Ehre wem Ehre gebührt: Bert Trautmann wird OBE!!

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beribert

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Queen ehrt "Traut the Kraut"

Bert Trautmann gilt in England immer noch als bester deutscher Fußball-Import. Der Torwart gewann 1956 mit Manchester City trotz eines gebrochenen Genicks den FA-Cup - und wurde so zur Legende. Damals überreichte ihm die Queen die Siegermedaille. Fast 50 Jahre später erhält "Traut the Kraut" nun einen Orden.


AP
Legende Trautmann: "Bedeutender Beitrag"
Berlin - "Ich bin sehr stolz auf die Auszeichnung", sagte Trautmann. Der 81-Jährige, der sich jetzt "Officer of the British Empire" nennen darf, erhält die Auszeichnung als Anerkennung für seine Verdienste um die deutsch-britischen Beziehungen. Das teilte die britische Botschaft in Berlin heute in einer Stellungnahme mit. "Trautmann hat einen bedeutenden Beitrag zur britisch-deutschen Versöhnung geleistet, was allein schon offizielle Anerkennung wert ist."

Der künftige Träger des "OBE" sagte in aller Bescheidenheit, er sei "glücklich darüber, dass ich auf meine Art und Weise in einer sehr schwierigen Zeit menschlich und sportlich zur Verständigung beitragen konnte." Der ehemalige deutsche Weltklasse-Torhüter wird den Orden jedoch nicht von Queen Elizabeth II. persönlich überreicht bekommen; der britische Botschafter Sir Peter Torry wird die Auszeichnung stattdessen im Auftrag der Königin vornehmen.

Der ehemalige Kriegsgefangene Trautmann war 1949 unter großen Protesten nach Manchester gewechselt. Dort gingen anfangs 40.000 Menschen auf die Strassen, um gegen die Verpflichtung eines verhassten Deutschen zu protestieren. Doch "Traut the Kraut" setzte sich durch - und spielte sich 1956 endgültig in die Herzen der City-Anhänger. Im Pokalfinale brach sich der Torhüter nach einem Zusammenprall mit Birmingham Citys Stürmer Peter Murphy in der 75. Minute das Genick und spielte unter großen Schmerzen bis zum Schluss durch. "City" gewann das Spiel mit 3:1 - bei der Siegerehrung durch Königin und Prince Phillip soll der Deutsche sogar gescherzt haben, er habe lediglich "ein steifes Genick". Als erster Ausländer überhaupt wurde Trautmann daraufhin zum "Fußballer des Jahres" in England.

15 Jahre spielte das Idol für den Verein aus Manchester und verzichtete damit auch auf die Chance, für die deutsche Nationalmannschaft im Tor zu stehen. Damals galt noch die Regel, dass im Ausland aktive Spieler nicht in der deutschen Elf stehen durften. Mit England ist Trautmann weiterhin verbunden. Er gründete die "Trautmann-Foundation", eine Stiftung, die den Fußball in den Dienst der britisch-deutschen Verständigung stellen will. "Ich hoffe, dass ich über die Arbeit der Foundation auch in Zukunft positive Impulse für die Entwicklung der Beziehungen setzen kann", so "Traut". Es sei ihm "besonders wichtig", durch seine Arbeit "vor allem die jungen Menschen beider Länder über den Sport zusammenzuführen".


Ein grosser Torhüter und ein noch grossartigerer Mensch!! Schade, dass mein Opa schon lange Tod ist. Er würde sich wirklich freuen, dass sein Freund aus dem Lager Ashton für uns Deutsche in England so viel gute Werbung macht!!!
Manchester City hat ihm dazu noch viel zu verdanken!!!
 
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