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Sommerloch: Rheinpfalz und andere aktuelle Artikel zum FCK

Hier finden Sie die Diskussion Sommerloch: Rheinpfalz und andere aktuelle Artikel zum FCK im Nationaler Fußball Forum. Diese befindet sich in der Kategorie Fußball-Foren; FUSSBALL: Henke studiert FCK-Mannschaft MÜNCHEN (zkk). Die Talfahrt des Fußball-Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern im Saisonfinale kann den neuen Trainer Michael ...


 
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Alt 02.06.2005, 09:28   #1
 
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Icon31 Sommerloch: Rheinpfalz und andere aktuelle Artikel zum FCK

FUSSBALL: Henke studiert FCK-Mannschaft

MÜNCHEN (zkk). Die Talfahrt des Fußball-Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern im Saisonfinale kann den neuen Trainer Michael Henke „nicht schocken".


„Ich weiß, dass die Mannschaft besser spielen kann", bekundet der 48-Jährige in einem Gespräch in Ottobrunn. In Riemerling, im Münchner Süden, lebt Henke mit seiner Frau und den beiden Kindern. Die Pfingstferien genoss die Familie in Portugal. Der Sommerurlaub fällt heuer aus, der Umzug steht an. Noch aber ist das neue Domizil in Kaiserslautern oder Umgebung nicht gefunden.


Henke hat alle FCK-Spiele der letzten Saison auf Video, studiert Stärken und Schwächen, orientiert sich an Auffälligkeiten. „Die Diskrepanz zwischen der Phase, als die Mannschaft acht, neun Spiele ungeschlagen blieb und den letzten Spielen, die in der Tat unter dem Durchschnitt waren, ist auffällig. Das ist nicht normal! Das muss man analysieren", sagt Michael Henke .


„Ich sehe die Situation aber nicht so dramatisch. Jeder einzelne Spieler ist durch kontinuierliches Training zu verbessern. Ab 27. Juni heißt es, hart und intensiv zu arbeiten", betont der neue Lauterer Trainer.


Über Schnelligkeitsdefizite in den Defensivreihen mag sich Henke angesichts der Finanzlage, die derzeit keinen Transfer erlaubt, nicht aufhalten: „Ich arbeite im Wesentlichen mit der Mannschaft, wie sie ist."


In der Offensive - gerade auch mit Blick aufs Konterspiel - sieht Henke einige sehr schnelle Alternativen: Seitz, Kosowski, Mikic. Keiner hat"s bisher zum Stammspieler gebracht. „Ich bin gespannt, wie sich Jochen Seitz zeigt. Er hat damals in Unterhaching so stark gespielt, dass wir sogar mal überlegt hatten, ihn als Ergänzungsspieler zu Bayern zu holen", erinnert Hitzfelds ehemaliger Assistent. Mit Marco Engelhardt, Stefan Blank und Ferydoon Zandi haben sich drei aus der Zweiten Liga geholte Profis als Stammspieler etabliert. Auf ihre Steigerung setzt Henke : „Das sind drei hochveranlagte Spieler." Überzeugt hat ihn der junge Draufgänger Halil Altintop: „Ein guter Typ mit viel Potenzial."

ron.de

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Alt 03.06.2005, 09:22   #2
 
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Der FCK - eine Angelegenheit des Herzens
FUSSBALL: Trainer und Journalisten im WM-Globus in Kaiserslautern gemeinsam auf der Bühne

KAISERSLAUTERN (cka). Die Beziehungen zwischen Fußball-Trainern und Journalisten sind facettenreich. Hass-Liebe verbindet wohl am ehesten beide Seiten. Normalerweise kreuzen sich die Wege bei Pressekonferenzen, rund ums Stadion und man telefoniert viel. Gemeinsam einem Publikum präsentiert haben sich in dieser Woche im Kaiserslauterer WM-Globus am Dienstagabend Rundfunk-Reporterin Sabine Töpperwien und Waldhof-Kulttrainer Klaus Schlappner sowie am Mittwochabend Premiere-Aushängeschild Marcel Reif und der für Klaus Toppmöller eingesprungene neue FCK-Coach Michael Henke.


Thema Nummer eins im Herzen der Kugel war natürlich der FCK. Ob er die Lauterer in ihrer momentanen Verfassung überhaupt übernommen hätte, wurde der Un-Ruheständler Klaus Schlappner gefragt. Seine Antwort: „Ich hasse die Profittis. Ich mag Profis. Das sind meine Freunde, egal von welcher Nationalität." Weil er immer gerne schwierige Sachen gemacht habe, wäre der FCK rein theoretisch wohl ein Fall für „Schlappi", wie der 65-Jährige anklingen ließ. „Ein Trainer, in dem Stadion, mit den Fans, der braucht in der Kirche keine Kerze anzünden", machte Schlappner den Globus-Besuchern Mut, warnte aber auch gleichzeitig. „Ich hätte nicht gedacht, dass man einen Amboss zerstückeln kann ...", erinnerte der Erfolgstrainer der tollen Waldhof-Jahre in der Fußball-Bundesliga an den Zerfall des regionalen Rivalen, der heute in der Oberliga-Baden-Württemberg gegen den VfR Mannheim und SV Sandhausen seine Derbies austrägt.


Den Neuanfang mit dem FCK wird aber nicht der kauzig-kluge Klaus Schlappner in Angriff nehmen, sondern der im Trainer-Geschäft unverbrauchte Michael Henke. Für ihn seien als mögliche Kandidaten nur Vereine mit Tradition in Frage gekommen, erzählte der 48-Jährige, der in Marcel Reif ein Lauterer Urgestein zur Seite hatte. Der Journalist trug von der D- bis zur A-Jugend das Trikot der „Roten Teufel". Als Kind stand er in der Westkurve „als sie noch eine Kurve war".


In der von zwei „Zeit"-Journalisten moderierten Runde kam Reif die Rolle des Ratgebers zu. Glückwünsche und viele Ratschläge werden Henke seit Bekanntwerden seines Einstiegs in die Bundesliga zuteil. Zu den besten zählen sicher die des Fernseh-Reporters, der Respekt als wichtigste Grundlage in der Zusammenarbeit zwischen Medien und Trainern sowie Fußballern ansieht. Er empfehle Henke, das Grab Fritz Walters, dessen letztes Spiel er gesehen habe, zu besuchen. Außerdem sei wichtig, „nicht zuviel Distanz zu den Menschen zu haben". „Wer hier in der Stadt mit dem FCK nichts zu tun hat - ein bedauerliches Einzelschicksal", meinte Reif, Sohn einer deutschstämmigen Mutter und eines jüdischen Vaters. Reif verbrachte seine Kindheit in Warschau und kam als Jugendlicher über Israel mit der Familie nach Deutschland - nachzulesen in seiner sehr schönen Biographie „Marcel Reif. Aus spitzem Winkel. Fußballreporter aus Leidenschaft."


Sein letzter Besuch auf dem Betzenberg ist noch nicht so lange her. Das 1:3 gegen den FC Bayern München sei sehr enttäuschend gewesen ... Postwendend kamen aus allen Richtungen entrüstete Zwischenrufe: „0:4!" „Ich hab"s verdrängt", meinte Reif, der wie kein Zweiter die Befindlichkeiten der Lauterer Fan-Gemeinde kennt und auf den Punkt bringen kann. „Die Menschen wollen hier Fußball mit Herz sehen. Wenn man sich so wehrlos auf den Rücken legt wie gegen die Bayern dann tut das richtig, richtig weh."


Michael Henke ist als Fan von Traditons-Vereinen wie Nürnberg, Berlin, Mönchengladbach oder Kaiserslautern sensibilisiert für das Thema. Er mag es, wenn eine ganze Stadt mitfiebert. Für dumm dürfe der Fan nicht verkauft werden, meinte er. „Fans haben ein sehr gutes Gespür dafür, was abgeht in einem Verein." Vorgenommen hat er sich in Kaiserslautern, „den Mythos als Vorlage zu nutzen".


Mit Mannschaften wie den Bayern könne der FCK sich in den kommenden Jahren nicht messen, relativierte Reif, der in der Bundesliga eine Tendenz zur Drei-Klassen-Gesellschaft spürt. Bei den Bayern werde eben ein Star-Ensemble mit Nationalspielern zu einer funktionierenden Einheit geformt. In einem Fußball-Verein wie dem FCK brauche man auch noch die „zweite Ebene". Soll heißen, Werte wie mannschaftliche Geschlossenheit und die Bereitschaft, sich voll reinzuhängen. Das werde honoriert.


Seine Probleme hat Reif mit der Schwarz-Weiß-Malerei. „Wenn"s nicht läuft, fällt plötzlich auf, dass wenig Lauterer in der Mannschaft sind. Dann kommt gleich ,Scheiß-Millionäre"". Aber auch auf anderen Ebenen läuft nach Ansicht des Experten nicht alles rund. „Realismus hat im Fußball noch nie geschadet, aber so richtig verbreitet war er in Deutschland in den letzten Jahren nicht", spielte der in Zürich lebende Reif auf den finanziellen Kollaps von Borussia Dortmund an, den er auch auf Schalke zukommen sieht. Im Erfolgsfall funktionierten die Vereine nach einem Kettenbrief-Muster. „Kommt der Erfolg, kommt Erfolg, kommt Erfolg - und wenn einer dann den Brief nicht weiterschickt, macht"s batsch. In einer Stadt wie Kaiserslautern wünsche ich mir, dass so etwas nie passiert." Und damit hatte er den Besuchern der Veranstaltung aus dem Herzen gesprochen.

ron.de
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Alt 04.06.2005, 22:44   #3
 
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Interview mit Trainer Michael Henke aus der Saarbrücker Zeitung:

"Ich bin nicht Ottmar II."


Kaiserslautern. Zehn Jahre war Michael Henke Assistent von Ottmar Hitzfeld bei Borussia Dortmund und Bayern München. Zur neuen Saison tritt der 48-Jährige seinen ersten Chefposten in der Fußball-Bundesliga an. SZ-Mitarbeiter Michael Kipp unterhielt sich mit dem neuen Trainer des 1. FC Kaiserslautern.



Michael Henke freut sich auf seinen Trainer-Job beim 1. FC Kaiserslautern, auch wenn ihn viel Arbeit erwartet. Foto: Reuters

Am 27. Juni beginnt die Vorbereitung. Gibt es vom neuen Cheftrainer Medizinbälle auf den Platz oder eine Kiste Bier in die Kabine?
Michael Henke (lacht): Man kann ja auch zuerst die Medizinbälle rausholen und anschließend gemütlich einen trinken gehen. Ich werde mir mit Sicherheit noch was einfallen lassen.

Was macht Sie sicher, ein erfolgreicher Cheftrainer zu werden?

Henke: Ich glaube, eine bessere Ausbildung als ich sie hatte, kann man in diesem Geschäft kaum haben. Ich habe viel Erfahrung und viele Kontakte. Dass der Erfolg auch von Dingen abhängig ist, die man nicht beeinflussen kann, ist mir auch klar. Aber ich gehe selbstbewusst an die Aufgabe ran.

Haben Sie sich denn in Kaiserslautern schon wohnlich eingerichtet?

Henke: Nein, ich bin noch auf der Suche nach einem Standort, der nahe am Arbeitsplatz ist.

Die letzten Saisonspiele des 1. FCK gegen Bayern (0:4), Mainz (2:3) und Bremen (1:2) haben Sie sicher sehr aufmerksam verfolgt. Da wartet wohl eine Menge Arbeit auf Sie?

Henke: Das ist richtig. Ich bin auch gekommen, um viel und hart zu arbeiten. Die Spiele haben mich aber nicht geschockt oder nervös gemacht. Die Saison war ja irgendwie schon gelaufen. Auf der anderen Seite sind solche Spiele trotzdem nicht zu verstehen, weil die Mannschaft eine Verpflichtung gegenüber den Fans hat. Da muss sie sich einfach teurer verkaufen.

Stürmer Halil Altintop forderte, der FCK brauche einen harten Hund als Trainer. Sind Sie einer?

Henke: Harter Hund ist so ein seltsamer Begriff. Aber eines ist klar: Fußball ist keine Einzelsportart. Eine Mannschaft hat bis zu 23 Spieler. Da muss es Regeln für die Gruppe geben, an die sich jeder halten muss. Wenn da jemand ausbricht, kann das nicht funktionieren. Insofern bin ich zumindest im Fußball ein Verfechter von Disziplin und Ordnung. Und bitte schön nicht nur auf dem Platz, sondern auch neben dem Platz.

Welche Regeln werden Sie aufstellen?

Henke: Ein simple Regel ist Pünktlichkeit. Wenn 18 Spieler auf einen warten müssen, geht das nicht. Außerdem soll sich jeder Spieler kollegial verhalten. Egal, wie hoch der Konkurrenzdruck ist.

Auf welchen Positionen werden Sie die Mannschaft noch verstärken?

Henke: Ich gehe davon aus, dass wir mit dem jetzigen Kader in die Vorbereitung starten. Dann werden wir schauen, ob wir noch was machen müssen, und wenn: ob wir es überhaupt können. Es ist ja kein Geheimnis, dass das Budget des FCK nicht gerade das größte ist.

Sie fuhren bisher meist auf der Siegerstraße, in Lautern werden Sie dort wohl nicht mehr so oft unterwegs sein. Sind Sie eigentlich ein guter Verlierer?

Henke: Ein ehrgeiziger Sportler sollte kein guter Verlierer sein. Sicherlich muss man die Regeln des Fairplay beachten, aber grundsätzlich kann ich nicht gut verlieren. Dabei ist es egal, ob du mit Bayern oder mit Kaiserslautern ein Spiel verlierst. Ich kenne auch das Gefühl, wichtige Spiele zu verlieren. Von daher kann ich sagen: Ich kann nicht gut verlieren und möchte mich an Niederlagen auch nicht gewöhnen.

Sie waren zehn Jahre Assistent von Ottmar Hitzfeld. Wie können Sie über dessen langen Schatten springen?

Henke: Das kann ich nur, wenn ich ich selbst bin. Ich bin Michael Henke und nicht Ottmar II. Wir waren auch nicht immer einer Meinung. Sei es bei Einschätzungen von Spielern, oder bei der Diskussion über Neuzugänge. Was aber auch gut war. Denn nur so kann eine Zusammenarbeit fruchtbar sein. Natürlich habe ich von Ottmar auch viel gelernt. Zum Beispiel wie eine Mannschaft zu führen ist. Grundsätzlich bin ich aber ein eigener Typ, habe meine eigene Persönlichkeit.

Gab es auch mal Kompromisse, mit denen Sie nicht leben konnten?

Henke: Ich konnte mit jedem Kompromiss und mit jeder Entscheidung von Ottmar leben. Ich hatte einfach von Anfang an realisiert, dass der Cheftrainer das Sagen hat. Ihm arbeiten die Kollegen aus dem Trainerstab zu, die in diesem Team sehr wichtig sind. Ob der Cheftrainer ihre Ratschläge annimmt, ist allein seine Sache. Und egal wie er entscheidet - die anderen haben seine Entscheidung mit zu tragen. Ich hatte da nie Probleme mit Ottmar. Wir liegen einfach auf einer Wellenlänge.

Ist Hitzfeld jetzt Ihr Berater?

Henke (lacht): Wir haben nach wie vor einen guten und engen Kontakt und werden mit Sicherheit auch über meine Arbeit in Lautern diskutieren. Warum auch nicht? Aber es wird jetzt nicht so sein, dass ich mir tagtäglich Ratschläge von Ottmar einhole, weil ich die auch nicht brauchen werde.

Hätte Hitzfeld für die kommende Saison einen Trainerjob angenommen, hätten Sie dennoch beim FCK unterschrieben?

Henke: Es gab stets Anfragen bei mir, es gab auch Gespräche, aber es war nie so das richtige dabei für mich - bis der 1. FC Kaiserslautern auf mich zukam. Wenn vor diesem Tag der Ottmar gekommen wäre, und hätte gesagt: ,Pass' auf, ich habe ein sehr interessantes Angebot, kommst Du mit?', dann hätte es sein können, dass ich mitgegangen wäre. Hätte er mir das Angebot gemacht, als ich bereits die Anfrage aus Lautern hatte, dann hätte ich den FCK vorgezogen, weil ich mich einfach bereit fühle, Cheftrainer zu sein.

Gab es eigentlich auch eine Anfrage vom 1. FC Saarbrücken?

Henke: Ich habe mich mal mit Manager Bernd Coen getroffen, aber das war privat, wir sind befreundet. Eine konkrete Anfrage gab es aber nie. Ich hatte auch nie den Eindruck, dass ein Trainerwechsel in Saarbrücken gewünscht oder notwendig gewesen wäre. Im Gegenteil. Ich glaube, in Saarbrücken sind sie sehr zufrieden mit der Arbeit von Horst Ehrmantraut.

Sie kommen vom FC Bayern, dem Erzrivalen der Lauterer Fans. Sie müssen wohl zunächst das Fan-Vertrauen gewinnen. Wie viele Fantreffen stehen denn in Ihrem Termin-Kalender?

Henke: Im Moment noch keine. Aber das hängt damit zusammen, dass Sommerpause ist. Grundsätzlich wollen die Fans maximalen Erfolg für den FCK - und den will ich auch. Von daher sind die Zielsetzungen gleich. Von daher werden wir schnell auf eine Ebene kommen. Natürlich werde ich mich auch mit ihnen treffen.

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Alt 06.06.2005, 22:49   #4
 
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aus dem kicker:


Kaiserslautern: Etat bietet kaum Spielraum - 06.06.2005
Henke und die schwierige Suche nach "Billiglösungen"

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Die von Bundestrainer Jürgen Klinsmann entfachte Fitness-Debatte wird in Kaiserslautern schon lange geführt. Weil die körperliche Verfassung der "Roten Teufel" immer wieder zu wünschen übrig ließ. Dass Lautern zum Schluss häufig die Luft ausging, belegen Zahlen.
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Sieben Niederlagen in den letzten neun Spielen. Oder 24 Gegentore in den letzten 30 Minuten des Spiels. Nur die Absteiger Bochum (29) und Rostock (28) ließen nach einer Stunde mehr Tore zu als der 1. FCK.

Von der späten Gegentorflut lässt sich Michael Henke allerdings nicht sonderlich beunruhigen: "Das muss kein konditionelles Problem sein. Wenn Mannschaften müde werden, setzt sich häufig die bessere spielerische Substanz durch."

Dennoch weiß der neue Trainer, dass beim 1. FCK in puncto Fitness Defizite bestehen. Damit die in fünf Wochen Urlaub nicht noch größer werden, bekam jeder Pfälzer Profi einen individuell erstellten Trainingsplan mit ins Reisegepäck. Knapp sechs Wochen haben Henke und sein neuer Assistent Manfred Rauscher dann ab 27. Juni, um das Team körperlich in einen Top-Zustand zu bringen für die kommende Saison.

Mit welchen Neuzugängen Henke neben Ervin Skela, Axel Bellinghausen und Rückkehrer Torsten Reuter planen kann, ist derzeit noch unklar: "Wir haben finanziell wenig Spielraum. Wer Ablöse kostet, ist sowieso kein Thema. Wir müssen kreativ sein."

Dass ihm auf der Suche nach Verstärkungen für die anfällige Defensive und mehr Durchschlagskraft im Angriff seine guten Kontakte zum ehemaligen Klub Bayern München dienlich sein könnten, relativiert Lauterns neuer Hoffnungsträger: "Da ist keine große Chance. Die Bayern schenken mir natürlich auch nichts."

Eine Verpflichtung von Roque Santa Cruz, über dessen Wechsel auf den Betzenberg spekuliert wurde, schließt Henke völlig aus. "Klar würde ich einen Stürmer wie Santa Cruz gerne haben. Das ist aber nicht realistisch, alleine vom Gehalt her nicht möglich."

Bevor ein zusätzlicher Neuer überhaupt kommen könnte, müsste Kaiserslautern zunächst einen weiteren Profi abgeben. Die Nationalspieler Kamil Kosowski oder Lucien Mettomo würde man vorzeitig ziehen lassen. Nur: Angebote sind Fehlanzeige.

Uli Gerke
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Alt 10.06.2005, 00:13   #5
 
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kicker

Kaiserslautern: Neuanfang für Lehmann und Reuter - Bellinghausen betritt Neuland - 09.06.2005

Henkes Hoffnung ist auch eine junge Garde

Nichts Neues im Südwesten. Weitere Verstärkungen für den 1. FCK sind nicht in Sicht. "Bevor kein Spieler geht, kommt kein Neuer", erneuerte Klubchef René C. Jäggi die Personalpolitik.

Michael Henke trägt das (Spar-)Konzept mit: "Ich habe kein Problem, mit dem jetzigen Kader zu starten." Was vom neuen Trainer erwartet wird, weiß er: "Das Team muss ganz anders auftreten als zuletzt!"

Zu dem, was ihm auf seiner ersten Station als Bundesligachefcoach Hoffnung macht, zählt eine junge Garde: Neuzugang Axel Bellinghausen (22), Rückkehrer Torsten Reuter (22), Michael Lehmann (20), Matthias Henn (20) und Jurgen Gjasula (19). "Wichtig ist, die richtige Mischung im Kader zu haben. Dazu gehören junge Spieler, die marschieren, unverbraucht sind, unbeschwert aufspielen. Die den Etablierten ein bisschen Dampf machen, ihre Chance suchen." Henke hält seinen Talenten die Tür offen. Wie's geht, hat Halil Altintop (22) vorgemacht.

Neuland betritt Axel Bellinghausen, der sich in der Regionalliga Nord bei Düsseldorf für seinen ersten Profivertrag (bis 2007) empfahl. "Axel ist schnell, schlägt Flanken aus dem Lauf, bringt Aggressivität mit. Er ist einer, der will." Lauterns Chef-Scout Hubert Neu traut dem Mittelfeldspieler (1,78 m/76 kg) zu, auf der linken Seite das passende Pendant zu Stefan Blank zu werden. Auf die Verpflichtung von Bellinghausen hatte Henke keinen Einfluss. Über seine Qualitäten ist er aber nicht nur durch Neu informiert. Henke: "Es hatten noch andere Klubs Interesse an Axel."

Neuanfang - das versprechen sich Michael Lehmann (Vertrag bis 2007) und Torsten Reuter (2006) bei Henke. Der ist froh über eine Alternative auf der rechten Seite: "Reuter wollte unbedingt zurück. Er will angreifen." Beim Zweitligisten Saarbrücken schaffte Reuter (22 Spiele/3 Tore), was er nun eine Klasse höher wiederholen will: Den Durchbruch zum Stammspieler.

Dieses Ziel verfolgt ebenfalls Lehmann. Der Mittelfeldspieler startete viel versprechend, kam im ersten Profijahr auf zwölf Einsätze. Vorige Runde war dann ein einziger Rückschlag. Der Youngster fiel monatelang verletzt (zwei Fußoperationen) aus, spielte nur beim Finale gegen Bremen, erwischte da einen rabenschwarzen Tag. Ein Gespräch mit Henke macht ihm wieder Mut für die Zukunft.

Ein "Schnupperkurs" war das Einstandsjahr (sieben Einsätze) für Jurgen Gjasula (19). Der "Benjamin" drängt trotz neuer Konkurrenz im Offensivbereich mit Ervin Skela nach vorne: "Ich werde alles versuchen, um ins Team zu kommen." Henke kann es nur recht sein, wenn seine ehrgeizigen Talente halten, was sie ankündigen.

Uli Gerke
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Alt 14.06.2005, 13:29   #6
 
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Annemarie Liebrichs Appell
FUSSBALL: Weltmeister-Witwe spricht sich für die wahren Fans aus

KAISERSLAUTERN (zkk). „Für ein Turnier ist es immer gut, wenn der Gastgeber weit, am besten ins Finale kommt." Diese Feststellung traf René C. Jäggi, der Geschäftsführer des WM-Organisationskomitees (OK) in Kaiserslautern, gestern Abend beim RHEINPFALZ-Abend im WM-Globus auf dem Alten Theaterplatz.


„Die Welt zu Gast bei Freunden, Kaiserslautern zu Gast bei der RHEINPFALZ", umschrieb Chefredakteur Michael Garthe bei seiner Begrüßung eine Motivation des Abends. Musikalisch umrahmt wurde er von der RHEINPFALZ-Band, spezialisiert auf Blues-Rhythmen, sowie dem Kaiserslauterer Kabarettisten Gerd Kannegießer.


OK-Chef Jäggi unterstrich, dass es in seiner Funktion wichtig und richtig sei, eine gewisse Distanz zu den Ereignissen zu halten. Entscheidend für ihn ist, die Spiele friedlich über die Bühne zu bringen. Jäggis großer Wunsch ist, dass seine Schweizer Landsleute die Qualifikation schaffen und in Kaiserslautern spielen werden. Jäggi: „Als Fußball-Fan wünsche ich mir Brasilien und Frankreich hier bei uns."


„Ich bin in der Zwischenzeit ein Lauterer geworden", legte Jäggi, der seit drei Jahren Vorstandsvorsitzender des 1. FC Kaiserslautern ist, ein Bekenntnis zu seinem Verein und der Stadt ab und signalisierte, auch über 2006 für die „Roten Teufel" tätig sein zu wollen. „In Kaiserslautern ist man, was Fußball angeht, bedingungslos optimistisch. Deshalb wird es großartige Spiele geben", erklärte Jäggi. Mit der Arbeit der WM-Organisatoren verhalte es sich wie bei der eines Kochs: „Es dauert furchtbar lange, ehe das Essen fertig ist, und dann ist es ganz schnell gegessen ..."


„Die Weltmeisterschaft wird wirtschaftlich ein Gewinn für Deutschland, ein Gewinn für Kaiserslautern", prognostizierte Erwin Saile, der städtische WM-Koordinator. Joachim Färber, der stellvertretende Fraktionsvoristzende der Grünen im Kaiserslauterer Stadtrat, bekannte sich wohl als Fußball-Fan zum WM-Standort. Er hätte sich aber weniger heiße Herzen der WM-Macher, denn kühle Köpfe gewünscht. „Wir bleiben auf den Schulden sitzen", befürchtet der Grünen-Politiker mit Hinblick auf die erneut gestiegenen Kosten beim Stadionausbau.


Bemerkenswerte Sätze sprach Annemarie Liebrich, die Witwe von Weltmeister Werner Liebrich. Sie freut sich auf die WM-Spiele im Fritz-Walter-Stadion, sie kritisierte aber auch, dass der wahre Fan kaum Zugang zu den fünf Spielen auf dem Betzenberg finden werde. Annemarie Liebrich: „Ich glaube, wenn die letzten Weltmeister von 1954 nicht mehr leben, dann wird es den Mythos von Bern auch nicht mehr geben."


WM-Fieber fühlt auch Rainer Furch, der im Pfalztheater die Rolle des Fritz Walter im „Wunder von Bern" spielte. In der von Michael Garthe und dem Kaiserslauterer RHEINPFALZ-Lokalchef Hans-Joachim Redzimski moderierten Veranstaltung tippte Furch auf Deutschland als Weltmeister, Annemarie Liebrich rechnet mit einem südamerikanischen Titelträger. Der katholische Pfarrer Norbert Kaiser mahnte, den in Kaiserslautern zu beobachtenden Vandalismus schnellstens entschieden zu bekämpfen, um ein wahres WM-Festival erleben zu können. Den Wert als Image-Faktor für die Stadt unterstrich Matthias Pallmann, der Vorsitzende des Einzelhandels-Verbandes Kaiserslautern.


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Alt 14.06.2005, 13:29   #7
 
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Abrechnung mit früherer FCK-Spitze
Ex-Aufsichtsrat Keßler belastet Angeklagte
KAISERSLAUTERN (dür). Die früheren FCK-Aufsichtsratsmitglieder Arnold Neu und Hubert Keßler haben gestern im Prozess gegen die alte FCK-Führung die drei Angeklagten belastet. Die Zeugenaussage von Keßler geriet zur Abrechnung mit dem Trio.

Der frühere Aufsichtsratsvorsitzende Robert Wieschemann, der frühere Vorstandsvorsitzende Jürgen Friedrich sowie das frühere Vorstandsmitglied Gerhard Herzog müssen sich vor dem Landgericht Kaiserslautern im Zusammenhang mit Zahlungen für Persönlichkeitsrechte von Spielern wegen mehrerer Fälle von Steuerhinterziehung sowie einem Fall von Untreue verantworten.


Keßler erklärte gestern, er habe erst nach dem Ausscheiden von Wieschemann und Friedrich aus ihren Ämtern erfahren, dass es Zahlungen für Persönlichkeitsrechte von Spielern gab. „Hätte ich früher gewusst, dass ich so hintergangen werde, hätte ich am nächsten Tag den Antrag gestellt, den Vorstand fristlos zu entlassen", schimpfte Keßler. Er sei auch nicht informiert worden, dass es bei der Verpflichtung von Ciriaco Sforza einen Zusatzvertrag gab, demzufolge der Sportmanager werden durfte, habe nichts von Scouting-Verträgen im Zusammenhang mit der Verpflichtung von Nenad Bjelica erfahren und nichts vom Medienvertrag mit der Firma Rogon gewusst, den die Staatsanwaltschaft als Untreuehandlung wertet. Zur Arbeitsverteilung sagte Keßler, Friedrich und Herzog hätten sich das operative Geschäft geteilt. Herzog war nach Auffassung von Keßler „in mindestens 99 Prozent der Fälle eingeweiht".


Auch Neu erklärte, im Aufsichtsrat sei nie über den Kauf von Persönlichkeitsrechten gesprochen worden. Auch vom Abschluss von Scouting-Verträgen habe er nie etwas gehört. Nach dem Eindruck von Neu gab Wieschemann „die großen Aufgaben vor". Zur Rolle von Herzog sagte er: „Wenn bei dem die Arbeit am größten war, gab man ihm etwas zu unterschreiben."


Der Steuerberater, der damals die Finanzbuchhaltung für den FCK machte, sagte, er habe die Bilanzen nach den vom Verein vorgelegten Belegen erstellt. Bilanzen habe er mit Friedrich und dem Controller Erwin Göbel besprochen, Herzog sei temporär dabei gewesen. Bei dem Vertragspaket mit Djorkaeff mit relativ niedrigem Grundgehalt und hohen Zahlungen für Persönlichkeitsrechte, noch dazu an eine Firma in der Schweiz, hätten bei jedem Steuerberater „alle Glocken geläutet". Er habe Friedrich dann auch vorgetragen, dass diese Vertragskonstruktion steuerlich „mit Sicherheit bei der nächsten Betriebsprüfung thematisiert wird". Er habe geraten, der Verein müsse sicher stellen, dass es sich bei den Unternehmen, die Gelder für Persönlichkeitsrechte bekamen, um wirkliche Firmen handelt. Zur Antwort habe er bekommen, mit diesen Firmen sei rechtlich alles wasserdicht.


Der Steuerberater erklärte weiter, das Finanzamt sei dem FCK gegenüber immer kulant gewesen. Bevor der jetzige FCK-Vorstandsvorsitzende René C. Jäggi zum Verein kam, sei bereits eine Lohnsteuerprüfung in Sachen Djorkaeff erfolgt. Im Juni 2002 habe man die vom Finanzamt erhobenen Forderungen von 850.000 auf 300.000 Mark gedrückt. Die Frage, ob es sich bei den Unternehmen, auf deren Konten Zahlungen für Persönlichkeitsrechte gingen, lediglich um Durchgangsstationen handelte, sei der folgenden Betriebsprüfung überlassen worden. Schlimmstenfalls hätte der FCK dann fünf Millionen Euro Steuern nachzahlen müssen und der Fall wäre erledigt gewesen.


Der damalige Wirtschaftsprüfer, inzwischen vom FCK zivilrechtlich mit Schadenersatzforderungen konfrontiert, sagte aus, er sei durch Überweisungen an ausländische Firmen auf Zahlungen für Persönlichkeitsrechte aufmerksam geworden und habe sich dann die entsprechenden Spielerverträge zeigen lassen. „Rein von der Buchhaltung her" sei damit der Fall erledigt gewesen. Der Medienvertrag mit Rogon sei unterhalb der Summe gewesen, die er sich selbst gesetzt hatte, um Verträge zu überprüfen.

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Alt 14.06.2005, 13:38   #8
 
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Quelle: dpa

Von der Moldau auf den «Betze» und zurück: Pavel Kuka nimmt Abschied


Sein erstes Training beim 1. FC Kaiserslautern wird
Pavel Kuka nie vergessen. «Der Zeugwart babbelte mich auf Pfälzisch
an, und ich dachte nur: Oh Mann, in welchem Land bin ich hier»,
erzählt der 87fache tschechische Fußball-Nationalspieler mit breitem
Grinsen. Das war im Winter 1993/94, nach seinem Wechsel von Slavia
Prag auf den Betzenberg. Doch den Sprachproblemen folgten sieben gute
Jahre in der Bundesliga und zuletzt noch fünf Jahre in seiner Heimat.
Jetzt nimmt der 36-Jährige, den die FCK-Fans im Internet als «Kult-
Kicker» feiern, Abschied vom bezahlten Fußball. Sein Fazit: «Ich habe
viel mehr erreicht, als ich mir je erträumt habe.»

Sein letztes Pflichtspiel absolvierte Kuka vor wenigen Tagen dort,
wo er 1987 bei seinem Erstligadebüt sein erstes Tor als Profi erzielt
hatte: Bei Banik Ostrau. Slavia Prag schloss die aktuelle Saison als
Vize-Meister ab und wird nun in der Qualifikation um einen Champions-
League-Platz kämpfen. Insgesamt traf der frühere Stürmer des FCK, 1.
FC Nürnberg und VfB Stuttgart in den Spielklassen Deutschlands und
Tschechiens 104 Mal, hinzu kommen 29 Tore im Nationalteam. Zu den
größten Erfolgen mit Kaiserslautern zählen der Gewinn des DFB-Pokals
1996 und der Meistertitel 1998, mit Tschechien wurde der Liebhaber
italienischer Speisen 1996 Vize-Europameister.

«Ich hatte Respekt und Angst, als ich in Deutschland begann»,
gesteht Kuka. «Als bei einem Heimspiel zum ersten Mal Zehntausende
meinen Namen riefen, wusste ich nicht, was ich tun soll: Winken?
Nicht reagieren? Ich war so etwas schlicht nicht gewohnt.» Dann aber
seien die Jahre bei den Lauterern «das Schönste geworden, was ich im
Fußball erlebt habe», sagt der gebürtige Prager: «Der Abstieg und die
eine Saison in der zweiten Liga waren natürlich nicht so toll, aber
eine wichtige Erfahrung. Ich bin froh, sie gemacht zu haben.»

Dass sich tschechische Talente wie Marek Heinz oder Jan Simak in
Deutschland nicht durchsetzen konnten, beweist nach Kukas Meinung die
Unberechenbarkeit des Fußballs: «Du weißt eben nie, wer tatsächlich
der beste Spieler für dich ist. Deswegen wird Gott sei Dank wohl nie
ein Verein ausschließlich perfekte Spieler kaufen können und
unschlagbar sein.» Er selbst versteht bis heute nicht, warum er in
Tschechien und auch in Deutschland so populär ist: «Ich war nie ein
besonders guter Spieler. Vielleicht spüren die Menschen aber, dass
Fußball für mich mehr ist als Ball und Beine.»

Angebote von Borussia Dortmund, von Manchester United: Kuka schlug
sie aus und blieb fünf Jahre in Kaiserslautern sowie gar 21 Jahre bei
Slavia Prag. «Es gibt Spieler, die denken schon beim ersten Training
an den nächsten Wechsel. Das ist nicht meine Philosophie, denn damit
geht die Identität eines Vereins verloren», unterstreicht der
gelernte Flugzeugmechaniker. Zudem habe Erfolg auch mit der
Lebensweise zu tun: «Laufen kann jeder, aber Leistung ist zu 70
Prozent eine Frage des Kopfes.»

Wie es nach seiner Profi-Karriere weiter geht, weiß Kuka nicht
genau: «Ich träume von einem Abschiedsspiel, das das EM-Finale von
1996, Deutschland gegen Tschechien, mit möglichst vielen Spielern von
damals kopiert - wenn nicht in Prag, dann vielleicht auf dem Betze.»
Sollte sich sein Land für die WM 2006 qualifizieren, wäre er wohl als
Co-Kommentator des tschechischen Fernsehens in Deutschland dabei,
meint Kuka. Und auch einem passenden Angebot aus dem deutschen
Amateurbereich würde er sich nicht verschließen: «5. Liga in Bayern?
Warum nicht? Das ist besser, als durch Nichtstun 30 Kilo zuzunehmen.»
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Alt 16.06.2005, 10:11   #9
Jugendbuchautorin
 
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Selim Teber wechselt in die Türkei



Selim Teber (24) wechselt zur kommenden Saison vom 1. FC Kaiserslautern in die Türkei zum Deniszlispor. Der in Deutschland geborene Offensivspieler mit türkischen Eltern unterzeichnete einen Vertrag über drei Jahre bis zum 30. Juni 2008 bei dem Verein, der in der vergangenen Saison in der Abschluss-Tabelle den sechsten Platz belegt hatte.

Zum 1. FCK war Selim Teber 2002 gekommen und in der Spielzeit 2003/2004 an den SV Wüstenrot Salzburg in Österreich ausgeliehen gewesen. Für die „Roten Teufel“ absolvierte er 37 Bundesligaspiele und erzielte dabei zwei Tore. Sein auslaufender Vertrag beim FCK war nicht mehr verlängert worden. Der Transfer zu Deniszlispor ist somit ablösefrei.
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Alt 16.06.2005, 20:14   #10
 
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Kaiserslautern: Gerüchte um Kosowski - 16.06.2005

Henke will keinen Schnellschuss

Die Zukunft von Kamil Kosowski beim 1. FC Kaiserslautern ist weiter ungewiss. Mittwoch war aus Polen zu hören, Girondins Bordeaux zeige Interesse an dem 27-jährigen Nationalspieler. Vorstandschef René C. Jäggi ist eher skeptisch, ob tatsächlich etwas dran ist an einer Offerte des französischen Erstligisten.

"Es wird immer wieder von Interesse an Kamil gesprochen. Uns liegt weder ein Angebot noch eine Anfrage vor."

Zwei Jahre spielt der Flügelstürmer jetzt auf dem Betzenberg. Nach 43 Einsätzen und nur einem Tor lässt Kosowskis Durchbruch nach wie vor auf sich warten. Noch bis 2007 läuft die vierjährige Vereinbarung mit dessen Ex-Klub Wisla Krakau. Gegen eine Leihgebühr von 500 000 Euro verlängert sich der Vertrag jährlich. "Es ist ein komplexes Vertragswerk", verrät Jäggi. Anders formuliert: Ein Konstrukt, das diejenigen bisher abschreckte, die über eine Verpflichtung des Polen nachdachten.

Michael Henke geht zunächst davon aus, auch Kosowski beim Trainingsstart am 27. Juni dabei zu haben. Eher unwahrscheinlich, dass sich in den nächsten elf Tagen personell noch etwas bewegt in der Pfalz. Dazu Jäggi: "Wir haben 14,5 Millionen. 14,25 Millionen davon sind ausgegeben. Unser Budget ist nahezu ausgeschöpft."

Sein neuer Trainer hat Vertrauen in den Kader. Henke will allen eine faire Chance geben. Er weiß, wo er ansetzen muss: "Das Ziel muss sein, die Spieler an ihr Leistungsmaximum heranzuführen, das sie im Vorjahr nicht ausschöpften. Die Mannschaft ist nicht so schlecht, wie sie zuletzt spielte." Nationalspieler Marco Engelhardt, der abgestürzte Kapitän Timo Wenzel, Carsten Jancker oder Ciriaco Sforza: Henke erwartet von jedem, "dass er zukünftig noch eine Schippe drauflegt". Zur Notwendigkeit von zusätzlichen Neuzugängen sagt er: "Ein Schnellschuss bringt nichts. Wenn einer kommt, muss er besser sein als einer, den wir haben!"

Uli Gerke

www.kicker.de
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Alt 16.06.2005, 20:17   #11
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Noch bis 2007 läuft die vierjährige Vereinbarung mit dessen Ex-Klub Wisla Krakau. Gegen eine Leihgebühr von 500 000 Euro verlängert sich der Vertrag jährlich. "Es ist ein komplexes Vertragswerk", verrät Jäggi. Anders formuliert: Ein Konstrukt, das diejenigen bisher abschreckte, die über eine Verpflichtung des Polen nachdachten.

vertsehe ich das richtig Friedrich und Co haben einen Vertrag ausgehandelt der sich automatisch mit 500.000e verlängert falls keiner ihn will? Was hat der eigentlich geraucht???
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Alt 16.06.2005, 20:22   #12
 
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Zitat von mars85
vertsehe ich das richtig Friedrich und Co haben einen Vertrag ausgehandelt der sich automatisch mit 500.000e verlängert falls keiner ihn will? Was hat der eigentlich geraucht???


ich denke eher, dass jäggi diesen vertrag gemacht hat...
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Alt 16.06.2005, 20:25   #13
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Zitat von kriggebächler
ich denke eher, dass jäggi diesen vertrag gemacht hat...

ist ja genauso schlimm, wie bekloppt kann man eigentlich sein
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Alt 17.06.2005, 20:13   #14
 
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Kosowski vor Gericht abgeblitzt
Fußball: FCK gewinnt Prozess

KAISERSLAUTERN (tpr). Kamil Kosowski, der polnische Nationalspieler in Diensten des 1. FC Kaiserslautern, ist mit seiner Forderung auf Prämiennachzahlung in Höhe von 110.600 Euro Nachzahlung vorerst abgeblitzt. Das Arbeitsgericht Kaiserslautern hat gestern das Ansinnen verworfen, dem Kläger auch für Spiele, in denen er nicht eingesetzt war, Sonderprämien zuzugestehen. Zuvor hatte FCK-Vorstandsmitglied Erwin Göbel bei der Erörterung einer gütlichen Einigung „15.000 bis 20.000 Euro" angeboten; dieser Vergleichsvorschlag war von Kosowskis Rechtsvertreter Rolf Lechner abgelehnt worden, der bereits Berufung angekündigt hat.


Ursprünglich hatte der Fußball-Profi im Dezember vorigen Jahres 66.200 Euro verlangt, später hat er seine Forderung auf 110.600 Euro erhöht. In einem ersten Teilurteil hatte das Gericht ihm zunächst einen Betrag von 14.000 Euro verweigert. Jetzt wurde die weitergehende Klage - auf Zahlung von 96.600 Euro - abgewiesen. Der Vorsitzende der Arbeitsgerichtskammer, Otto Sittinger, hatte im Verlauf des Verfahrens angedeutet, dass der Nachweis nicht zu führen sei, ob ein Akteur vom Trainer eingesetzt worden wäre, wenn er nicht krankheitsbedingt hätte pausieren müssen. Kosowski hatte sich darauf berufen, dass ihm aufgrund einer Zusatzvereinbarung 8000 Euro Prämien pro Punkt zugestanden hätten. Für drei Siege gegen Stuttgart, Frankfurt und Hannover sowie ein Unentschieden gegen Bochum waren dem Polen im Frühjahr 2004 aber nur insgesamt 6000 Euro zusätzlich zu seinem Grundgehalt ausbezahlt worden - er hatte in diesen Spielen keine einzige Minute auf dem Rasen gestanden.


ron.de
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Alt 20.06.2005, 15:08   #15
 
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Lt. TM ist Kossowksi jetzt wohl doch weg, da der FCk die letzte Rate für die Leihe nicht bezahlt hat und ihn auch unbedingt loswerden will.
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Alt 20.06.2005, 23:04   #16
 
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kicker

Kaiserslautern: Ioannis Amanatidis im Interview - 20.06.2005 12:05
"Was soll ich machen, wenn man die Seuche hat?"

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Ioannis Amanatidis glaubt, dass der FCK in Zukunft nicht "mit derart vielen negativen Schlagzeilen zu kämpfen" hat.
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Sommerpause mit der griechischen Nationalelf: Ioannis Amanatidis beim Confed-Cup.kicker: Herr Amanatidis, vom Confed-Cup versprachen Sie sich mit Griechenland ein versöhnliches Saisonende. Wie sehr schmerzt der erneute Rückschlag?

Ioannis Amanatidis: Ich sehe es nicht so dramatisch. Okay, ich hätte gestern gegen Japan gerne gespielt. Aber es belastet mich nicht.

kicker: Der rechte Oberschenkel zwickt weiter. Warum gibt diese Verletzung so viele Rätsel auf?

Amanatidis: Vielleicht war ich zu ungeduldig, habe ich zu früh wieder angefangen, die eher harmlose Blessur so verschleppt.

kicker: Haben Sie Trainingsverbot?

Amanatidis: Nein. Ich laufe. Es wird alles getan, damit ich bald spiele.

kicker: Nach nur 17 Minuten gegen Brasilien: Ist das Turnier für Sie schon gelaufen?

Amanatidis: Nein. Mittwoch gegen Mexiko ist meine nächste Chance. Die will ich wahrnehmen.

kicker: Wadenbeinbruch, Oberschenkel- und Wadenprobleme. Nervt das Verletzungspech?

Amanatidis: Was soll ich machen, wenn man die Seuche hat? Aber ich bin auch erst 23. Ich bin noch voller Kraft!

kicker: Ziehen Sie Konsequenzen aus den bitteren Erfahrungen?

Amanatidis: Vielleicht muss ich zukünftig vorbeugender arbeiten, um für die eine oder andere Verletzung nicht mehr so anfällig zu sein.

kicker: Nächsten Montag startet ihr Klub 1. FC Kaiserslautern mit der Vorbereitung. Genügen Ihnen zwei Wochen "Sonderurlaub"?

Amanatidis: Das reicht mir allemal. Länger abschalten muss nicht sein.



kicker: Rückblick und Ausblick - wie sehen Sie Lauterns Zukunft?

Amanatidis: Trotz aller Turbulenzen haben wir im Vorjahr einen Schritt nach vorne getan. Ich glaube nicht, dass wir in der neuen Runde wieder mit derart vielen negativen Schlagzeilen zu kämpfen haben.

kicker: Wie fällt ihre Bilanz aus?

Amanatidis: Für mich hätte es besser laufen können. Wenn ich nicht so oft verletzt gewesen wäre, hätte ich doppelt so viele Tore (Anm. d. Red.: 6 bei 22 Einsätzen) gemacht.

kicker: Was erwarten Sie vom neuen Trainer Michael Henke?

Amanatidis: Er hat alles erlebt, unter Ottmar Hitzfeld sehr viel gelernt. Mit seiner Erfahrung und seinem Wissen sollte er uns weiterbringen.

kicker: Freuen Sie sich auf das Wiedersehen mit Ervin Skela?

Amanatidis: Wir haben in Frankfurt gut miteinander harmoniert. Ervin wird uns mit Sicherheit weiterhelfen.

Interview: Uli Gerke
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Alt 05.07.2005, 12:09   #17
 
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FCK startet „auf Schalke"
FUSSBALL: Jäggi definiert Aufgaben für Bühler und Marschall neu
KAISERSLAUTERN (zkk). Der 1. FC Kaiserslautern startet am 6. oder 7. August beim FC Schalke 04 in die Fußball-Bundesliga-Saison 2005/2006. Heimpremiere ist am 12./13. August gegen den MSV Duisburg.

Das Rheinland-Pfalz-Derby gegen den FSV Mainz 05 wird am Dienstag, 20., oder Mittwoch, 21. September (20 Uhr), unter Flutlicht im Fritz-Walter-Stadion angepfiffen. In der Rückrunde ist Mainz 05 am 25./26. Februar Derby-Gastgeber. Die Mainzer starten in Köln und erwarten dann Werder Bremen zum ersten Saison-Heimspiel.


Der Wunsch des FCK-Vorstandsvorsitzenden René C. Jäggi, das Match gegen die Mainzer und das Spiel gegen Bayern München erst in der Rückrunde auf dem „Betze" zu haben, vermochte die Deutsche Fußball-Liga (DFL) nur halbwegs zu erfüllen. Aufgrund der Bauarbeiten stehen nach Jäggis Kalkulation gegen die „Nullfünfer" nur rund 43.000 Plätze zur Verfügung. Nach Abschluss des Ausbaus fasst das Fritz-Walter-Stadion 48.000 Besucher. Gegen den FC Bayern, der am 33. Spieltag am 6. Mai 2006 in die Pfalz kommt, ist die volle Zuschauerkapazität nutzbar.


„Ich sehe das ein bisschen gefühllos, weil wir ja nicht viel Einfluss haben", kommentierte der neue FCK-Trainer Michael Henke den Terminplan. „Interessant, gleich in der Arena ,Auf Schalke" gegen einen Mitfavoriten auf die deutsche Meisterschaft zu spielen. Ich hoffe, dass die Mannschaft sich freut, dass sie gegen Bremen so früh die Chance bekommt, sich für das letzte Saisonspiel zu revanchieren. Für unsere Fans ist das Derby gegen Mainz unter Flutlicht sicher sehr reizvoll", bemerkte der Coach: „Das Auftaktprogramm - nicht leicht, nicht schwer - wichtig ist, dass wir gut aus den Startlöchern kommen."


Henke und sein Assistent Manfred Rauscher (47) residieren derzeit noch im Seehotel Gelterswoog, dem Mannschaftshotel des FCK vor Heimspielen. „Das ist sehr schön, wir sind auch schon um den See gejoggt, auf der Terrasse lässt sich wunderbar arbeiten", erzählte Henke gestern.


Heute (10 Uhr) startet der FCK auf Platz 4 auf dem Betzenberg die Saisonvorbereitung. Mit dabei: die Vertragsamateure Daniel Damm (23) und Matthias Henn (20), die zunächst die Kader-Plätze der noch fehlenden Nationalspieler Ioannis Amanatidis und Marco Engelhardt besetzen. Den künftigen Mannschaftskapitän wird der Trainer „wahrscheinlich am Ende der Vorbereitung bestimmen".


„Ich sehe den Auftakt sehr positiv. Ich war am Samstag mit Michael Henke beim Training der Amateure. Henke war schon zum dritten Mal da, mehr als Jara in einem Jahr. So wollen wir das auch, das motiviert unsere jungen Leute ja auch", sagte Jäggi.


Mit der klaren Festlegung der Aufgabenbereiche des bisherigen Vorstands-Assistenten Jürgen Bühler (38) und von Teammanager Olaf Marschall (39) will Jäggi „die Grauzone" verlassen sehen. Bühler, seit acht Jahren in FCK-Diensten, trägt nun den Titel Manager für Sport-Organisation und Administration. „Herr Bühler führt Verhandlungen mit den Spielern, er macht Verträge und überwacht die Einhaltung des Budgets", skizzierte Jäggi. Außerdem ist Bühler für Organisation, Planung und Durchführung aller FCK-Spiele und -Trainingslager verantwortlich. Er ist eingebunden in die Abstimmung der Marketingfragen mit Vermarkter Sportfive. „Es wird messbar sein, was Herr Bühler macht. Bisher war er überall dabei, jetzt ist er verantwortlich", sagte Jäggi. Marschall bleibe Bindeglied zwischen Mannschaft und Vorstand, Berater des Vorstands im sportlichen Bereich und verantwortlich für Scouting. „Alles was mit der Mannschaft zu tun hat, ist Olafs Sache", sagte Jäggi. Zahlenspiegel


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Alt 05.07.2005, 12:11   #18
 
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Erlebnis-Fussball
Von Horst Konzok

Das Saisonziel 2005/ 2006 des Fußball-Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern kann - realistisch betrachtet - nur 40 Punkte heißen. Gestern startete der FCK seine Saisonvorbereitung, gestern begann die Ära des Trainers Michael Henke. Seine Vision, die notwendigen Ergebnisse mit leidenschaftlichem Erlebnis-Fußball erarbeiten zu wollen, ist eine Verbeugung vor den Wünschen der Fans.


Die Kiebitze haben den neuen Trainer mit freundlichem Applaus auf dem Betzenberg empfangen. Messen werden die in den letzten Jahren so oft enttäuschten Fans den Coach am Auftreten seiner Mannschaft und an ihrem Abschneiden.


Das Gros der Konkurrenten in der Zwei-Klassen-Gesellschaft Bundesliga hat mächtig aufgeforstet. Bei den ,,Roten Teufeln" aber regiert knapp drei Jahre nach dem Fast-Bankrott der Rotstift. Der Etat wurde um weitere zwei Millionen auf nun 14,5 Millionen Euro zusammengestrichen. Das verheißt Existenzkampf!


Der neue Cheftrainer begreift seine Mission als Chance. Er hat das Zeug, sich als erster Mann zu beweisen. Henke ist 48 Jahre alt, er wirkt unverbraucht und tatendurstig. Er weiß, dass Kaiserslautern seine erste und letzte Chance ist, eine von nur 18 Stellen zu besetzen. Mit großer Begeisterung hat der Westfale seinen Job angetreten. Intelligenz, Fachwissen, Ehrgeiz, Engagement sowie Wille und Fähigkeit zur Kooperation und Teamarbeit bringt er mit. Das kann helfen, den FCK voran zu bringen.


Der Verein kann angesichts des abgespeckten Etats nur erstklassig bleiben, wenn sein Trainer mit Kreativität und Fleiß hilft, eine erfolgreiche Transferpolitik zu betreiben. Und wenn das Jugend-Leistungszentrum „Rote Teufel" auf dem Fröhnerhof als Unterbau der Profi-Abteilung endlich als solches verstanden und genutzt wird.


An Michael Henke ist es, der Mannschaft ein Konzept zu geben, ihr Systeme einzuimpfen. Und einen Stil zu pflegen, der Erlebnis-Fußball zurück auf den Betzenberg bringt. Körperliche Fitness ist die unabdingbare Voraussetzung für einen erfolgreichen Stilwandel.


Mit 42 Punkten hat die FCK-Elf in der letzten Runde ihre Pflicht erfüllt. Sie hat das Klassenziel relativ früh erreicht, dann aber teil- und zeitweise die Arbeit verweigert. Die zahlende Kundschaft hat mit verständlichem Zorn darauf reagiert. Beim Dauerkartenverkauf ist deshalb ein sattes Minus von 4000 Tickets zu erwarten. Das ist die Hypothek der Mannschaft, die sich nur durch Leistung mit ihren Fans aussöhnen kann.


Ein großes Risiko ist, dass nur drei Stürmer (Amanatidis, Altintop, Jancker) unter Vertrag stehen. Sie haben in der letzten Runde zusammen 15 Tore geschossen. So viele macht ein wirklicher Torjäger alleine! Die Vierer-Abwehrkette war in der Vergangenheit keine Bank, nicht wirklich gegliedert. Aus Standards macht der FCK seit Jahr und Tag zu wenig. Der Mannschaft fehlte eine natürliche Hierarchie. Auch um den Mannschaftsgeist stand es zuletzt nicht mehr zum besten. Kapitän und Mannschaftsrat sind gefragt und gefordert!


Im Bundesliga-Existenzkampf setzt der neue FCK-Trainer Michael Henke auf Erlebnis-Fußball.


ron.de
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Alt 05.07.2005, 12:12   #19
 
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Die neuen beim FCK

Axel Bellinghausen:


Ich bin kein Heilsbringer


22 Jahre jung, Linksfuß, schnell zu Fuß: Das ist Axel Bellinghausen, der von Fortuna Düsseldorf zum FCK gekommen ist. „Ich komme aus der Regionalliga, ich bin weiß Gott nicht der Heilsbringer", sagt der sehnige Rheinländer bescheiden. Auf 1,81 Meter Körpergröße verteilt die 1,81 Meter große Frohnatur 76 Kilogramm. „Die linke Bahn hoch und runter", beschreibt der Fach-Abiturient sein Revier. „Ich war mal Linksaußen, dann halblinks, im letzten halben Jahr hab" ich in derDreierkette hinten links gespielt", skizziert die neue Nummer 16 des FCK: „Ich bin von einem Traditionsverein zu einem anderen Traditionsverein gekommen. Die Menschen hier leben mit sehr viel Herz und Leidenschaft für ihren Verein", schwärmt der Neu-Lauterer und will sich mit beharrlicher Arbeit seine Chance erarbeiten. Vor seinem zweijährigen Engagement bei der Fortuna spielte Bellinghausen, der mit seiner Freundin schon eine Wohnung in Kaiserslautern gefunden hat, bei TuS Oberpleis und Bayer Leverkusen. Der Umzug in die Provinz - kein Problem für den Blondschopf mit den Hobbys Fernsehen und Freunde treffen: „Ich komm" aus einem 1000-Seelen-Dorf, Berghausen bei Königswinter ..."


Torsten Reuter:


Der FCK ist mein Verein


„Schön, wieder zu Hause zu sein ..." Sagt Torsten Reuter. Der 22-Jährige ist nach einem Jahr beim 1. FC Saarbrücken zum FCK zurückgekehrt. „Es war ein wichtiges, ein relativ erfolgreiches Jahr. Es hat mich vorangebracht, ich habe jetzt ein ganz anders Selbstbewusstsein", bekundet der Abiturient, der seit Jahren mit einer Kanu-Leistungssportlerin verbandelt ist. Beim FCS hat sich der schnelle Mittelfeldmann zum Stammspieler entwickelt, die Saarländer hätten ihn gerne behalten. „Der FCK, das ist ja mein Verein", bekennt der waschechte Lauterer, der auf dem Erbsenberg beim VfR mit dem Fußball begonnen hat, als neunjähriger Steppke zum FCK gekommen ist. 14 Bundesliga-Einsätze, meist in der von ihm weniger geliebten Rechtsverteidiger-Position, hat der einstige Jugend-Nationalspieler für die „Roten Teufel" bestritten. Jetzt nimmt er einen neuen Anlauf. „Das war meine Lehrzeit. Ich will mich jetzt hier als Nummer 6 durchsetzen", verdeutlicht der 1,73 Meter große, 70 Kilo schwere Defensivmann mit der Nummer 22. Der belesene junge Mann ist schnell, taktisch diszipliniert und lernwillig. „Ich will alles tun, um es zu packen", setzt der Hobby-Tennis-Crack sozusagen auf den „zweiten Bildungsweg".


Ervin Skela: Wir müssen


daheim eine Macht werden


Ervin Skela, der albanische Nationalspieler, ist ablösefrei von Arminia Bielefeld gekommen. Der 28-Jährige trägt das Trikot mit der Nummer 7, gilt als Spielmacher. „Ich sehe meine Stärken in der zentralen Mittelfeldrolle", betont der feine Techniker und exzellente Dribbler. Dass er in der letzten Runde trotz starker Spiele ohne Tor blieb - für Skela vor allem auch Künstlerpech. FCK-Ikone Hans-Peter Briegel, der albanische Nationaltrainer, jedenfalls traut dem 1,73 Meter großen, 68 Kilogramm schweren Skela zu, den FCK wirklich zu verstärken. „Wir müssen zu Hause wieder eine Macht werden", proklamiert der Mann, der die Hobbys Golf, Tennis, Kino und Computer pflegt. 62 Bundesligaspiele und acht Tore stehen für Skela zu Buch. In Albanien spielte er für Flamutari Vlora und SC Tirana. In Deutschland trug er die Farben von Union Berlin, Erzgebirge Aue, Chemnitzer FC, SV Waldhof Mannheim, Eintracht Frankfurt und Arminia Bielefeld. „Ich freue mich, dass ich hier bin und für den FCK spielen darf", sagt er mit Pathos.

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Alt 05.07.2005, 12:13   #20
 
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Hitze für Henke keine Ausrede
FUSSBALL: FCK-Profis schwitzen beim Trainingsauftakt vor 500 Fans
Von unserem Redakteur Oliver Sperk KAISERSLAUTERN. Die erste Übungseinheit der Ära Michael Henke hatte es in sich. 120 Minuten ließ der neue Trainer des Fußball-Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern seine 23 Schützlinge gestern Vormittag beim Auftakttraining auf Platz 4 des Fritz-Walter-Stadions ackern - bei brütender Hitze, die selbst den 500 Zuschauern schwer zusetzte.

Um 10.01 Uhr betraten Michael Henke und sein Assistent Manfred Rauscher gestern erstmals den Trainingsplatz auf dem Betzenberg. Applaus der Kiebitze für den „Neuen" an der Seitenlinie, der die Zugänge Ervin Skela, Axel Bellinghausen und Rückkehrer Torsten Reuter im Schlepptau hatte.


„Ich freue mich riesig, hier beim FCK arbeiten zu dürfen. Ich hoffe, dass wir viel Freude zusammen haben", sagte der 48-jährige Fußball-Lehrer zur Begrüßung der Zuschauer. „Mir geht es in erster Linie um das Wie; da wird dann auch mal verziehen, wenn man ein Spiel verliert", ergänzte Henke zur Freude der Fans auf der gut gefüllten sonnenüberfluteten Tribüne, der Heimspielstätte der FCK-Amateure.


„Wenn Einsatz und Kampf stimmen, bin ich sicher, dass wir auch genügend Punkte holen werden." Zustimmender Beifall. Genügend Punkte? „Möglichst schnell die ominösen 40 Punkte holen und dann Mannschaft und Verein weiterentwickeln. Denn das muss das oberste Ziel sein", stellte Henke klar, dass er den FCK auf lange Sicht wieder in die Erfolgsspur zurückführen will. „Mittel- und langfristig schwebt mir vor, dass sich ein Verein wie der FCK wieder Richtung oberes Drittel orientiert. Dafür braucht man aber Zeit und Geduld", räumte Henke ein.


Nach der von FCK-Stadionsprecher Horst Schömbs moderierten zehnminütigen Vorstellung von Trainern und Neuzugängen ging"s für den um die Vertragsamateure Christian Henn und Daniel Damm ergänzten Profikader an die Arbeit. Die zunächst der neue Reha-Trainer Zvonko Komes koordinierte. Fünf riesige Gymnastikbälle, Gummimatten und Deuser-Bänder bestimmten erstmal das Bild auf dem Trainingsplatz, auf dem die im Confed-Cup aktiven Ioannis Amanatidis und Marco Engelhardt fehlten. Christian Nerlinger arbeitete mit Physiotherapeut Kay Friedmann.


Henke beäugte kritisch, wie seine neue Mannschaft sich beim Balancieren auf den Gymnastikkugeln während des „Aufwärmens" im Glutofen anstellte. Bänder und ein Reha-Coach - Methoden à la Klinsmann? „Es ist mir wichtig, dass wir nach modernsten Trainingsmethoden arbeiten. Zvonko Komes ist wie Kay Friedmann Reha-Trainer, aber mit dem Schwerpunkt Verletzungsprophylaxe", erklärte der ehemalige Hitzfeld-Assistent, mit dem gestern neben Rauscher, Komes und Torwarttrainer Gerald Ehrmann auch Physiotherapeut Markus Zeyer auf dem Trainingsplatz stand. Komes hatte schon in der vergangenen Saison im Nachwuchs- und Amateurbereich gearbeitet, später dann auch zuweilen bei den Profis das Aufwärmtraining geleitet. „Er ist mir empfohlen worden; ich habe dann schnell gemerkt, dass er uns helfen kann", sagte der neue FCK-Cheftrainer.


Nach der Lauf- und Gymnastikeinheit bat Henke zum Spiel sechs gegen sechs. „Leute, bei Ballbesitz auseinander! Defensiv dann wieder enger stellen!" Kurze klare Anweisung Henkes, ansonsten kritischer Beobachter an der Seitenlinie. „Er nuschelt nicht", stellte eine Zuschauerin fest. Szenenapplaus, als Halil Altintop einen Ball in Thomas Ernsts Kasten hämmerte.


Nach einem kurzen Großfeldspiel endete um 12.10 Uhr das erste FCK-Training unter Michael Henke, der davon ausgeht, mit dem derzeitigen Kader am ersten August-Wochenende beim FC Schalke 04, einem „Mitfavoriten auf die deutsche Meisterschaft" (Henke), in die Saison zu starten.


Das erste Testspiel bestreitet der 1. FC Kaiserslautern am Sonntag (16 Uhr) beim VfB Marburg. Nächste Woche steht dann der Uhren-Cup in Grenchen (Schweiz) auf dem Programm. Dort spielt der FCK am Mittwoch, 6. Juli (20.15 Uhr), zunächst gegen den Schweizer Meister FC Basel und dann am Freitag, 8. Juli (18 Uhr), gegen Young Boys Bern.


„Es war nicht gerade anspruchslos für eine erste Einheit. Aber wir wollen nicht viel Zeit verlieren, sondern direkt an die Arbeit gehen", sagte Henke nach dem ersten Trainingsvorgeschmack - in der Vorbereitung will er etwas ausgedehnter trainieren lassen. Zur „Abkühlung" ging"s gestern - wie in dieser Woche voraussichtlich jeden Nachmittag - nach der Mittagspause in den schattigen Lauterer Wald ...


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