Das Ladenschlussgesetz

Jan

Nur der SFS!
Das Ladenschlussgesetz sagt u.a.:

§ 3
Allgemeine Ladenschlusszeiten

(1) Verkaufsstellen müssen zu folgenden Zeiten für den geschäftlichen Verkehr mit Kunden geschlossen sein:

an Sonn- und Feiertagen,
montags bis samstags bis 6 Uhr und ab 20 Uhr,
am 24. Dezember, wenn dieser Tag auf einen Werktag fällt, bis 6 Uhr und ab 14 Uhr.
Verkaufsstellen für Bäckerwaren dürfen abweichend von Satz 1 den Beginn der Ladenöffnungszeit an Werktagen auf 5.30 Uhr vorverlegen. Die beim Ladenschluss anwesenden Kunden dürfen noch bedient werden.

(2) Empfehlungen über Ladenöffnungszeiten nach § 22 Abs. 2 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen sind auch unter Einbeziehung der Großbetriebsformen des Einzelhandels zulässig.

Wipkedia argumentiert mit folgenden Argumenten:

Argumentation

Pro
Kritik an einer weiteren Lockerung kommt vor allem von den Gewerkschaften, die die Zerstörung bestehender Schutzregelungen für Arbeitnehmer befürchten, und von den christlichen Kirchen, die den Sonntag als Ruhetag erhalten wollen.

Befürworter des bestehenden Ladenschlussgesetzes sehen darin einen Schutz für die Mitarbeiter. Sie behaupten, dass eine Lockerung zu einer "Ausbeutung" der Mitarbeiter durch Nachtarbeit ohne Lohnzuschag führen könnte.

Die Befürworter des Ladenschlussgesetzes verweisen auch darauf, dass die bisherigen Lockerungen (wochentags von 18.30 Uhr auf 20 Uhr und samstags von 16 Uhr auf 20 Uhr) nicht zu mehr Umsatz in den Geschäften führten.

Ein lockeres Ladenschlussgesetz führe zudem zu mehr Wettbewerb und damit zu geringeren Verdienstspannen, also zu mehr Insolvenzen.

Zudem wird argumentiert, dass nur große Ketten es sich leisten können, ihre Mitarbeiter rund um die Uhr anzustellen. Kleinere Familienbetriebe könnten der neuen Konkurrenz nicht standhalten und müssten schließen. Es habe erhebliche Folgen auf die Struktur der Städte, wenn die Umsätze sich aus den Innenstädten in die Außenbezirke verlagern und die Läden in den bisherigen Fußgängerzonen leerstehen würden.

Contra
Gegner des bestehenden Ladenschlussgesetzes sehen darin die Möglichkeit, Nischen auszufüllen und damit potenziell auch die Möglichkeit neue Arbeitsplätze zu schaffen. Von dieser Möglichkeit könnten gerade auch kleine Anbieter profitieren.

Ein gelockertes Ladenschlussgesetz führe zudem zu mehr Wettbewerb und damit möglicherweise zu mehr Kundenfreundlichkeit.

Gegner des bestehenden Ladenschlusses sehen in der Lockerung auch die Möglichkeit, die Nachfrage zu beleben. Sie rechnen mit mehr Einkäufen, weil die Möglichkeit zu Spontankäufen verbessert werde.

Als weiteres Argument gegen das bestehende Ladenschlussgesetz wird auch die Freiheit des Bürgers zum Einkauf hervorgehoben, und zwar in dem Sinne, dass eine Minderheit der Bevölkerung (Angestellte im Einzelhandel, ca. 2,5 Mio.) auf Kosten des Rest der Bevölkerung bevorteilt werden, wohingegen in andere Branchen solche Arbeitszeiten die Regel sind.

Wie steht ihr dazu?
Ich halte eigentlich das bisherige Ladenschlussgesetz für gut uns ausreichend. Da meine Mutter in einem Edeka gearbeitet hat, weiß ich wie ungerne sie an einem Samstag nachmittag gearbeitet hat. Sonntags wäre die Lust wohl noch deutlich geringer gewesen - verständlicher Weise. Also würde wohl das Betriebsklima darunter leiden, da natürlich auch die Hektik, Anspannung et cetera Nachts und Sonntags steigen würde.

Zudem ist mir das letzte Contra-Argument:

"Als weiteres Argument gegen das bestehende Ladenschlussgesetz wird auch die Freiheit des Bürgers zum Einkauf hervorgehoben, und zwar in dem Sinne, dass eine Minderheit der Bevölkerung (Angestellte im Einzelhandel, ca. 2,5 Mio.) auf Kosten des Rest der Bevölkerung bevorteilt werden, wohingegen in andere Branchen solche Arbeitszeiten die Regel sind."

nicht ganz schlüssig ... Warum rechtfertig das, dass der Edeka (gewähltes Beispiel) auch Sonntags aufhaben muss? Liegt es nicht am Arbeitnehmer dieses zu berücksichtigen, wenn er sich für einen Job entscheidet?

Achja btw: FDP und CDU sind klare Befürworter, die SPD steht dem wohl "neutral" gegenüber.
 

Vatreni

Hrvatska u srcu!
Ich hätte nix gegen eine weitere Lockerung, weil es natürlich meine Lebensqualität steigert da ich dann wann ich will einkaufen gehen kann. Mehr kaufen würd ich dadurch aber nicht und deshalb ist es wirtschaftlich gesehen wohl nicht wirklich sinnvoll. Außerdem beschneidet meine Freiheit natürlich die Freiheit der Einzelhandelsangestellten. Denn jetzt mal ehrlich: Die Leute würden nur länger arbeiten, neue Arbeitsplätze würden dadurch kaum entstehen.
 

Bushaltestelle

Mitglied
Meine (egoistische) Sichtweise:

SCHAFFT DIESEN SCHEISS ENDLICH AB !

Es kann nicht sein, dass in der City einer Millionenstadt wie Hamburg nach 20 Uhr die Infrastruktur völlig zusammenbricht.
Bezüglich Service und Dienstleistung befindet sich Deutschland auf Augenhöhe mit Staaten wie Burkina Faso oder Kambodscha. Mich kotzt das langsam an.

Was beschweren sich auch die Gewerkschaften? Das Ladenschlussgesetz ist nie dazu gemacht worden, um Arbeitnehmer zu schützen. Der Staat darf sich nicht überall einmischen. Und schon gar nicht vorschreiben, wann ALDI & Co. die Pforten schließen müssen.
Jeder Unternehmer kann selber entscheiden, wann er seinen Laden öffnet und schliesst. Es muss ja nicht Samstag nachmittag sein.

Dass kleine Läden gegen große Ketten nicht bestehen können, ist nicht dem Ladenschlußgesetz anzulasten. Immerhin gibt es für kleinere Betriebe Möglichkeiten, durch Nischenstrategien und Produktdifferenzierungen auf dem Markt bestehen zu können.
 
Rinchinlhumbe schrieb:
Meine (egoistische) Sichtweise:

SCHAFFT DIESEN SCHEISS ENDLICH AB !

Es kann nicht sein, dass in der City einer Millionenstadt wie Hamburg nach 20 Uhr die Infrastruktur völlig zusammenbricht.
Bezüglich Service und Dienstleistung befindet sich Deutschland auf Augenhöhe mit Staaten wie Burkina Faso oder Kambodscha. Mich kotzt das langsam an.

Was beschweren sich auch die Gewerkschaften? Das Ladenschlussgesetz ist nie dazu gemacht worden, um Arbeitnehmer zu schützen. Der Staat darf sich nicht überall einmischen. Und schon gar nicht vorschreiben, wann ALDI & Co. die Pforten schließen müssen.
Jeder Unternehmer kann selber entscheiden, wann er seinen Laden öffnet und schliesst. Es muss ja nicht Samstag nachmittag sein.

Dass kleine Läden gegen große Ketten nicht bestehen können, ist nicht dem Ladenschlußgesetz anzulasten. Immerhin gibt es für kleinere Betriebe Möglichkeiten, durch Nischenstrategien und Produktdifferenzierungen auf dem Markt bestehen zu können.

Naja...Ein Wörtchen werden Staat und Gewerkschaften dann doch wohl doch zu sagen haben....

Es ist die Regel, daß durch Verlängerung der Ladensöffnungszeiten, gerade bei "Großen" die Anzahl der "Drecks-Verträge" (Zeitverträge und Niedrieglöhne) enorm ansteigt...
Desweiteren schrecken die Großen auch nicht davor zurück, die Mitarbeiter (natürlich innerhalb "nur" des Tarif-Vertrages) zu Überstunden "zu bewegen".

Und wenn die City in Hamburg nach Ladenschluss zusammenbricht, liegt dies eher an Eurer Mentalität, anstatt an den Ladensöffnungszeiten. Wenn man z.B um 19 Uhr zu Abend ist, kann man net gleichzeitig in der City sein.
Sorry....aber da helfen auch keine längeren Öffnungszeiten.

Saludos...
 

Aimar

Frauensportbeauftragter
Ich hätte nix gegen eine weitere Lockerung, weil es natürlich meine Lebensqualität steigert da ich dann wann ich will einkaufen gehen kann. Mehr kaufen würd ich dadurch aber nicht und deshalb ist es wirtschaftlich gesehen wohl nicht wirklich sinnvoll.

Wie auch sollte man mehr konsumieren, wenn nix da ist was man ausgeben könnte
 
Aimar schrieb:
Wie auch sollte man mehr konsumieren, wenn nix da ist was man ausgeben könnte


Storniere Deinen Internet-Anschluss...dann hast Du auch wieder 10 Euro mehr im Monat zum konsumieren....

...und ich hab meine Ruh !!!.... :zwinker3:

Saludos...
 

Jan

Nur der SFS!
Die Leute würden nur länger arbeiten, neue Arbeitsplätze würden dadurch kaum entstehen.
So sehe ich das auch. Dass Samstags bis 20.00 Uhr geöffnet wird und es keinen Vorteil bringt, betätigt diese These ja eindeutig.
 

Kaiserkrone90

„Geht's raus und spielt's Fußball.“
Teammitglied
So lange sich in diesem Zusammenhang nicht auch das Arbeitszeitgesetz ändert, bringen längere Öffnungszeiten keinerlei neuen Arbeitsplätze. Alles würde nur zu Lasten der Verkäufer/innen gehen. Die haben jetzt schon ein sehr bescheidenes Familienleben an den WE.
Wenn aber geregelt wär, dass nur eine gewisse Stundenzahl in der Woche gearbeitet werden kann, dann sind auch Neueinstellungen und mehr Ausbildungsplätze drin.
Am Umsatz selbst wird sich erst was ändern, wenn allgemein in Deutschland wieder für mehr Beschäftigung und Unternehmertum gesorgt wird.
 

Bushaltestelle

Mitglied
DisasterArea schrieb:
Und wenn die City in Hamburg nach Ladenschluss zusammenbricht, liegt dies eher an Eurer Mentalität,
Saludos...

Richtig. Die deutsche Mentalität, alles zu regeln und zu bevormunden.
Vielleicht wollen die Unternehmer gar nicht zu fest vorgeschriebenen Uhrzeiten arbeiten ?
An was es mangelt, ist Eigeninitiative, Unternehmergeist und Engagement.

Als Student wäre ich froh gewesen, überhaupt einen "Drecksvertrag" angeboten zu bekommen, um ein paar Kröten zu verdienen.
Jetzt bin ich selbständig und habe gerade drei 6-7 Tage-Wochen hinter mich gebracht - oft mit Arbeitszeiten bis 21-22 Uhr. Und - beschwere ich mich ? Die Zeiten haben sich nun mal geändert.

Auf aggro komm ich erst, wenn ich bis 22 Uhr arbeite, mir noch was zu essen holen will und alles geschlossen hat (sogar McDo !).
 

Jan

Nur der SFS!
Am Umsatz selbst wird sich erst was ändern, wenn allgemein in Deutschland wieder für mehr Beschäftigung und Unternehmertum gesorgt wird.
Womit wir ja beim Problem wären: Die Konjunktur. Es hängt einfach alles zusammen, ein riesen Kreislauf. Ohne gute Konjunktur läuft nichts. Aber wie will man die Konjunktur antreiben?
 

Kaiserkrone90

„Geht's raus und spielt's Fußball.“
Teammitglied
Alekz schrieb:
Womit wir ja beim Problem wären: Die Konjunktur. Es hängt einfach alles zusammen, ein riesen Kreislauf. Ohne gute Konjunktur läuft nichts. Aber wie will man die Konjunktur antreiben?
Zuerst mal eins: Deutschland ist ein Exportland. Dieser Markt bzw. diese Konjunktur lebt.
Was wir beleben müssen ist die Binnenkonjunktur.
Dabei sind viele gefordert.
Die Bundesregierung muss Bedingungen schaffen, bei denen es sichlohnt zu investieren, Arbeitsplätze zu schaffen. (Stichwort Lohnnebenkosten)
Was auch die binnenkonjunktur bremst ist dieser Run nach billig, billiger ....geht noch was? Das hemmt auch den Binnenmarkt, weil heut kauf ich net, morgen kanns ja billiger sein.
Weiteres Thema: Lohndumping- Wenn der Fleischer im Supermarkt für 5€ arbeiten soll, was soll er außer seinen Ausgaben für Leben und Wohnen noch konsumieren?

Ergo: Wir alle! müssen in Deutschland ENDLICH anfangen umzudenken. Von Herrn Schröder über Herrn Vorstandsvorsitzenden bis zum Hartz VI Empfänger.
 

Mattlok

Comunio Legende a.D.
Naja ich sehe das Übel hauptsächlich in der Wirtschaft, quasi hausbacken.
Immer mehr Unternehmen sind in iherer Gesellschaftsform wasß Richtig - Aktiengesellschafter. Wer hat Aktie? Richtig die reichen? Warum ahben die Reichen Aktien, weil es mehr Rendite gibt als bei nem Anlageprodukt in der Bank. Warum ist das so? Weil die Reichen noch reicher werden wollen.

Was will ich damit sagen: Es geht den Unternehmen nur noch um Rendite,
macht ein Unternehmen ein Jahr 200 Millionen Gewinn und im nächsten nur noch 170 Millionen, was passiert dann? Richtig man entlässt 1000 Mitarbeiter, die zusammen soviel verdienen wie ein evtl sogar überflüssiger "Topmanager" der in seienm Leben schon soviel verdient hat, das er ohne wieteres mit 40 in Rente gehen könnte. Aber das ist doch das Perverse, ich rede nicht von Umsatz, ein Unternehmen erwirtschaftet dicke Gewinne in Millionenhöhe, aber weil die Renditeempfänger den Hals nicht vollbekommen wird weiter rationalisiert, die Schere klafft seitdem es "In ist" eine AG zu sein immer weiter auseinander. Die Aktionäre halten die Hände auf, und die Geschäftsführer handeln so, das die Aktionäre zufrieden sind, wnen sie dies nicht tun, werden sie von den Aktionären entlassen. Die Regierung hat bereits einige Steuersenkunegn/Erleichterungen für die Unternehmer durchgeführt,
diese Maßnahmen sollten auf dem Papier Arbeitsplätze schaffen, aber taten es nicht wirklich, weil diese Vergünstigungen von der Wirtschaft nicht wie geplant weitergeleitet wurden in die Schaffung von Arbeitsplätzen sondern diese sich lieber in die eigene Tasche stecken bzw in die Tasche der Aktionäre. Der Staat kann die Arbeitsplätze kaum sleber schaffen, er kann nur die Rahmenbedingungen schaffen in der die Wirtschaft die Arbeitsplätze schafft. Allerdings die Wirtschaft denkt nur an sich, sozialer Auftrag, sie sehen nicht das ihre Konsumneten auch gleichzeitig ihre Arbeitnehmer sind, extrem kruzsichtig seh ich die Entwicklung, wenn kaum einer mehr Arbeit hat und Geld verdient kann er auch nicht die Produkte & Dienstleistungen der Unternehmen konsumieren, Folge: Sinkende Umsätze und sinkende Gewinne... und was machen die Unternehmen?
Richtig, sie entlassen wieder Mitarbeiter....

Mir ist im klaren das man die Uhr nicht zurückdrehen kann,
die Voraussetzungen sind andere als vor 20 Jahren,
es wird alles komplizierter, die meisten getroffenen Entscheidungen
der Politik oder in der Wirtschaft haben nicht mehr die erwarteten Auswirkungen die man aus Erfahrung von früher erwartet hätte.

Viele Unternehmer müssen "Global" konkurrenzfähig sein,
weil die Grenzen verschwimmen, in anderen Staten hat man nicht so eine hohe Lebensqualität wie in deutschland, ein soziales Netz.
Sowas ist teuer und muß finanziert werden. Daher können andere Länder
die nicht diese Standards haben auch deutlich günstigere Produkte herstellen. Mittlerweile rechnet es sich für große unternehmen die hohen Anfangskosten bei einer Neueröffnung einer Produktionsstätte im Ausland,
weil die laufenden Kosten bei der Produktion dann deutlich niedriger sind als in Deutschland, somit kann man diese Einmalinvestition ins Ausland durch die ersparten laufenden Kosten anch einer gewissen Zeit wieder auffangen.

Wie man das Problem lösen kann? Ganz schwer, was soll die politik machen? Man kann sich nicht auf Teufel kommr aus verschulden,
das würde zwar schon positiv auf den Arbeistmarkt wirken, aber das macht keine Opposition mit. Zudem bekommt man ja jetzt schon regelmäßig blaue Briefe aus Brüssel.

Die Arbeitslsoenzahlen hängen ja ganz eng mit der Konjunktur (reeles Wirtschaftswachstum) zusammen. Wenn ich das Recht in Eruinnerung habe braucht man ca 2% reeles Wachstum damit die Arbeitslosenzahlen konstant bleiben. Man muß einfahc dafür sorgen das das Volk es sich wieder leisten kann mehr zu konsumieren, nur durch Wachstum lässt sich die ganze Situation verbessern, aber wie schafft man das ohne das Land total zu überschulden?

Zum eigentlichen Thema: Ladenschlußgesetz.

Mittlerweile haben die Läden so lange auf, jeder hat weit aus genug Zeit zum konsumieren, jeder kann sein Geld nur 1mal ausgeben und wird das auch weiterhin tun, unabhänvgig wie lang die Läden auf haben.
Ich denke das es sich nur in Großstädten udn in großen Kaufhäusern rechnen würde noch längere Öffnungszeiten zu haben, für Gemeinden und kleinere Städte reicht das was bisher ist lange aus. Ich selbst fidne Samstags bis 20 Uhr schon etwas übertrieben, Mo-Fr bis 20 Uhr ist OK, aber Samstags würde auch 16 oder 18 Uhr reichen.

Man sieht doch an ALDI das längere Öffnungszeiten nicht gleich mehr Umsatz ist. Die machen nicht alles mit was gestattet ist, daran sollte sich andere Unternehmen mal ein Beispiel nehmen. ALDI geht es super und die haben Samstags nicht bis abends auf, auch in der Woche ist der Laden oft um 18:30 oder 19.00 Uhr zu. Den Leuten reicht die Zeit zum einkaufen locker.
 

AIRwin

The boss keeps rockin´
Mattlok schrieb:
Naja ich sehe das Übel hauptsächlich in der Wirtschaft, quasi hausbacken.
Immer mehr Unternehmen sind in iherer Gesellschaftsform wasß Richtig - Aktiengesellschafter. Wer hat Aktie? Richtig die reichen? Warum ahben die Reichen Aktien, weil es mehr Rendite gibt als bei nem Anlageprodukt in der Bank. Warum ist das so? Weil die Reichen noch reicher werden wollen.

Das stimmt so definitiv nicht. Du magst bei gutem Geschäftsergebnis die Chance auf eine Dividende haben... jedoch ist die Aktie eine von wenigen Anlageformen wo Dir der finanzielle Totalverlust drohen kann bzw. wo Du einiges an Kohle verlieren kannst.

Demnach dürften sich nur noch Millionäre für Aktien entscheiden... dem ist aber beim besten Willen nicht so. Wer sich dem Risiko bewusst und in seiner Anlagestrategie ebenso eingestellt ist, kann schnell mit kleineren Beträgen gutes Geld machen.

Dass dazu natürlich auch eine Menge Glück gehört, steht vollkommen außer Frage. Dennoch ist Dein Statement im Kern nicht wirklich richtig.
 

regelbert

Der, wo ebbes woiß
Mattlok schrieb:
Immer mehr Unternehmen sind in iherer Gesellschaftsform was? Richtig - Aktiengesellschafter. Wer hat Aktie? Richtig die reichen? Warum ahben die Reichen Aktien, weil es mehr Rendite gibt als bei nem Anlageprodukt in der Bank. Warum ist das so? Weil die Reichen noch reicher werden wollen.
Mumpitz - ich bin nicht reich und habe trotzdem Aktien. Quasi als Altersvorsorge.
Mit den Aktien stelle ich wie übrigens auch die bösen Reichen den Unternehmen Geld zur Verfügung, mit welchem sie arbeiten können. Und dies billiger, als wenn sie es bei einer Bank Kredite machen müssen. Die Reichen fördern also die Investitionen und damit die Konjunktur.
Wenn du schon Aktiengesellschaften kritisieren willst, dann von mir aus die Manager, deren Gehälter an den Aktienkurs gekoppelt sind und die darum kurzfristig diesen steigern wollen. Zur Zeit ist es eben so, dass wenn man Entlassungen "verspricht" die Kurse steigen.

Zum Ladenschluß: Als Verbraucher würde ich gerne 24h-Läden haben. Da sich dies aber für die Läden wohl kaum rentieren würde, würde es nach einer Zeit wieder zu einer Selbstregulierung der Öffnungszeiten kommen. So richtig Sinn macht das Gesetzt darum nicht, einfach weil es überflüssig ist.
 

Bushaltestelle

Mitglied
AIRwin schrieb:
jedoch ist die Aktie eine von wenigen Anlageformen wo Dir der finanzielle Totalverlust drohen kann bzw. wo Du einiges an Kohle verlieren kannst.

Auch nicht ganz richtig. Bei langfristigen Anlagestrategien ist eine Investition in Aktien immer ratsamer als in Staatsanleihen zu investieren, da Schwankungen sich über einen langen Zeitraum ausgleichen.
Grob gesagt.

Mattlok, mir hat dein langer Text jedenfalls (in weiten Teilen) gefallen. Tatsächlich kann der Staat in unserem System nur günstige Rahmenbedingungen schaffen.

Zum LSG: 24 Stunden Läden auf dem platten Land sind natürlich Mumpitz. Aber in Citylagen von Millionenstädten Pflicht. Die ausländischen Touristen lachen sich über Deutschland tot, dass man nach 20 Uhr nichts mehr zu essen kaufen kann, nicht mal Zigaretten oder Dosenbier. Willkommen in der Dritten Welt.
 
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