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Aufsichtsratswahlen am 1.Februar

Hier finden Sie die Diskussion Aufsichtsratswahlen am 1.Februar im Nationaler Fußball Forum. Diese befindet sich in der Kategorie Fußball-Foren; FCK-Fanbeirat schlägt Kandidaten vor Gremium macht sich stark für drei Aufsichtsratsbewerber - Große Enttäuschung nach der 0:2-Pleite Der Fanbeirat des ...


 
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Alt 30.01.2006, 09:37   #1
 
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Icon31 Aufsichtsratswahlen am 1.Februar

FCK-Fanbeirat schlägt Kandidaten vor
Gremium macht sich stark für drei Aufsichtsratsbewerber - Große Enttäuschung nach der 0:2-Pleite

Der Fanbeirat des 1. FC Kaiserslautern hat gestern drei Namen genannt, die er für einen Posten im neuen Aufsichtsrat des Vereins für vertrauenswürdig hält. Er verteilte gestern Abend am Rande des Bundesliga-Rückrundenauftakts zwischen dem 1. FCK und Schalke 04 (0:2) ein entsprechendes Flugblatt.

Darin macht sich der Fanbeirat des Bundesligisten stark für Dieter Buchholz, Ottmar Frenger und Burkhard Schappert. Der 62-jährige Buchholz, Unternehmer aus Bexbach, und der 54-jährige Ottmar Frenger, Personalreferent aus Kaiserslautern, gehören dem bisherigen Aufsichtsrat an. Der 44-jährige Schappert, Arzt aus Mainz, hatte den direkten Einzug in den Aufsichtsrat bei der letzten Wahl verfehlt.

Nicht auf der Liste erscheinen somit der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Walter Ruda (48), FH-Professor aus Annweiler, und das bisherige Aufsichtsratsmitglied Michael Koll (52), Unternehmensberater und Rechtsanwalt aus Kaiserslautern. Das bisherige Aufsichtsratsmitglied Wilfried de Buhr hatte bereits im Vorfeld auf eine Wiederwahl verzichtet.

Insgesamt bewerben sich 23 Kandidaten um einen Platz im Aufsichtsrat des Vereins (wir veröffentlichten am Samstag die Namen). Die Jahreshauptversammlung des 1. FCK wählt am Mittwoch, 1. Februar (19 Uhr, Nordtribüne), fünf Mitglieder für den Aufsichtsrat, der als Kontroll- und Führungsgremium die Geschicke des Vereins wesentlich bestimmt.

Der Aufsichtsratsvorsitzende des 1. FCK, Ruda, hatte im „Betze-Magazin" zum gestrigen Bundesligaspiel die Mitglieder aufgefordert, von ihrem Wahlrecht zahlreich Gebrauch zu machen. Ruda in dem Vorwort: „Wahlen können, wie wir nicht erst in jüngster Zeit in der Politik erfahren konnten, eine ganz eigene Dynamik entfalten."

Für die Mitgliederversammlung wünschte sich Ruda, „dass bei aller Enttäuschung über die sportliche Lage die Rückkehr zur Sachlichkeit in durchaus kontrovers zu führenden Diskussionen erfolgt".

Große Enttäuschung herrschte gestern Abend nach der 0:2-Pleite der Roten Teufel unter ihren Anhängern. Die Westkurve hatte sich bereits vor dem Schlusspfiff zur Hälfte verabschiedet. Mit dem Schlusspfiff verließ der Rest der Anhänger die Tribüne. Die Versuche einiger FCK-Akteure, der Westkurve für ihre Unterstützung zu danken, gingen weitgehend ins Leere. Demonstrativ schallte nach dem Spiel der Titel der „Toten Hosen" durch das Fritz-Walter-Stadion: „Steh auf, wenn Du am Boden bist."

FCK-Trainer Wolfgang Wolf sah nach der Niederlage gegen den Tabellenvierten Schalke und dem letzten Tabellenplatz in der Liga den Abstieg noch nicht besiegelt: „Wir haben noch 16 Endspiele. Wir dürfen jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken. Jetzt kommen Gegner, die auf Augenhöhe mit uns sind."

Groß war sein Hader über Schiedsrichter Sippel, der ein Handspiel von Ebbe Sand nicht geahndet hatte. Seine Vorbereitung hatte Lincoln zum 0:1 vollendet. Wolf: „Eine krasse Fehlentscheidung. Das ist mehr als bitter, das darf nicht passieren."

ron.de

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Alt 31.01.2006, 15:11   #2
 
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„Wir haben uns nicht kaputt gespart"
FUSSBALL: Gespräch mit den FCK-Aufsichtsräten Ruda und Buchholz - Jäggi-Erbe gesucht

LUDWIGSHAFEN (zkk). Richtungsweisenden Charakter besitzt die Jahreshauptversammlung des abstiegsgefährdeten Fußball-Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern. Am Mittwoch (19 Uhr) wird der Aufsichtsrat neu gewählt. Mit der Berufung eines neuen Vorstandsvorsitzenden (und Nachfolgers von René C. Jäggi) hat das Kontrollgremium gleich eine schwere Aufgabe zu stemmen.

Sollte der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Walter Ruda (Annweiler) erneut in das Gremium gewählt werden, könne auf die Ergebnisse seiner Gespräche mit möglichen Jäggi-Nachfolgern zurückgriffen werden. Nach dem Rücktrittsangebot des Vereinschefs habe der Aufsichtsrat „die Fühler ausgestreckt", Kandidaten kontaktiert, bestätigten Ruda und Aufsichtsrat Dieter Buchholz (Bexbach) gestern in einem RHEINPFALZ-Gespräch.

Da der FCK mit Erwin Göbel einen exzellenten Verwaltungsmann im Vorstand habe, sei auch ein Fußball-Fachmann an der Spitze denkbar.

Es gibt 23 Kandidaten für die fünf Aufsichtsratspositionen. Ruda, Buchholz, Ottmar Frenger und Michael Koll aus dem Kontrollgremium kandidieren erneut. Wilfried de Buhr hat seinen Verzicht auf die Kandidatur erklärt. Ihm wurde von Jäggi unterstellt, auf den Führungsjob zu schielen.

Seit 5. November 2002 ist der Aufsichtsrat mit Ruda an der Spitze im Amt. Man habe den Auftrag der Mitglieder umgesetzt, das Tun der früheren Führung aufzuklären. Durch die Prozesse sei neue Unruhe in den Verein getragen worden, bilanzierte Ruda. „Die wirtschaftliche Sanierung ist vorangetrieben und vollendet ", resümierten Ruda und sei Kollege Dieter Buchholz.

Die Reduzierung des Etats von 27 auf 14,5 Millionen Euro belege die Konsolidierung. „Das sind Dinge, die wir erfolgreich gemeistert haben. Es ist auch gelungen, das Nachwuchs-Konzept Fröhnerhof umzusetzen", erklärte Ruda mit Hinweis auf die mit Profiverträgen ausgestatteten Eigengewächse Halfar, Schönheim und Reinert.

Die Mitgliederversammlung habe faktisch grünes Licht zur Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung erteilt. „Was uns nicht gelungen ist, ist, entsprechende Investoren zu finden", räumt Ruda ein. Es gebe aber auch Erklärungen dafür. Die offene Frage der künftigen FCK-Führung sei eine.

„Was uns nicht gelungen ist, ist die sportliche Sanierung", merkt Walter Ruda an, der eigene Fehler nicht verhehlen mag. „Ich bin nie jemand gewesen, der sagt, alles richtig gemacht zu haben. Ich habe einmal emotional überreagiert und bin über das Ziel hinausgeschossen, habe sprachliche Formulierungen gebraucht, die mir im Nachhinein leid getan haben", sagte Ruda in Erinnerung an Negativ-Äußerungen über Hans-Peter Briegel in einer Reaktion auf dessen Kritik am Aufsichtsrat. Ruda: „Ich habe immer gesagt: Herr Briegel gehört zum FCK, er ist eine Ikone des Vereins."

„Dem Vorwurf, wir hätten uns kaputt gespart, muss ich widersprechen. Wir haben seriös gewirtschaftet", sagte Dieter Buchholz. Er erinnerte daran, dass der Verein trotz seiner neu geschaffenen Rücklagen nach wie vor aufgrund der Sündenfälle der Vergangenheit bei den örtlichen Banken als nicht kreditwürdig angesehen werde.

„So lange es rechnerisch noch möglich ist, drin zu bleiben, rede ich nicht über den Abstieg", betonte Buchholz. Die solide Haushaltspolitik sichere dem Verein aber auch die Lizenz für die Zweite Bundesliga.

„Hätten in der Vergangenheit die Aufsichtsräte ihre Kontrollfunktion ausgeübt wie wir, hätte es ein strikte Trennung zwischen Kontrollgremium und operativem Geschäft gegeben, dann wäre dem Verein viel erspart geblieben", äußerte Buchholz. Wichtig sei, dass im Aufsichtsrat weiter das wirtschaftliche Wissen von Fachleuten aus Industrie und Wirtschaft genutzt werde. „Wir brauchen eine gewisse Kontinuität, Seriosität und Glaubwürdigkeit", appellierte Ruda: „Das Wesentliche ist, dass wir Kontinuität in der Trainerfrage reinbringen, was durch den Vertrag von Herrn Wolf bis 2008 gewährleistet wird."


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Alt 02.02.2006, 09:00   #3
 
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FCK macht Stefan Kuntz die Türe auf
Ex-Profi als Sportmanager im Gespräch - Jäggi will Fröhnerhof von der Stadt zurückkaufen

KAISERSLAUTERN (osp/zkk). Gestern Abend um 23.55 Uhr war der fünfköpfige neue Aufsichtsrat des 1. FC Kaiserslautern in der Jahreshauptversammlung gekürt: Gewählt wurden Dieter Buchholz (688 Stimmen), Ottmar Frenger (545), Dr. Burkhart Schappert (481), Professor Dr. Walter Ruda (426) und Dr. Michael Koll (400).

Nachrücker für das Kontrollgremium sind Professor Hans Dieter Rombach (335), Dr. Michael Ritter (171) und Gerhard Brenneis (143). Vorrangige Aufgabe des neuen Aufsichtsrates ist die Berufung eines Nachfolgers für den im Sommer ausscheiden Vorstandvorsitzenden René C. Jäggi. Walter Ruda, der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende des 1. FC Kaiserslautern, bestätigte gestern Abend bei der Jahreshauptversammlung des Bundesliga-Letzten Kontakte zu Stefan Kuntz. Ruda schwebt vor, den Ex-Kapitän als Sportmanager zurückzuholen.

„Auch ich habe Kontakte zu diversen ehemaligen FCK-Ikonen, die teilweise schon jetzt erfolgreich als Manager in der Regionalliga arbeiten", erklärte Ruda. Kuntz wirkt mit Erfolg als Manager von TuS Koblenz.

„Wir sind vorbereitet auf die Zeit nach Herrn Jäggi", hatte Ruda vor seiner Wiederwahl erklärt; er habe auch Gespräche mit einem profilierten Vertreter aus dem Bereich Sport und Medien geführt, der als Vorstandsvorsitzender denkbar sei.

René C. Jäggi, der seine dritte und letzte Jahreshauptversammlung als FCK-Vorstandsvorsitzender erlebte, sprach den hauptamtlichen Mitarbeitern höchstes Lob aus: „Ich habe in vielen Organisationen gearbeitet, ich habe aber selten eine so große Effizienz auf so wenige Schultern verteilt gesehen." Der Schweizer erklärte, dass er angesichts der Entschuldung des Vereins eine absolut positive Bilanz hätte vorlegen können, wenn die Mannschaft sechs Punkte mehr hätte. „Der FCK hat immer dann, wenn er am Abgrund steht, Charakter bewiesen", resümierte der Vereinschef.

Trainer Wolfgang Wolf war mit der Mannschaft angetreten. Als Jäggi sportlich bilanzierte, ließ er den Kader aufstehen, ohne die Profis an den Pranger stellen zu wollen. Der Verein zahle vertragsgemäß pünktlich die Gehälter, die Spieler hätten sich verpflichtet, Leistung zu bringen und nicht abzusteigen. Jäggi entschuldigte sich bei der Mannschaft dafür, dass er sie mit der Verknüpfung seiner Person mit der des Trainers Michael Henke unter Druck gesetzt habe. „Es war unklug", gestand er und appellierte an die Ehre der Profis, mit Macht um den Klassenerhalt zu kämpfen. „Wenn wir absteigen, werden sich die Pfälzer mit den Worten von ,Gerry" Ehrmann an uns erinnern und sagen: Der Jäggi mit seiner Schwuchteltruppe ist abgestiegen. Ich glaube an euch, bis das Seil reißt", rief Jäggi der Mannschaft zu.

„Ich habe mein Gehalt um die Hälfte reduziert. Das Geld, das ich für die Arbeit im WM-Organisationskomitee bekomme, geht voll an den Verein, um den Etat auszugleichen", sagte der scheidende Vorstandsvorsitzende. Er mahnte aus finanziellen Gründen, den Vorstand nicht - wie diskutiert - von zwei auf vier Köpfe zu verdoppeln. „Wir dürfen nicht nur in Beine investieren, Ziel muss sein, den Fröhnerhof von der Stadt zurückzukaufen", sagte Jäggi mit Blick auf das Nachwuchszentrum. Er bilanzierte, der FCK werde zum Ende des Geschäftsjahres drei Millionen Euro Eigenkapital haben.

„Wir brauchen Ruhe im Verein", appellierte René C. Jäggi. Seine Aufgabe sei, mit der neuen Führung dafür zu sorgen, „dass dieser Verein, der mir ans Herz gewachsen ist", bald wieder im Bundesliga-Mittelfeld etabliert sei. Jäggi sieht die Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung als richtigen Weg. Mögliche Investoren würden die Entwicklung im Verein abwarten.

„Wir Pfälzer sind Kämpfer! Wer sich jetzt aufgibt, der hat schon verloren", rief Trainer Wolfgang Wolf zum Schulterschluss von Mannschaft und Zuschauern auf. „Die Situation ist beschissen. Aber wir werden uns zerreißen, damit wir nicht absteigen", versprach Kapitän Marco Engelhardt, der das Gelächter, aber auch viel Beifall vernahm ...

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Alt 02.02.2006, 09:00   #4
 
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Zurück in die Zukunft
Von Horst Konzok

Es war eine perfekte Inszenierung des René Charles Jäggi. Der Hinweis, dass das Oberlandesgericht Zweibrücken die Berufungen der Ex-Vorstände nicht zulassen wird, die frühere Führung Schadenersatz zu leisten hat, war eine taktisch-perfekte Ouvertüre der Jahreshauptversammlung. Der Schweizer spielte die gesamte Klaviatur - perfekte Rhetorik, Emotion, Leidenschaft.

Jäggi übernahm die Verantwortung für die sportliche Talfahrt, leistete den bisherigen Aufsichtsräten erfolgreiche Wahlhilfe, als er ihnen einen Persilschein ausstellte, sie frei von Schuld am nahen sportlichen Offenbarungseid sprach.

Jäggi ließ die Mannschaft samt Trainerstab gestern Abend nicht nur antreten, die Profis mussten während seiner Rede aufstehen wie unartige Schulbuben. Jäggi las den Spielern wohl die Leviten, aber er entschuldigte sich auch bei der Mannschaft, sie im heißen Herbst unter Druck gesetzt zu haben, als er sein Schicksal mit dem des Trainers Henke verknüpfte. Jäggi hat zu spät eingesehen, dass er die Spieler überfordert hat. In die Karten spielte Jäggi, dass sein großer Kritiker, Ex-Kapitän Hans Günter Neues, gestern von seiner Kandidatur für den Aufsichtsrat zurücktrat.

Der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Walter Ruda ließ anklingen, dass er mit Stefan Kuntz eine FCK-Ikone als Sportmanager zurückholen möchte. Kuntz hat in der Position des Managers in Koblenz überzeugt. Er könnte mit seinem Naturell als Symbolfigur für das Zurück in die Zukunft stehen. Der FCK sollte die Mahnung Jäggis ernstnehmen, den künftigen Vorstand nicht aufzublähen. Der Gedanke, das Nachwuchszentrum „Rote Teufel" von der Stadt zurückzukaufen, ist gut und richtig.

Jäggi übernahm die Verantwortung für die Talfahrt - und leiste den Aufsichtsräten Wahlhilfe.


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Alt 02.02.2006, 09:01   #5
 
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Jäggi zaubert die Kaninchen aus dem Hut
Gestern Abend: Ein großer und ein kleiner Magier bei der Jahreshauptversammlung des FCK

Von unserem Redakteur

Gerhard Dürnberger

Dass René C. Jäggi ein brillanter Rhetoriker ist, wussten wohl alle 942 Mitglieder, die gestern Abend zur Jahreshauptversammlung des FCK gekommen waren. Dass der Schweizer auch ein begnadeter Zauberkünstler ist, erfuhren sie im Laufe des Abends. Jäggi zog ein Kaninchen nach dem anderen aus dem Hut. Und als die Zauberschau vorüber war, gab es keinerlei Kritik, wohl aber lebhaften Applaus in der Pausenhalle der Nordtribüne. Eine grandiose (Abschieds-?)Vorstellung des Mannes, dessen Vertrag im Sommer ausläuft.

Der Vorstandsvorsitzende, der im Vorfeld der Jahreshauptversammlung viel Kritik einstecken musste, stand gestern Abend seinen Widersachern nicht Auge in Auge gegenüber. Von den Ex-Profis Hans-Günter Neues oder Mario Basler keine Spur. Fast schien es, als vermisse Jäggi die beiden Kritiker - oder besser gesagt als vermisse er die Gelegenheit, ihnen verbal das Fell über die Ohren zu ziehen. Aber auch so legte er los wie die Feuerwehr und erstickte jede Kritik im Keim.

Jäggi stand noch nicht richtig am Rednerpult, da hüpfte schon Kaninchen Nummer eins aus dem Hut. Nämlich die Mitteilung, dass das Pfälzische Oberlandesgericht mitgeteilt habe, die Berufung der früheren FCK-Vorstandsmitglieder Jürgen Friedrich und Gerhard Herzog gegen das Urteil des Landgerichts Kaiserslautern, das sie zu Schadenersatz in Höhe von 500.000 Euro an den FCK verdonnert hatte, habe keinen Erfolg. Da gab es gleich den ersten Applaus.

Jäggi blieb bei seinen Vorgängern und ließ Kaninchen Nummer zwei aus dem Hut. Er blickte bei seinem Vortrag des Jahresabschlusses ein paar Jahre weiter zurück und listete die enormen Verluste des FCK in der Ära Friedrich und Wieschemann auf. Und er fragte, wie man ohne eine Finanzierung mit einem Stadionausbau beginnen könne, wie man einen Bauauftrag an eine Firma in Liquidation vergeben könne und wie man sich ohne Geld für die WM bewerben könne. Da gab es schon wieder stürmischen Applaus.

Und schon kam der nächste Streich. Der Magier aus der Schweiz zauberte die komplette Profimannschaft des FCK aus dem Hut - die „Schwuchteltruppe", wie Jäggi sie mit den Worten von Torwarttrainer Gerry Ehrmann bezeichnete. Auch Trainer Wolfgang Wolf war da, richtete ebenso wie Kapitän Marco Engelhardt kämpferische Parolen, dass der Klassenerhalt noch zu schaffen sei, an die Mitglieder. Wolf bekam artigen Beifall, als der Kapitän der „Schwuchteltruppe" das Wort ergriff, schallten unüberhörbar Missfallenskundgebungen durch die Pausenhalle. Seine Beteuerung, die Mannschaft werde sich in den noch verbleibenden 16 Saisonspielen zerreißen, wurde sogar mit Gelächter quittiert. Da war der Zaubertrick Jäggis fast in die Hose gegangen.

Beim Magierstückchen Nummer vier lief dann alles wieder wie am Schnürchen. Jäggi kam auf die WM zu sprechen und zog einen richtig fetten Hasen aus dem Zylinder. Der FCK-Boss vermeldete, dass der FCK große Mengen Eintrittskarten für die Spiele im Fritz-Walter-Stadion bestellt hat und dass die Karten für FCK-Mitglieder bestimmt sind. Da brandete so richtig Applaus auf. Die Chance auf ein WM-Spiel auf dem Betzenberg - da freut sich die Fußball-Seele. Einfach zauberhaft.

Ebenfalls als Magier, zwar mit weitaus kleinerer Kragenweite, aber mit Einstein"scher Thematik, trat Aufsichtsratsvorsitzender Walter Ruda auf. Der Fachhochschul-Professor zauberte völlig neue Erkenntnisse zur Dimension der Zeit hervor. Seine Entschuldigung für seine harschen Worte gegenüber Hans-Peter Briegel vor zwei Jahren schloss der Professor mit den Worten: „Das war Vergangenheit, morgen ist die Gegenwart."

Ob Ruda als Aufsichtsratsvorsitzender noch eine Zukunft hat, stand zu dem Zeitpunkt noch nicht fest. Auch bei Redaktionsschluss war das neue Kontrollgremium noch nicht gewählt. Die RHEINPFALZ wird die Namen in der Gegenwart nachmelden - voraussichtlich morgen. Politik, Sport


ron.de
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Alt 02.02.2006, 11:22   #6
Kapitän Team Franziskaner
 
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Ort: Heilbronn
nun, die namen sagen mir jetzt nicht viel, außer dass einige im AR geblieben sind...
Waschbaerbauch ist offline   Mit Zitat antworten Zum Ende der Seite springen Zum Anfang der Seite springen 
Alt 02.02.2006, 16:32   #7
Oo.oO
 
Benutzerbild von mars85
 
Geschlecht: Männlich
Registriert seit: 31.08.2004
Ort: Stuttgart
Habe heute irgendwo gelesen das Kuntz Sportdirketor werden soll?

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