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Bildung, Schulformen, Hochbegabte und ähnliches

Hier finden Sie die Diskussion Bildung, Schulformen, Hochbegabte und ähnliches im Politik und Gesellschaft Forum. Diese befindet sich in der Kategorie Smalltalk-Zone; Zitat von duplo Probleme werden von Menschen erzeugt, die durch Armut und Perspektivlosigkeit an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden ...



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Alt 27.08.2015, 09:26   #1
ISLANDS THÚSUND ÁR!
 
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Bildung, Schulformen, Hochbegabte und ähnliches

Zitat von duplo Beitrag anzeigen

Probleme werden von Menschen erzeugt, die durch Armut und Perspektivlosigkeit an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden. Egal ob arisch, slawisch, arabisch, Muslime, Christ oder Budhist.

Es gibt aber auch genügend, bei denen die Verwendung der Passivform unangebracht ist, weil diese Leute nicht von einer fremden Macht oder sonst bösen "Anderen" an einen Rand gedrängt werden, sondern sich höchst freiwillig selbst dort platzieren. In dieser Gruppe sind Muslime sicherlich relativ zu allen anderen deutlich überrepräsentiert, auch wenn mir die Aussage fern liegt, dies träfe auf alle von ihnen zu. Das kann man bestreiten und/oder mit empörten Rassismus- oder sonstigen (tot)schlagkräftigen "Argumenten" versehen, es ändert sich dadurch nicht.

Darüber hinaus ist m.E. nicht von der Hand zu weisen, dass es in Deutschland ein akutes Bildungsproblem gibt. Das erkennt man in besonders deutlicher Form an den FB-Beiträgen unter Klarnamen (sic!) etwas weiter oben, es ist aber auch in viel kleinerem Maßstab sichtbar. Ich selbst etwa habe zwar Abitur, aber ich würde nicht behaupten, dass ich besonders viel von dem, was ich heute weiß oder kann, in der Schule gelernt habe. Was dort vermittelt wird, ist in aller Regel sehr speziell und hochtheoretisch, sodass es allenfalls dem nützt, der sich später zufällig auf genau das spezialisiert (wer braucht Polynomdivision und Exponentialfunktionen, die er auf der Uni sowieso nochmals lernt, wenn er keinen mathematischen oder technischen Beruf wählt)? Noch in der Oberstufe habe ich Deutscharbeiten gesehen, in denen nach Rückgabe mehr rote als blaue Tinte war, weil Rechtschreibung, Zeichensetzung und Satzbau eine dermaßen pyramidale Katastrophe waren, dass selbst die beste Goethe-Analyse nichts mehr helfen konnte. Wieder andere verzweifelten an Aufgaben wie "wieviel ist 17 mal 18?", bevor sie nach minutenlangem und enorm schweißtreibendem Bemühen schließlich resigniert zum Taschenrechner griffen. Mit diesem Schulsystem muss man sich wahrlich über nichts mehr wundern. Das allein kann es aber auch nicht sein, denn es gibt immer noch genug, die es dennoch zu etwas bringen - nicht wegen, aber trotz der Schule...

Iwan Lokomofeilowitsch ist gerade online   Mit Zitat antworten Zum Ende der Seite springen Zum Anfang der Seite springen 
Alt 27.08.2015, 10:26   #2
 
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Zitat von Iwan Lokomofeilowitsch Beitrag anzeigen
Es gibt aber auch genügend, bei denen die Verwendung der Passivform unangebracht ist, weil diese Leute nicht von einer fremden Macht oder sonst bösen "Anderen" an einen Rand gedrängt werden, sondern sich höchst freiwillig selbst dort platzieren. In dieser Gruppe sind Muslime sicherlich relativ zu allen anderen deutlich überrepräsentiert, auch wenn mir die Aussage fern liegt, dies träfe auf alle von ihnen zu. Das kann man bestreiten und/oder mit empörten Rassismus- oder sonstigen (tot)schlagkräftigen "Argumenten" versehen, es ändert sich dadurch nicht.

Darüber hinaus ist m.E. nicht von der Hand zu weisen, dass es in Deutschland ein akutes Bildungsproblem gibt. Das erkennt man in besonders deutlicher Form an den FB-Beiträgen unter Klarnamen (sic!) etwas weiter oben, es ist aber auch in viel kleinerem Maßstab sichtbar. Ich selbst etwa habe zwar Abitur, aber ich würde nicht behaupten, dass ich besonders viel von dem, was ich heute weiß oder kann, in der Schule gelernt habe. Was dort vermittelt wird, ist in aller Regel sehr speziell und hochtheoretisch, sodass es allenfalls dem nützt, der sich später zufällig auf genau das spezialisiert (wer braucht Polynomdivision und Exponentialfunktionen, die er auf der Uni sowieso nochmals lernt, wenn er keinen mathematischen oder technischen Beruf wählt)? Noch in der Oberstufe habe ich Deutscharbeiten gesehen, in denen nach Rückgabe mehr rote als blaue Tinte war, weil Rechtschreibung, Zeichensetzung und Satzbau eine dermaßen pyramidale Katastrophe waren, dass selbst die beste Goethe-Analyse nichts mehr helfen konnte. Wieder andere verzweifelten an Aufgaben wie "wieviel ist 17 mal 18?", bevor sie nach minutenlangem und enorm schweißtreibendem Bemühen schließlich resigniert zum Taschenrechner griffen. Mit diesem Schulsystem muss man sich wahrlich über nichts mehr wundern. Das allein kann es aber auch nicht sein, denn es gibt immer noch genug, die es dennoch zu etwas bringen - nicht wegen, aber trotz der Schule...

Wenn schon das Schulsystem die Spaltung vornimmt, als Hauptschüler bist du ja mehr oder weniger auf dem Abstellgleis, wie soll man da als Jugendlicher eine Perspektive entwickeln.

Nicht das man mich falsch versteht, natürlich hat auch jeder Einzelne Verantwortung für sein Leben. Und bei manchen ist eh nix zu machen. Aber es werden viele schon in jungen Jahren an den Rand der Gesellschaft gedrängt.
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Alt 27.08.2015, 10:33   #3
g.P.
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Wenn schon das Schulsystem die Spaltung vornimmt, als Hauptschüler bist du ja mehr oder weniger auf dem Abstellgleis, wie soll man da als Jugendlicher eine Perspektive entwickeln.

Nicht das man mich falsch versteht, natürlich hat auch jeder Einzelne Verantwortung für sein Leben. Und bei manchen ist eh nix zu machen. Aber es werden viele schon in jungen Jahren an den Rand der Gesellschaft gedrängt.

das mag nun unterschiedlich bei den ländern sein, aber in bayern haben wir gerade, ich glaube 11.000, unbesetzte lehrstellen. hier sehe ich das problem weniger in der hauptschule als in dem, was von daheim mitgeliefert wird...
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Alt 27.08.2015, 11:17   #4
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Zitat von g.P. Beitrag anzeigen
das mag nun unterschiedlich bei den ländern sein, aber in bayern haben wir gerade, ich glaube 11.000, unbesetzte lehrstellen. hier sehe ich das problem weniger in der hauptschule als in dem, was von daheim mitgeliefert wird...

Was genau stört von dem daheim mitgeliefertem ?
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Alt 27.08.2015, 11:29   #5
 
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Wenn schon das Schulsystem die Spaltung vornimmt, als Hauptschüler bist du ja mehr oder weniger auf dem Abstellgleis,.

So ein Schmarrn. Wenigstens im ländlichen Raum stimmt das in der Pauschalität nicht. Da bieten nach wie vor die Handwerksberufe eine solide Alternative (und Schulnoten interessieren da niemanden). Von dem Möglichkeiten des zweiten Bildungswegs mal abgesehen. Deine Wunschvorstellung, dass gefälligst alle sich auf dem kleinsten gemeinsamen geistigen Nenner einzupendeln haben, ist jedenfalls grober Unsinn...
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Alt 27.08.2015, 11:37   #6
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So ein Schmarrn. Wenigstens im ländlichen Raum stimmt das in der Pauschalität nicht. Da bieten nach wie vor die Handwerksberufe eine solide Alternative (und Schulnoten interessieren da niemanden). Von dem Möglichkeiten des zweiten Bildungswegs mal abgesehen. Deine Wunschvorstellung, dass gefälligst alle sich auf dem kleinsten gemeinsamen geistigen Nenner einzupendeln haben, ist jedenfalls grober Unsinn...

die Grundschule sollte deutlich länger gehen, mindestens 7-8 Jahre, danach darf man gerne nach Leistungkriterien trennen
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Alt 27.08.2015, 12:07   #7
 
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Zitat von The_Great_VfB Beitrag anzeigen
die Grundschule sollte deutlich länger gehen, mindestens 7-8 Jahre, danach darf man gerne nach Leistungkriterien trennen

Ich glaube nicht, dass du damit den Leuten einen Gefallen tust. Ob die Spätzünder auch so zünden, wenn sie weiterhin im Schatten der Überflieger stehen, halte ich für fraglich. Aber das ist nur meine persönliche Einschätzung. Ich persönlich war froh, als nach 3 Jahren Grundschule es wenigstens ein bisschen schneller voranging.
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Alt 27.08.2015, 12:24   #8
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Ich glaube nicht, dass du damit den Leuten einen Gefallen tust. Ob die Spätzünder auch so zünden, wenn sie weiterhin im Schatten der Überflieger stehen, halte ich für fraglich. Aber das ist nur meine persönliche Einschätzung. Ich persönlich war froh, als nach 3 Jahren Grundschule es wenigstens ein bisschen schneller voranging.

und ich finde halt dass man Talent so vergeudet bzw. nicht erkennt.

Du hast wirklich mit 9 Jahren schon so eine Einstellung gehabt? Kann ich Dir ehrlich gesagt so nicht ohne weiteres abnehmen. Haben deine Eltern nicht daran gedacht Dich in eine andere Schule zu stecken? Also für Hochbegabte oder so was? So gesehen hat man bei Dir wahrscheinlich auch Talent vergeudet.
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Alt 27.08.2015, 12:54   #9
g.P.
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Was genau stört von dem daheim mitgeliefertem ?

das kann vieles sein. keine gesellschaftstauglichen umgangsformen, zum Beispiel. Frühe Erfahrungen, wo Leistung nicht belohnt wird. Eltern, die vom Kind ein Verhalten erwarten, dass sie selbst nicht vorleben ("SCHREI MICH NICHT AN, SCHANTALLLL!!!"). Verhaltensmuster, wo mangelnder Erfolg durch Machoverhalten kompensiert wird. Vorgelebtes Desinteresse an Weiterbildung. Demütigung durch Eltern...

im Grunde alles, was Eltern ebenso falsch machen können, oder? Und wenn das soweit geht, dass die Kinder dadurch Schwierigkeiten bekommen, im Leben erfolgreich zu sein (was immer das ist, sieht ja auch jeder anders), dann wirst du das in der Schule kaum richtig biegen können. Und genauso glaube ich, dass eine schlechte Schule auch nur sehr selten einem Menschen Chancen verbockt, der daheim ein gesundes Umfeld erlebt...
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Alt 27.08.2015, 13:01   #10
 
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das mag nun unterschiedlich bei den ländern sein, aber in bayern haben wir gerade, ich glaube 11.000, unbesetzte lehrstellen. hier sehe ich das problem weniger in der hauptschule als in dem, was von daheim mitgeliefert wird...

Nicht vollständig richtig, durch die frühe Trennung, bleiben halt nur die Deppen in der Hauptschule hängen. Dem entsprechend ist das Niveau der ganzen Klasse. Da wird keiner mitgezogen, geschweige denn, das man sich untereinander helfen kann.
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Alt 27.08.2015, 13:02   #11
 
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So ein Schmarrn. Wenigstens im ländlichen Raum stimmt das in der Pauschalität nicht. Da bieten nach wie vor die Handwerksberufe eine solide Alternative (und Schulnoten interessieren da niemanden). Von dem Möglichkeiten des zweiten Bildungswegs mal abgesehen. Deine Wunschvorstellung, dass gefälligst alle sich auf dem kleinsten gemeinsamen geistigen Nenner einzupendeln haben, ist jedenfalls grober Unsinn...

Woher hast du deine Kenntnisse?
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Alt 27.08.2015, 13:05   #12
 
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Ich glaube nicht, dass du damit den Leuten einen Gefallen tust. Ob die Spätzünder auch so zünden, wenn sie weiterhin im Schatten der Überflieger stehen, halte ich für fraglich. Aber das ist nur meine persönliche Einschätzung. Ich persönlich war froh, als nach 3 Jahren Grundschule es wenigstens ein bisschen schneller voranging.

Das es dir nur um dich geht, ist mir schon lange klar. Nur muss so eine Einstellung nicht für die Gesellschaft von Vorteil sein.
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Alt 27.08.2015, 13:06   #13
 
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die Grundschule sollte deutlich länger gehen, mindestens 7-8 Jahre, danach darf man gerne nach Leistungkriterien trennen

Genau so ist es.
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Alt 27.08.2015, 13:15   #14
g.P.
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Nicht vollständig richtig, durch die frühe Trennung, bleiben halt nur die Deppen in der Hauptschule hängen. Dem entsprechend ist das Niveau der ganzen Klasse. Da wird keiner mitgezogen, geschweige denn, das man sich untereinander helfen kann.

Naja, aber nach der Logik sind davon ja nur die hoffnungslosen Deppen betroffen....
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Alt 27.08.2015, 13:21   #15
 
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Naja, aber nach der Logik sind davon ja nur die hoffnungslosen Deppen betroffen....

Nicht verstanden. Es sind die betroffen, die im 3. und 4. Schuljahr noch nicht die gewünschten Leistungen bringen. Die werden dann alle in einem Raum gesperrt. Darunter wären bestimmt einige, die mit höherem Alter auch zu mehr fähig wären, nur wird dann eine Steigerung um so schwieriger. Meine Mutter hat lange als Lehrerin in Haupt- und Realschule gearbeitet, es ist in dem Umfeld sehr schwierig Kinder zu motivieren, auch wenn man das Potential erkennt.
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Alt 27.08.2015, 13:39   #16
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das kann vieles sein. keine gesellschaftstauglichen umgangsformen, zum Beispiel. Frühe Erfahrungen, wo Leistung nicht belohnt wird. Eltern, die vom Kind ein Verhalten erwarten, dass sie selbst nicht vorleben ("SCHREI MICH NICHT AN, SCHANTALLLL!!!"). Verhaltensmuster, wo mangelnder Erfolg durch Machoverhalten kompensiert wird. Vorgelebtes Desinteresse an Weiterbildung. Demütigung durch Eltern...

im Grunde alles, was Eltern ebenso falsch machen können, oder? Und wenn das soweit geht, dass die Kinder dadurch Schwierigkeiten bekommen, im Leben erfolgreich zu sein (was immer das ist, sieht ja auch jeder anders), dann wirst du das in der Schule kaum richtig biegen können. Und genauso glaube ich, dass eine schlechte Schule auch nur sehr selten einem Menschen Chancen verbockt, der daheim ein gesundes Umfeld erlebt...

Schön be und geschrieben , wird von mir so unterschrieben. Aber bei dem TV programm von heut kein wunder das die alle bekloppt sind...
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Alt 27.08.2015, 13:54   #17
 
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Du hast wirklich mit 9 Jahren schon so eine Einstellung gehabt? Kann ich Dir ehrlich gesagt so nicht ohne weiteres abnehmen. Haben deine Eltern nicht daran gedacht Dich in eine andere Schule zu stecken? Also für Hochbegabte oder so was? So gesehen hat man bei Dir wahrscheinlich auch Talent vergeudet.

Mich hat einfach schon immer alles mögliche interessiert, womit ich mich in meiner Freizeit beschäftigt habe. Mit wechselnden Schwerpunkten. So mit etwa 8 Jahren bin ich beispielsweise, angestachelt durch den Fußball in die Statistik eingestiegen. Habe alles gelesen, was mir dazu in die Finger fiel (und da meine Mutter im Studium Schwerpunktfach Statistik hatte war genug da). Überhaupt waren Zahlen für mich mehr wie Spielzeug.
Später wars dann mal Geschichte oder Wirtschaft oder ...
Ja, meine Eltern haben überlegt mich auf eine Hochbegabtenschule zu schicken, nur wäre die 200km von zu Hause weg gewesen. Und ich war zwar vom Kopf her um Jahre voraus, aber die restliche Persönlichkeit war dem Alter entsprechend. Und ich war mit recht banalen Dingen es Alltags eher sogar hinterher. Ich konnte mit neun zwar wunderbar Wurzelziehen, dafür war das Schnürsenkelbinden ein blanker Horror.
Letztlich finde ich es einfach nur schade, dass ich in dem blöden Kasten so viel unnütze Zeit verplempert hab. Im Grunde war das beschissen für alle. Sowohl für mich, als auch für Mitschüler und Lehrer, die das ganze dann mitausbaden durften und denen ich ziemlich oft auf den Keks gegangen bin.
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Alt 27.08.2015, 13:57   #18
 
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Woher hast du deine Kenntnisse?

Es gibt in meinem direkten Umfeld schon einige, die mit der Hauptschule einiges aus sich gemacht haben. Einer davon war mit 22 Jahren mit der Meisterschule fertig. Was das Einkommen angeht lacht der die meisten Akademiker aus, und sicherer ist sein Job auch.
Andre haben auf dem zweiten Bildungsweg noch Abitur gemacht, oder anderweitig noch mal zusätzliche Qualifikationen erworben.
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Alt 27.08.2015, 14:01   #19
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Mich hat einfach schon immer alles mögliche interessiert, womit ich mich in meiner Freizeit beschäftigt habe. Mit wechselnden Schwerpunkten. So mit etwa 8 Jahren bin ich beispielsweise, angestachelt durch den Fußball in die Statistik eingestiegen. Habe alles gelesen, was mir dazu in die Finger fiel (und da meine Mutter im Studium Schwerpunktfach Statistik hatte war genug da). Überhaupt waren Zahlen für mich mehr wie Spielzeug.
Später wars dann mal Geschichte oder Wirtschaft oder ...
Ja, meine Eltern haben überlegt mich auf eine Hochbegabtenschule zu schicken, nur wäre die 200km von zu Hause weg gewesen. Und ich war zwar vom Kopf her um Jahre voraus, aber die restliche Persönlichkeit war dem Alter entsprechend. Und ich war mit recht banalen Dingen es Alltags eher sogar hinterher. Ich konnte mit neun zwar wunderbar Wurzelziehen, dafür war das Schnürsenkelbinden ein blanker Horror.
Letztlich finde ich es einfach nur schade, dass ich in dem blöden Kasten so viel unnütze Zeit verplempert hab. Im Grunde war das beschissen für alle. Sowohl für mich, als auch für Mitschüler und Lehrer, die das ganze dann mitausbaden durften und denen ich ziemlich oft auf den Keks gegangen bin.

Interessant; wie war es dann auf dem Gymi bzw. der weiterführenden Schule? Die Story mit den Schnürsenkelbinden finde ich jetzt witzig
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Alt 27.08.2015, 14:03   #20
 
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Das es dir nur um dich geht, ist mir schon lange klar. Nur muss so eine Einstellung nicht für die Gesellschaft von Vorteil sein.

Ich habe halt persönlich unter der Situation massiv gelitten. Ohne Opt-out Möglichkeiten ist dein Schulmodell für Menschen wie mich pure Folter (und zwar durch erzwungene Langeweile). Wie wir solche Opt-outs gestalten und regulieren, darüber lasse ich gern mit mir reden. Übrigens brauchst du auch für die andre Seite des Spektrums (die Kinder mit geistiger Behinderung) gesonderten Unterricht. Sonst gehen die nämlich in der realen Welt (also außerhalb der Theorien ausm Elfenbeinturm) gnadenlos unter. Und auch an der Stelle weiß ich (durch Fälle im Bekanntenkreis) leider besser als mancher, wovon ich rede.

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