Dank mannschaftlicher Geschlossenheit im zweiten Saisonspiel der zweite Sieg
Die Franken Timberwolves schlagen die Aschaffenburg Stallions mit 28:18
Ralphael Jefferson verletzt
Am 30.04.05 trafen die Franken Timberwolves auf dem Lohnertsportplatz in Fürth auf den ehemaligen Erstligisten Aschaffenburg Stallions. In einem hart umkämpften und bis zuletzt spannenden Spiel behielten die Wölfe vor ca. 150 Zuschauern nicht zuletzt auf Grund der mannschaftlichen Geschlossenheit am Ende mit 28:12 Punkten die Oberhand.
Bereits das Videostudium unter der Woche ließ erwarten, dass mit den Stallions ein anderer Gegner auf dem Feld stehen würde als noch die Woche zuvor in Fürstenfeld. Trotz der vom Ergebnis her klaren Niederlage (3:24) gegen die ebenfalls sehr stark einzuschätzenden Rosenheim Rebels, wurde offensichtlich, dass die körperlich starken Stallions nicht zu unterschätzen waren.
Diese Einschätzung bestätigte sich gleich zu Beginn des Spiels. Die Aschaffenburger Defense hielt, und die Offense der Hengste kam gleich im ersten Angriffsdurchgang mittels eines Optionlaufs über ihre rechte Außenseite durch ihren Quarterback zum 6:0-Erfolg.
In der weiteren Frühphase des Spiels zeigte sich die Offense der Timberwolves als gut eingespielte Einheit, die den Ball mit abwechslungsreichem Spiel immer wieder vorwärts bewegte. Jedoch machte sich die Angriffsmannschaft des Wolfpacks zu diesem Zeitpunkt durch Strafen immer wieder selbst das Leben schwer, so dass der Ball wiederholt an den Gegner abgegeben werden musste, ohne dass Punkte erzielt werden konnten.
Die Stallions ihrerseits wussten die Gelegenheit zu nutzen und erhöhten ihre Führung im weiteren Verlauf trotz guter Abwehrarbeit auf Seiten der Timberwolves auf 12:0.
Die Timberwolves jedoch zeigten sich von dem Rückstand unbeeindruckt und spielten weiterhin ihr Spiel, setzten abwechselnd auf Pass- und Laufspiel und bewegten den Ball weite Strecken über das Feld, nachdem der starke Aschaffenburger Kicker mit weiten Punts und Kickoffs seiner Defense immer viel Raum zur Verteidigung verschaffte.
Mitte der ersten Halbzeit dann der Schock für die Franken Timberwolves: Ralphael Jefferson hatte gerade mit einem seiner kraftvollen Läufen 20 Yards gutgemacht und damit die Mittellinie erreicht, als er nach dem Tackle verletzt auf dem Platz liegen blieb. Der Running Back und Leistungsträger aus New York, der im letzten Spiel noch drei Touchdowns für das Wolfpack erzielt hatte, war schon leicht angeschlagen ins Spiel gegangen und musste nun mit einer Knieverletzung ins Krankenhaus gebracht werden.
Die Wölfe ließen sich aber auch von diesem Rückschlag nicht aus dem Konzept bringen. Eddie Braun und Stefan Zachert trugen den Ball durch die Lücken, die die starke Offenseline ihnen öffnete. Luke Bruns brachte seine Pässe – gut abgeschirmt von eben dieser starken Line – immer wieder an seine verschiedenen Receiver, und diese konnten mit sicheren Fängen immer wieder großen Raumgewinn verbuchen.
Schließlich wurden die Bemühungen der Wölfe kurz vor der Pause belohnt. Gleich zweimal konnte Darius Prudlo einen Pass in der Endzone unter Kontrolle bringen, und mit den beiden von Achim Fräger sicher verwandelten Extrapunktversuchen konnten sich die Franken mit einer 14:12-Führung in die Pause verabschieden, da die Defense unter dem umsichtigen Teamcaptain Dan Frazier zu diesem Zeitpunkt jegliche Aschaffenburger Angriffsbemühungen im Keim erstickte.
Nach der Pause konnte dann Aschaffenburg allerdings noch einmal die eingangs beschriebene Stärke unter Beweis stellen. Nach einem äußerst riskanten Puntreturn und trotz anschließender erbitterter Gegenwehr der Verteidigung der Wölfe gingen die Stallions mit einem Touchdown im dritten Versuch von der 3-Yardlinie mit 18:14 erneut schnell in Führung.
Doch wieder spielten die Timberwolves mit stoischer Ruhe weiter ihr Spiel. Die Verteidigung hielt von nun an ein ums andere Mal und forcierte angetrieben von einer druckvoll agierenden Defenseline um den starken Taylor Donohoe gegen die nun langsam müde werdenden Aschaffenburger wiederholt Raumverluste für Aschaffenburg und damit Befreiungskicks.
Und eben jener Taylor Donohoe sollte es sein, der dann wohl angespornt von seiner guten bisherigen Leistung auch noch in der Offense aushalf und mit einem kurzen Lauf im dritten Quarter schließlich die erneute Führung für die Timberwolves erzielte (21:18 nach Kick von Achim Fräger). Kurz vor Ende des Spiels konnte dann schließlich Florian Rabe nach einem weiten Pass von Luke Burns mit einem spektakulären Fang in der Endzone den Sieg der Wölfe endgültig sicherstellen (28:18, Kick erneut von Fräger).
Ein Sieg der letzten Endes trotz der starken Aschaffenburger Gegenwehr wohl vor Allem auf Grund der geschlossenen Mannschaftsleistung der Franken Timberwolves verdient war.
Während die erste Mannschaft der Timberwolves nach diesem erfolgreichen Saisonauftakt mit zwei Siegen in Folge nun erst einmal zwei Wochen Spielpause hat, bevor sie am 22.05.05 im nahen Bayreuth um 15:00 Uhr auf dem Sportplatz des Post SV auf die Dragons trifft, hat die zweite Mannschaft, die Franken Timberwolves Prospects am kommenden Wochenende am 08.05.04 um 14:00 Uhr ihre erste Bewährungsprobe in Schweinfurt bei den Ball Bearings.
<Harry>