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Leonidensucher

Bekanntes Mitglied
Kann mir jemand helfen: Ich wäre wirklich dankbar für Rat. 🎶🎵🎹
Und zwar Klavier-spielen rund um folgendes Stück: Mozart Sonate No 11 A major K331.
Ist dieses Stück inkl. der Var 1 (nicht weiter natürlich) für einen eher Anfänger spielbar bzw. wäre das innerhalb von 3 Monaten erlernbar?

Wir sprechen hiervon: siehe 1:41 bis 2:03.



Der Henle Verlag gibt es mit 6 an, das wäre jetzt für einen Anfänger zu schwer, Schott ebenfalls mit mittel bis schwer, aber es geht ja nur ein kleines Stück, die Mondscheinsonate 1. Satz kann auch fast jeder spielen, der 3 (eigentlich 4) Satz ist dann ne andere Nummer.

Ich habe ja zu Mozart eine ähnliche Meinung wie zu Goethe und habe ihn folgerichtig nie gespielt bis auf die leidigen Anfängerstücke wo man sich als Schüler noch nicht so durchsetzen kann, also kann ich nicht aus Erfahrung bei dieser Sonate sprechen, ich fand allerdings die Stücke die ich spielen musste im Vergleich zu den anderen nicht schwer, sondern eher leicht, die Schwierigkeit besteht mMn nach darin, die klassische Mozartsche Leichtigkeit und Üppigkeit sowie Keckheit rein zu bringen im Ggs zu Beethoven, der technisch durchaus wumms haben kann, aber: bin hier biased. Mir lagen die schweren, ernsten, wuchtigen Stücke immer mehr als das musikalische heitere beschreibende und ab Romantik wird's dann ganz schlecht. Also vermutlich saure Trauben.

Du meinst das hier, nicht wahr: (1740155419885.png

Meine MEinung dazu:

für eine/n Anfänger (ohne demoralisieren zu wollen) schwer. Nicht unmöglich aber schwer. Begründung:

Die linke Hand muss sehr viel tun, meist ist die bei Anfängern (also bis 3 Jahre Unterricht) nicht stark genug, was nicht heisst, dass man es nicht lernen kann, aber: da braucht die Person einen guten Lehrer, der wirklich extrem auf die Handhaltung achtet, man kann sich viel kaputt machen, Sehnen überlasten etc.

Technisch könnte es durch Triolen zu Sechzentel (hello Chopin DA hast du dir den Mist also abgeschaut 😡 ) schwierig werden. Die Griffe in der rechten Hand wirken für mich auch zu schwer für eine/n Anfänger/in auch die Sprünge könnten für einen Anfänger zu schwer sein (Anfängerin)

Dadurch dass die linke Hand nicht rein begleitend stattfindet sondern sozusagen polyphon zur rechten agiert, könnte das für eine/n Anfänger/in überfordernd sein, das war bei mir damals zB eine Hürde an die ich mich sehr gut erinnere- meist ist die linke Hand auch nicht gut genug trainiert um stimmführend zu sein, was die Frustration bei mir zumindest hoch getrieben hat.

Die Läufe der rechten HAnd durch die kleinen halbchromatischen Elemente auch schwer, weil das noch nicht so gut sitzt.
Elemente wie Triller oder andere Verzierungen könnten ein Problem sein, wobei ich das nie schwer fand, weil diese meist mit 2 und 3 gespielt werden, die von Anfang an gut trainiert werden.


Das Legato das erforderlich ist kann ein Anfänger mithilfe des Pedals....usw usw. Ja, das ist nicht richtig und es sollte wie Barenboim es auch zeigt (wobei das ist Barenboim , ich mein... es ist Barenboim...!) durch das Spiel generiert werden, aber das kann helfen, ein Stück zu spielen, das eventuell noch zu schwer ist (ordentliches Legato hinzubekommen is ne Kunst) und wenn es dem Wunsch hilft, ein bestimmtes Stück zu spielen, mei.



ABER: wenn es der Person Freude macht und sie oder er willens ist, Rückschläge hinzunehmen und auch flankierend Etüden und Fingerübungen macht um die Finger zu stärken, und beim Üben penibel! auf eine gute Handhaltung achtet ist das absolut machbar. Fingersatz muss von Profi geschrieben werden, eventuell streicht man das ein oder andere raus, hat man bei mir auch oft gemacht, dass Griffe erleichtert wurden etc.

Ich hab mir im Jahr 5 auch die Hammerklaviersonate eingebildet und wurde von meinen Klavierlehrern nicht aufgehalten. Hat es gedauert bis ich über Seite 2 der Noten raus war? hahahaa ja. Knappes halbes Jahr. Habe ich vor Zorn in die Noten gebissen, mehrfach? jap. Hab ich geheult, gezahnt, Klavierdeckel zugeschlagen mich wieder hingesetzt? Ja. Hab ich die Übungszeit dann auf 4 Stunden hochgeschraubt weil. es. einfach. dieses. Stück. sein. musste.? Ja. Bin ich daran gewachsen? betcha. War es viel zu früh und ich viel zu unfähig? hahahaa aber so was von. War es gut? Meilenweit davon entfernt. Egal, musste sein.

Würde ich es wieder machen? Jup.

Fazit: mit genügend Biss (idealerweise durch " ich liebe dieses Stück so sehr, das MUSS einfach*") und einen guten Lehrer, der eventuell anpasst und Geduld sowie wirklich flankierenden Übungen ist es machbar. Wenn es das Stück nicht sein MUSS, wäre ein anderes eventuell besser geeignet um auch die Freude am Spielen zu erhalten. 3 Monate sind eine verdammt lange Zeit für einen Anfänger (edit: und vor allem einen jungen Menschen), das muss man auch erst lernen, dass es so lange dauern kann bis ein Stück - und wenn es auch nur 1 Seite ist - sitzt.

Edit: Sehe ich erst jetzt, dass Dein Mann schon etwas gesagt hat - er kann Eure Tochter am besten einschätzen, da er selber auch Klavier spielt und sie hört. Ich würde nach seiner Einschätzung gehen. Aber, du weisst, wenn Deine Tochter das spielt, dann sitze ich virtuell in der ersten Reihe und feiere sie so laut, dass man es von F bei M nach Allgäu bei M hört. Edit Ende.

*ich hatte ein paar Stücke, die so dicht an meinem inneren Erleben waren, dass sie wie ein Katalysator gewirkt haben, auch weit über mein technisches oder musisches Können hinaus. Für solche Stücke lohnt es sich IMMER, egal wie schwer egal wie holprig. Weil sie dann halt einfach Therapeut in Tonform sind. Gibt Stücke, die versprechen den Himmel und schließen diesen Raum der Seele auf, der dem Himmel vermutlich am nächsten kommt - und bei dem ist's ja auch wurscht, wie er aussieht, Himmel ist Himmel.
 
Zuletzt bearbeitet:

fradiavolo

Vorzeige-Wokie
Der Henle Verlag gibt es mit 6 an, das wäre jetzt für einen Anfänger zu schwer, Schott ebenfalls mit mittel bis schwer, aber es geht ja nur ein kleines Stück, die Mondscheinsonate 1. Satz kann auch fast jeder spielen, der 3 (eigentlich 4) Satz ist dann ne andere Nummer.

Ich habe ja zu Mozart eine ähnliche Meinung wie zu Goethe und habe ihn folgerichtig nie gespielt bis auf die leidigen Anfängerstücke wo man sich als Schüler noch nicht so durchsetzen kann, also kann ich nicht aus Erfahrung bei dieser Sonate sprechen, ich fand allerdings die Stücke die ich spielen musste im Vergleich zu den anderen nicht schwer, sondern eher leicht, die Schwierigkeit besteht mMn nach darin, die klassische Mozartsche Leichtigkeit und Üppigkeit sowie Keckheit rein zu bringen im Ggs zu Beethoven, der technisch durchaus wumms haben kann, aber: bin hier biased. Mir lagen die schweren, ernsten, wuchtigen Stücke immer mehr als das musikalische heitere beschreibende und ab Romantik wird's dann ganz schlecht. Also vermutlich saure Trauben.

Du meinst das hier, nicht wahr: (Anhang anzeigen 53764

Meine MEinung dazu:

für eine/n Anfänger (ohne demoralisieren zu wollen) schwer. Nicht unmöglich aber schwer. Begründung:

Die linke Hand muss sehr viel tun, meist ist die bei Anfängern (also bis 3 Jahre Unterricht) nicht stark genug, was nicht heisst, dass man es nicht lernen kann, aber: da braucht die Person einen guten Lehrer, der wirklich extrem auf die Handhaltung achtet, man kann sich viel kaputt machen, Sehnen überlasten etc.

Technisch könnte es durch Triolen zu Sechzentel (hello Chopin DA hast du dir den Mist also abgeschaut 😡 ) schwierig werden. Die Griffe in der rechten Hand wirken für mich auch zu schwer für eine/n Anfänger/in auch die Sprünge könnten für einen Anfänger zu schwer sein (Anfängerin)

Dadurch dass die linke Hand nicht rein begleitend stattfindet sondern sozusagen polyphon zur rechten agiert, könnte das für eine/n Anfänger/in überfordernd sein, das war bei mir damals zB eine Hürde an die ich mich sehr gut erinnere- meist ist die linke Hand auch nicht gut genug trainiert um stimmführend zu sein, was die Frustration bei mir zumindest hoch getrieben hat.

Die Läufe der rechten HAnd durch die kleinen halbchromatischen Elemente auch schwer, weil das noch nicht so gut sitzt.
Elemente wie Triller oder andere Verzierungen könnten ein Problem sein, wobei ich das nie schwer fand, weil diese meist mit 2 und 3 gespielt werden, die von Anfang an gut trainiert werden.


Das Legato das erforderlich ist kann ein Anfänger mithilfe des Pedals....usw usw. Ja, das ist nicht richtig und es sollte wie Barenboim es auch zeigt (wobei das ist Barenboim , ich mein... es ist Barenboim...!) durch das Spiel generiert werden, aber das kann helfen, ein Stück zu spielen, das eventuell noch zu schwer ist (ordentliches Legato hinzubekommen is ne Kunst) und wenn es dem Wunsch hilft, ein bestimmtes Stück zu spielen, mei.



ABER: wenn es der Person Freude macht und sie oder er willens ist, Rückschläge hinzunehmen und auch flankierend Etüden und Fingerübungen macht um die Finger zu stärken, und beim Üben penibel! auf eine gute Handhaltung achtet ist das absolut machbar. Fingersatz muss von Profi geschrieben werden, eventuell streicht man das ein oder andere raus, hat man bei mir auch oft gemacht, dass Griffe erleichtert wurden etc.

Ich hab mir im Jahr 5 auch die Hammerklaviersonate eingebildet und wurde von meinen Klavierlehrern nicht aufgehalten. Hat es gedauert bis ich über Seite 2 der Noten raus war? hahahaa ja. Knappes halbes Jahr. Habe ich vor Zorn in die Noten gebissen, mehrfach? jap. Hab ich geheult, gezahnt, Klavierdeckel zugeschlagen mich wieder hingesetzt? Ja. Hab ich die Übungszeit dann auf 4 Stunden hochgeschraubt weil. es. einfach. dieses. Stück. sein. musste.? Ja. Bin ich daran gewachsen? betcha. War es viel zu früh und ich viel zu unfähig? hahahaa aber so was von. War es gut? Meilenweit davon entfernt. Egal, musste sein.

Würde ich es wieder machen? Jup.

Fazit: mit genügend Biss (idealerweise durch " ich liebe dieses Stück so sehr, das MUSS einfach*") und einen guten Lehrer, der eventuell anpasst und Geduld sowie wirklich flankierenden Übungen ist es machbar. Wenn es das Stück nicht sein MUSS, wäre ein anderes eventuell besser geeignet um auch die Freude am Spielen zu erhalten. 3 Monate sind eine verdammt lange Zeit für einen Anfänger (edit: und vor allem einen jungen Menschen), das muss man auch erst lernen, dass es so lange dauern kann bis ein Stück - und wenn es auch nur 1 Seite ist - sitzt.

Edit: Sehe ich erst jetzt, dass Dein Mann schon etwas gesagt hat - er kann Eure Tochter am besten einschätzen, da er selber auch Klavier spielt und sie hört. Ich würde nach seiner Einschätzung gehen. Aber, du weisst, wenn Deine Tochter das spielt, dann sitze ich virtuell in der ersten Reihe und feiere sie so laut, dass man es von F bei M nach Allgäu bei M hört. Edit Ende.

*ich hatte ein paar Stücke, die so dicht an meinem inneren Erleben waren, dass sie wie ein Katalysator gewirkt haben, auch weit über mein technisches oder musisches Können hinaus. Für solche Stücke lohnt es sich IMMER, egal wie schwer egal wie holprig. Weil sie dann halt einfach Therapeut in Tonform sind. Gibt Stücke, die versprechen den Himmel und schließen diesen Raum der Seele auf, der dem Himmel vermutlich am nächsten kommt - und bei dem ist's ja auch wurscht, wie er aussieht, Himmel ist Himmel.


Gerade wollte ich auch noch schreiben, dass die Triolen der kleinen halbchromatischen Elemente sozusagen polyphon agieren, um ein stimmiges Legato zu erlangen, aber du bist mir glatt zuvor gekommen :)
 

Leonidensucher

Bekanntes Mitglied
Gerade wollte ich auch noch schreiben, dass die Triolen der kleinen halbchromatischen Elemente sozusagen polyphon agieren, um ein stimmiges Legato zu erlangen, aber du bist mir glatt zuvor gekommen :)
das nächste Mal setzen wir uns zusammen und machen sie allle allllleeee platt, wenn wir fertig mit ihnen sind , singt keiner mehr "alle meine Entchen"

(wobei wenn ich nachdenke und mich an nicht allzu lange Zeiten von vorher erinnere, ist das vielleicht keine schlechte Idee.)😂😂
 

N8eule

I did it my way
Kann mir jemand helfen: Ich wäre wirklich dankbar für Rat. 🎶🎵🎹
Und zwar Klavier-spielen rund um folgendes Stück: Mozart Sonate No 11 A major K331.
Ist dieses Stück inkl. der Var 1 (nicht weiter natürlich) für einen eher Anfänger spielbar bzw. wäre das innerhalb von 3 Monaten erlernbar?

Wir sprechen hiervon: siehe 1:41 bis 2:03.


Wir sprechen von diesem Stück incl Var 1?


Wie lange wird täglich geübt?

Nur mal ganz grob - ich denke, bei einer täglichen Übzeit von 2 bis 3 Stunden, davon ca 20 min einspielen (Czerny oä) könnte es gehen.

Bei nur halber Stunde täglich könnte es knapp werden.

Wobei ich davon rede, es "richtig" einzuüben, dh Metronom erst langsam und Hände getrennt, dann alles langsam zusammen setzen und Tempo steigern.

Generell auch individuell, wie schnell derjenige lernt (Alter, Gelenkigkeit der Finger usw).

Nachtrag:

Als ich geschrieben habe, hatte ich nur die Frage gesehen, aber nicht weiter gelesen, weil ich üben wollte (und davor kurz ins Forum schaute), dh die ausführliche Antwort von Leoni hatte ich nicht gesehen.

Wegen eigentlich zu schwerem Stück einüben - bei mir geht so etwas nur, wenn ich für ein Stück "brenne", dh es mit jeder Faser spielen können möchte; DANN, aber nur dann bekomme ich es auf die Kette, mich dafür stundenlang ans Instrument zu setzen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Blue2021

Bekanntes Mitglied
Du meinst das hier, nicht wahr: (--------->
Ja! :ROFLMAO: Genau diese Stelle meinte ich. :LOL: Was hältst du eigentlich von Hanon?

Die Lehrerin macht alljährlich im Juni ein kleines Schülerkonzert, sehr nett in einem Schlösschen.
Da steht tatsächlich ein Bechstein A-Flügel. Ich konnte es kaum fassen.

Wir suchen jetzt ein Stück, das so ca. 2 Minuten dauert zum Vorspielen, da wäre der Anfang des Mozartstücks einfach zu kurz, eingedenk der Tatsache, dass die Var 1 nur äußerst schwer spielbar ist. Die Lehrerin hat ihr noch dieses Stück zum Vorspielen herausgesucht "What the world needs now": What The World Needs Now Is Love - Burt Bacharach
Wir hatten noch überlegt, ein anderes klassisches Stück zu nehmen: Haydn, Sonata in A, Hoboken XVI 5 Menuetto & Trio. Aber die Lehrerin rät davon ab (zu wenig Zeit).

 

N8eule

I did it my way
Mein Mann hat den wochenlang gespielt - und ist dabei halb irre geworden. :LOL: Welche Stücke spielst du, N8eule?

Czerny - so wie ich den verstehe - ist eigentlich zum einspielen, bzw für die Geläufigkeit; wobei es so was für Czerny für jedes Instrument gibt, also zumindest für die Instrumente, die ich gelernt habe.

Das "Schülerkonzert" wie du es beschreibst, gab es in meiner Kindheit / Jugend an der Jugendmusikschule regelmäßig, dh Klavierschüler eines Lehrers mußten mit einem Stück auftreten, also so mit Verneigen, spielen, Applaus entgegen nehmen und dann der Nächste. Publikum waren die Angehörigen. Ich war mir nie sicher, was ich mehr hasse, Zahnarzt oder diese Auftritte.

Wegen Anfänger bin ich mir nicht sicher, was für ein Schwierigkeitsgrad das ist, aber vllt mögt ihr mal den Wiener Marsch von Czerny anschauen? - der liegt zumindest "gut" in den Fingern, wenn man nicht versehentlich bei den Tonleitern "stolpert".

Wegen Stücken die ich spiele - nachdem ich vor ca 20 Jahren drauf war "ich spiele nur Originalstücke", dann längere Pause am Klavier, Saxophon angefangen, dabei Spaß an den Crossovern hatte, wie bspw die ganzen Hefte von Dirko Juchem, dann damals nach dem Umzug und als Mutti hier war, nicht mehr so zum Üben kam und daher Sax aufhörte (weil Sax geht nicht ohne regelmäßiges tägliches Üben wegen Ansatz und Stütze), dann ein oder anderthalb Jahre nach Muttis Tod auf den Trichter kam, dass bei einem Stage Piano quasi elektrisch ein Klavier abgebildet ist (dh nicht nur Tastengröße, sondern auch Anschlagdynamik), so dass ich üben kann ohne dass halbe Nachbarschaft was davon hat, und seither täglich spiele ... wenn ich kein Bock habe, auch mal nur 5 min ... kam ich drauf, warum ich mir mir klassischen O-Stücken das Leben schwer machen soll, und hab mir paar Crossover zu gelegt (bspw Piano Piano, die mittelschwere Variante), wobei ich die vom Blatt "erkennbar" hinkrieg, aber um technisch richtig zu spielen, muss ich üben.

Fast vergessen: Czerny, Wiener Marsch


Oder ihr könntet euch wegen des Vorspiel mal Gustav Lange anschauen, einer der eher unbekannten Romantiker, hier nur beispielhaft:


Viele Noten von Gustav Lange gibts urheberrechtsfrei im Netz.
 

Leonidensucher

Bekanntes Mitglied
Ja! :ROFLMAO: Genau diese Stelle meinte ich. :LOL: Was hältst du eigentlich von Hanon?

Die Lehrerin macht alljährlich im Juni ein kleines Schülerkonzert, sehr nett in einem Schlösschen.
Da steht tatsächlich ein Bechstein A-Flügel. Ich konnte es kaum fassen.

Wir suchen jetzt ein Stück, das so ca. 2 Minuten dauert zum Vorspielen, da wäre der Anfang des Mozartstücks einfach zu kurz, eingedenk der Tatsache, dass die Var 1 nur äußerst schwer spielbar ist. Die Lehrerin hat ihr noch dieses Stück zum Vorspielen herausgesucht "What the world needs now": What The World Needs Now Is Love - Burt Bacharach
Wir hatten noch überlegt, ein anderes klassisches Stück zu nehmen: Haydn, Sonata in A, Hoboken XVI 5 Menuetto & Trio. Aber die Lehrerin rät davon ab (zu wenig Zeit).
Bechstein GROßE Liebe!

Hanon der KLaviervirtuose? War eines meiner ersten Bücher, habe es geliebt

Großer Czernyfan im Übrigen hier. 🤘 :moscher::moscher::moscher::moscher::moscher::moscher::moscher::moscher::moscher::moscher::moscher:

War und ist glaube ich auch immer noch eines der 5 Stücke für die Aufnahmeprüfung am Kons. Was hatte ich für eine Freude.

Aber: ich war immer schon: Läufe und Griffe.

Melodisch und schön nicht so meins.

Wenn es Klassik im Sinne von "KLassik (also nicht die Epoche sonder mehr der Sammelbegriff) "sein soll, (anscheinend kann Deine Tochter moderne Stücke spielen, das war mir zB nie gegeben, zu meinem sehr großen Bedauern!) schlage ich (nach Sichtung der Noten und daraus folgender offensichtlich das Talent Deiner Tochter Emotionen zu transportieren über ihr Spiel) folgende Stücke vor:

Johann Sebastian Bach – Menuett in G-Dur BWV Anh. 114 (Anna Magdalena Notenbuch)
Das war eines meiner ersten Stücke ausserhalb der Klavierfibel und dem KLaviervirtuosen, und ich habe es geliebt! Die Triller kann man weglassen, dann wird es leichter. Es ist nicht so super bekannt wie das rauf und runter genudeldet Ave Maria (wobei das zu Deiner Tochter passen könnte nach Vorschlag "what the world". - anschauen lohnt sich, ist glaube 3 Stücke weiter hinten und es gibt noch ein ganz süßes das glaube ich das 8 Stück ist oder so (Aus dem Kopf)

(das müsste zu ihr passen? Ich habe das geliebt das Stück)

(das habe ich auch echt gerne gemocht)


sehr starke linke Hand vorausgesetzt, habe ich aber auch geliebt
( das Ave Maria ist halt recht abgenudelt)

Pachelbel der Kanon geht, wenn man die angepassten Versionen nimmt ist auch ein schönes Stück

Kurz danach habe ich irgendeinen 1 Satz aus irgendeiner Mozart Sonate gespielt, verdrängt.... muss ich nachdenken

Wolfgang Amadeus Mozart – „Allegro“ KV 3 oder „Andante“ KV 15mm
(eventuell)

Dann kam relativ schnell Schumann mit seinem Album für die Jugend, das hat mich jetzt damals nicht so abgeholt, musst mal schauen, ob Euch das zusagt, ich habe damals den fröhlichen Landmann gespielt und den Wilden reiter. Aber hier hat sich schon deutlich abgezeichnet, dass ich Team Läufe, schnell bitte bin.


CZERNY my big love, so ein wunderbares feines Stück Etüde Nummer 1, Vorteil: relativ unbekannt, nAchteil: gerade für die linke Hand

Czerny my big love, so ein wunderbares feines Stück, Etüde Nummer 2. siehe oben

(beide zusammen sind 1 Minute)


Muzio Clementi, die habe ich geliebt, das war glaube ich eine meiner ersten Sonatinen in C

Gurlitt Morgengruß

Ludwig van Beethoven – „Ecossaise in G-Dur“ WoO 23 (biased hier, großer Beethoven Fan wobei die Ecoissiase nicht die Beethoven'sche Schwere hat sondern eher leicht und lustig daher kommt, dabei aber nicht sooo bekannt ist, was von Vorteilist beim Vorspiel*)

Diabelli, big love Sonatine in F-Dur op. 168 Nr. 1

Daniel Gottlob Türk – „Arioso“


Promenade von Mussorgsky geht auch, muss aber dringend die vereinfachte Version sein, die echte erfordert zu große Griffe für eine Kinderhand

 

Blue2021

Bekanntes Mitglied
Bechstein GROßE Liebe!
Hanon der KLaviervirtuose? War eines meiner ersten Bücher, habe es geliebt
Großer Czernyfan im Übrigen hier.
Danke, danke, danke für dein grandioses Ballzuspiel. 💕
Du bist eine Bereicherung auf vielen Gebieten: Von deinen Beiträgen habe ich länger was und werde deine Beispiele in Ruhe durchschauen. Dr. Blue hat gestern deine Beiträge gelesen und sie mit der höchsten verbalen Auszeichnung kommentiert (Nur vier Worte).

Meine Tochter: Kann im Grunde eigentlich gar nix. Der Mozart wurde bis dahin eingeübt - ansonsten geht wenig bis nix (fehlende Übungsroutine, derzeit, uff). Sie liebt Hanon, sie geht Musik aber eher mathematisch-technisch an - tatsächlich eher ohne Gefühl. Oft werden die Tasten "gehackt". Im Grunde bräuchte sie harte Stücke, an denen sie sich abreagieren kann (hier fehlt aber noch das Können). Daher hat sie auch eine Abneigung für den Song "What the world needs now" (wir vermuten, die Klavierlehrerin hat das unbewusst von der aktuellen Amazon-Werbung genommen). Der Song britzelt auch mich gerade, weil...äh..die Welt politisch...jau.

Bin sehr froh, dass ich das Thema hier angesprochen habe.
 

Leonidensucher

Bekanntes Mitglied
Danke, danke, danke für dein grandioses Ballzuspiel. 💕
Du bist eine Bereicherung auf vielen Gebieten: Von deinen Beiträgen habe ich länger was und werde deine Beispiele in Ruhe durchschauen. Dr. Blue hat gestern deine Beiträge gelesen und sie mit der höchsten verbalen Auszeichnung kommentiert (Nur vier Worte).

Meine Tochter: Kann im Grunde eigentlich gar nix. Der Mozart wurde bis dahin eingeübt - ansonsten geht wenig bis nix (fehlende Übungsroutine, derzeit, uff). Sie liebt Hanon, sie geht Musik aber eher mathematisch-technisch an - tatsächlich eher ohne Gefühl. Oft werden die Tasten "gehackt". Im Grunde bräuchte sie harte Stücke, an denen sie sich abreagieren kann (hier fehlt aber noch das Können). Daher hat sie auch eine Abneigung für den Song "What the world needs now" (wir vermuten, die Klavierlehrerin hat das unbewusst von der aktuellen Amazon-Werbung genommen). Der Song britzelt auch mich gerade, weil...äh..die Welt politisch...jau.

Bin sehr froh, dass ich das Thema hier angesprochen habe.
nur schnell weil bald in kein Internetland:

ja ich weiß genau was du meinst.

mathematisches Gehirn! Die kommen super mit Bach zurecht, ich hab auch so eines. Gibt Studien dazu. Bach + Mathematik.

Ich schick ihr heute ein paar Stücke zum reinhören und als optionalen Weiterentwicklungspfad.

mur scheint dann die Auswahl der Lehrkraft nicht den Talenten deiner Tochter entgegen zu kommen.?.

und mit der Aussage: ja würde ich auch so sehen. Abends mehr!
 

Leonidensucher

Bekanntes Mitglied
Danke, danke, danke für dein grandioses Ballzuspiel. 💕
Du bist eine Bereicherung auf vielen Gebieten: Von deinen Beiträgen habe ich länger was und werde deine Beispiele in Ruhe durchschauen. Dr. Blue hat gestern deine Beiträge gelesen und sie mit der höchsten verbalen Auszeichnung kommentiert (Nur vier Worte).

Meine Tochter: Kann im Grunde eigentlich gar nix. Der Mozart wurde bis dahin eingeübt - ansonsten geht wenig bis nix (fehlende Übungsroutine, derzeit, uff). Sie liebt Hanon, sie geht Musik aber eher mathematisch-technisch an - tatsächlich eher ohne Gefühl. Oft werden die Tasten "gehackt". Im Grunde bräuchte sie harte Stücke, an denen sie sich abreagieren kann (hier fehlt aber noch das Können). Daher hat sie auch eine Abneigung für den Song "What the world needs now" (wir vermuten, die Klavierlehrerin hat das unbewusst von der aktuellen Amazon-Werbung genommen). Der Song britzelt auch mich gerade, weil...äh..die Welt politisch...jau.

Bin sehr froh, dass ich das Thema hier angesprochen habe.
*lacht* die 4 Worten waren: soll aufhören zu schreiben :)

Wenn sie Hanon mag, mathematisch-nüchtern agiert und eher ohne Gefühl spielt, kann ich mir vorstellen, dass sie auf meiner - seltener bestückten! - Seite anzusiedeln ist.

Ich habe hier ein paar Stücke, die ich selber gespielt und geliebt habe, die ihr vllt später Freude machen:

Das erste Stück war, wenn ich mich richtig erinnere!, das erste Stück das ich gespielt habe nach dem kleinen Notenbüchlein, es hat den Vorteil dass es auch langsam irre gut klingt :)




das hier habe ich damals geübt mit einer Kassette, die das zweite Klavier und das Orchester als Tonspur hatte. Wäre mit einem frisch gestimmten Klavier besser gewesen, ich hab etwas gelitten. Aber es war das erste Mal dass ich nicht alleine sein musste und mit einem Orchester spielen durfte, deshalb führe ich es hier auf, es geht ja erst mal nur um "gefallen"




auch nicht alleine war das hier, mir lag es nicht so, für die Geige ist das ein mörderanspruchsvolles Stück, fürs Klavier nicht so, aber es ist mathematisch mit Läufen und wumms


um den Thread nicht zu sehr zu sprengen: ich habe mich sehr (wie man sieht) auf Bach eingeschossen. Eventuell spricht sie das mehr an als das elegische melodische, Bach hat mit seinem wohltemperierten Klavier viele Stücke, die man bereits nach einiger Zeit spielen kann.

Zum Thema Bach und Gehirn habe ich nur einen Artikel gefunden, der auf die Förderung der mathematischen Fähigkeiten durch Bach verweist, leider nicht offen zugänglich, und einen Hinweis in der Zeit (sorry!).

1740251147216.png



Im Spoiler verlinke ich die Stücke, die ich für die Aufnahmeprüfung gespielt habe, man sieht, dass ich dem mathematisch logischen Spiel mit austoben und reinhauen sehr treu geblieben bin:

in der REihenfolge wie sie es hören wollten, nicht wie ich es eingeschickt habe



das mochte ich nicht so gerne, ich mag es auch immer noch nicht

das irgendwie auch nicht so sehr


wenn Deine Tochter sich von dieser Art des Spielens angesprochen fühlt ist es unerlässlich, dass sie wirklich eine saubere Handhaltung von Anfang an lernt, sonst sind die Finger kaputt und alles ist für die Katz ;) Und das tut dann richtig weh, im mehrfachen Sinne ;)


und bei dem hier - das habe ich nicht gespielt, es wäre mein Tod gewesen - saß ich vollends verzweifelt mit dem Taschenrechner vor dem KLavier und habe versucht, das IRGENDWIE auszurechnen. Frontalversagen. Also mathematisch am Limit 😂😂😂Meine Großmutter hat das völlig tiefenentspannt im Vorübergehen gespielt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Blue2021

Bekanntes Mitglied
und bei dem hier - das habe ich nicht gespielt, es wäre mein Tod gewesen - saß ich vollends verzweifelt mit dem Taschenrechner vor dem KLavier und habe versucht, das IRGENDWIE auszurechnen. Frontalversagen. Also mathematisch am Limit 😂😂😂Meine Großmutter hat das völlig tiefenentspannt im Vorübergehen gespielt.
Horowitz...?!
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Also wenn Horowitz nicht Ende der Fahnenstange ist, dann weiß ich auch nicht. Respekt.
 
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