26.Spieltag: Bayer Leverkusen - 1.FCK

Wie gehts aus gegen die Pillen ?

  • In Lev ist nix zu holen

    Stimmen: 5 26,3%
  • Ein Punkt ist durchaus drin

    Stimmen: 9 47,4%
  • Auswärtssieg, da wir in den UEFA-Cup wollen

    Stimmen: 5 26,3%

  • Umfrageteilnehmer
    19

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Luxus-Probleme

Niederlagen tun immer weh, unnötige ganz besonders. Der 1. FC Kaiserslautern scheiterte gestern in der BayArena, weil er eine Vielzahl guter Angriffe, vornehmlich in Halbzeit eins, verschenkte und verschluderte. Und sich den Luxus erlaubte, bei einem Krzynowek-Freistoß einen Kopfballtreffer Callsen- Brackers quasi mit Ansage zu kassieren. So gut die weiß gewandeten „Roten Teufel" auch spielten, in dieser Szene war das Abwehrverhalten geradezu amateurhaft. Bitter, dass der Widerstandswille schon 35 Sekunden nach dem Seitenwechsel gebrochen war, als ausgerechnet Ciriaco Sforza, das Synonym des Aufschwungs, beim spielentscheidenden Voronin-Tor Pate stand. Der Gedanke an die Aufholjagd war im Keim erstickt, Schadensbegrenzung statt eines Sturmlaufs angesagt. Unterm Strich standen drei verlorene Punkte und ein vermeidbarer Rückschlag auf dem Weg Richtung UI-Cup.


Kurios, dass der 1. FC Kaiserslautern bei seinen beiden Niederlagen in der Rückrunde jeweils 45 ganz starke Minuten ablieferte. So war das bei der vermeidbaren Abfuhr beim HSV, so war das auch gestern beim 0:2 gegen Bayer Leverkusen. Den Schlüssel zum Erfolg hatte Halil Altintop in Händen, doch der angehende türkische Nationalspieler scheiterte mit Kopf und Fuß am fehlerlosen Leverkusener Torhüter Hans-Jörg Butt.


Die drei Punkte nach drei sieglosen Spielen ließen auch Klaus Augenthaler, den Trainer von Bayer 04 Leverkusen, durchatmen. Dem 47-jährigen wehte nach gerade erfolgter Vertragsverlängerung in den letzten Tagen ein rauer Wind um die Ohren. Auf der einen Seite wehklagte „Auge" ob der drei verletzten Innenverteidiger, auf der anderen Seite war es seine Personal-Entscheidung, in der Winterpause sowohl Balitsch als auch Kaluzny abzugeben. Eine Ramsch-Aktion, die ins Auge gehen könnte.

ron.de
 
Das späte Band der Sympathie wird verlängert
FUSSBALL: Stürmischer Halil Altintop ist noch kein richtiger Torjäger - FCK-Boss Jäggi sucht neue Geldquellen

LEVERKUSEN (zkk). Zufriedenheit nach Niederlagen - ein trügerisches Gefühl. An das sich Trainer und Spieler des 1. FC Kaiserslautern tunlichst nicht gewöhnen sollen und wollen. Auch nach dem bitteren, weil unglücklichen, aber selbst eingebrockten 0:2 (0:1) bei Bayer Leverkusen kann der FCK den Einzug in den UI-Cup, den Vorgarten der europäischen Spielwiesen, noch realisieren.


Vorausgesetzt, der FCK verliert nicht weiter Spiele nach guten Leistungen und verschenkt Punkte - wie in Hamburg und jetzt in Leverkusen. Vorausgesetzt, der FCK nutzt seine Chancen besser als in Hamburg und nun in Leverkusen. Vorausgesetzt, die Spieler des FCK verhalten sich bei Standards cleverer als in der AOL-Arena oder in der BayArena.


„Trotz der Niederlage haben wir noch die Chance, unser Ziel, den UI-Cup zu erreichen. Alles andere ist sowieso zu hoch gegriffen", bemerkte FCK-Trainer Kurt Jara am Samstag.


Trainer und Spieler wurden von der großen und stimmgewaltigen FCK-Fangemeinde in der BayArena nicht nur toll unterstützt, sondern auch noch nach dem 0:2 gefeiert. „Gut Ding will Weile haben. Jara ist für viele sicher nicht der Wunschtrainer, aber man anerkennt, dass er seine Sache gut macht", wertete René C. Jäggi das späte Band der Sympathie.


Der Vorstandsvorsitzende hat am Samstag mit dem Anwalt des Trainers die Konditionen im neuen Vertragswerk abgeklopft und Annäherung erzielt. „Das sollte in den nächsten zwei, drei Wochen in trockenen Tüchern sein", schätzte Jäggi gestern.


Sein Hauptaugenmerk aber liegt seit Wochen und Monaten auf der Realisierung der Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung, um „an Geld zu kommen". „Diese AG wird wegweisend für Jara und für mich. Wir wollen ja mindestens noch ein Jahr zusammenarbeiten. Das wird jetzt hammerhart, kaum jemand begreift, was das mit einem derart reduzierten Etat wirklich bedeutet: Mit 15,5 Millionen sind wir unter Freiburg. Mir ist es ein Rätsel, wie man da dauerhaft Bundesliga gewährleisten soll. Wir haben mit Spielerberatern gesprochen, die sind nach zehn Minuten aufgestanden und haben uns ausgelacht, als sie unsere Konditionen hörten", unterstrich Jäggi die Notwendigkeit, neue Finanzquellen zu erschließen. Im Wunsch- und Forderungskatalog des Trainers stehen 22 Spielernamen, darunter müssen zwölf Deutsche sein. „Aber keine Alibi-Deutschen", verdeutlicht Jäggi.


„Es muss noch einmal ein Schnitt gemacht werden. Wir wüssten, was wir tun würden, wenn wir könnten", philosophierte Jäggi mit Blick auf die anstehenden Personalentscheidungen.


„Die Niederlage war nicht zwingend notwendig. Wir waren in der ersten Halbzeit deutlich überlegen, hätten in Führung gehen müssen. Nach dem 0:2 war es vorbei, dann hat der letzte Biss gefehlt, der Wille und auch der Glaube", reklamierte der Boss.


„Das 2:0 hat uns das Genick gebrochen", konstatierte Marco Engelhardt, der in der Balleroberung wirkungsvoll arbeitete, sich um den Spielaufbau mühte, ein Riesenpensum leistete. Ihm am nächsten kam Halil Altintop, der sich immer wieder in Szene setzte, Gegenspieler Jan-Ingwer Callsen-Bracker viele ungelöste Rätsel aufgab. Doch der Schlacks traf per Kopf, als das Aufsichtspersonal Krzynoweks Freistoß bestaunte, anstatt energisch in den Luftkampf zu gehen. 41 Ballkontakte verbuchte Altintop, der 20 Zweikämpfe gewann, zehn verlor. Alle sieben Kopfballduelle sahen den jungen Türken als Sieger. Zwölf seiner Pässe kamen an, drei waren fehlgeleitet. Fünf Torschüsse gab Altintop ab.


„Nach dem 0:2 war das Spiel gelaufen, wir hatten dann auch nicht mehr die Torchancen", bedauerte Halil Altintop, der seine Klasse am Ball demonstrierte, Zug zum Tor bewies, gut kombinierte, fast immer anspielbar war und mit der Kugel viel anzustellen wusste. Nur das Runde brachte er diesmal nicht ins Eckige. „Die anderen sind cleverer, die haben mehr Ruhe am Ball", zog Halil Altintop Vergleiche zwischen dem FCK 2005 und den wirklichen Spitzenmannschaften.

ron.de
 
ich habe Videos, aber unser Webmaster kriegst sie irgendwie nicht online. Wenn du 20-MB-E-Mails empfangen kannst, könnte ich dir mal eins schicken!
 
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