đŸŽ” Band-Duell 22 ⚔ : Led Zeppelin vs. Black Sabbath!

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    31

NewRomancer

Gutmensch
Robert Plant und vor allem John Bonham sind schon ziemlich gut.
Stairway to heaven ist natĂŒrlich fĂŒr die Ewigkeit.
 

Kymbrium

Grand Prix Hitchcock
Teammitglied
Okay, dann mal etwas bekanntes und auch unbekanntes zu Led Zeppelin. :zwinker3:

Led Zeppelin 1968 gegrĂŒndet, gehört sie mit 300 Millionen verkauften Alben zu den erfolgreichsten Bands ĂŒberhaupt. Der Tod des Schlagzeugers John Bonham im September 1980 markierte das Ende der Band, die mit SĂ€nger Robert Plant, Gitarrist Jimmy Page und Bassist John Paul Jones durchgehend in gleicher Besetzung aktiv war. Musikalisch gehörte Led Zeppelin zu den Pionieren des Hard Rock, Blues Rock, Progressive Rock sowie des aufkeimenden Heavy Metal, verarbeitete aber auch EinflĂŒsse der Folkmusik.
Die AnfĂ€nge sind auf die britische Band The Yardbirds (deutsch: Die KnastbrĂŒder) zurĂŒckzufĂŒhren. ( Eric Clapton, Jeff Beck und Jimmy Page waren zu Beginn ihrer Karriere nacheinander Mitglieder der Yardbirds. ) Jimmy Page spielte dort von 1966 an erst E-Bass, dann E-Gitarre. Nachdem Jeff Beck und spĂ€ter auch Keith Relf und Jim McCarty die Gruppe verlassen hatten, bauten Page und der verbliebene Bassist Chris Dreja eine neue Band auf.

UrsprĂŒnglich plante Page, Procol Harums Schlagzeuger B.J. Wilson und Terry Reid zu verpflichten, jedoch erteilten ihm beide eine Absage. Letzterer empfahl Robert Plant, der zuvor SĂ€nger der Band Hobbstweedle gewesen war. Dieser schlug John Bonham als Schlagzeuger vor, der bereits mit ihm in der Band of Joy gespielt hatte. Als dann auch Dreja die Band verließ, verpflichtete man John Paul Jones.[2]

The Yardbirds - Heart Full Of Soul



Somit war die neue Besetzung komplett. Obwohl Page das einzige ehemalige Yardbirds-Mitglied war, trat die Band im September 1968 zunĂ€chst noch unter dem Namen The New Yardbirds auf, da noch bestehende Yardbirds-VertrĂ€ge erfĂŒllt werden mussten,[3] und Ă€nderte erst spĂ€ter nach einer Minitournee in Skandinavien den Namen.

Großer Einfluss auf die Namensgebung wird Keith Moon, dem Schlagzeuger von The Who, zugesprochen. Dieser soll 1966 bei den Aufnahmen
zur Jeff-Beck-B-Seite Beck’s Bolero (bei der Page und John Paul Jones mitwirkten) gesagt haben, eine Band um Page wĂŒrde „abstĂŒrzen wie ein bleiernes Luftschiff“ („The band will go over like a lead zeppelin“). Diese Bezeichnung sei im Oktober 1968 schließlich von der Band ĂŒbernommen worden

Etwa zur gleichen Zeit schloss die Band einen Vertrag mit Atlantic Records ab und nahm in nur 30 Stunden im Studio ihr DebĂŒtalbum Led Zeppelin auf, welches am 12. Januar 1969 veröffentlicht wurde. Bereits auf dem DebĂŒtalbum wurden verschiedene musikalische Genres vereint:
So sind EinflĂŒsse aus dem Blues deutlich hörbar, wĂ€hrend Good Times Bad Times und Communication Breakdown einen deutlich hĂ€rteren Sound aufweisen.
Bei den StĂŒcken Black Mountain Side und Babe I’m Gonna Leave You sind hingegen Elemente des Folk unverkennbar. Die Kritiken waren zunĂ€chst gemischt, erst im RĂŒckblick erhielt das Album von der Musikpresse ĂŒberwiegend positive Bewertungen.
Heute wird es als „Wendepunkt in der Entwicklung des Hard Rock und Heavy Metal“ bezeichnet. Das Album konnte sich auf Platz sechs der britischen Charts platzieren und leitete den Beginn der Karriere von Led Zeppelin ein. Die Aufnahmekosten betrugen nur 1.800 Pfund, das Album spielte jedoch etwa 3,5 Millionen Pfund ein.

Das zweite Album, schlicht Led Zeppelin II benannt, folgte dem gleichen Stil wie das DebĂŒt. Es beinhaltet unter anderem Heartbreaker und Whole Lotta Love, die von einprĂ€gsamen Gitarrenriffs gekennzeichnet sind.

Die StĂŒcke fĂŒr das dritte Album Led Zeppelin III schrieben Page und Plant im Bron-Yr-Aur, einem abgelegenen Landhaus ohne Stromversorgung in Wales. Daraus resultierte ein eher akustischer Sound, der stark durch keltische Musik und Folkmusik beeinflusst war und eine neue Seite von Jimmy Pages musikalischer Vielseitigkeit enthĂŒllte, wie beispielsweise in Gallows Pole und Tangerine zu hören ist. EröffnungsstĂŒck ist der legendĂ€re Immigrant Song, zu dem Robert Plant auf der Island-Tour im Sommer 1970 inspiriert wurde. Nach dem Aufenthaltsort wurden auch die Lieder Bron-Yr-Aur (spĂ€ter auf Physical Graffiti erschienen) und Bron-Yr-Aur Stomp (auf dem Albumcover fĂ€lschlicherweise Bron-Y-Aur Stomp betitelt) benannt. Das Album schließt mit Hats Off to (Roy) Harper, einer Hommage an den britischen Singer-Songwriter Roy Harper.

Nach erfolgreichen Tourneen durch Nordamerika und Japan im Sommer 1971 erschien im November das nur mit vier kryptischen Symbolen betitelte vierte Album der Band.
Bekannt wurde dieser TontrÀger unter den Bezeichnungen Led Zeppelin IV oder Four Symbols.
Mit dem EröffnungsstĂŒck Black Dog schuf die Band einen Hardrocksong, der sowohl Plants Gesang als auch die musikalischen FĂ€higkeiten von Gitarrist Page und Drummer Bonham hervorhebt. Rock And Roll zeugt von den stilistischen UrsprĂŒngen des Hard Rock im Rock ’n’ Roll der 1950er und 1960er-Jahre. Entgegen der verbreiteten Angabe, der drum-groove eingangs basiere auf dem Titel Good Golly Miss Molly ist es Little Richards Keep-A-Knockin’, welches als Vorlage diente.
Das ParadestĂŒck der Platte ist die Rockballade Stairway to Heaven, die wohl das bekannteste Lied der Band ist. Bekannte StĂŒcke sind der Folkrocksong Going To California und die Ballade The Battle of Evermore, die ein Gesangsduett von Robert Plant und Sandy Denny (Fairport Convention) beinhaltet. Die Platte wurde ĂŒberwiegend im Headley Grange, einem abgelegenen Landhaus in Hampshire aufgenommen.
Das Album erhielt nicht nur positive Kritiken, sondern verkaufte sich auch Ă€ußerst gut. Alleine in den USA wurden bis heute 23 Millionen Exemplare verkauft. Damit zĂ€hlt es dort zu den vier am hĂ€ufigsten verkauften Alben.

Nach einer Europatour im MĂ€rz 1973 folgten mit Houses of the Holy das fĂŒnfte Album und eine erfolgreiche US-Tournee. Bei den drei letzten Konzerten der Tour im New Yorker Madison Square Garden entstand ein Großteil der Film- und Tonaufnahmen fĂŒr den 1976 erschienenen Konzertfilm The Song Remains the Same und den gleichnamigen Soundtrack. Die Arbeit an dem Konzertfilm wurde im Herbst fortgesetzt.

1974 grĂŒndete Led Zeppelin das eigene, aber Atlantic Records untergeordnete Label Swan Song Records. Außer der Band unterschrieben auch unter anderem Bad Company, The Pretty Things und Maggie Bell bei dem Label. FĂŒr die Gestaltung des Logos wurde das Bild Evening, Fall of Day (1869) von William Rimmer verwendet, das Apollo darstellt. Dieses Logo wurde auf vielen Fanartikeln abgedruckt.

Ihr erstes Doppelalbum Physical Graffiti nahmen die vier Musiker im Jahre 1974 auf. Das Album erschien im FrĂŒhjahr 1975 und enthĂ€lt neben neuen auch schon frĂŒher geschriebene StĂŒcke, die aus den Sessions fĂŒr die letzten drei Alben ĂŒbrig geblieben waren. Einer der bekanntesten und beim Live-Publikum beliebtesten Songs des Albums ist Kashmir, ein StĂŒck, in dem die Musiker orientalische EinflĂŒsse verarbeiteten. Nach eigenen Angaben ist der fĂŒnfte Titel Trampled Under Foot Plants Lieblingslied von Led Zeppelin.
 

Kymbrium

Grand Prix Hitchcock
Teammitglied
Laut, dĂŒster und unheimlich böse klingt die Revolution der Musikwelt, die 1969 von Birmingham ausgeht. Mit Black Sabbath zelebrieren
Ozzy Osbourne (Gesang), Tony Iommi (Gitarre), Geezer Butler (Bass) und Bill Ward (Schlagzeug) Heavy Metal in seiner dĂŒstersten AusprĂ€gung.
Bis zum Bruch des Original-Line Ups Anfang 1979 beeinflusst die Band mit ihren acht Studioalben unzÀhlige Rock- und Metal-Bands spÀterer
Generationen von Metallica bis Marilyn Manson.

Die musikalische Sozialisation der vier Finsterlinge datiert jedoch weiter als 1969 zurĂŒck. Bereits Anfang der 60er Jahre jammen die Teenager in lokalen Bands, willens, den Erfolg vier anderer britischer Working Class-Kids nachzuahmen.
So covert Osbourne mit The Approach Otis Redding-Songs, wĂ€hrend Bill Ward in der Combo The Rest vom Drum-Kit aus ebenfalls erste GesangsĂŒbungen anstellt. Da beide nicht wirklich zufrieden mit dem Ergebnis sind, werden neue Bands gegrĂŒndet: Osbourne versucht sich mit The Rare Breed an Experimentalrock, den ein gewisser Geezer Butler an der Gitarre (!) vertonen hilft.
Ward spielt in der Blues-Combo Mythology und engagiert Tony Iommi. Doch auch diesen Bands ist kein Eintrag ins Musik-Geschichtsbuch vergönnt, und so grĂŒnden die vier ehemaligen Konkurrenten Ende '67 zusammen die Band Polka Tulk, denen noch zwei weitere Mitstreiter angehören.

Anfang 1969, man heißt mittlerweile schlicht Earth, wird Iommi von Jethro Tull abgeworben. Der Gitarrist bleibt genau so lange, um von der bereits renommierten Rockband die Bedeutsamkeit von Disziplin und Übung eingebleut zu bekommen und ist aus der kurzen Zeit als Tull-Mitglied auch im
Stones-Film "Great Rock'n'Roll Circus" zu sehen.
ZurĂŒck in Birmingham schnappt er sich seine drei Ex-Mitstreiter und karrt sie in den Proberaum eines Jugendclubs. "Wicked World", der dort entstandene erste richtige Black Sabbath-Song, ist ein fĂŒnfzehnminĂŒtiger Blues-Jam, der in abgeĂ€nderter Version auf der B-Seite der DebĂŒt-Single "Evil Woman" wieder auftaucht. Bereits der zweite Song soll der Band den Namen geben: "Black Sabbath".

Die Idee des Bandnamens darf sich Tony Iommi ans Revers heften. SchrĂ€g gegenĂŒber des Sabbath-Proberaums zeigt ein Lichtspielhaus ausschließlich Horrorfilme, was Iommi eines Tages zu der mittlerweile legendĂ€ren Frage verleitet: "Ist es nicht seltsam, dass Menschen Geld fĂŒr Horrorfilme ausgeben, um sich zu fĂŒrchten? Warum machen wir nicht furchterregende Musik?" Das Ergebnis dieser Eingebung lautet "Black Sabbath", geht auf den gleichnamigen Boris Karloff-Filmklassiker von 1963 zurĂŒck und weist den Jungs den Weg hin zum Schockrock.

Noch im selben Jahr zieht es die Band in guter Beatles-Tradition fĂŒr einige Zeit nach Hamburg, um sich im Ausland erste Live-Sporen zu verdienen. Im Star Club brechen sie sogar den Besucherrekord ihrer Idole. Anschließend reisen sie nach ZĂŒrich, wo sie pro Nacht bis zu sieben Sets Ă  45 Minuten abliefern und ihr Schauer-Konzept der "Black Sabbath"-Nummer ausbauen. In den nĂ€chtelangen Live-Jams jener Zeit entstehen bereits Songs der ersten beiden Alben ("N.I.B.", "War Pigs"). Das DebĂŒtalbum "Black Sabbath" spielen sie an zwei Tagen in wenigen Takes in London ein. Obwohl Songs der Band nach wie vor nicht im Radio gespielt werden und die RĂŒpel selbst in London schwer an Auftritte gelangen, bleibt das Album fĂŒnf Monate lang in den britischen Charts.

Auch die Staaten zeigen Interesse am neuen britischen Elternschreck. Als jedoch Mitglieder der Charles Manson-Sekte 1969 die schwangere Sharon Tate ermorden, gelten Black Sabbath plötzlich als Handlanger Satans, woraufhin eine US-Tour vorerst verschoben wird. Um nicht Gefahr zu laufen, in einem Atemzug mit mordeslustigen Banden genannt zu werden, wird der Titel fĂŒr das zweite Album von "Walpurgis" in "War Pigs" abgeĂ€ndert. Dass es letztendlich als "Paranoid" in die LĂ€den kommt, ist eine Entscheidung der Plattenfirma, die die Band bis heute Ă€rgert. "Was zur Hölle hat ein Typ im SchweinskostĂŒm mit einem Schwert in der Hand mit einem Paranoiden zu tun?", motzte Ozzy noch Jahre spĂ€ter ĂŒber die Unvereinbarkeit von Titel und Cover. Den Song "Paranoid" schreibt die Band angeblich in fĂŒnf Minuten.

In den folgenden Jahren baut die Band mit den Alben "Master Of Reality", "Vol. 4" und "Sabbath Bloody Sabbath" ihren Kultstaus aus, der mittlerweile weltweit um sich greift. FĂŒr die Aufnahmen zu "Volume 4" lassen sich die Rocker 1972 im warmen Bel Air, Kalifornien nieder und frönen exzessivem Drogenkonsum. Geezer Butler erinnert sich spĂ€ter: "Wir hatten sechs Millionen Groupies, Kokain und Heroin. Zu dieser Zeit machte es noch Spaß, aber du konntest bereits merken, wie sich jeder von uns verĂ€nderte." Ebenfalls ĂŒberliefert sind die Produktionskosten fĂŒrs "Vol. 4"-Album in Höhe von 65.000 Dollar, im Gegensatz zu den Ausgaben fĂŒr Kokain in Höhe von 75.000 Dollar. :facepalm:

Mitte der 70er Jahre beschwören Management-Probleme, Schreibblockaden und durch Drogenkonsum bedingte Ego-KÀmpfe das baldige Ende der Erfolgsstory herauf. Das '75er Werk "Sabotage" beweist zwar mit Abstrichen noch alte Klasse ("Symptom Of The Universe"), doch schon den Folgealben "Technical Ecstasy" und "Never Say Die" können selbst Hardcore-Sabbath-Fans nur noch wenig abgewinnen. Als 1976 die Punk-Bewegung in England losgetreten wird, verschwinden Ozzy und Co. wie alle Vertreter alter Rockschule (Led Zeppelin, Deep Purple) weitgehend aus dem medialen Scheinwerferlicht.

1979 verzieht sich Osbourne mit Gitarrist Randy Rhoads (Es-Quiet Riot), Basser Bob Daisley (Ex-Rainbow) und Drummer Lee Kerslake (Ex-Uriah Heep) ins Studio, um sein SolodebĂŒt aufzunehmen. Iommi holt den frĂŒheren Rainbow-SĂ€nger Ronnie James Dio als Ozzy-Ersatz. Was ihnen niemand zutraut, wird zĂŒgig Wirklichkeit: Mit den Alben "Heaven And Hell", "Live Evil" und "Mob Rules" geraten Sabbath und Dio in erfolgreiche Fahrwasser zurĂŒck. Auch Ex-SĂ€nger Osbourne findet mit seinen Soloalben zu alter KreativitĂ€t zurĂŒck.

Nach Dios Ausstieg veröffentlichen Black Sabbath 1983 mit "Born Again" ein Album mit Ex-Deep Purple-SĂ€nger Ian Gillian am Mikro. Als Doom-Legende einen SĂ€nger mit Hang zu humoristischen Texten zu verpflichten, erweist sich recht bald als Flop. Die desaströse Album-Tour mit einem fĂŒr die meisten Hallen zu großen Stage Set dient gar als Inspiration fĂŒr die große Rock'n'Roll-Satire "This is Spinal Tap". 1989 ist Tony Iommi das einzig verbliebene Original-Sabbath-Mitglied. Mithilfe des SĂ€ngers Tony Martin (seit '87 dabei) veröffentlicht er "Headless Cross", an dem auch Queen-Klampfer Brian May und Cozy Powell (Rainbow, Whitesnake) mitwirken. Nachdem Dio 1992 nochmal auf "Dehumanizer" röhren darf, wird Martin fĂŒr die Alben "Cross Purposes" und "Forbidden" zurĂŒck geholt. Letzteres gilt als eines der schwĂ€chsten Post-Ozzy-Alben, selbst eine Kollaboration mit Ice-T geht dem Rock-Publikum im Grunge-Zeitalter am blanken Hintern vorbei.

1997 wird der Traum aller Metal-Fans dann Wirklichkeit: Iommi entlĂ€sst sĂ€mtliche Mitstreiter und holt sich seine alten drei Bandrecken Geezer, Bill und Ozzy zurĂŒck an seine Seite. Mit zwei Konzerten in der Hometown Birmingham feiert die Doom-Legende eine umjubelte Live-RĂŒckkehr. Das Spektakel wird auf dem Doppelalbum "Reunion" festgehalten und enthĂ€lt zwei neue Studiosongs.
 

Kymbrium

Grand Prix Hitchcock
Teammitglied
Beide Bands finde ich Klasse, aber meine Stimme geht jedoch an Black Sabbath.
 
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