Es fällt natürlich sehr oft aus, dass wir in Deutschland so eine unfassbare Vorliebe für polyvalente Allrounder haben, die individuell bei einer festgelegten Position letztendlich kaum mehr als leicht überdurchschnittliche Fähigkeiten besitzen.
Da trifft Lahm absolut ins Schwarze. Davon müssten wir schleunigst wegkommen!!
Mit Völler haben wir jetzt zumindest einen Sportdirektor beim DFB, der die grundlegende Problematik erkannt hat.
In den Nachwuchsleistungszentren müsse "sicherlich etwas passieren in der Zukunft", so der 63-Jährige. "Das clevere Verhalten hat uns in Deutschland immer ausgezeichnet. Natürlich ist eine Spieleröffnung wichtig, aber heute wird in der Jugend vermittelt, dass jeder Innenverteidiger den Ball vier Meter nach links oder rechts spielen kann. Das muss man können, aber viel wichtiger ist Kopfballspiel, eins gegen eins und den Zweikampf zu gewinnen. Das ist die Basis."
Ich muss aber auch mal eine Lanze für die Talentförderung im deutschen Fußball brechen. Ich kann nur für Freiburg sprechen, da läuft das sehr gut oder z.B. die Knappenschmiede der Schalker. Bei der Hertha bilden sie auch sehr gut aus usw....Vielleicht sind das nicht so viele Talente wie in Frankreich oder England, aber der Übergang in den Profibereich ist häufig das Problem. Man geht lieber vermeintlich auf Nummer Sicher und setzt dann einen ausländischen Spieler ein als einem Nachwuchsspieler die Chance zu geben. Solange das immer noch häufig praktiziert wird wird sich daran nicht viel ändern. In Freiburg bekommen diese Spieler aus dem eigenen Nachwuchs oder generell junge Spieler diese Chance. Das ist ein ganz klarer Teil der Vereinsphilosophie. Und das funktioniert.