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Das Ende von Hoeneß' Träumen?

Hier finden Sie die Diskussion Das Ende von Hoeneß' Träumen? im Nationaler Fußball Forum. Diese befindet sich in der Kategorie Fußball-Foren; Das Ende von Hoeneß' Träumen? Fast monatlich bringt Uli Hoeneß das Thema TV-Rechte für den deutschen Fußball mit seinen Kommentaren ...


 
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Alt 22.05.2005, 14:02   #1
 
Benutzerbild von springfield
 
Geschlecht: Männlich
Registriert seit: 02.01.2005
Ort: Hamburg
Das Ende von Hoeneß' Träumen?

Das Ende von Hoeneß' Träumen?

Fast monatlich bringt Uli Hoeneß das Thema TV-Rechte für den deutschen Fußball mit seinen Kommentaren in die Schlagzeilen. Die Motivation des umtriebigen Bayern-Manager hierfür ist klar: Im Vergleich zu den Ligen in Spanien, Italien und insbesondere England erhalten die Bundesligisten nur "Peanuts".

Doch auch Hoeneß muss zur Kenntnis nehmen, dass der hiesige Fernsehmarkt mit denen der genannten Länder nicht vergleichbar ist. In keinem Land Eurropas gibt es ein dermaßen großes Angebot an Free-TV-Sendern. Über 30 Sender balgen sich um die Kundschaft. Dass hierbei der Rotstift knallhart nach den Jahren des Booms des Privatfernsehens angesetzt wird, lässt den Spielraum für teure Prestigeobjekte (Bundesliga) bei den Machern enger werden.

Bis 2006 haben die öffentlich-rechtlichen Anstalten die Liga aus der Bredouille geholfen, indem sie ohne Bieterkonkurrenz erkleckliche Summen (300 Mio €) pumpen. Diese versteckte Subvention des deutschen Fußballs durch ARD und ZDF reichen den Spitzenklubs der Liga aber nicht, denn wie Eingangs erwähnt, sind diese Zahlungen für den Wettbewerb in Europa nach Meinung der Liga nicht ausreichend.

Die Hoffnung lagen jahrelang auf dem Pay-TV. Doch nachdem Premiere mit überhöhten Zahlungen und den damit verbundenen Schulden einen ganzen Medienkonzern in den Ruin trieb, ist auch bei dem einzigen deutschen Vertreter des Bezahlfernsehens der betriebswirtschaftliche Aspekt in den Mittelpunkt des Handelns gerückt.

Überlegungen, die Vorsehen, dass es keine Übertragungen mehr im Free-TV mehr gibt, spielen bei dem Machern von Premiere derzeit keine Rolle. Selbst wenn der Münchener Sender ein solches Ansinnen haben sollte, sind diese "Ideen" der Liga-Manager nicht ausgereift. Kaum ein in der Bundesliga werbetreibendes Unternehmen wird es akzeptieren, wenn durch einen solchen Vertrag ein Großteil der Zielgruppe ausgesperrt wird.

So ist das Kokettieren mit Premiere seitens der Bundesliga-Manager nur das Aufbauen einer Drohkulisse. Doch nach dem Börsengang von Premiere und dem Ausreizen dieser Verhandlungstaktik ist es offensichtlich, dass die Free-TV-Sender sich durch dieses Verhalten in Zukunft nicht mehr beeindrucken lassen. Eines ist nach den Veröffentlichungen der Zahlen von Premiere klar! Der Sender ist nicht in der Lage, die Bundesliga alleine in neue finanzielle Sphären zu heben.

Gerade in diesem Zusammenhang ist die eher vorsichtige Haltung der Deutschen zum Bezahlfernsehen eine hohe Hürde für weitergehende Investitionen des Senders. Seit Jahren verharren die Abonnentenzahlen auf einem mäßigen Niveau: Etwas über drei Millionen Kunden sind nach einem Jahrzehnt Bezahlfernsehen keine Erfolgsgeschichte!

In Anbetracht dieser Situation ist die Liga in einer schwierigen Situation. Mehr TV-Gelder sind nicht zu erwarten und eine auch immer wieder angedachte Eigenvermarktung der TV-Rechte stände unter Berücksichtigung der eher ablehnenden Haltung der Kundschaft unter keinem guten Stern.

So könnte es passieren, dass eine ausgestorbene Spezies des Sports wieder auf den Plan tritt: der Mäzen!

springfield ist offline   Mit Zitat antworten Zum Ende der Seite springen Zum Anfang der Seite springen 
Alt 22.05.2005, 14:26   #2
Moderator
 
Geschlecht: Männlich
Registriert seit: 01.09.2004
Mhh....also mal ein paar kleine Punkte sollten erwähnt sein.

Zunächst mal ist Hoeness wohl eher nicht der einzige, der mehr Geld aus den TV Einnahmen fordert. Da gab es breite Einigkeit aus den Reihen der Liga.

Als zweites - warum sollte Premiere nicht in der Lage sein mehr zu zahlen? Aus meiner Sicht ist das insbesondere, nachdem Premiere ja schon angekündigt hatte das man evtl. mehr zahlen würde etwas fragwürdig.

Auch die Aussagen über Premieres Kunden sind irgendwie seltsam. Schliesslich hat Premiere erst vor kurzem die Schwelle zum Gewinn überschritten, und überdurchschnittlich viele Neukunden geworben.

Als drittes: In bisher keinem Modell das vorgestellt wurde wurde das Free TV ausgeschlossen. Um genau zu sein, verschob man es nach hinten.

Als viertes: Premiere an sich war es ganz sicher nicht was Kirch in den Ruin trieb.

Was bleibt ist also letztlich: Es ist zu wenig Geld da im Vergleich mit anderen Ligen.

Ob sich mit mehr Geld auch mehr Erfolg einstellen würde ist sicher fraglich - dennoch halte ich das Streben danach für tendentiell schon in Ordnung.
Cashadin ist offline   Mit Zitat antworten Zum Ende der Seite springen Zum Anfang der Seite springen 
Alt 22.05.2005, 18:42   #3
Tougher Than The Rest
 
Benutzerbild von Kerpinho
 
Geschlecht: Männlich
Registriert seit: 02.08.2004
Ort: Unterfranken
Ich kann springfields Gedanken ebenfalls nicht ganz nachvollziehen. Sicher würden es einige Werbepartner nicht zwingend begrüßen, wenn durch mehr Exclusivität (in erster Linie für Premiere, also Pay TV) die Zielgruppe, und somit der Werbeeffekt, geringer würde.
Aber wer sagt denn, dass - sofern die jahrzehntelange Einstellung, das Fußball quasi ein "Kultur"- und "Massengut" wäre/bleiben müsse, endlich einmal überholt/überdacht würde - der deutschen liebste Sportart nicht schon längst Millionen neue Premiere-Abonnenten begrüßen könnte?

Sollten den öffentlichen/privaten Sendern wirklich die, alles in allem, recht billig erkauften Senderechte deutlich beschnitten werden, so wäre wohl davon auszugehen, dass sich Premiere (faire Preise vorausgesetzt) über regen Zulauf freuen dürfte.

Warum sollte bei uns nicht möglich sein, was im Ausland (England, Spanien, Italien, Frankreich) schon seit Jahren funktioniert?

Wer nichts wagt, der nichts gewinnt.

Die aktuellen TV-Einnahmen fallen, im Vergleich zu den anderen europäischen Topligen und unter Berücksichtigung das der deutsche TV Markt der größte und finanzstärkste in Europa ist, deutlich zu gering aus.

MFG!

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