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Ein Text zur außersportlichen Entwicklung des Fußballs zum Nachdenken

Hier finden Sie die Diskussion Ein Text zur außersportlichen Entwicklung des Fußballs zum Nachdenken im Nationaler Fußball Forum. Diese befindet sich in der Kategorie Fußball-Foren; Also, ss handelt sich um eine Textpassagen, die ich in Hardy Grünes Vorwort zu seinem Buch "Vom Kronprinzen bis zur ...


 
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Alt 20.09.2005, 19:41   #1
 
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Ein Text zur außersportlichen Entwicklung des Fußballs zum Nachdenken

Also,

ss handelt sich um eine Textpassagen, die ich in Hardy Grünes Vorwort zu seinem Buch "Vom Kronprinzen bis zur Bundesliga, der Enzyklopädie des Deutschen Ligafußballs Band 1" gelesen habe. Der Text übertreibt ein wenig, aber die Aussage sollte rüberkommen.

Ich überlasse den Text mal unkommentiert und bin auf Reaktionen gespannt:





"Inzwischen weiß ich, welch' Glück ich hatte, denn im Gegensatz zu heute konnte ich über diese Klubs noch etwas erfahren. Sonntagnachmittags gab es Zweitligafußball im Fernsehen, damals aus ARD und ZDF bestehend, in denen Ausschnitte von Pirmasens gegen Neunkirchen oder Erkenschwick gegen Oberhausen gezeigt wurden. Es war die seelige Zeit der zweigeteilten 2.Bundesliga. Eine Zeit, in der auch kleine Orte noch im hochklassigen Fußball mitmischten, und in denen die Situation vor Ort noch "intakt" war. Zwar nicht mehr so "intakt" wie früher (wie ich später erfuhr), doch die Fußballfreunde in den entsprechenden Orten interessierten sich noch ZUERST für ihren FKP, ihre 05er, ihre SpVgg., und DANN ERST für die Ergebnisse der 1.Bundesliga.
Kürzlich erzählt ein neunjähriger Junge anläßlich einer Ausstellungseröffnung über den "alltäglichen Fußballwahnsinn in Göttingen": "05 find ich doof, die kommen nie im Fernsehen, da muß ich ja hingehen". In Göttingen, und nicht nur dort, zählen SAT1 und Premiere sei "dank", Borussia Dortmund und Bayern München inzwischen mehr als die lokalen Klubs, die mehr und mehr aus dem Blickfeld fallen.
Daran hat auch die "neue Regionalliga nichts geändert, wenn sie auch, wie ich gerade erst mit "meinen" 05ern erfahren habe, im Vergleich zur darunterliegenden Oberliga zumindest noch etwas Fußballatmosphäre hat.
Nun will ich nicht melancholisch den "alten Zeiten" hinterhertrauern, zumal ich in dem Jahr, mit dem die Berichterstattung in diesem Buch endet, gerade erst ein halbes Jahr alt war. Diese Zeiten sind vorbei, und sie kommen auch nie wieder. Heute haben wir einen aus fernsehtechnischen Gründen dreigeteilten Bundesligaspieltag (eig. Anmerkung: Text aus dem Jahr 1996) und wer die Regionalligargebnisse haben will, der braucht nicht mehr aufs Fernsehen zu hoffen, der muß bis Montagmorgen auf den 'Kicker' warten.
Und ich spreche lediglich von Ergebnissen, nicht etwa von Spielausschnitten oder Mannschaftsaufstellungen! Wer beispielsweise in Hamburg wohnt und wissen will, wie der aktuelle Torjäger des VfR Mannheim heißt, der hat schlicht und einfach Pech gehabt.
Heute steht die Bundesliga dermaßen im Rampenlicht, daß für die anderen Klubs kaum noch Platz ist. Wir sprechen von einem "Fußballboom" und meinen die "Bundesliga". Aufgrund zahlreicher Zuschriften nach Erscheinen meiner beiden Bücher "who's who des deutschen Fußballs: Die Vereine" sowie "90 Jahre deutscher Liga-Fußball" weiß ich, daß ich mit meiner Meinung, daß dies bedauerlicher (und bedrohlich!) ist, nicht alleine bin. Das macht Mut. Vor allem, weil es viele junge Menschen sind, die um die Existenz des Fußballs auf breiter Ebene bangen. Die nicht nur knallbunte Berichte über Bayern und Borussia lesen wollen.
Dieses Buch soll aufzeigen, daß es auch vor der Bundesliga schon Fußball gab. Gleichzeitig soll es aber auch deutlich machen, daß damals nicht alles so toll war, wie man es rückblickend gerne sehen möchte. Der DFB mit seiner mitunter erstaunlichen Anpassungsfähigkeit an gerade vorherrschende politische Verhältnisse, die leidige Debatte um den Profifußballer und der im Vergleich zu heute erschreckende Umgang mit Fußballfans: 1961 beispielsweise verbot die Stadt Hannover den Besuchern des Endspiels um die deutsche Meisterschaft zwischen Nürnberg und Dortmund, "Lärminstrumente, Fahnen und Transparente" mitzubringen, oder von den 115.000 Menschen, die beim ersten Nachkriegsländerspiel im Stadion waren, konnten bestenfalls 60.000 das gesamte Spielfeld sehen. Eintritt bezahlt hatten aber alle.
Nein, die alten Zeiten waren nicht immer goldene. Das, was daran allerdings mit Sicherheit golden war, ist die Tatsache, das Fußballbegeisterung noch im Stadion stattfand. Und nicht live im TV, mit einem Publikum, das nur deshalb ins Stadion geht, weil es gerade "in" ist. Nicht, weil das eigene Team spielt.
Meine Hoffnung, amerikanische Verhältnisse im deutschen (europäischen) Fußball zu verhindern, ist noch lebending. Zumindest noch solange, wie die Fans es sind, die den Fußball "machen".
Deshalb die Aufforderung: Laßt uns aus Fernsehfußball wieder Stadionfußball machen. Überall, nicht nur im Westfalenstadion oder Olympiastadion!"

(Hardy Grüne, Vom Kronprinzen bis zur Bundesliga (S.7 f.): "Der Fußball den Fußballern!")




(Ich möchte ausdrücklich betonen, dass ich
keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und die Inhalte des Textes
habe. Deshalb distanziere ich mich hiermit ausdrücklich von allen
Inhalten des Textes.)


Geändert von Yokozesekoma (20.09.2005 um 19:44 Uhr).
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Alt 20.09.2005, 20:36   #2
unbefleckte Erkenntnis
 
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Dass die Leute heutzutage Dinge erst für wichtig (bzw. überhaupt wahr-)nehmen , wenn sie im Fernsehen kommen, beschränkt sich leider nicht nur auf den Fußball, sondern auf sehr viele Bereiche. Anders kann ich mir die Entwicklung der letzten Jahr(zehnt)e nicht erklären (Talkshows vom Christiansen-"Niveau" bis zum letzten Gossen-Talk; Casting-Shows aller Art; Big-Brother-Shows in der ganzen Bandbreite; die Tatsache, dass Luftlöcher wie Feldbusch und Hilton es schaffen, Millionen zu fesseln; Fernsehserien à la "Sex in the city" prägen das Sozialverhalten vieler junger Leute; u.s.w.).

Warum sollte da der Fußball eine Ausnahme machen? Jüngste Beispiele: eine Kreisklassenmannschaft hat mehr mediales Echo als alle anderen Amateur-Mannschaften zusammen, weil sie sich für eine "Dokumentation" hergeben; eine Anti-Fußballer-Mannschaft macht sich samt einem faselnden ungarischen Nationaltrainer vor dem gesamten Publikum lächerlich.

Hauptsache, man ist im Fernsehen. Alles sehr traurig .

Der obige Text ist dann die Kehrseite der Medaille: es kommt nicht im TV? Dann kann es nicht wichtig sein.
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Alt 21.09.2005, 17:03   #3
Jan
Nur der SFS!
 
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Ort: Siegen
@Yokozesekoma

Meinst du nicht, dass deine Sig ein wenig zu groß ist?
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Alt 21.09.2005, 17:46   #4
 
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Nein.

Geändert von Yokozesekoma (21.09.2005 um 17:48 Uhr).
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Alt 22.09.2005, 09:46   #5
 
Benutzerbild von DisasterArea
 
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Man sollte sich auch fragen, warum unbedingt ein Buch zum Thema Fußball das Heil bringen sollte?....

Für mich ist Fußball ein Spektakel.....im TV oder im Stadion.....

Eine Enzyklopädie zum Fußball ist....meines Erachtens aber vollkommen überflüssig !!!...

Gerade weil es Geld bringt, beschäftigen sich aber immer mehr Menschen mit dem Thema Fußball....Seien es die Visualen Medien...oder halt die Gedruckten...wie das Buch dieses Autors....

Wenn der Fußball also wiede Fußball sein soll....muss man auch von Phylosophischen "Dummschwätzern" Abstand nehmen....

Saludos...
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Alt 23.09.2005, 19:59   #6
 
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Registriert seit: 01.09.2004
Man sollte sich auch fragen, warum unbedingt ein Buch zum Thema Fußball das Heil bringen sollte?....

Wo steht das?

Für mich ist Fußball ein Spektakel.....im TV oder im Stadion.....

Für mich ist Fußball aber auch Identifikation, Geschichte etc..

Eine Enzyklopädie zum Fußball ist....meines Erachtens aber vollkommen überflüssig !!!...

Wieso? Schließlich ist es eine Zusammenfassung des Deutschen Ligafußballs von seinem Beginn bis heute

Gerade weil es Geld bringt, beschäftigen sich aber immer mehr Menschen mit dem Thema Fußball....Seien es die Visualen Medien...oder halt die Gedruckten...wie das Buch dieses Autors....

Ich glaube der Autor hat dieses Buch nicht nur aus Profitgier geschrieben, sondern auch aus ehrlichem Interesse an Fußballgeschichte, außerdem ist dieses Buch absolut lesenswert, da dort auch viele Ergebnisse abgedruckt sind. Gerade weil es Geld bringt, beschäftigen sich mehr Menschen mit dem Thema. RICHTIG! Jedoch aus Profitgier und nicht aus Liebe zu dem Sport und seiner Geschichte.

Wenn der Fußball also wiede Fußball sein soll....muss man auch von Phylosophischen "Dummschwätzern" Abstand nehmen....

Vor allen Dingen muss der Fußball wieder im Vordergund stehen und nicht die Show außenrum, zudem könnten auch die Regionalligen mehr TV-Zeit vertragen.

Und der Untergang (Ausbluten) vieler ehem. großer Klubs, auch durch die medientechnische Fokussierung rein auf die Bundesliga, ist Realität.
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Alt 23.09.2005, 20:10   #7
 
Benutzerbild von DisasterArea
 
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Registriert seit: 01.09.2004
Zitat von Yokozesekoma
Wo steht das?

Nirgends - Ist ein von mir in den Raum geworfener Kommentar - Wie Du zu Anfangs wolltest.

Für mich ist Fußball aber auch Identifikation, Geschichte etc..

Jedem das Seine. Ich rede ja auch gerne über die Anekdoten und Geschichten. Doch ändert dies nichts daran daß ich einem grausamen Spiel....sei es noch so ein Traditionsverein....nichts abgewinnen kann.


Wieso? Schließlich ist es eine Zusammenfassung des Deutschen Ligafußballs von seinem Beginn bis heute

Ach so....Gab's sicher noch nicht.


Ich glaube der Autor hat dieses Buch nicht nur aus Profitgier geschrieben, sondern auch aus ehrlichem Interesse an Fußballgeschichte, außerdem ist dieses Buch absolut lesenswert, da dort auch viele Ergebnisse abgedruckt sind. Gerade weil es Geld bringt, beschäftigen sich mehr Menschen mit dem Thema. RICHTIG! Jedoch aus Profitgier und nicht aus Liebe zu dem Sport und seiner Geschichte.

Kann ich wohl genauso wenig beurteilen wie Du. Ich gehe aber mal davon aus daß er vom Bücherschreiben lebt. Sprich....Es ist ein Job.

Ich gehe ja auch davon aus daß die Autorin von "Harry Potter" das Buch nicht aus Profitgier geschrieben hat.



Vor allen Dingen muss der Fußball wieder im Vordergund stehen und nicht die Show außenrum, zudem könnten auch die Regionalligen mehr TV-Zeit vertragen.

Es liegt an jedem selbst was für ihm im Vordergrund steht. Für mich gehört die Show heute schon dazu, doch blendet sich mich nicht über ein schlechtes Spiel hinweg.
In Spanien werden 2ªB-Spiele (Regionalliga) live im ÖR-TV übertragen.

Und der Untergang (Ausbluten) vieler ehem. großer Klubs, auch durch die medientechnische Fokussierung rein auf die Bundesliga, ist Realität.

Dies ist in Anderen Sportarten nicht anders. Und früher, waren es halt nicht die Medien, sondern halt der Mäzen/Sponsor und die Zuschauerzahlen die einen Verein finanzierten. Heute machen manche Vereine mit "Fingerhut-Verkauf" mehr Geld.

Saludos..
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Alt 23.09.2005, 22:56   #8
 
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Nirgends - Ist ein von mir in den Raum geworfener Kommentar - Wie Du zu Anfangs wolltest.

Dann aber bitte auch begründet.



Jedem das Seine. Ich rede ja auch gerne über die Anekdoten und Geschichten. Doch ändert dies nichts daran daß ich einem grausamen Spiel....sei es noch so ein Traditionsverein....nichts abgewinnen kann.

Keine Frage, ich verlange auch nicht, dass diese Spiele ausgestrahlt werden. Nur hin wieder ein Bericht über Fußballgeschichte oder auch Spiele der Regionalliga bei den Öffentlich-Rechtlichen (nicht unbedingt live, aber Spielberichte, wäre doch schon mal was und nicht diese einseitige Fokussierung auf eine Liga, wodurch eben die Jugend den guten Fußball in ihrer Heimatregion aus den Augen verliert).
Außerdem würde in den unterklassigen Ligen nicht derlei grausamer Fußball gespielt, wenn man dort mehr Geld zur Verfügung hätte. Schaut man sich Regionalliga-Spiele an, dann sind die meist gar nicht so schlecht. Technisch vielleicht nicht so auf dem Niveau und taktisch, aber an Einsatz, Laufbereitschaft und guten Aktionen fehlts nicht. Und außerdem spielen dort ja auch einige Traditionsvereine mit zahlreichen Fans, denen es schwer fällt, Informationen über ihren eigenen Verein zu bekommen, und Traditionsvereine, die aber schleichend ausbluten, da eben die Nachwuchsfanbasis fehlt, da ja nur Bundesliga im TV gezeigt wird.


Ach so....Gab's sicher noch nicht.

In dieser Form kenne ich kein vergleichbares Buch bzw. Bücher (2 Bände, je 400 Zeiten mit mehreren Seiten pro Saison (Artikel ab dem Jahr 1902, alle Ergebnisse der Meisterschaftsendrunden + regionalen Endrunden, sofern eruierbar, sowie alle Ergebnisse der Bundesliga und den unterklassigen Ligen einschließlich der oberen Amateurklassen).



Kann ich wohl genauso wenig beurteilen wie Du. Ich gehe aber mal davon aus daß er vom Bücherschreiben lebt. Sprich....Es ist ein Job.

Ich gehe ja auch davon aus daß die Autorin von "Harry Potter" das Buch nicht aus Profitgier geschrieben hat.

Sicher, nur so gut verkaufen wie "Harry Potter" kann sich ein solches Buch nicht. Dafür fehlt einfach die Nachfrage (fehlendes Interesse der Bevölkerung, einschließlich Marketing und Promotion, und der Preis ist angesichts des Angebotenen auch zu hoch, um ein Kassenschlager zu werden).

Außerdem ist es ja ein Sachbuch. Daher muss Ahnung von der Materie vorhanden sein, ohne die man ein solches über 400-Seiten-starkes-vor-Inhalt-nur-so-strotzendes-Buch nicht auf die Reihe bringen kann. "Harry Potter" ist eine erfundene Geschichte.



Es liegt an jedem selbst was für ihm im Vordergrund steht. Für mich gehört die Show heute schon dazu, doch blendet sich mich nicht über ein schlechtes Spiel hinweg.
In Spanien werden 2ªB-Spiele (Regionalliga) live im ÖR-TV übertragen.

Wenn die Show nicht die Fußballfans im Stadion unterdrückt bzw. belästigt (siehe Salzburgs Disco-Stadion oder Einspielen von Reklame in Fangesänge), kann ich das auch dulden. Das weniger Zuschauer bei schlechten Spielen zuschauen, ist legitim und auch absolut nachzuvollziehen. Wenn sich die Spieler aber reinhauen, sehe ich auch mal über die eine oder andere nicht vorhandene technische Fähigkeit etc. hinweg. Dass in Spanien Segunda Division B-Spiele übertragen werden, ist gut. Allerdings würde ich das wie schon erwähnt nicht mal fordern. Spielberichte würden mir schon reichen, sowie einige Berichte zur Fußballgeschichte, schließlich gab es in Deutschland auch schon guten Fußball vor 1963, und wer weiß schon, dass der heute inzwischen aufgelöste Karlsruher FV (spielte zum Schluss auf Kreisklassenebene) den FC Bayern mehrmals in der Süddeutschen Meisterschaft abgefidelt hat, bzw. das dieser Klub überhaupt mal existierte und ich glaub 10-süddeutsche Meistertitel erringen konnte, ähnlich dem Westdeutschen Altmeister Duisburger SpV., der bis in die 20er Jahre im Westen absolut dominierend war und einen Westtitel nach dem anderen holte, und erst Ende der 60er aus der damals noch erst- und dann zweitklassig spielenden Oberliga verschwand, weil ihm u.a. die Zuschauer durch den dann in der Bundesliga spielenden MSV verloren gingen oder der BFC Viktoria 89, zweimaliger Deutscher Meister und noch häufiger Finalist demontierte zuhauf seine Gegner und war mit dem VfB Leipzig die größte Mannschaft der Jahre bis zum folgenden Weltkrieg.
Zurück zum Thema Regionalliga: Vielleicht sollte man die II.Mannschaften der Bundesligisten noch aus der Regionalliga rausnehmen, damit diese (noch) attraktiver wird.


Dies ist in Anderen Sportarten nicht anders. Und früher, waren es halt nicht die Medien, sondern halt der Mäzen/Sponsor und die Zuschauerzahlen die einen Verein finanzierten. Heute machen manche Vereine mit "Fingerhut-Verkauf" mehr Geld.

Sicher, wobei die finanziellen Unterschiede früher nicht so groß waren wie heute und man mit guter Nachwuchsarbeit und einem gut strukturierten Verein noch einiges zu Wege bringen konnte. Das heute das Fernsehen bzw. die Medien allgemein den Sport finanzieren, ist ja auch nichts schlimmes. Nur was bringt es, wenn das ganze Fernsehgeld in die Bundesliga fließt, während die unterklassigen Vereine wegen fehlender Einnahmequellen mehr und mehr ausbluten. Irgendwann haben wir dann amerikanische Verhältnisse. Auf- und Abstieg sind nicht mehr nötig. Nur noch Vereine, die genug Lukrativität in der Außendarstellung für die Liga versprechen, werden zu dieser zugelassen, da ja dann die Medien bzw. das Fernsehen hauptsächlich am meisten Kohle bezahlt. Wer will denn schon Energie Cottbus, SpVgg Unterhaching oder SSV Ulm in der Bundesliga sehen, außer deren paar Fans. Rentiert sich für die Medien nicht und die Liga hat geringere Fernseheinnahmen.

Geändert von Yokozesekoma (24.09.2005 um 01:06 Uhr).
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Alt 28.09.2005, 01:24   #9
 
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Registriert seit: 01.09.2004
Noch ein interessanter Text, den ich über jemand anderes gefunden habe.

Steht zwar nicht viel neues drin, verdeutlicht aber einige Zusammenhänge und Abläufe.

Yokozesekoma ist offline   Mit Zitat antworten Zum Ende der Seite springen Zum Anfang der Seite springen 
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