Die deutsche Nationalmannschaft

gary

Bekanntes Mitglied
Nicht wirklich, es zeigt nur, dass er seiner Rolle als Bundestrainer von seiner Persönlichkeit nicht gewachsen war. Dafür kann er wenig, er hätte aber vielleicht ehrlicher mit sich sein sollen und den Job nicht machen. Charakterlich kann man ihm nichts vorwerfen.

Die DFB Führung hätte erkennen müssen, was eigentlich von Anfang an fast jeder Fußballfan erkannt hatte. Berti war ja lange genug beim DFB. Die kannten den sehr genau.
Als Co-Trainer wohl ein guter Mann und kein falscher Hund oder Blender wie viele Rampensäue. Als Chef aber überfordert, auch wenn er 1996 Europameister wurde.

In der Nachwendezeit und den vielen Alphatieren incl. Beckenbauer war es aber auch eine spezielle Zeit. Dazu die Hypothek mit dem Weltmeistertitel 1990 bei Dienstbeginn und der Erwartung, dieses Niveau zu halten.
 

GutenAbendAllerseits

Formerly known as G.O.T.T.
Die DFB Führung hätte erkennen müssen, was eigentlich von Anfang an fast jeder Fußballfan erkannt hatte. Berti war ja lange genug beim DFB. Die kannten den sehr genau.
Als Co-Trainer wohl ein guter Mann und kein falscher Hund oder Blender wie viele Rampensäue. Als Chef aber überfordert, auch wenn er 1996 Europameister wurde.
Er war komplett von der Zeit und der Situation überfordert. Man hat ihn auch alleine im Regen stehen lassen. Diese ganzen Spieler auf dem Egotrip in seiner Mannschaft wie Matthäus, Effenberg, Basler, Strunz..you name it..., haben ihm definitiv nicht gut getan. Übrigens die gleichen Typen, die damals den FC Bayern als FC Hollywood (und den Trainer Trappatoni) ins Chaos stürzten. Und dazu noch diese bescheuerten Spielerfrauen von Illgner, Effe und Häßler, die sich selbst in den Mittelpunkt stellten, um von der Prominenz (und vor allem auch dem Geld) ihrer Göttergatten zu profitieren. Grauenvoll...
In der Nachwendezeit und den vielen Alphatieren incl. Beckenbauer war es aber auch eine spezielle Zeit. Dazu die Hypothek mit dem Weltmeistertitel 1990 bei Dienstbeginn und der Erwartung, dieses Niveau zu halten.
Dazu die Zeit, mit einer aufs maximale ausufernden Medienlandschaft, die plötzlich durch die Privatsender auch im TV-Bereich komplett boulevardisiert waren.
 

derMoralapostel

Bekanntes Mitglied
Er war komplett von der Zeit und der Situation überfordert. Man hat ihn auch alleine im Regen stehen lassen. Diese ganzen Spieler auf dem Egotrip in seiner Mannschaft wie Matthäus, Effenberg, Basler, Strunz..you name it..., haben ihm definitiv nicht gut getan. Übrigens die gleichen Typen, die damals den FC Bayern als FC Hollywood (und den Trainer Trappatoni) ins Chaos stürzten. Und dazu noch diese bescheuerten Spielerfrauen von Illgner, Effe und Häßler, die sich selbst in den Mittelpunkt stellten, um von der Prominenz (und vor allem auch dem Geld) ihrer Göttergatten zu profitieren. Grauenvoll...

Dazu die Zeit, mit einer aufs maximale ausufernden Medienlandschaft, die plötzlich durch die Privatsender auch im TV-Bereich komplett boulevardisiert waren.
wenn man das nochmal so rekapituliert, stellt sich die Frage: Hätte es denn überhaupt einen Trainer gegeben, der den 94er-Sauhaufen hätte zusammenhalten können? Wenn ich mir die Kaderliste jetzt nochmal anschaue, mit ganz wenigen Ausnahmen (Köpke, Brehme, Buchwald, Kohler, Wagner, Kuntz, Riedle) waren da ja eigentlich nur Spieler dabei, die selbst oder auch ihr Umfeld (Illgner, Hässler) auch bei ihren Vereinen meistens nicht nur einmal Probleme verursacht haben. Und selbst die Ausnahmen waren sehr starke und nicht immer einfache Persönlichkeiten. Dass sich da keine funktionierende Teamhierarchie gebildet hat, war also nicht so ganz überraschend. Oder anders ausgedrückt: Die DFB-Village People hatten 20 Indianer und nur 5 Bauarbeiter, das konnte nicht funktionieren und hätte auch mit einer stärkeren Trainerpersönlichkeit vermutlich nicht funktioniert.
Höchstens die stärkere Trainerpersönlichkeit hätte den Kader komplett anders strukturiert und ein paar Problembären zuhause gelassen. Die dann aber über Bild und co. vermutlich kräftig Stimmung gemacht hätten, was man als Trainer dann eben auch erst mal aushalten müsste.
 

Stan-Kowa

Leide an Islamintoleranz
Hab mir die Doku jetzt auch komplett angeschaut und vor ein paar Tagen die über die WM 90.
Meine Fresse ist der Loddar einfach gestrickt.
 
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GutenAbendAllerseits

Formerly known as G.O.T.T.
wenn man das nochmal so rekapituliert, stellt sich die Frage: Hätte es denn überhaupt einen Trainer gegeben, der den 94er-Sauhaufen hätte zusammenhalten können? Wenn ich mir die Kaderliste jetzt nochmal anschaue, mit ganz wenigen Ausnahmen (Köpke, Brehme, Buchwald, Kohler, Wagner, Kuntz, Riedle) waren da ja eigentlich nur Spieler dabei, die selbst oder auch ihr Umfeld (Illgner, Hässler) auch bei ihren Vereinen meistens nicht nur einmal Probleme verursacht haben. Und selbst die Ausnahmen waren sehr starke und nicht immer einfache Persönlichkeiten. Dass sich da keine funktionierende Teamhierarchie gebildet hat, war also nicht so ganz überraschend. Oder anders ausgedrückt: Die DFB-Village People hatten 20 Indianer und nur 5 Bauarbeiter, das konnte nicht funktionieren und hätte auch mit einer stärkeren Trainerpersönlichkeit vermutlich nicht funktioniert.
Höchstens die stärkere Trainerpersönlichkeit hätte den Kader komplett anders strukturiert und ein paar Problembären zuhause gelassen. Die dann aber über Bild und co. vermutlich kräftig Stimmung gemacht hätten, was man als Trainer dann eben auch erst mal aushalten müsste.
Aus meiner Sicht hatte es Vogts mit dieser Auswahl wirklich schwer. Leider war er von seiner Persönlichkeit her auch zu schwach und mit zu wenig natürlicher Autorität ausgestattet, um es mit dieser unfassbar schwierigen Gruppe an "Challengerpersönlichkeiten" aufnehmen zu können. Eigentlich sind "Herausforderer" nichts schlechtes, gibt es aber zu viele davon in einer Gruppe, führt das sehr häufig zu Streit, Spannungen und Konflikten. Genau das war hier offensichtlich der Fall.

Hätte man diesen Kader besser managen können!? Aus meiner Sicht definitiv ja. Man hätte einen Trainer gebraucht, der nicht nur fachlich kompetent war (und das war Vogts übrigens unzweifelhaft!), sondern auch einer, der aufgrund seiner Autorität und seines Standings kaum Angriffsflächen für diese "Challenger" geboten hätte, die tatsächlich leicht jede Schwäche (und Vogts hatte sehr viele dieser Schwächen) ausnutzen wollten und es mit Hilfe der Medien auch taten. Es wären sicherlich Trainer der Kategorie Heynckes, Hitzfeld oder Rehhagel gewesen..., wobei letzterer tatsächlich ja dann auch an der eigentlich fast selben Gruppe (zur selben Zeit!!) scheiterte. Diese Persönlichkeit hätte gerade auch die Medienarbeit in den Vordergrund rücken müssen und vielleicht tatsächlich dann auch entsprechend dazwischenhauen, wenn Dinge zu weit gingen.

Aber natürlich hätte man die Gruppe etwas anders strukturieren müssen. Vogts hat das bei der EM 1996 viel besser hinbekommen. Er verzichtete auf Matthäus, Illgner (trat zurück), Berthold und Effenberg (der verzichtete von selbst) und machte Sammer zu seinem Führungsspieler. In der Doku kommt das auch hervorragend rüber, Sammer war von seiner Persönlichkeit her ein Mannschaftsspieler und nicht ein Egotyp (hat sich auch klar hinter Matthäus zurückgestellt), der Konkurrenzdenken an den Tag legte.

Trotzdem hätte man aus meiner Sicht auch mit diesem Kader Erfolg haben können (gerade bei diesem Talent!!). Mit mehr Fokus auf gemeinsame Ziele, Werte, Disziplin und vielleicht auch einer stärkeren gemeinsamen Identität. Das alles ist Teil von "Führung" und Leadership und das war für den DFB eine unbekannte Welt damals. Sehr schade....
 
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derMoralapostel

Bekanntes Mitglied
Es wären sicherlich Trainer der Kategorie Heynckes, Hitzfeld oder Rehhagel gewesen..., wobei letzterer tatsächlich ja dann auch an der eigentlich fast selben Gruppe (zur selben Zeit!!) scheiterte.
Das war halt genau der Hintergedanke, bei dem, was ich schrieb. Rehagel ist bei Bayern 2 Jahre später komplett gescheitert, eben weil er mit diesen Spielerpersönlichkeiten nicht klar kam. Der 2013er-Heynckes oder vielleicht auch der späte Hrubesch hätte das evtl. hinbekommen, aber 1994 war auch Heynckes nicht so weit, denn er ist in der Saison danach in Frankfurt u.a. wegen Gaudino, Okocha und Yeboah bzw. dem Umgang mit ihnen gestolpert.
Also ja, grundsätzlich wäre es möglich gewesen, den Sauhaufen besser zu managen und Vogts als Typ fleißiger Arbeiter war damit überfordert, aber die Frage bleibt halt, wer hätte es damals wirklich besser gekonnt :zucken:
 

GutenAbendAllerseits

Formerly known as G.O.T.T.
Also ja, grundsätzlich wäre es möglich gewesen, den Sauhaufen besser zu managen und Vogts als Typ fleißiger Arbeiter war damit überfordert, aber die Frage bleibt halt, wer hätte es damals wirklich besser gekonnt :zucken:
Es wäre auf jeden Fall nicht leicht gewesen. Franz Beckenbauer hat aus meiner Sicht übrigens einen Hauptanteil an der Konstellation. Er hätte Vogts nicht so in den Rücken fallen dürfen. Dann wurde Berti immer an Franz gemessen und dazu haben die Spieler (vor allem die 90er-Weltmeister) die selben Vergleiche angestellt...
 

gary

Bekanntes Mitglied
...., aber die Frage bleibt halt, wer hätte es damals wirklich besser gekonnt :zucken:

Das wird man nie erfahren.
Ottmar Hitzfeld theoretisch. Aber damals war es noch nicht üblich, dass Bundesliga-Toptrainer zur NM "absteigen". Giovanni Trappatoni konnte mit Stars umgehen. Wobei der DFB noch nie einen ausländischen Trainer verpflichtet hat. Udo Lattek konnte mit schwierigen Alphamännchen umgehen. Er kannte das ja, wenn er in den Spiegel schaute
 

Freak a Dell

Schwuppdiwupkartoffelsupp
Das wird man nie erfahren.
Ottmar Hitzfeld theoretisch. Aber damals war es noch nicht üblich, dass Bundesliga-Toptrainer zur NM "absteigen". Giovanni Trappatoni konnte mit Stars umgehen. Wobei der DFB noch nie einen ausländischen Trainer verpflichtet hat. Udo Lattek konnte mit schwierigen Alphamännchen umgehen. Er kannte das ja, wenn er in den Spiegel schaute
Hat sich eigentlich Jürgen Klopp mal geäußert, ob er den Job des Bundestrainers übernehmen würde ?
 

whiteman

Becksteins erste Ehefrau
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