Bald muslimischer Feiertag in Deutschland?

muffy1971

RodalBär
s04rheinland schrieb:
Als Staat formuliert die Bundesrepublik Deutschland:

"Der Staat schützt die Freiheit jedes Einzelnen, seinen Glauben zu leben, solange er nicht gegen das Grundgesetz verstößt. Der Staat hat aber nicht die Aufgabe festzustellen, welche Religion die bessere ist oder gar eine Religion zu bevorzugen."

Feiertage sind entweder politisch oder religiös "motiviert" - wenn der Staat tatsächlich seiner eigenen Maxime folgt, wieso sollten dann religiös motivierte Feiertage ausschliesslich aus einer Religion entstammen ?

selbst unser grundgesetz stützt sich auf das christentum, unserer minister schwören auf gott (falls sie überhaupt noch die religiöse formel wählen)

was passiert als nächstes? ein muslime würde bundeskanzler?
 

Schabbab

in Therapie
Reddinga schrieb:
Wie wäre es, wenn Betriebe sagen könnten: "O.k. ein Islamischer Feiertag ist für die islamischen Mitarbeiter frei. Dafür müssen Sie aber an einem christl. Feiertag (z. B. Pfingstmontag) arbeiten, wenn alle anderen Mitarbeiter frei haben."

Das wäre eine Möglichkeit.
Sorry, aber das ist nunmal keine Möglichkeit sondern Unsinn! Wie soll das funktionieren?? Ich lass mir das ja noch bei Betrieben wie VW, Krupp oder anderen Großbetrieben einreden, in denen ein grosser Prozentsatz ausländischer Arbeitet angestellt ist. Aber wie sieht es in Betrieben aus, in denen der Prozentsatz geringer ist? Banken, Einzelhandel, Dienstleistung, Behörden...dürfen da alle Christen daheim bleiben und die paar Moslems müssen arbeiten?? Ich denke Du siehst die Unmöglichkeit eines solchen Unterfangens selbst :zwinker3:
 

muffy1971

RodalBär
ihr wollt integration? habt ihr euch mal überlegt wie sehr ein muslimischer feiertag integriert?
die leute sind sauer weil ein feiertag abgeschafft werden soll, und für muslime soll einer eingeführt werden? das kann nicht gut gehen denkt mal darüber nach
 

borible

Bekanntes Mitglied
@ muffy: wieso sollte ein muslime nicht bundeskanzler werden? was hat der glaube mit dem staat zu tun? ein deutscher ist ein deutscher der in diesem land gleiche rechte hat! was hat da bitte der glauben mit zu tun? wieviel millionen deutsche muslimischen glaubens gibt es mittlerweile? wieso sollten die nicht bundeskanzler werden? sagst du dann auch, dass kein jude bundeskanzler werden dürfe? oder wie?

und zu feiertag abschaffen und frei haben: genau wie alle moslems an christlichen feiertagen frei haben, hättest auch du an einem muslimisch-orientierten feiertag frei!
 

whiteman

Becksteins erste Ehefrau
muffy1971 schrieb:
ihr wollt integration? habt ihr euch mal überlegt wie sehr ein muslimischer feiertag integriert?
die leute sind sauer weil ein feiertag abgeschafft werden soll, und für muslime soll einer eingeführt werden? das kann nicht gut gehen denkt mal darüber nach

Ein solche Diskussion lenkt auch hervorragend von den eigentlichen Themen ab...

Denk darüber mal nach.

Gruss
 

muffy1971

RodalBär
hier was wagner dazu schreibt:


Liebe Herren Trittin und Ströbele,


Kamel ist in unserer Kultur ein beliebtes Schimpfwort für einen Trottel – wahrscheinlich werden Sie es demnächst abschaffen, weil „du Kamel“ und auch „du Riesenkamel“ die Integration vergiften könnten. Das Kamel ist das Wüstenschiff, das Haustier der Muslime.
Bleiben wir bei den Kamelen. Ihr Vorschlag, einen muslimischen Feiertag in Deutschland einzuführen, erinnert mich an Arthur Schopenhauers Zoologie. „Es gibt Kamele mit einem Höcker und welche mit zweien. Aber die größten haben gar keinen.“


Trittin und Ströbele, Sie sind für mich die größten Kamele zur Zeit. Wer soll denn integriert werden? Wir 80 Millionen Deutsche in den Islam oder die rund 3,5 Millionen Muslime in Deutschland?


Das größte und schönste Fest der Muslime ist das Opferfest. Jeder Muslim darf an diesem Tag ein Schaf schlachten, sieben Muslime sogar ein Rind. Ein Drittel des Fleisches verzehrt man selbst. Das zweite Drittel bekommen Freunde, das letzte Drittel die Armen.


Dieses Opferfest ist ein schönes Fest. Aber es ist nicht unser Fest. Wir sind Tannenbaumaufsteller und Ostereiersucher. Leider haben wir Kamele in der Regierung.


Herzlichst
 
S

s04rheinland

Guest
sehr schön. Nicht wahr, es ist doch viel besser, "neuartige" Ideen durchzudenken, statt sie entsetzt abzulehnen, ohne eigentlich zu wissen, weshalb man das tut.

Zu den Anmerkungen:

Es leben genug Leute in Deutschland, die nicht Christ oder Islamist sind, die brauchen doch auch einen Feiertag, oder??? So, und nun stell Dir mal das Chaos vor, wenn jede "Randgruppe" ihren eigenen Feiertag fordert...

Nun, erstens: das wäre kein Chaos, sondern das reine Wesen der Demokratie. Vorschläge und Ansinnen verschiedenster Gruppen auf sinnhaftigkeit, implementierbarkeit und gesetzes/ethik-konformität hin zu untersuchen ist das A und O des Ganzen. Und zweitens: Es gibt heute schon religiös motivierte Feiertage verschiedener Randgruppen. Denn "Christentum" ist nicht gleich "Christentum", nicht wahr?

Integration ja, aber nicht um diesen Preis! Gleichberechtigung ja, aber das hat nichts mit Gleichberechtigung zu tun.

"nicht um diesen Preis" ? Welchen Preis? Ich verweise nochmal auf die ausdrückliche Religionsfreiheit und die Religionsneutralität unseres Staatsgebildes. Und zum Thema Integration hier ein Ausschnitt einer Rede des Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland (2004), zum Verhältnis "Religion und Staat": "Integration bedeutet gerade nicht kulturelle Entwurzelung oder gesichtslose Assimilation. Integration bedeutet die immer wieder zu erneuernde Bindung aller an die gemeinsamen Werte unserer Verfassung."

Wie soll das auch funktionieren? Angenommen Deutschland führe einen muslimischen Feiertag ein. Bekämen dann nur die Muslime frei? Müssen diese dann im Gegenzug an allen christlichen Feiertagen arbeiten??

Na, da gibt's sicher viele denkbare Modelle. Bisher wird das in Deutschland ja einheitlich praktiziert, soviel ich weiss. Bei einem staatlichen Feiertag (egal ob politisch oder religiös motiviert) haben alle frei (ausser natürlich die 20%, die auch an Feiertagen arbeiten..). Das gilt genauso für Länder- oder Regional-Feiertage. Und sogar bei solchen, die Heidnisch motiviert sind (Karneval ?)


P.S. es ist übrigens typisch und weitverbreitet, dem "Infrage-steller" eine bestimmte Meinung zu unterstellen. Ich habe im vorliegenden Fall meine eigene zu diesem Thema bisher weder geäussert noch gebildet. Bisher bin ich im Modus "Devils Advocat", damit der Übergang von "Angst" zu "Verstand" überhaupt stattfindet.
 
Zuletzt bearbeitet:

RomanAbramovich

pontificis wurstici
Sorry, es geht nicht um den Vorschlag per se und welcher gerade angesagte Voodoo-Kult gerade Feiertag macht... sondern um die Intention von Wirrkopf Ströbele. Wenn er glaubt damit wirklich einen Beitrag zur Integration der real existierenden Parallelgesellschaften zu leisten, dann gehört er sofort zu SlimBasti ins MPIP eingeliefert. Das ist ist Appeasementpolitik und Konfliktverweigerung... irgendwelche absurden Vorschläge ans Tageslicht zerren, die nicht mal im entferntesten die Problematik tangieren und dann die Phantomdiskussion führen... hey, man hat sich dann immerhin mit der Sache beschäftigt (auf welcher Ebene auch immer).
Bauernfängerei gibts auch bei den Grünen, sappradi.

Zitat von muffy1971
Deutschland ist ein Land mit christlich-abendländischen Wurzeln. Feiertage müssen genau diese Identität widerspiegeln.

Deutschland" ist ein Staatsgebilde, das sich unter allen Demokratien der abendländischen Welt praktisch als letzte, und das nicht einmal ohne fremde Hilfe gebildet hat. Bis dahin war "Deutschland" eine vergleichsweise hinterwäldlerische Ansammlung von kleinstaatlichem Egoismus, der mit Demokratie nichts zu tun hatte. Wenn also hier von "Wurzeln" und Identität gesprochen wird, müsste dann nicht Meister Bonifatius nochmal beginnen, zu missionieren ?

Äh... und diese hinterwälderlischen Ansammlung von Kleinstaaten hatte nicht im Einzelfall jahrhundertelang dem abenländischen-christl. Leitmotiv gefröhnt ? Ist das nicht gerade ein wesentliches Merkmal, welches den späteren Zusammenschloß prägte und die tw. Homogenisierung erleichterte ?
Nur weil diese Kleinstaaten vorher nicht unter einem gemeinsamen Wapperl aufliefen, haben diese keine gemeinsamen Wurzeln (den Begriff kann man ja entsprechend weit fassen) oder Identität ? Don't think so.
 

muffy1971

RodalBär
whiteman schrieb:
Ein solche Diskussion lenkt auch hervorragend von den eigentlichen Themen ab...

Denk darüber mal nach.

Gruss
was lenkt da vom thema ab? wir diskutieren um die einführung eines muslimischen feiertag und ich hab erklärt warum er die integration nicht fördert sondern eher das gegenteil :nachdenk:
 

muffy1971

RodalBär
borible schrieb:
@ muffy: wieso sollte ein muslime nicht bundeskanzler werden? was hat der glaube mit dem staat zu tun? ein deutscher ist ein deutscher der in diesem land gleiche rechte hat! was hat da bitte der glauben mit zu tun? wieviel millionen deutsche muslimischen glaubens gibt es mittlerweile? wieso sollten die nicht bundeskanzler werden? sagst du dann auch, dass kein jude bundeskanzler werden dürfe? oder wie?

und zu feiertag abschaffen und frei haben: genau wie alle moslems an christlichen feiertagen frei haben, hättest auch du an einem muslimisch-orientierten feiertag frei!

mit muslime mein ich nicht die die in deutschland integrierten muslime, da hätt ich kein problem damit wenn da einer ein bundeskanzler wird, sondern ein radikaler muslime, stell dir mal vor wie es dann weiter geht?
 

Bremoli

Mitglied
muffy1971 schrieb:
was passiert als nächstes? ein muslime würde bundeskanzler?
also damit hätte ich nun wirklich erstmal kein problem, solange er auch kompetent genug ist und sich der deutschen verfassung anpasst. es wäre doch erstmal gar nichts anderes als wenn ein christ Kanzler ist...
dagegen bin ich stikt gegen einen Muslimischen-Feiertag.
Ich versteh gar nicht warum? Integration? 1. wären dann eher viele christen sauer weil einer ihrere feiertage abgeschafft werden soll und dann ein muslimischer kommt, und 2. bedeutet Integration nicht das sich beide dem jeweiligen anderem anpassen, sondern das von der Gesselchaft auch die "anderen" akzeptiert und tolleriert werden, und die "anderen" die kultur der Stammgesellschaft akzeptieren und anerkennen und versuchen dessen grenzen zu akzeptieren und darin zu leben...
 
S

s04rheinland

Guest
whiteman schrieb:
Wer ist das?

Gruss

Franz Josef Wagner. Früher BILD-Zeitung Chefredakteur (in den Zeiten als Wallraff dort "aktiv" war), nebenbei Schriftsteller (gute Thriller/Krimis, zB: "Im September, wenn ich noch lebe", oder "Das Ding"), seit ein paar Jahren offenbar Kolumnist bei der BILD-Zeitung.

Kann (wie gesehen) schön formulieren. Leider dienen die Meisten seiner Formulierungen eher der Volksverdummung, denn wenn man beim Lesen kräftig nickt und dauernd sagen kann "jawoll!", dann gibt man die 20pfennig (oder was das heute kostet) für das Blatt gerne aus.
 

muffy1971

RodalBär
Bremoli schrieb:
also damit hätte ich nun wirklich erstmal kein problem, solange er auch kompetent genug ist und sich der deutschen verfassung anpasst. es wäre doch erstmal gar nichts anderes als wenn ein christ Kanzler ist...
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ja ok ich hab mich falsch ausgedrückt wie gesagt
 
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