Mich würde interessieren ob sich dieses "Gedanken machen" was diese Freundin sich dabei denkt und welche Gründe für ein derartige Verhalten vor liegen bzw vor liegen könnten auch eher so ein "Frauending" ist?
In dem Fall wollte Milchschnitte ja verstehen, ob dieser Vorwurf der Freundin "berechtigt" war, bzw. konnte diesen Vorwurf nicht mit dem zusammenbringen, was sie von anderen Leuten als Rückmeldung bekommt (jedenfalls habe ich ihr Anliegen so gelesen. Falls ich das jetzt falsch interpretiert habe, Milchschnitte, dann sag Bescheid und ich nehme es wieder raus).
Dazu ist ja m.E. auch notwendig, oder zumindest hilfreich, die Beweggründe der Freundin für ihre Äußerung zu kennen, um das richtig einschätzen zu können.
Ich kenne das auch, dass man manchmal einfach mal sehen möchte, ob diese Rückmeldung etwas beinhaltet, was man vielleicht überdenken sollte. Oder ob man sich in der Situation wirklich nicht so verhalten hat, wie man selbst sich eigentlich verhalten möchte, aber es eben nicht gemerkt hat.
Ich weiß nicht, ob Männer das auch machen? Ich habe das Gefühl - womit ich aber falschliegen könnte - dass in Männerfreundschaften auch nicht ganz so viel geredet, sich nicht so viel ausgetauscht wird, so dass sich diese Fragen einfach nicht stellen.
Ganz allgemein finde ich das Überlegen über Gründe für eine Handlung und Äußerung aber auch manchmal hilfreich, um diese Handlung/Äußerung zu akzeptieren. Das kenne ich aus dem Interkulturellen, da hält man etwas zuerst mal für unhöflich, unangemessen etc., und wenn man dann die Hintergründe kennt, sieht das schon ganz anders aus und man kann etwas, das man vielleicht eigentlich nicht schätzt, doch viel besser akzeptieren, weil man weiß, dass es ganz andere Hintergründe hat. Das ist etwas, was zumindest im interkulturellen Bereich auch Männer propagieren und anwenden, weil es die Zusammenarbeit sinnvoller und besser gestaltet. Und im Alltagsleben - ohne interkulturelle Komponente - ja manchmal auch.