DFL berät über Einstieg von Finanzinvestoren

Odin_reloaded

Bekanntes Mitglied
Irgendwo muss das Geld ja verbraten werden. Das klingt schon sehr nach "segnet es ab, sonst können wir uns nicht die Taschen füllen". 20 Jahre für 2 Milliarden zu verschachern halte ich eh für nen schlechten Witz.
Die ganze Idee ist völig unabhängig von Laufzeiten und Summen ein schlechter Witz.
Wozu braucht es Einmalzahlungen? Für saudumme "undichte Dächer reparieren"-Sprüche?
Relevant sind laufende Einnahmen, mit denen man kalkulieren kann, nicht aber Einmaleffekte, die für zwei Jahre alle Preise in die Höhe schnellen lassen und die dann verpuffen.

Die DFL sollte sich Gedanken über die Zukunft der TV-Einnahmen machen, und was da "eine eigene Streamingplattform" soll, verstehe ich nicht.
Das NFL-Modell der exclusiven Eigenvermarktung funktioniert in Deutschland nicht, da kommen sofort wieder Kartellrechtler und "Verbraucherschützer" um die Ecke, denen wir jetzt schon die Doppelabos verdanken.

"Sky Deutschland" wird in Zukunft ohne internationale Subventionierung kaum noch die Summen aufrufen,, die man bislang füt TV-Rechte hinblätterte. Und wenn dann 20 Jahre weitere 12,5 Prozent in Investorentaschen fließen, höre ich jetzt schon das große Wehklagen der Proficlubs.
Da helfen Einmaleffekte in keinster Weise weiter.
 

Odin_reloaded

Bekanntes Mitglied
Steht denn schon fest, nach welchem Schlüssel das Geld verteilt wird? Wenn jeder gleich viel bekäme, könnte man damit ja die Kleinen ködern.Angeblich befürchten manche sogar einen Bruch zwischen Bundesliga und zweiter Liga.
Den "Schlüssel" möchte ich gerne mal sehen, der 12,5 prozentige Mindereinnahmen für die nächsten 20 Jahre GERECHT ausgleichen soll.
Wo bleiben die Drittligisten mit Ansprüchen, in den nächsten Jahren wieder oben mitmischen zu wollen wie 1860 München, RWE, der MSV und Co?
Die haben im Aufstiegsfall immer die Arschkarte, weil die Einnahmen geringer ausfallen und der Kuchen längst verputzt ist.
 

Werderforever

Bekanntes Mitglied
Den "Schlüssel" möchte ich gerne mal sehen, der 12,5 prozentige Mindereinnahmen für die nächsten 20 Jahre GERECHT ausgleichen soll.
Wo bleiben die Drittligisten mit Ansprüchen, in den nächsten Jahren wieder oben mitmischen zu wollen wie 1860 München, RWE, der MSV und Co?
Die haben im Aufstiegsfall immer die Arschkarte, weil die Einnahmen geringer ausfallen und der Kuchen längst verputzt ist.
Drittligisten sind nicht Teil der DFL.Ist aber trotzdem ein guter Hinweis.Die Kohle wird dann vermutlich an die Teams gehen, die zum Zeitpunkt X Teil der DFL sind.Die Frage nach welchem Schlüssel die Kohle innerhalb der 36 verteilt wird,stellt sich trotzdem.
 

Adi Preißler

Zweitnick
Drittligisten sind nicht Teil der DFL.Ist aber trotzdem ein guter Hinweis.Die Kohle wird dann vermutlich an die Teams gehen, die zum Zeitpunkt X Teil der DFL sind.Die Frage nach welchem Schlüssel die Kohle innerhalb der 36 verteilt wird,stellt sich trotzdem.
Ich gehe davon aus, dass zwar jeder etwas bekommt, aber natürlich so wie immer: Die die oben stehen bekommen am allermeisten, die die unten stehen, bekommen am allerwenigsten.
 

Odin_reloaded

Bekanntes Mitglied
Drittligisten sind nicht Teil der DFL.Ist aber trotzdem ein guter Hinweis.Die Kohle wird dann vermutlich an die Teams gehen, die zum Zeitpunkt X Teil der DFL sind.Die Frage nach welchem Schlüssel die Kohle innerhalb der 36 verteilt wird,stellt sich trotzdem.
...und genau davon rede ich doch! Sollte ein Investorenteam die Rechte erhalten, würden nur aktuelle DFL-Mitglieder davon einmalig profitieren, spätere DFL-Mitglieder aber nur die Negativauswirkungen zu spüren bekommen.
Vor 20 Jahren spielten 1860 München, Kaiserslautern, Hansa Rostock, Bielefeld, Nürnberg und Cottbus in der Bundesliga, nahezu alle haben mittlerweile Dittligaerfahrung.
Noch gravierender sind die Verschiebungen in der 2. Liga, dort spielten damals noch Teams wie Alemania Aachen, VfB Lübeck, RW Ahlen, SSV Reutlingen, RW Oberhausen und Co.
Und in der Zwischenzeit verschwanden auch noch andere Teams von der "großen Fußballbühne" und andere tauchten auf.
Wie fair wäre denn damals das Verteilen von Einmaleffekten gegenüber den jetztigen Vereinen gewesen? Denn de facto haben sich die Umstände nicht geändert.
 

Odin_reloaded

Bekanntes Mitglied
300 Millionen Euro der Erlöse durch die Zusammenarbeit mit einem Partner sollen zur freien Verwendung an die 36 Erst- und Zweitligisten gehen. 750 Millionen Euro soll die DFL erhalten, um eine eigene Streamingplattform aufzubauen. Der Rest der Einnahmen ist zweckgebunden, die Vereine sollen damit in die Infrastruktur investieren.
Wir reden hier von lediglich 300 Mio, die den 38 DFL-Mitgliedern direkt ausgezahlt werden.
Sehr wahrscheinlich gehen 200 Mio an die Erstliigisten und 100 Mio an die Zweitligisten.
Wir reden also über Einmaleffekte von 11 Mio für Erstligisten und 5,6 Mio für Zweitligateams.
Dafür verzichtet man 20 Jahre auf 12,5 Prozent der TV-Einnahmen. Kein sooo dolles Geschäft für die Clubs...

Noch subtiler ist der Verwendungszweck des Großteils des Geldes... "die Vereine sollen damit in die Infrastruktur investieren" ist doch an Schwammigkeit kaum zu überbieten.
Beginnen wir mit "die Vereine"... Bayern hat in den letzten Jahren mit dem "Campus" eine nahezu perfekte Infrastuktur erschaffen, wird diese dann rückwirkend von der DFL finanziert?
Und welche Infrastrukturen sollen denn Eintracht Braunschweig, Holstein Kiel und Co erschaffen, um vom Milliarden-Pool zu profitieren?

Das ganze stinkt gewaltig nach einer Rühl-Hamers-Idee, um die Baustelle "Tor auf Schalke" noch irgendwie zu reaktivieren.
Ein gemeinsames Interesse aller 38 DFL-Mitglieder erkenne ich darin nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:

Odin_reloaded

Bekanntes Mitglied
Thema ist erstmal erledigt
die Entscheidung fiel aber erscbreckend knapp aus.
Benötigt wurden 24 "ja"-Stimmen, es gab aber "nur" 20 "ja"-Stimmen und fünf Enthaltungen.
Daß solch eine Schnapsidee fast durchgewunken wäre,.zeugt nicht gerade vom hohen IQ der Vereinsverantwortlichen.
 

Bismarck

Lenchen ist nicht süß!!!!
Morgen wird die Bude dicht gemacht. Nur damit der BVB nicht Meister wird. :mahnen:
Ohne Flachs, der Laden könnte in der Tat auseinanderfliegen. Zumindest wird die 2. Liga demnächst eigene TV-Verträge aushandeln dürfen. Mal schauen, ob die Verantwortlichen von St. Pipi dann auch noch jubeln.
 

Seb

Bekanntes Mitglied
Gucke gerade Ausschnitte der PK. Die Chuzpe von Watzke muss man erstmal haben, sich derart als barmherziger Samariter aufzuspielen. :lachtot:
 

derMoralapostel

Bekanntes Mitglied
Bei den Ursachen dürfte Seifert richtig liegen. Für die Mehrheit der DFL-Mitglieder machts in ihrem Wettkampf keinen Unterschied, ob die Bundesliga international erfolgreich ist oder nicht bzw. ists sogar umgekehrt, dass internationaler Erfolg das Tagesgeschäft schwerer macht, weil die Schere der Einnahmen dann immer weiter auseinander geht.
 

Odin_reloaded

Bekanntes Mitglied
Bei den Ursachen dürfte Seifert richtig liegen. Für die Mehrheit der DFL-Mitglieder machts in ihrem Wettkampf keinen Unterschied, ob die Bundesliga international erfolgreich ist oder nicht bzw. ists sogar umgekehrt, dass internationaler Erfolg das Tagesgeschäft schwerer macht, weil die Schere der Einnahmen dann immer weiter auseinander geht.
sorry, aber WAS FÜR EIN SCHEISS!
Wenn die DFL den Begriff "international mithalten" dahingehend definiert, daß man noch mehr überbezahlte Ausländer in die BL holt, dann sollten sich die Verantwortlichen schnellstens vom Acker machen!
Man gugge sich doch nur die Vereine an, die "international mithalten" möchten wie Bayer Leverkusen mit ACHT deutschen Spielern im Kader, von denen DREI gar nicht zum Einsatz kommen.
Auch bei RB Leipzig gibt es im gesamten Kader nur fünf deutsche Spieler, die überhaupt mal zum Einsatz kommen.
Bei Eintracht Frankfurt vertreten nur noch Rode, Lenz, Knauf und Götze die deutschen Farben unter den Feldspielern.
Bei Wolfsburg spielen von den zehn Deutschen im Kader fünf nicht wirklich eine Rolle.. usw.
Viele der deutschen Stammspieler haben ihren Zenit bereits überschritten, auf den Nachwuchs würde man in naher Zukunft noch weniger setzen, wenn man mit mehr Kohle mehr international "wildern" könnte.
Das soll gut für den deutschen Fußball sein? Daß ich nicht lache!

Und fernab von jedem "Investoren machen den Fußball besser"-Schwachsinn.... 20 Jahre auf 12,5 Prozent der TV-Gelder zu verzichten ist de facto ein eklatantes Minus-Geschäft, so weit sollte jeder Hirni rechnen können.
Die DFL kassiert einmalig 2 Mrd. Euro und verzichtet dadurch auf 3 ;Mrd. Euro TV-Gelder.
Und für so nen Schwachsinn stimmen 20 Proficlubs unf 5 enthalten sich. Warum auch immer.
 

fradiavolo

Vorzeige-Wokie
Und fernab von jedem "Investoren machen den Fußball besser"-Schwachsinn.... 20 Jahre auf 12,5 Prozent der TV-Gelder zu verzichten ist de facto ein eklatantes Minus-Geschäft, so weit sollte jeder Hirni rechnen können.
Die DFL kassiert einmalig 2 Mrd. Euro und verzichtet dadurch auf 3 ;Mrd. Euro TV-Gelder.
Und für so nen Schwachsinn stimmen 20 Proficlubs unf 5 enthalten sich. Warum auch immer.
Warum auch immer ist schnell erklärt: weil sie dann das Geld jetzt verprassen können, vor allem bei den Entscheidungsträgern dürfte bestimmt auch noch eine kleine Angels Share hängen bleiben. Dass die Liga dann über viele Jahre hinaus deutlich weniger Einnahmen hat und der einzige Gewinner der Investor ist, juckt die doch nicht im Geringsten, so lange sie sich selbst jetzt und hier die Taschen vollstopfen konnten.
 

Odin_reloaded

Bekanntes Mitglied
Warum auch immer ist schnell erklärt: weil sie dann das Geld jetzt verprassen können, vor allem bei den Entscheidungsträgern dürfte bestimmt auch noch eine kleine Angels Share hängen bleiben. Dass die Liga dann über viele Jahre hinaus deutlich weniger Einnahmen hat und der einzige Gewinner der Investor ist, juckt die doch nicht im Geringsten, so lange sie sich selbst jetzt und hier die Taschen vollstopfen konnten.
...und nochmal- wir reden hier über nicht wirklich beeindruckende Einmalzahlungen an Bundesligisten in Höhe von 11 Mio Euro und an Zweitligisten in Höhe von 5 Mio Euro..
Ein Großteil der DFL-Einnahmen sollte doch in eine DFL-Internet-Plattform und in "Infrastrukturen" fließen, also letztendlich irgendwo "versickern".
Daß das so viele Bundesligisten befürworteten, bleibt mir weiterhin unbegreiflich.
 

ManniBVB09

Bekanntes Mitglied

20 Vereine stimmten mit "Ja", bekannt davon: neun​


Dass der FC Bayern München und Borussia Dortmund für die Einbeziehung eines externen Investors offen waren, war nie ein Geheimnis. "Nun besteht die Gefahr, dass der Abstand zu England und Spanien weiter wächst. Und das wäre dann ein Schaden für alle Vereine, die Größeren und die Kleineren", erklärte Oliver Kahn, CEO des Rekordmeisters.


BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hatte sich nach dem Ergebnis schmallippig gezeigt. Der Geschäftsführer von Borussia Mönchengladbach, Stephan Schippers, sprach währenddessen von einem "Rückschlag für die Weiterentwicklung der Liga". Die Borussia hatte laut eigenen Angaben mit Ja gestimmt.

Ebenso wie Werder Bremen. "Auf dieser von der DFL geschaffenen neuen Grundlage haben wir zugestimmt, was aber keine finale Zustimmung für einen strategischen Partner zur Folge gehabt hätte, sondern vorerst für die Fortführung des Prozesses in Phase 2 galt", erklärte Klaus Filbry, Vorsitzender der SVW-Geschäftsführung.


Durch die beiden Geschäftsführer der DFL, Oliver Leki (SC Freiburg) und Axel Hellmann (Eintracht Frankfurt), sind zwei weitere Pro-Stimmen aus der Bundesliga folgerichtig.




Der Präsident von Union Berlin, Dirk Zingler, hatte im Vorfeld kräftig Werbung für den Investor-Einstieg gemacht, auch hier ist ein Ja quasi verbrieft. Fernando Carro, der Sprecher der Geschäftsführung von Bayer Leverkusen, machte sich noch während der Versammlung für den Deal stark und ergriff das Wort.


Aus der 2. Bundesliga ist nur eine Ja-Stimme bekannt: Fortuna Düsseldorf erklärte am Mittwochabend auf Twitter: "Wir haben also mit Ja gestimmt, um die wichtigen Kritikpunkte konstruktiv einbringen zu können." Dem ursprünglichen Vorschlag der DFL hätten sich die Rheinländer eigener Aussage zufolge nicht angeschlossen.


Elf Vereine stimmten mit "Nein", bekannt davon: sieben​


Aus der Bundesliga hatten der 1. FC Köln mit Geschäftsführer Christian Keller und der VfB Stuttgart mit Aufsichtsratchef Claus Vogt im Vorfeld Stimmung gegen den geplanten Deal gemacht.


Auch der FC Schalke 04 äußerte sich in Person von Dr. Bernd Schröder, dem Vorstandsvorsitzenden, dazu: "Wir, wie viele andere Klubs auch, haben zum jetzigen Zeitpunkt zu viele offene Fragen - unter anderem zu Business-Plan, Neubesetzung der Geschäftsführung und dem Verteilungsmechanismus."


Der FC Augsburg zählte laut übereinstimmenden Medienberichten ebenfalls zu den wenigen Bundesligisten auf der Contra-Seite.


Aus der 2. Liga, die mit ihren Stimmen wohl maßgeblich zum Scheitern beitrug, ging der FC St. Pauli besonders offensiv ins Rennen. "Das Ergebnis und die kontroversen Debatten zeigen, dass es offenkundig noch viel Klärungsbedarf und zu viele offene Fragen gab", sagte Klubpräsident Oke Göttlich nach der Abstimmung.


Robert Marien, Vorstandschef des FC Hansa Rostock, trug auf der Versammlung einen Beitrag vor und argumentierte gegen den Einstieg des Investors. Auch der Karlsruher SC stimmte für Nein: "In der Frage, wie das genau finanziert wird, sind zum jetzigen Zeitpunkt für uns noch zu viele Fragezeichen gewesen", sagte Michael Becker, der Geschäftsführer der Badener.


Fünf Vereine enthielten sich​




Welche das sind, ist nicht publik geworden. Bis dato hat sich kein Erst- oder Zweitligist öffentlich dazu bekannt, sich enthalten zu haben.

Wer für den Investor-Einstieg gestimmt hat - und wer dagegen
 

Katsche

Erfolgshungrig
Die Bundesliga muss sich darauf einstellen auf lange Sicht nur noch Liga Nummer 4 oder 5 in Europa zu sein. Das gehört zur Wahrheit dazu.
 
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