Alles verloren!!

@ norben

wunderbar... ;)
also ich hab fast das gefühl, dass du eben nicht wie ich von minderheiten ausgehst, sondern evtl sogar von mehrheiten, die ein solch assoziales verhalten aufweisen...
darüber lässt sich doch wunderbar weiter streiten ;) ...
ich glaub nämlich es handelt sich um ne sehr kleine minderheit...
 

Norben

Weltenbummler
Emma , ich hab leider jeden Tag mit irgendwelchen Meckerfritzen zu tun.
Die sind sogar am meckern wenn alles passt.
Mag aber wohl daran liegen das der Sex in der Nacht zuvor nicht so prickelnd war :zwinker3:
 

Jan

Nur der SFS!
In meiner persönlichen: "Zitat der Woche-Liste", die im Jahre 2005 ins Leben gerufen wurde. :spitze:
 

Norben

Weltenbummler
Das würde ich in die Sig mit einbauen Emma.
Aber jetzt wird mir klar warum es mit unserer Jugend stetig Bergab geht.
Wer sich nur auf TV und Internet verläßt, wird nie richtigen SEx haben :lachtot:
 

Stan-Kowa

Leide an Islamintoleranz
Man kann nicht abstreiten das Jammern (allerdings auf hohem Niveau!! :floet: ) und Meckern den Deutschen gegeben ist.Auch eine gewisse Überhenlichkeit ist unter Deutschen nicht selten anzutreffen.

Aber alles in allem kann man außerordentlich froh über einen deutschen Pass sein.
 

FCK-Fan-Simone

Lehrerin und Mutter
Teammitglied
Lustig was aus diesem Thread geworden ist. Ursprünglich gings nur um die Mitleidstour der Deutschen (oder einiger Deutschen, ob Mehr- oder Minderheit können Emma u. Norben entscheiden :floet:)
Ich glaube auch dass einige deutsche Urlauber überheblich sind, dass manche Deutsche nicht stolz darauf sind deutsch zu sein (auch wenn das wohl abnimmt je länger die Nazi-Zeit her ist) und dass viele unverschämte Ansprüche stellen. Aber ich glaube nicht, dass das typisch deutsch ist. Touristen halten sich doch allgemein oft für was Besseres als die Einheimischen die vielleicht nicht so viel Geld haben und sich selbst solchen Urlaub nicht leisten können.
Aber ob das jetzt die Ausnahme ist oder die Regel, keine Ahnung :zwinker3:
 

arter

Finisher
Also zurück zum Thema

Zum X-ten male höre ich bei einem Bericht um heimkehrend Thailand-Touristen "Sie haben alles verloren!"

Ein Schlag ins Gesicht der Millionen Einheimischen die wirklich alles verloren haben außer ihr nacktes Dasein.
 
Norben schrieb:
Mich kotzt bei der ganzen Geschichte eigentlich viel mehr an das es doch tatsächlich noch Touris gibt , die ihren Urlaub fortsetzen als wäre nix geschehen.
Sich zu allem Überfluß in den noch intakten Hotels von Mitarbeitern von vorne bis hinten bedienen lassen die u.U. gerade ihre Angehörigen verloren haben.

Wie pervers kann der Mensch eigentlich sein?
Aber das ist wieder typisch deutsch , " ich habe schließlich dafür bezahlt , also wischt mir gefälligst auch den Ar... ab, was interessiert mich euer persönliches Leid"

Einerseits okay, stimmt natürlich und ist nicht nachvollziehbar.

Andererseits fahren die Wohlstandstouristen aus den Wohlstandsnationen allenthalben in Entwicklungsländern mit bitterer Armut, hoher Kindersterblichkeit, Mords :suspekt: -Aidsraten usw.

Dort wird man i.d.R. auch von armen Schweinen bedient.

In der aktuellen Tsunami-Region springt's einem nun aber mal so richtig plakativ in die Fresse. Verstehe auch nicht, wie man da weiter urlauben kann, aber so sind die Menschen. Und ich wage mal die kühne Behauptung, dass die Mehrheit der überlebenden Urlauber entweder ihren Urlaub damit verbringen, als freiwillige Helfer tätig zu sein, so lange sie noch gebucht haben oder aber abgereist sind.
 

gary

Bekanntes Mitglied
In der Zeitung habe ich auch gerade eine Headline „wir haben alles verloren“ gesehen.
Es geht dabei nicht um Einheimische sondern um deutsche Touris, die tränenreich berichten, wie sie doch entsetzlicherweise ohne ihr Urlaubsgepäck abreisen und dann skandalöserweise auch noch am Flughafen warten mussten. :eek:
Der Gipfel des Grauens für sie war dann, das sich noch nicht einmal ein Botschaftsangehöriger persönlich bei Ihnen erkundigt hat. :suspekt:

Natürlich sind das für die Betroffenen keine schönen Erlebnisse, angesichts des Ausmaßes der Katastrophe wirken so Berichte aber fast wie eine Verhöhnung der tatsächlichen Opfer.
 

arter

Finisher
Mich kotzt bei der ganzen Geschichte eigentlich viel mehr an das es doch tatsächlich noch Touris gibt , die ihren Urlaub fortsetzen als wäre nix geschehen.
Sich zu allem Überfluß in den noch intakten Hotels von Mitarbeitern von vorne bis hinten bedienen lassen die u.U. gerade ihre Angehörigen verloren haben.

Ich habe auch einen Bericht gesehen über Touristen, die von ihren Gastgebern quasi genötigt worden sind noch da zu bleiben. Die Einnahmen aus dem Tourismus stellen für viele die einzige Lebensgrundlage dar. Das sollte man dabei auch bedenken.
 

jokie

Bekanntes Mitglied
arter schrieb:
Ich habe auch einen Bericht gesehen über Touristen, die von ihren Gastgebern quasi genötigt worden sind noch da zu bleiben. Die Einnahmen aus dem Tourismus stellen für viele die einzige Lebensgrundlage dar. Das sollte man dabei auch bedenken.

Richtig! Schon heute rechnet Thailand mit bis zu 200.000 Arbeitslosen aufgrund der ausbleibenden Touristen! Und das sind zum Grossteil gerade die Menschen, die am noetigsten auf Einnahmen angewiesen sind.
 
S

s04rheinland

Guest
...nur mal als Denkanstoss...

von http://www.boingboing.net/, ins Deutsche übersetzt von der FAZ:


Thailand, 30. Dezember. Unser Haus lag 50 Meter von dem Strand entfernt, der in Thailand am schlimmsten betroffen ist. Als Wasser in unser Haus strömte und die Wand im zweiten Stock aufriß, sprang ich vom Dach und schwamm und schwamm und schwamm, ritt auf der Welle tief in den Dschungel, während sie Gebäude für Gebäude zerstörte, Bäume herausriß und Diesel-Laster in die Luft wirbelte. Die Welle warf mich, ein kleines schwedisches Mädchen und ein 20-Meter-Polizeischiff einen Kilometer vom Strand entfernt im Dschungel ab.

In den nächsten fünf Stunden kümmerte ich mich um tote und sterbende Ausländer. Schließlich kamen Hubschrauber, und ich konnte zurück ins Stadtzentrum. Ich fand Karin (meine Freundin) und brach zusammen. An diesem Tag sah ich rund 100 Leichen. Am nächsten noch einmal 200. Und an dem Tag, als wir wegfuhren, waren da ganze Viehtransporter voller verwesender Körper, die nach Phuket gebracht wurden.

Alle paar Stunden setzte jemand ein Gerücht in die Welt, daß eine weitere Welle komme oder es eine Gasexplosion gebe oder daß die moslemischen Rebellen angreifen. Keines davon war wahr, aber sie lösten heftige Panik aus und brachten noch viele weitere Leute um.

Meine Stadt ist verschwunden. Wahrscheinlich rund zwei Prozent der ursprünglichen Gebäude sind noch als solche erkennbar. Ich habe sehr viel Glück, daß ich überhaupt nach Hause kann. Die amerikanische Regierung hat mir einen Telefonanruf angeboten, eine Zahnbürste, ein Taschenbuch und einen vorläufigen Paß. Kein Hotel, kein Essen, kein Rückflug. Mir wurde gesagt, daß ich einen Kredit bekommen könnte, wenn ich drei Leute benennen könne, die für mich bürgen. Die Prozedur würde nur ein paar Tage dauern. Ich war allein, verletzt (oberflächlich - aber ich sah schlimm aus), besaß nichts, hatte kein Geld, und meine Regierung bot mir ein Buch.

Ich bin sicher einer der Menschen in Thailand, die am meisten Glück hatten. Laut Lokalnachrichten sieht es aus, als ob es in meiner Stadt eine Überlebensrate von 60 Prozent gab.


Im Original geht es übrigens weiter mit:

Please think of what you value. Look around, have you given a hug to someone recently? Anyone? If everything you had were taken away, who would you turn too? In the end it is each other, not the things, that make the world spin. I won't ever forget that.
 
Zuletzt bearbeitet:

gary

Bekanntes Mitglied
jokie schrieb:
Richtig! Schon heute rechnet Thailand mit bis zu 200.000 Arbeitslosen aufgrund der ausbleibenden Touristen! Und das sind zum Grossteil gerade die Menschen, die am noetigsten auf Einnahmen angewiesen sind.


Leider wahr.
Ist schon ziemlich paradox, das die Leute, die trotzdem noch ihren Urlaub dort durchziehen wollen, den Einheimischen helfen.

Ein Hotelangestellter muß im Schnitt angeblich 10 Leute ernähren, da kann man sich leicht ausrechnen, das Touristen dort auch jetzt ähnlich wichtig sind wie Spenden.

Das Leben muß nun mal immer weitergehen und eine gewisse Art von Normalität tut vielleicht auch den Einheimischen gut.
 
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