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die welt zu gast bei freunden....

Hier finden Sie die Diskussion die welt zu gast bei freunden.... im Nationaler Fußball Forum. Diese befindet sich in der Kategorie Fußball-Foren; war das hier schon drin? http://www.schwatzgelb.de Hooligans, Ultras, Pilze, Polizisten und der DFB (Redaktion) Endlich hat Deutschland wieder neue Schreckensnachrichten: ...


 
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Alt 19.04.2005, 10:10   #1
 
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die welt zu gast bei freunden....

war das hier schon drin?

http://www.schwatzgelb.de

Hooligans, Ultras, Pilze, Polizisten und der DFB
(Redaktion)
Endlich hat Deutschland wieder neue Schreckensnachrichten: tausende marodierender Hooligans, die offensichtlich seit Jahren im Untergrund leben, sich mit einem normalen Leben tarnen und im kommenden Sommer zuschlagen werden. Deutschland hat ein Sicherheitsproblem, die Hysterie kennt keine Grenzen mehr.


Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld... - Polizei beim Empfang der Stuttgarter

Was ist eigentlich passiert? Vor gut drei Wochen fand im slowenischen Celje ein Länderspiel statt. Dabei kam es vor dem Spiel zu gewalttätigen Ausschreitungen einiger deutscher Fans. Erstmals seit langer Zeit schien niemand großartige Ausreiseprobleme zu haben und auch kein Zivilpolizist war aus Slowenien angefordert worden – man käme alleine zurecht, hieß es. Plötzlich geschieht etwas, das man wohl als Tabubruch bezeichnen muss: Erstmals schlagen sich bei einem Länderspiel Deutsche Fans untereinander, Kölner gegen Dortmunder. Der Grund dafür ist uns nicht bekannt. Angeblich ging das Ganze aber von einem Kölner aus, später schalteten sich wohl auch andere Fangruppen ein. Dann erschien die Polizei und alles endete im Chaos.

So weit, so schlecht. Durch diese Geschichte war die Stimmung fortan sehr aggressiv und aufgeheizt. Das ist natürlich keine Entschuldigung für das spätere Verhalten im Stadion. Genauso wenig ist aber das anschließende Verhalten einiger Medien zu entschuldigen. So wurde beispielsweise ein „zerschlagener Polizeiwagen“ gezeigt, der jedoch in Wahrheit bei einem Verkehrsunfall zu Schaden kam. Auch die überall abgelichteten Verletzten, die von slowenischen Polizisten abgeführt wurden, waren keine Deutschen, sondern Slowenen, die nach dem Spiel eine Schlägerei mit Deutschen anzettelten. Die Süddeutsche Zeitung erhob darauf die Slowenen zum kulturbeflissenen, friedlichen Völkchen, das Gewalt gar nicht kenne und von den rüpelhaften Deutschen quasi überfallen wurde. Natürlich wurde das alles nie richtig gestellt. Genauso wenig wurde jemals über die Schlägereien untereinander berichtet, geschweige denn sich überhaupt dafür interessiert. Es wäre doch durchaus spannend zu erfahren, warum und wieso es überhaupt dazu kam, oder etwa nicht?

Für das übertragende ZDF waren die Ausschreitungen indes ein echter Glücksfall. In Zeiten, wo man selbst für solch eigentlich belanglose Länderspiele 2-3 Stunden Übertragungszeit einplant, war nun für Stimmung gesorgt. Kommentator Bela Rethy ging das gesamte Arsenal von „Leuchtraketen“ bis „Sprengkörper“ durch und hatte doch keine Ahnung, dass es „lediglich“ bengalische Fackeln waren, die auf dem Platz landeten. Darunter übrigens auch eine aus dem slowenischen Block, den Rethy dann aber kurzerhand zu einem gemischten Block machte, um ja nicht den Eindruck entstehen zu lassen, hier könnten auch andere als deutsche Landsleute randalieren. Man will den Zuschauer ja nicht überfordern.
Die eigentliche Heuchelei zeigte das gleiche ZDF noch ein paar Tage zuvor, als es mit großer Begeisterung über die Pyroshow der Stuttgarter in Parma berichtete. Damals war nicht die Rede von Idioten und Feinden des Fußballs – was ja auch sonst nie der Fall ist, wenn man solche Bilder aus Südeuropa sieht. Zurück nach Celje: Leider konnten von unseren Landsleuten einige offenkundig nicht aus ihrer Haut und mussten sich im Stadion vor aller Öffentlichkeit weiter produzieren. Allen vorweg ein Sportsfreund aus Bochum, der mit stilechter Burberry-Baseballkappe und nacktem Oberkörper zum TV-Star des Abends mutierte. Sein Auftreten wird er heute mehr als bereuen, auch wenn ihm das jetzt nur noch wenig hilft. Zwischendurch flogen noch einige Sitzschalen, die entweder herausgerissen wurden oder einfach abbrachen, was – man glaubt es kaum – Wochenende für Wochenende vorkommt. Warum man sie dann aber noch durch den Block werfen muss, erschließt sich uns nicht. Die Mischung aus Alkohol und Dummheit war daran wohl Schuld.

Nach dem Spiel probt die slowenische Polizei eine Blocksperre. Und wie das bei Blocksperren immer wieder ist, drängt alles zum Ausgang und will raus. Vorne geht’s nicht weiter, hinten drängelt alles – und schon bricht ein Geländer ab, zum Glück passiert bei dieser Szene nichts und niemand fällt die Treppen runter. Für das Kompetenzteam des DSF war das dann übrigens Randale und ein Angriff auf die Polizei mit einer Rauchbombe, weil im Hintergrund Rauchpulver auflodert. Der Unterschied zwischen Rauchbomben und Rauchpulver sollte übrigens dringend mal in einem Lehrgang für Sportreporter erklärt werden. Beides hat zwar im Stadion nichts zu suchen, die Gefahr ist aber höchst unterschiedlich.


Die Welt zu Gast bei Freunden ?
In Celje war es eine Mischung aus Aggressivität, Alkohol und inkompetenter Polizei ausschlaggebend für die Ausschreitungen. Für das Medienecho und die hetzerisch-reißerischen Berichte sind aber in erster Linie Medienunternehmen verantwortlich. Erwartungsgemäß kam es in den Folgewochen in den Ligen 1-3 zu Nachahmungseffekten. Plötzlich brennt wieder öfter bengalisches Feuer in den Blöcken und Burberry oder die entsprechenden Fakes dürften neue Umsatzrekorde verzeichnet haben.

Für den Großteil der oberflächlich berichtenden Medien ist das nun das Fanal für die Berichterstattung „Hooligans in Deutschland“. Jeder bekommt einen angeblichen Hooligan vor die Kamera, der wahlweise Arzt oder Kaufmann ist und ansonsten ein ruhiges Leben führt. Angst geht um, die Hooligans sind alle unter uns und tarnen sich als Spießbürger. Und alle wissen nun, davon zu berichten, dass es 2006 in Deutschland „knallen“ werde, alle tierisch motiviert seien und überhaupt die Hooliganszene nicht tot sei. Der unvermeidliche „Hooligan-Forscher“ Professor Günther Pilz bekommt nun auch endlich seinen Auftritt und behauptet, dass sich die Ultras zu „Hooltras“ gewandelt hätten und er dafür sei, die Zügel wieder anzuziehen. Übrigens bezieht Herr Pilz den Großteil seiner Forschungsaufträge angeblich vom DFB.
Und dann die Krönung am Dienstagabend: Championsleague. Inter verliert zum x-ten Mal in den letzten Jahren ein Derby gegen den AC Milan. Ein Tor wird nicht anerkannt, die Inter-Ultras rasten aus und decken den Platz mit allen möglichen Gegenständen ein, darunter auch zahlreiche Bengalische Fackeln, aus denen bei SAT1 und Premiere wieder Leuchtraketen oder gar Leuchtspurmunition werden (grundsätzlich nicht weniger gefährlich, aber Rakete klingt natürlich wesentlich martialischer). Milan-Torwart Dida wird getroffen, sackt zusammen und muss ausgetauscht werden. Das Spiel wird schließlich abgebrochen, als sich die Situation nicht bessert. Abgesehen von der grenzenlosen Dummheit der Interisti, die das angezettelt haben, stellt sich wohl nicht nur uns die Frage, wie so etwas überhaupt möglich war. Ganz einfach: In Italien ist es an der Tagesordnung, dass die großen Ultragruppen den Ordnungsdienst selbst stellen und somit immer bengalische Fackeln ins Stadion bringen. Diese fliegen unsinnigerweise auch immer wieder aufs Spielfeld oder in gegnerische Fanblöcke. Dass aber ein Spieler getroffen wird, bedeutet eine neue Qualität.

Nun sind wieder die selbsternannten Experten am Zug: Munter vermischen sie Slowenien, Cottbus, Dresden und Inter zum explosiven WM-Bedrohungs-Cocktail. Abgesehen davon, dass italienische Ultras zu 99% nicht mal ansatzweise an ihrer Nationalmannschaft interessiert sind, ist diese miese Berichterstattung eher gefährlich als förderlich. Auch ein Großteil der deutschen Ultras interessiert sich nur am Rande für die WM, da man sich als Normalfan dort gar nicht willkommen sieht – Preis- und Kartenpolitik sei Dank. Und an Randale sind deutsche Ultras in der Regel auch nicht interessiert.

DFL-Geschäftsführer Werner Hackmann verkündete inzwischen aber, dass die DFL und der DFB nun wieder härter zugreifen werden, auch wenn das den Fans nicht gefalle. Oha! Welche bislang locker gehaltenen Zügel Herr Hackmann meint, wird er sicherlich gut erklären können, oder? Meinte er, dass man als Gastfan inzwischen in jedem Neubau in einer Art Glaskäfig steht, durch Tunnel läuft und keinerlei Möglichkeit hat, die Stadt zu sehen? Oder redet er davon, dass man bei einem bundesweiten Stadionverbot keinerlei rechtliche Handhabe dagegen hat, sofern man nicht zufällig Geld für einen Anwalt hat? Oder aber davon, wie die Stehplätze für Gästefans immer weniger, dafür aber immer teurer werden?
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Fanprojekte schreibt in einer kürzlich veröffentlichten Pressemitteilung, dass die zunehmende Kriminalisierung junger Fußballfans in die falsche Richtung führt (http://f51.parsimony.net/forum204506/messages/2817.htm).

Welcher Irrsinn schon jetzt getrieben wird, war am vergangenen Wochenende zu beobachten: die zwei Busse des Commando Cannstatt (Ultras des VfB) wurden ab Berlin von einem Polizeihubschrauber begleitet und etwa 50 Kilometer vor Rostock von knapp 30 Polizeiwannen abgefangen. Die Rostocker Polizei stellte sich vor und erklärte, dass sie eine Warnung ihrer Stuttgarter Kollegen erhalten habe, an Bord befänden sich Gewalttäter und Pyrotechnik. Daraufhin wurden alle abgetastet, mussten dazu den Bus verlassen, den die Polizei so gleich durchsuchte. Gefunden wurde nichts und die Rostocker Polizei entschuldigte sich (das ist wirklich außergewöhnlich) und schob es auf die Stuttgarter Kollegen. Fotos: www.lostboys99.de. Und als wäre das alles nicht genug, werden am Samstag in Mönchengladbach Mainzer Fußballfans in eine Auseinandersetzung mit der Polizei gebracht, bei der sogar Frauen, Kinder und Mitarbeiter des Mainzer Fanprojekts zu Schaden kommen (http://f51.parsimony.net/forum204506/messages/2936.htm). Natürlich erschienen auch hier kaum Berichte in den Medien, die die Szenerie differenziert darstellten, es wurde nur munter der Polizeibericht abgetippt, wie jedes Wochenende.
Muss solche Einsätze eigentlich niemand mehr rechtfertigen? Was kostet das? Wo bleibt die Verhältnismäßigkeit der Mittel? Wer überwacht die Polizei? Warum muß sich ein Polizist der Hundertschaft nicht durch eine Nummer kenntlich machen, damit man hinter der Maskierung auch den Schuldigen erkennt?



Für die WM 2006 bleibt das bittere Fazit, dass wir seit geraumer Zeit nur noch über hohe Kosten, Sponsoren, zu wenig bezahlbare Karten und Sicherheit reden. Wo ist das Programm für Fußballfans? Wo ist die Möglichkeit, Fans aus aller Herren Länder kennen zu lernen? Wo sind die positiven Nachrichten über dieses Großereignis? Sind wir Fußballfans nun allesamt ein Sicherheitsrisiko? Es mutet teilweise schon merkwürdig an, wenn Fans selbst in die Hysterie einsteigen und für sich selbst Sippenhaft fordern.


Die Welt zu Gast bei Freunden – sind die Freunde uniformiert?

borible ist offline   Mit Zitat antworten Zum Ende der Seite springen Zum Anfang der Seite springen 
Alt 19.04.2005, 10:53   #2
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Ein sehr guter Bericht.

Es ist halt grad wieder an der Zeit wo sowas von den Medien hochgepusht wird.

In einigen Wochen kräht kein Hahn mehr danach.

Erst kurz vor der WM werden diese Bilder garantiert wieder ausgekramt um auch ja deutlich zu machen wie "gefährlich" doch Fußballfans sind.
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Alt 19.04.2005, 11:14   #3
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Alkohol, Dummheit und dümmliche Rituale von Fußballfans werden 2006 für eine gewisse Gefahr von Ausschreitungen sorgen. Dieser Gefahr sollte man schon jetzt vorbeugend entgegentreten - auch wenn hierfür manchmal die Falschen büßen müssen und abwegige Argumente und falsche Interpretationen der Lage herhalten müssen.

Mir ist es ziemlich egal, wie es in Celje zu den Ausschreitungen kam - Tatsache ist, dass ich solche Arschlöcher die im (benachbarten) Ausland "Ausländer raus" rufen, nicht sehen will.
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Alt 19.04.2005, 11:33   #4
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Ich setze das vom Mainz-Spiel mal hier rein, da ich weiß, dass viele zu faul sind, auf den Link zu klicken!

Pressemitteilung
zu den Vorfällen nach der Bundesligapartie Bor. Mönchengladbach – 1. FSV Mainz 05

Beim Auswärtsspiel des 1.FSV Mainz 05 in Mönchengladbach kam es nach dem Spiel rund um einen Linienbus zu sehr unschönen Szenen. In der Presse wurde danach von 120 Mainzer Hooligans berichtet, die einen Bus verwüstet hätten. Diesen Ausführungen können wir als Betroffene/ Augenzeugen nur erheblich widersprechen. Wir möchten aus diesem Grund unsere Sicht der Dinge für die Öffentlichkeit klarstellen.
Die Gruppe von etwa 120 Personen setzte sich aus verschiedenen Mainz 05 Fanclubs, der Ultraszene Mainz, dem Fanprojekt Mainz e.V., sowie einigen anderen Fans von Mainz 05 und Borussia Mönchengladbach zusammen. Die Polizei wollte diese Gruppe, wie auch alle anderen Zugreisenden Fans, mit einem Shuttle-Bus zum Bahnhof Rheydt bringen. In der Gruppe wurde jedoch festgestellt, dass jemand fehlte. Ein Anruf ergab, dass der Fehlende von Unbekannten angegriffen worden war. Es wurde der Entschluss gefasst auf den Fehlenden zu warten. Die Polizei rief daraufhin die Fans dazu auf in den Bus einzusteigen. Dieser Forderung wurde jedoch nicht direkt Folge geleistet. Ein Fan aus der Gruppe durfte dann doch auf die Suche nach dem vermissten Fan gehen. Die Situation schien sich wieder zu beruhigen. Nun stellten sich Polizisten mit Hunden direkt vor die Mainzer Fans. Ein Fan, der vorher nur vermittelnd und schlichtend agiert hatte, wurde von einem Polizeihund angefallen, worauf der Rest der Mainzer Fans ihm zu Hilfe eilte. Die Hundeführer entfernten blitzschnell die Maulkörbe der Hunde, was die Situation weiter verschärfte. Wieder zeigten sich der Großteil der Mainzer Fans und die Mitarbeiter des Fanprojektes besonnen und stellten sich schlichtend zwischen Polizei und Fans. Die Situation hatte sich erneut beruhigt. Die meisten Mainzer Fans folgten nun der Polizeianweisung, begaben sich in den Bus und waren bereit zum Bahnhof zu fahren, da zugesichert wurde, dass der fehlende Fan auch an den Bahnhof kommen würde. Etwa 5-10 Mainzer Fans, darunter überwiegend Fans, die vorher geschlichtet haben, sowie 3 Mitarbeiter/innen des Fanprojektes standen noch draußen und wollten gerade einsteigen. Die Polizei griff diese aber nun aus uns nicht ersichtlichem Grund an, wobei auch der sich als Fanprojektleiter erkennbar machende Thomas Beckmann mit dem Schlagstock niedergeschlagen wurde. Diese Fans wurden in einen zweiten Bus wahrlich hineingeprügelt.
Die Polizei, die ein erneutes Verlassen des Busses verhindern wollte, sprühte daraufhin große Mengen Pfefferspray in den Bus und ließ die Türen verschließen. Im Bus brach Panik aus, mehrere Insassen waren verletzt. Trotz Notentriegelung ließ sich die hintere Türe nicht öffnen. Aus dieser Notsituation heraus wurden mit dem Nothammer die beiden Scheiben unmittelbar neben der Tür, an der der Pfeffersprayeinsatz erfolgte, entfernt. Man versuchte Polizisten auf die Verletzten aufmerksam zu machen, doch diese reagierten vorerst nicht. Viel zu spät erkannten die Polizisten dann doch die Situation. Nun wurde mit deren Hilfe die Tür geöffnet und ein Mädchen, das hyperventilierte, zu den Sanitätern gebracht. Weitere Geschädigte wurden in der Folgezeit ärztlich versorgt.
Die Polizei nahm danach die Personalien sämtlicher Beteiligten auf und ließ die Fans auf mehrere andere Busse verteilt zum Bahnhof bringen. Auch die szenekundigen Beamten der Mainzer Polizei versuchten mehrmals schlichtend einzugreifen, doch auch dieses Bemühen fruchtete nicht bei der einsatzleitenden Polizei.
Die Berichterstattungen, in denen von Hooligans die Rede ist, sind dabei ein Schlag ins Gesicht der Beteiligten. Frauen, Kinder, Fanprojektmitarbeiter und auch der Rest der Mainzer Fans sind mit Sicherheit keine Hooligans.
Gewalt ging an diesem Tag größtenteils nur von völlig überforderten Polizisten aus. Diese Behandlung können wir nur aufs Schärfste verurteilen. Kein Mensch, auch kein Fußballfan, darf von Seiten der Polizei so behandelt werden. Gerade im Hinblick auf die WM 2006 sollten Forderungen nach härterem Vorgehen gegen Fans grundlegend überdacht werden und stattdessen in einen konstruktiven Dialog mit den Fans getreten werden.
Wir sind über diese Vorfälle zutiefst bestürzt und werden rechtliche Schritte gegen die Polizeikräfte einleiten. Aus diesem Grund bitten wir alle Beteiligten sich beim Fanprojekt Mainz zu melden, damit sämtliche Beweise zusammengetragen werden können. Bei einem Gespräch mit den zuständigen Mainzer Beamten, dem Fanprojekt und Vertretern der Ultraszene wurde noch einmal deutlich, dass an diesem Tag einiges schief gelaufen ist. Die Beamten gaben uns zu verstehen, dass sie der Mönchengladbacher Polizei zu einer Überprüfung der Vorfälle anraten werden. Dies beinhaltet sowohl mögliches Fehlverhalten der Fans , als auch unverhältnismäßiges Vorgehen der dortigen Polizei. Dies wird voraussichtlich dazu führen, dass die zuständige Staatsanwaltschaft Ermittlungen einleiten wird.

Fanprojekt Mainz e.V. Ultraszene Mainz `01

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Alt 19.04.2005, 11:35   #5
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Zitat von regelbert
Alkohol, Dummheit und dümmliche Rituale von Fußballfans werden 2006 für eine gewisse Gefahr von Ausschreitungen sorgen. Dieser Gefahr sollte man schon jetzt vorbeugend entgegentreten - auch wenn hierfür manchmal die Falschen büßen müssen und abwegige Argumente und falsche Interpretationen der Lage herhalten müssen.

Mir ist es ziemlich egal, wie es in Celje zu den Ausschreitungen kam - Tatsache ist, dass ich solche Arschlöcher die im (benachbarten) Ausland "Ausländer raus" rufen, nicht sehen will.

Aha, die Hirnwäsche funktioniert schon bei den Ersten.
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Alt 19.04.2005, 11:40   #6
++[EDELMÜLLPOSTER]++
 
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Allen Ultras ein paar auf's Maul! Dann ist Ruhe im Karton!
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Alt 19.04.2005, 11:44   #7
Hrvatska u srcu!
 
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Zitat von Ibrox
Ich setze das vom Mainz-Spiel mal hier rein, da ich weiß, dass viele zu faul sind, auf den Link zu klicken!

Leider nutzt das alles nix da diese Woche z.B. in der Sport-Bild wieder irgendwas von zunehmender Gewalt in Deutschlands Stadien zu lesen sein wird und das ein Großteil der Leser (das sind leider nicht wenige) wieder für bare Münze nehmen wird. In der nächsten Ausgabe kommt dann eine Gegendarstellung im DIN A7-Format die keine Sau beachtet weil sie wie ne Anzeige aussieht und damit ist das Thema erledigt und jeder erinnert sich nur an die Negativ-Schlagzeilen. Deutschland wird von den Medien gesteuert, nur leider in die falsche Richtung
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Alt 19.04.2005, 11:45   #8
Der, wo ebbes woiß
 
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Zitat von Ibrox
Aha, die Hirnwäsche funktioniert schon bei den Ersten.

Welche meiner Aussagen findest du falsch?
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Alt 19.04.2005, 12:29   #9
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Zitat von regelbert
Welche meiner Aussagen findest du falsch?

auch wenn hierfür manchmal die Falschen büßen müssen und abwegige Argumente und falsche Interpretationen der Lage herhalten müssen.

Du scheinst nicht oft zu Fußballspielen zu gehen, geschweige denn zu Auswärtsspielen.
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Alt 19.04.2005, 14:00   #10
Der, wo ebbes woiß
 
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Zitat von Ibrox
Du scheinst nicht oft zu Fußballspielen zu gehen, geschweige denn zu Auswärtsspielen.

Tatsächlich gehe ich nicht mehr regelmäßig zu Fußballspielen und war dieses Jahr nur auswärts 2x in München (weil Wohnort). Anyway, mir gefällt nicht die Argumentation, dass man alle schuld auf die Polizei und Ordner abwälzt, sondern ich bin schon auch der Überzeugung, dass Teile der Fußballanhänger ein Argessionspotential mitbringt und sich daneben benimmt. Daher kann ich es der Polizei z.B. nicht über nehmen, wenn sie (wie oben beschrieben) einen Fanbus mal anhalten und durchsuchen oä. Hierunter mag der Fuballfan leiden, aber es dient schlußendlich auch seiner Sicherheit und vor allem dem Fußball insgesamt.
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Alt 19.04.2005, 14:06   #11
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Zitat von Vatreni
Leider nutzt das alles nix da diese Woche z.B. in der Sport-Bild wieder irgendwas von zunehmender Gewalt in Deutschlands Stadien zu lesen sein wird und das ein Großteil der Leser (das sind leider nicht wenige) wieder für bare Münze nehmen wird. In der nächsten Ausgabe kommt dann eine Gegendarstellung im DIN A7-Format die keine Sau beachtet weil sie wie ne Anzeige aussieht und damit ist das Thema erledigt und jeder erinnert sich nur an die Negativ-Schlagzeilen. Deutschland wird von den Medien gesteuert, nur leider in die falsche Richtung

Absolut richtig! Wie sich manche Leute beeinflussen lassen, sieht man ja hier im Thread! Da werden hunderte Fans zu Verbrechern stilisiert und als solche behandelt, aber für die "Sicherheit" darf man das anscheinend. Ich kann nur für jeden Abnicker hoffen, dass ihn mal "aus Versehen" ein Polizeiknüppel im Gesicht trifft - vielleicht wachen die Leute dann auf!

Cheers!
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Alt 19.04.2005, 14:09   #12
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Zitat von regelbert
Tatsächlich gehe ich nicht mehr regelmäßig zu Fußballspielen und war dieses Jahr nur auswärts 2x in München (weil Wohnort). Anyway, mir gefällt nicht die Argumentation, dass man alle schuld auf die Polizei und Ordner abwälzt, sondern ich bin schon auch der Überzeugung, dass Teile der Fußballanhänger ein Argessionspotential mitbringt und sich daneben benimmt. Daher kann ich es der Polizei z.B. nicht über nehmen, wenn sie (wie oben beschrieben) einen Fanbus mal anhalten und durchsuchen oä. Hierunter mag der Fuballfan leiden, aber es dient schlußendlich auch seiner Sicherheit und vor allem dem Fußball insgesamt.

Hast du die Presseerklärung der Mainzer oben gelesen? Hast du in letzter Zeit mal verfolgt, wieviele ähnliche Berichte es gibt (auch hier im FL!)? Und dann findest du das okay? Kann ich nicht nachvollziehen...

Edit: http://www.fanlager.de./showthread.php?t=6489
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Alt 19.04.2005, 16:32   #13
 
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ist das hier nicht das passendere Motto?
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Alt 19.04.2005, 20:28   #14
Gesperrt
 
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die welt zu gast bei freunden - bei dem slogan kann ich immer wieder nur schmunzeln. am ende werden die afrikaner doch einer nach dem anderen weggefitscht - wahre freunde, ich weiß.
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Alt 19.04.2005, 20:42   #15
Póg mo thóin
 
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Zitat von Ibrox
Absolut richtig! Wie sich manche Leute beeinflussen lassen, sieht man ja hier im Thread! Da werden hunderte Fans zu Verbrechern stilisiert und als solche behandelt, aber für die "Sicherheit" darf man das anscheinend. Ich kann nur für jeden Abnicker hoffen, dass ihn mal "aus Versehen" ein Polizeiknüppel im Gesicht trifft - vielleicht wachen die Leute dann auf!

Cheers!

Stimmt, das zeichnet die Polizei hierzulande aus. Sie verprügelt nur wehrlose. Da lobe ich mir doch die Anständigkeit derjenigen die in der Liste "Gewalttäter Sport" verzeichnet sind, deren Springerstiefel im Gesicht ist fraglos eine Ehre für jeden richtigen Fan...
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Alt 19.04.2005, 22:13   #16
 
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nun...wie alles im leben gibts halt auch bei diesem thema nicht nur schwarz.......darauf wollte ich mit diesem artikel, den ich in nem andren forum (www.vfblivetalk.de) gelesen hab, hinweisen!

also zwei fanbusse mit nem hubschrauber zu verfolgen ist schlichtweg "genial"

ich bin klar gegen gewalt und gewalttäter: ob im fußballstadion oder sonst wo! ich bin aber definitiv auch gegen willkür und allmacht von vereinen und polizei gegen fußballfans! was in den letzten jahren stattgefunden hat ist ja (wenn man die fälle vom stuttgarter vorsinger und anderen vfb-fans i freiburg betrachtet) ist schlichtweg eine entdemokratsierung, und entziehung von grundrechten für fußballfans (verbote ohen anhörung und beweißlast etc.)
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Alt 20.04.2005, 09:51   #17
Der, wo ebbes woiß
 
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Zitat von Ibrox
Hast du die Presseerklärung der Mainzer oben gelesen? Hast du in letzter Zeit mal verfolgt, wieviele ähnliche Berichte es gibt (auch hier im FL!)? Und dann findest du das okay? Kann ich nicht nachvollziehen...

"Die Medien berichten über ein Faktum - notwendigerweise verkürzt, in Ausschnitten und mit Kommentaren versehen. Hierdurch entsteht schon eine gewisse (einseitige) Sicht des Faktums. Das was der Mensch nun als wahr und gegeben annimmt ist nicht mehr das Faktum an sich, sondern so wie darüber berichtet wurde."
Das kam gestern so ähnlich bei einer Doku über Benedikt XVI.

Mir scheint, dass du der einseitigen Berichterstattung der Fußballfans glaubst und ich vielleicht eher der von "offizieller" Seite.

Die Berichte hier habe ich zumindest zum Teil gelesen. Bei der Mainzer Geschichte ist es natürlich sehr merkwürdig, dass die Polizei als sich die Sache schon zu einem guten Ende führen sollte, nochmals die Situation außer Kontrolle geraten ließ. Wenn sich der Einsatz so abspielte, dann ist das natürlich verheerend. Komisch an der Geschichte finde ich aber auch, dass sich 120 Mann weigern in die Busse zu gehen, weil einer vermißt wird. Komisch auch, dass einer von einem Hund angegriffen wurde und danach erst die Maulkörbe entfernt wurden.

Zu der Sache mit dem CC auf dem Weg nach Berlin. Natürlich scheint mir ein solcher Einsatz mit Hubschrauber übertrieben. Verstehen kann ich allerdings die Durchsuchung. Der CC ist schließlich nicht nur durch seine tolle Stimmung im Stadion mit Choreo etc aufgefallen, sondern es gab auch ein negatives Gesicht des CC. Borible spielt auf die Sache in Freiburg an. Wie er schon sagt, sollte der Verein bevor er eine Stadionsperre ausspricht auch Beweise vorlegen. (Ich wollte sicher keine Willkür schlechthin verteitigen). Aber in Freiburg gab es auch die Geschichte mit dem 16jährigen Jungen, der von einem Polizisten niedergeschlagen wurde. Dies hat sich am Bahnhof ereignet, nachdem dort der CC und andere VfB-Fans festgehalten wurden. Ich will jetzt nicht übertriebenen Stockeinsatz von Polizisten verteitigen, aber wenn ich dann wieder höre, dass am Bahnhof "es zu Handgreiflichkeiten kam und einige Fenster zu Bruch kamen" dann kann ich verstehen, dass Polizisten von der Lage überfordert sind und sich die Argressionen hochschaukeln und dann einzele durchdrehen und ihren Stock einsetzen.
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Alt 20.04.2005, 12:42   #18
 
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Das Problem ist einfach das einige ( bei weitem nicht alle) Beamte sich toll in Ihrer Uniform fühlen und aufgrund von Komplexen oder sonst was den großen Macker raushängen lassen!

Polizeiwillkür ist nicht weg zu diskutieren!

Gerade in Mg hab ich auch schon tolle Erfahrungen gemacht!
Und ich bin absolut keiner, der sich für Fußball kloppen würde!

Polizeipräsenz ist wichtig und man fühlt sich selbst auch sicherer, aber teilweise kommt man sich als Fan vor, als sei man ein Massenmörder zu Gast in Alkatraz!

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