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Auf Wiedersehen Bernd

Hier finden Sie die Diskussion Auf Wiedersehen Bernd im Nationaler Fußball Forum. Diese befindet sich in der Kategorie Fußball-Foren; von Torfabrik.de 19.05.2005 - 13:15 Uhr) Am Samstag beim Spiel der Borussia in Leverkusen wird er zum letzten Mal im ...


 
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Alt 19.05.2005, 16:31   #1
 
Benutzerbild von Junker
 
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Böse Auf Wiedersehen Bernd

von Torfabrik.de

19.05.2005 - 13:15 Uhr) Am Samstag beim Spiel der Borussia in Leverkusen wird er zum letzten Mal im Trikot mit der Raute auflaufen. Bernd Korzynietz verlässt nach sechs Jahren den Verein und geht nach Bielefeld. Wir sprachen mit ihm über den schweren Abschied, die Vergangenheit und die Zukunft.

von Marc Basten

TORfabrik.de: Am Samstag hatte man den Eindruck, als ob dich der Abschied doch ganz schön mitgenommen hat. Oder haben wir uns da getäuscht?

Bernd Korzynietz: Nein, natürlich nicht. Das war schon ganz schön bewegend. Aber in Hamburg war es noch schlimmer.

TORfabrik.de: Warum?

Bernd Korzynietz: Es durften sich da nur drei Mann warm laufen und ich gehörte nicht dazu. Dann hat sich Fukal verletzt, ich musste kalt aufs Feld. Das war nicht einfach, aber wir haben das 0:0 gehalten und damit den Klassenerhalt praktisch perfekt gemacht. Als dann der Schlusspfiff ertönte wurde mir klar, »Junge, du hast nicht mehr viel Zeit hier«. Das hat mich dann schon ganz schön mitgenommen und ich konnte auch die Tränen nicht mehr zurückhalten.

TORfabrik.de: Das letzte Heimspiel war aber auch ein emotionales Erlebnis...

Bernd Korzynietz: Ja sicher. Ich konnte mich die Woche über darauf einstellen, habe auch viel mit den Kollegen geredet. Nach der offiziellen Verabschiedung vor dem Spiel habe ich beim Warmmachen doch die ein oder andere Träne verdrückt.

TORfabrik.de: Die Schnelllebigkeit im Fußball ist bekannt. Aber so rasende Entwicklungen wie zuletzt in Gladbach und Bielefeld sind dennoch selten. Hat dich das ein wenig überrollt?

Bernd Korzynietz: Natürlich ist in den letzten Wochen hier wie da eine Menge passiert. Aber das ändert nichts daran, dass ich zum damaligen Zeitpunkt handeln musste. Christian Hochstätter und Dick Advocaat haben mir eindeutig zu verstehen gegeben, dass man nicht weiter mit mir plant. Mein Vertrag lief aus und da musste ich zusehen, dass es für mich vernünftig weiter geht.

TORfabrik.de: In Bielefeld ist mit Uwe Rapolder der Baumeister des erfolgreichen Teams gegangen. Bereust du jetzt deine Entscheidung dort hin zu gehen?

Bernd Korzynietz: Nein, das ist halt so im Fußball. Ich habe öfter mit Rapolder und auch von Heesen gesprochen, war eigentlich immer informiert. Man sollte als Spieler seine Entscheidung ohnehin nicht am Trainer festmachen. Das hat mir auch die Zeit unter Dick Advocaat gezeigt. Auch wenn es für mich sportlich keine gute Zeit war, so habe ich doch einiges gelernt.

TORfabrik.de: Bist du mit Advocaat aneinander geraten?

Bernd Korzynietz: Nein, es ist nichts vorgefallen. Wir hatten eigentlich ein ehrliches und offenes Verhältnis. Er hatte seine Sichtweise, ich meine. Wir haben auch darüber diskutiert, ehrlich und hart. Natürlich war es für mich sportlich total unbefriedigend und bitter. Aber ich habe mich ruhig verhalten.

TORfabrik.de: Du sagst, dass du intern keinen Stunk gemacht hast und bist auch nicht an die Öffentlichkeit gegangen. Dennoch sollst du kurz vor dem Rausschmiss gestanden haben. Wie passt das zusammen?

Bernd Korzynietz: Ich war unzufrieden, klar. Aber ich wusste, dass es nichts bringt, wenn ich mich da irgendwo ausheule. Dennoch gab es dann ein Gespräch, wo ich Christian Hochstätter gegenüber gesessen habe und das im Raum stand.

TORfabrik.de: Mit welcher Begründung?

Bernd Korzynietz: Es gab keine Gründe. Wir haben einige Zeit diskutiert und dann war es vom Tisch. Ich habe mich immer völlig korrekt verhalten.

TORfabrik.de: Wenn ein neuer Trainer kommt, sich hinstellt und sagt, dass der vorhandene Kader keine Qualität habe, da muss man als ‚alter Spieler’ schon die Faust in der Tasche machen, oder?

Bernd Korzynietz: Natürlich ist das eine blöde Situation und solche Kritik steckt niemand einfach so weg. Dick Advocaat hatte ganz andere Vorstellungen und Erwartungen.

TORfabrik.de: Vorstellungen, die er u.a. durch sieben neue Spieler im Winter realisieren wollte. Wie empfängt man die Neuzugänge im Team, wenn man selbst weiß, dass der Trainer denen den Vorzug geben wird?

Bernd Korzynietz: Zum einen wird zunächst der Konkurrenzkampf größer. Aber man muss sich auch kennen lernen und als Mannschaft neu orientieren, zusammen wachsen. Das war unter den Umständen nicht so einfach und hat Zeit gebraucht. Aber in den letzten Wochen sind wir als Team extrem zusammengerückt. Wir haben uns zu einer echten Einheit entwickelt, haben Mannschaftsabende gemacht, wo wir gemeinsam Fußball geschaut oder mal Bowling gespielt haben.

TORfabrik.de: Inwieweit hat Kapitän Christian Ziege da mitgewirkt? Er ist in letzter Zeit sehr präsent, auch wenn er noch nicht wieder gespielt hat.

Bernd Korzynietz: Christian hat da einen sehr großen Anteil. Er hat sich vor die Mannschaft gestellt, hat mit uns geredet, sich eingebracht. Und das, obwohl er ja selbst in so einer schwierigen Situation steckt. Was und wie er das gemacht hat – da kann ich nur meinen Hut ziehen. Er ist ein wirklicher Kapitän und ein Führungsspieler.

TORfabrik.de: Horst Köppel hat nun einen Zweijahresvertrag erhalten. Was sagst Du dazu? Ist er der richtige Trainer für Borussia?

Bernd Korzynietz: Ich denke schon. Er hat hier in einer sehr schwierigen Situation ausgezeichnete Arbeit geleistet. Er hat viel mit uns gesprochen, hat es geschafft, dass wir wieder an unsere Stärken glauben. Ihn aber nur darauf zu reduzieren, wäre zu einfach. Horst Köppel ist ein erfahrener Mann, der den Fußball und das Geschäft genau kennt. Man sollte ihn nicht unterschätzen.

TORfabrik.de: Du wirst ja nun nicht mehr mit ihm arbeiten...

Bernd Korzynietz: Das ist nun mal so. Aber ich sage auch, dass man sich im Leben immer zweimal sieht. Gerade im Fußball gibt es viele Überraschungen.

TORfabrik.de: Klingt ja glatt so, als ob du eine Rückkehr nicht ausschließen würdest?

Bernd Korzynietz: Wie gesagt, im Fußball ist alles möglich. Aber egal ob ich mit der Arminia im Borussia-Park spiele oder tatsächlich irgendwann als Spieler zurückkehre – hier wird immer mein Zuhause sein.

TORfabrik.de: Auch wenn man bei den Fans schnell in Vergessenheit gerät...

Bernd Korzynietz: Mir ist schon klar, dass sich einige die Hände reiben und sagen, »endlich ist er weg« und andere werden mich vielleicht schnell vergessen. Aber ich werde die Zeit bei Borussia nie vergessen. Ich habe hier meinen Start in den Profifußball geschafft, sechs Jahre für den Verein gespielt und bin sehr dankbar, dass ich das durfte. Zu den Fans hatte ich immer ein gutes und offenes Verhältnis und ich denke schon, dass es alles sehr gut gepasst hat.

TORfabrik.de: Sechs Jahre Borussia, das ist schon eine Menge Holz. Was waren für die persönlich die schönsten, welche die bittersten Momente?

Bernd Korzynietz: Der schönste Moment war ganz eindeutig der Aufstieg und die anschließende Feier auf dem Alter Markt. Die Stimmung da war absoluter Wahnsinn. Ich habe oft daran gedacht, wie toll es sein müsste, dort mal einen Titel zu feiern...

TORfabrik.de: Und die schlimmsten Momente?

Bernd Korzynietz: Das waren die beiden verlorenen Halbfinals im DFB-Pokal. Gegen Union Berlin und gegen Aachen haben wir den Einzug ins Finale verpasst. Das war bitter, ja es war eine Katastrophe. Wer weiß, wo es sonst hingegangen wäre ... Aber mit hätte, wenn und aber kommt man nicht weiter, auch im Fußball nicht. Also schaue ich nach vorne.

TORfabrik.de: Dann wünschen wir dir für die Zukunft alles Gute und sagen Danke – auch für eine gute Zusammenarbeit über die Jahre hinweg.

Bernd Korzynietz: Danke auch. Und wir sehen uns – ganz bestimmt...

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Alt 19.05.2005, 17:07   #2
Schönwetter-Fußballer
 
Benutzerbild von Akoa
 
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Registriert seit: 01.09.2004
Ort: Frechen
Schade und wieder verläßt uns einer der letzten Aufstiegshelden.
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Alt 20.05.2005, 07:08   #3
Leide an Islamintoleranz
 
Benutzerbild von Stan-Kowa
 
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Registriert seit: 02.09.2004
Ort: Bad Münstereifel
Advocaat wäre für Gladbach das geworden ,was Heynkes für Frankfurt war.

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