Eigenheim oder Miete?

Jabawuki

Ya talkin' to me?
Ich bin Anfang 20 und für meine Generation ist der Traum vom Eigenheim immer schwerer zu realisieren. Da helfen auch die niedrigen Zinsen nichts. Die Preise für Grundstücke und Immobilien explodieren und steigen pro Jahr um 8%!!

Hier im Fanlager gibt es ja schon viele die 40 oder älter sind. Wie lief das bei euch? Und glaubt ihr diese Entwicklung wird mit dem demografischen Faktor wieder besser werden?
 

Lea1997

Bekanntes Mitglied
Der Traum vom Eigenheim ist möglich. Nur muss man dafür halt bereit sein aus der eigenen Komfortzone zu kommen und in Regionen zu ziehen wo dieser Traum noch finanzierbar ist.
 

Forumskollege04

YouTuber und Schalke-Sympathisant.
Ist in der Tat sehr schwer.
Ich hatte vor zwei Jahren das große Glück dass der Vorbesitzer unseres Hauses hochverschuldet war und gar keine andere Wahl hatte als das Haus an den Erstbesten zu verkaufen.

Der Wert der Immobilie lag locker nochmal 30- bis 40.000 € höher als das was wir letztlich bezahlt haben.

Und dennoch...mit Grunderwerbssteuer und Grundbucheintrag und Notarkosten und hassenichgesehen hatten wir am Ende trotzdem unsere liebe Not nicht ins Minus zu rutschen. Mittlerweile geht es wieder weil die Abzahlung sehr niedrig angesetzt ist. Aber dafür zahlen wir jetzt auch mehr als 25 Jahre lang ab...in meinem Fall bedeutet das, dass ich dann fast 60 bin bis das Haus endlich "mein" ist.
 

Wirrtueller

Bekanntes Mitglied
Der Traum vom Eigenheim ist möglich. Nur muss man dafür halt bereit sein aus der eigenen Komfortzone zu kommen und in Regionen zu ziehen wo dieser Traum noch finanzierbar ist.

Also in meinem Fall ist das hier auf dem abgelegenen Dörfchen durchaus Komfortzone und für mich wäre es eher der Horror in eine größere Stadt ziehen zu müssen.
 

FCK-Fan-Simone

Lehrerin und Mutter
Teammitglied
Ist in der Tat sehr schwer.
Ich hatte vor zwei Jahren das große Glück dass der Vorbesitzer unseres Hauses hochverschuldet war und gar keine andere Wahl hatte als das Haus an den Erstbesten zu verkaufen.

Der Wert der Immobilie lag locker nochmal 30- bis 40.000 € höher als das was wir letztlich bezahlt haben.

Und dennoch...mit Grunderwerbssteuer und Grundbucheintrag und Notarkosten und hassenichgesehen hatten wir am Ende trotzdem unsere liebe Not nicht ins Minus zu rutschen. Mittlerweile geht es wieder weil die Abzahlung sehr niedrig angesetzt ist. Aber dafür zahlen wir jetzt auch mehr als 25 Jahre lang ab...in meinem Fall bedeutet das, dass ich dann fast 60 bin bis das Haus endlich "mein" ist.
So ähnlich läuft das bei uns auch.
 

Vatreni

Hrvatska u srcu!
Ist in der Tat sehr schwer.
Ich hatte vor zwei Jahren das große Glück dass der Vorbesitzer unseres Hauses hochverschuldet war und gar keine andere Wahl hatte als das Haus an den Erstbesten zu verkaufen.

Der Wert der Immobilie lag locker nochmal 30- bis 40.000 € höher als das was wir letztlich bezahlt haben.

Und dennoch...mit Grunderwerbssteuer und Grundbucheintrag und Notarkosten und hassenichgesehen hatten wir am Ende trotzdem unsere liebe Not nicht ins Minus zu rutschen. Mittlerweile geht es wieder weil die Abzahlung sehr niedrig angesetzt ist. Aber dafür zahlen wir jetzt auch mehr als 25 Jahre lang ab...in meinem Fall bedeutet das, dass ich dann fast 60 bin bis das Haus endlich "mein" ist.
Glück gehabt. Aber ich denke mir lieber nen Kredit abbezahlen und dann gehört es einem oder den Kids anstatt einen ähnlich hohen Betrag an Miete zu zahlen, von dem man letztlich nix hat.
 

Forentroll

Bekanntes Mitglied
Glück gehabt. Aber ich denke mir lieber nen Kredit abbezahlen und dann gehört es einem oder den Kids anstatt einen ähnlich hohen Betrag an Miete zu zahlen, von dem man letztlich nix hat.
Am Ende ist es eine simple Investitionsrechnung. Der "Ertrag" durch die gesparte Äuqivalenzmiete (vielleicht 70% der Nettokaltmiete) muss über die angedachte Laufzeit höher sein als der gezahlte Zinssatz über die angedachte Laufzeit. Außerdem sollte die fiktive Miete gemessen am regelmäßigen Einkommen keinen zu großen Batzen ausmachen.
 

FCK-Fan-Simone

Lehrerin und Mutter
Teammitglied
Glück gehabt. Aber ich denke mir lieber nen Kredit abbezahlen und dann gehört es einem oder den Kids anstatt einen ähnlich hohen Betrag an Miete zu zahlen, von dem man letztlich nix hat.
Und womöglich muss man irgendwann wegen Eigenbedarf ausziehen oder die Miete steigt so sehr, dass ein Haus abbezahlen günstiger wäre.
Außerdem kann man nichts verändern, weil es einem anderen gehört.
 

Bojack

Eine Laune der Natur
Glück gehabt. Aber ich denke mir lieber nen Kredit abbezahlen und dann gehört es einem oder den Kids anstatt einen ähnlich hohen Betrag an Miete zu zahlen, von dem man letztlich nix hat.
Vor allem dürfte die Wertsteigerungsrate in den allermeisten Fällen weit höher sein als die Kreditzinsen. Insofern ist die Rechnung nicht so schwierig, wenn wenigstens etwas Eigenkapital vorhanden ist und ein Einkommen, das weit genug über der zu erwartenden Rate liegt. Aber dieses Einkommen braucht man für Miete ja auch.
 

Forentroll

Bekanntes Mitglied
Und womöglich muss man irgendwann wegen Eigenbedarf ausziehen oder die Miete steigt so sehr, dass ein Haus abbezahlen günstiger wäre.
Außerdem kann man nichts verändern, weil es einem anderen gehört.
Dann aber aufpassen mit der Kreditlaufzeit/Zinsbindung. Die sollte lang genug sein, dass auch eine Refinanzierung zu ungünstigeren Konditionen noch darstellbar ist. Auch wenns nach mittlerweile vier Jahrzehnten fallender Zinsen keiner mehr wahrhaben will, Zinsen können hin und wieder auch mal steigen und haben das auch in der Vergangenheit hie und da getan.
 

The_Great_VfB

bite niecht närven Dancke
Also ich habe sehr viel glück gehabt, kurz vor Preissteigerung gekauft, keine 3 Monate später steigen die Preise gefühlt stündlich, jetzt nach 8 Jahren ist die Wohnung "vom Wert her" eigentlich schon abbezahlt.
 

Forentroll

Bekanntes Mitglied
Also ich habe sehr viel glück gehabt, kurz vor Preissteigerung gekauft, keine 3 Monate später steigen die Preise gefühlt stündlich, jetzt nach 8 Jahren ist die Wohnung "vom Wert her" eigentlich schon abbezahlt.
Interessanter ist an der Stelle die Mietenentwicklung, denn die gesparte Miete für eine äquivalente Wohnung ist ja eigenltich die "laufende Rendite", so ähnlich wie die steigende Dividende einer guten Aktie. Darüber hinausgehende Preissteigerungen sind ja quasi nur eine Ausweitung der Bewertungsmultiples, was sich auch schnell mal umkehren kann.
 

FCK-Fan-Simone

Lehrerin und Mutter
Teammitglied
Dann aber aufpassen mit der Kreditlaufzeit/Zinsbindung. Die sollte lang genug sein, dass auch eine Refinanzierung zu ungünstigeren Konditionen noch darstellbar ist. Auch wenns nach mittlerweile vier Jahrzehnten fallender Zinsen keiner mehr wahrhaben will, Zinsen können hin und wieder auch mal steigen und haben das auch in der Vergangenheit hie und da getan.
Zinsbindung bis zum Schluss. Bin ja nicht irre.
 

Stan-Kowa

Leide an Islamintoleranz
Ich bin Anfang 20 und für meine Generation ist der Traum vom Eigenheim immer schwerer zu realisieren. Da helfen auch die niedrigen Zinsen nichts. Die Preise für Grundstücke und Immobilien explodieren und steigen pro Jahr um 8%!!

Hier im Fanlager gibt es ja schon viele die 40 oder älter sind. Wie lief das bei euch? Und glaubt ihr diese Entwicklung wird mit dem demografischen Faktor wieder besser werden?

Ich vermute das die Grünen Eigenheime in Zukunft verbieten werden....:zahn:
 

gary

Bekanntes Mitglied
Interessanter ist an der Stelle die Mietenentwicklung, denn die gesparte Miete für eine äquivalente Wohnung ist ja eigenltich die "laufende Rendite", so ähnlich wie die steigende Dividende einer guten Aktie. Darüber hinausgehende Preissteigerungen sind ja quasi nur eine Ausweitung der Bewertungsmultiples, was sich auch schnell mal umkehren kann.

Gut, bei manchen Blasen in Metropolen sind Einbrüche möglich. Wertminderungen durch angrenzende Projekte, die beim Kauf noch nicht bekannt waren, oder auch Naturkatastrophen etc. sind auch möglich und ist es natürlich allgemein lageabhängig.
Tendenziell gehen Immobilienwerte aber eher rauf, statt runter und es besteht je nach Situation halt auch die Möglichkeit, Wertsteigerungen durch Verkauf zu realisieren. Werden die meisten "klassischen" Eigenheimbesitzer nie machen. War bei mir aber schon der Fall und wahrscheinlich werden wir auch unser jetziges Haus in ein paar Jahren verkaufen und noch mal woanders komplett neu und auch altersgerecht bauen.

Ansonsten ist ein Eigenheim auch nicht nur eine Kosten/Nutzen-Rechnung. Welche man bei einem Haus auch durch Einliegerwohnung, Fewo o.ä. aufbessern kann. Mieter sind ja immer in einer Art Abhängigheitsverhältnis und in Grenzen Weisungsempfänger, die überspitzt gesagt für jedes kleine Bohrloch eine Genehmigung vom Vermieter einholen müssen usw.
 
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