERK. Er mag dich,und so geht es vielen,langweilen. Auch z.B."Lawrence von Arabien","Citizen Kane" oder "2001" sind nicht gerade spannungsgeladen,aber allesamt anerkannte Meisterwerke.
Das ist für die Klasse eines Filmes also eher unerheblich,es sei denn du willst dich lediglich berieseln lassen...aber dafür gibbet ja das Popcorn-Kino mit "Herr der Ringe","Indiana Jones" "Star Wars" und "Fluch der Karibik"
"Spiel mir das Lied vom Tod" war für mich nie langweilig,weil der Cineast merkt das dort etwas großartiges auf der Leinwand passiert. Diese,von dir ebenfalls kritisierte,Dialogarmut z.B. Ich weiß jetzt nicht wie lang die Eingangssequent ist,ich denke ca. 15 Minuten....es wird kaum ein Wort gesprochen..man hört nur das Windrad,Fliegensummmen,Schritte und Wassertropfen. Aber was passiert nicht alles in dieser Viertelstunde,wieviele geniale Einfälle verpackt Leone in diese Zeit....Woody Stroud fängt die Wassertropfen in seinem Hut,Jack Elam fängt mit dem Revolverlauf ne Fliege. Und schon in dieser Anfangsequenz wird deutlich welch großartigen Job der Cutter und Ton-Ing gemacht haben. Du sagst für dich wäre die Story das wichtigste...für mich nicht. Ein guter Regisseur macht aus einer mittelmäßigen Story nen Spitzenfilm,ein mittelmäßiger Regisseur aus ner Spitzenstory nen mittelmäßigenfilm (siehe Peter Jackson ) Ein Film ist in erster Linie ein visuelles Erlebnis von daher ist der Schnitt und die Kameraarbeit sehr wichtig und auch da wird bei SmdLvT herausragendes geleistet.
Beispiel( du hast den Film er vor kurzem gesehen,das vereinfacht meine Erklärung )
Die Szene wo Frank und seine Männer die Fam. MacBain erschießen.

Vorbereztung fürs Fest..Grillen zirpen...plötzlich ist Ruhe..Vater McBain schaut mißtrauisch übers Gelände.....Vögel fliegen auf...Grillen zirpen wieder...Vater beruhigt...da fällt ein SChuß......MAUUUUUREEEEEEEN...Peng...Vater tot........der ältere Sohn kommt aus der Scheune...Peng..tot...und dann kommt ne Szene von einer solchen Genialität wie sie Donnie Darco nicht EINE aufzuweisen hat. Der jüngere Sohn rennt aus dem Haus...die Kamer geht mit ihm..man hört seine Shritte auf den Dielen...in dem Moment wo er die Türe erreicht erschallt der erste Ton der,wie du schon sagtest,großartigen Musik von Morricone...sozusagen der letzte Schritt des Jungen ist der erste Ton der Musik...Frank und seine Männer kommen auf den Jungen zu.....die Kamera kommt von hinten an Fonda heran,fährt um seine Kopf in dessen babyblauen Augen. Dann kommt der Dialog "Was sollen wir mit ihm machen,Frank?" "Du sollst nicht meinen Namen nennen!".
Fonda richtet seinen Colt auf den Jungen..Schnitt auf sein Gesicht.....er spuckt aus...lächelt und drückt ab. Es ertönt kein SChuß,sondern...SCHNITT..nächste Einstellung....ein ZUg kommt aus dem Revolverlauf. Oder als FRank den sterbendenm Morton findet,dessen Lebenstraum das Erreichen des Pazifik ist. Morton kriecht auf eine Pfütze zu und glaubt mit seinem letzten Atemzug das Meer rauschen zu hören. Der Film ist voller solcher brillianten Szenen.
Und dann die Schauspieler. Wir brauchen glaube ich,nicht über die Klasse von Fonda und Robards zu diskutieren,oder?!
Und nicht nur das in diesem Film 2 der herausragendsten Darsteller der US-Kinogeschichte mitspielen...nein sie liefern obendrein auch noch mit die beste Arbeit ihrer Karriere ab.
Ich zitiere dich:
"Ich räume gerne ein, dass er grandiose Filmmusik hat - vielleicht die beste, die je für einen Film geschrieben wurde. Ich gebe gerne zu, dass er in schöne Bilder gefasst wurde und die Regiearbeit brillante Details hat. Die Fliege im Bart des Revolverhelden zu Beginn - großartig."
Was hat gegen all das Donnie Darco zu bieten..außer die komplizierter Story??!!
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Alt 09.09.2006, 01:21   #16
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Zitat von Chapineaú
Aber irgendwie ist es in diesem Film zuviel des guten. Die Szene, in der Cheyenne in den Film eingeführt wird. Ein immens langsamer Spannungsbogen. Zwei Leute, die sich gegenseitig mit der Waffe zu bedrohen scheinen. Ein Schuss. All das dauerte 5 Minuten, wenn nicht gar noch länger. Nur, um ein paar Handschellen zu durchtrennen....

.


Die brillianteste Szene bei The Good,the Bad and the Ugly ist die Friedhofsszene am SChluß..und die ist auch typisch Leone...nämlich unendlich lang. Ansonsten ist "The Good..." vlt.der kurzweiliger Streifen im Vergleich zu SmdLvT,aber hat nicht annähernd soviele geniale Momente. Für den anspruchslosen Zuschauer den größeren UNterhaltungswert,aber weniger Klasse.
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Alt 09.09.2006, 01:23   #17
Chapineaú
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Zitat von Stan-Kowa
Was hat gegen all das Donnie Darco zu bieten..außer die komplizierter Story??!!

Oh, gerade der Film besticht nun auch durch jede Menge sehr gelungener Details. Ein Vergleich ist aber schon daher relativ unfair, weil Leone als Regisseur bereits weltruf hatte, ein für damalige Zeiten sehr üppiges Budget und jede Menge Zeit.

Kelly konnte sich für Donnie Darko, sein Erstlingswerk, nicht mal die Rechte für den Song "Tearing us apart" von INXS leisten. Der ganze Film kostete vermutlich ähnlich viel Geld wie die Errichtung der Kulissenstadt allein....So gesehen ist da ein direkter Vergleich einfach nicht möglich.

Es gibt in der Bildungswissenschaft den Grundsatz : Jeder Praxis ist eine Theorie immanent, wobei eine Praxis stets nur so gut sei, wie die Theorie, die sie konstituiert. Das kann man meiner Meinung nach durchaus auf den Film übertragen. Die Praxis : Die Gesamtheit der schauspielerischen Leistungen, die Regiearbeit, Soundtrack, Kamera, Schnitt etc - die Theorie das Drehbuch.
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Alt 09.09.2006, 01:33   #18
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Zitat von Chapineaú
Die Praxis : Die Gesamtheit der schauspielerischen Leistungen, die Regiearbeit, Soundtrack, Kamera, Schnitt etc - die Theorie das Drehbuch.


Sehr gut.....und das alles macht "Spiel mir das Lied vom Tod" zu einem absoluten Meisterwerk und "Donnie Darco" zu einem orginellen Film(chen)
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Alt 09.09.2006, 01:38   #19
Chapineaú
Gast
 
Zitat von Stan-Kowa
Sehr gut.....und das alles macht "Spiel mir das Lied vom Tod" zu einem absoluten Meisterwerk und "Donnie Darco" zu einem orginellen Film(chen)

Wie gesagt - die Praxis ist nur so gut wie die Theorie, die sie konstituiert. Und das Drehbuch von SmdLvT lässt einfach kein Meisterwerk zu

Jetzt kommt ein Satz für die Galerie Ein Regisseur sollte vorrangig ein Raconteur sein, und sich nicht ostentativ selbst feiern

Na ja, ich kann deine Sichtweise zwar nicht teilen, aber nun zumindest ein bisschen besser nachvollziehen.
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Alt 09.09.2006, 01:45   #20
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Zitat von Chapineaú
Wie gesagt - die Praxis ist nur so gut wie die Theorie, die sie konstituiert. Und das Drehbuch von SmdLvT lässt einfach kein Meisterwerk zu

Jetzt kommt ein Satz für die Galerie Ein Regisseur sollte vorrangig ein Raconteur sein, und sich nicht ostentativ selbst feiern

Na ja, ich kann deine Sichtweise zwar nicht teilen, aber nun zumindest ein bisschen besser nachvollziehen.


Nehmen wir mal die Malerei.......wenn ein großer Maler ein eher langweiliges Motiv auf die Leinwand bringt..sagen wir ma nen Apfel und ne Birne..oder einfach nur ein paar gefaltete Hände ...kann das dann keine große Kunst,ein Meisterwerk sein?! Auch nicht wenn der Künstler ein begnadetes Talent hat und dieses "langweilge Motiv" grandios wiedergegeben hat?!

Oder müßen es dann doch eher die 5 Striche und der Punkt in der Mitte sein,die den Betrachter zum Nachdenken anregen und auf Anfragen beim Maler erfährt das es eine weinende Jungfrau darstellen soll?!
DAS ist dann wahre Kunst.

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