Europas Ligen fordern andere Geldverteilung

Werderforever

Bekanntes Mitglied
Und das hat jetzt mit dem US-Liga-System was zu tun? Ja, die immer weiter auseinanderklaffende Schere ist ein Problem.
Und diese Schere gibt es im US-Sport eben nicht.Da werden sogar die Zuschauereinnahmen gleich unter allen verteilt. Putzig finde ich auch immer, wenn behauptet wird, Vereine hätten sich ihre Position durch Erfolge "erarbeitet." Nürnberg z.B. ist neunfacher Deutscher Meister.Was genau hilft denen das heute?
 

Icke

Deutscher Meister 2025
Du hältst die Buli für spannend, wenn einmal in 15 Jahren nicht der Favorit Meister wird?
das liest du daraus? Interesasnte Interpretation.
Ich sage damit nur, dass man vor der Saison eben nicht weiß wer am Ende Meister wird. Es gibt eben nur unterschiedliche Wahrscheinlichkeiten. Und natürlich ist es am wahrscheinlichsten, dass es am Ende die Bayern werden. Sicher ist es aber eben nicht.
 

Vatreni

Hrvatska u srcu!
Und diese Schere gibt es im US-Sport eben nicht.Da werden sogar die Zuschauereinnahmen gleich unter allen verteilt. Putzig finde ich auch immer, wenn behauptet wird, Vereine hätten sich ihre Position durch Erfolge "erarbeitet." Nürnberg z.B. ist neunfacher Deutscher Meister.Was genau hilft denen das heute?
Ja, aber die US-Ligen sind eine geschlossene Gesellschaft. Keine Aufstiege, keine Abstiege. Das wäre sowas wie ne europäische Superliga. Oder man macht die 1.BL geschlossen. Das wäre das Pendant dazu. Dann teilt man alles unter den 18 Klubs brüderlich auf und die Klubs ab der 2. Liga teilen sich die Brotkrumen. Abgesehen davon gibt es für die BL oder in der UEFA eben kein Pendant zum Draft. Wie sollte man die besten Spieler außerhalb der dann geschlossenen Liga denn aufteilen?

Nürnberg war Meister und hat später viele schlechte Entscheidungen getroffen, 1860 ebenfalls und noch viele andere Traditionsvereine. Das hilft ihnen heute nix mehr. Ebensowenig helfen Werder die Meisterschaften aus den 2000ern Jahren heute noch was. Die vielen CL-Teilnahmen helfen dem BVB aber z.B. was oder anderen Vereinen, die ne gewisse Kontinuität aufgebaut haben. Wie ich bereits schrieb:

Eine größere Ausgeglichenheit wäre natürlich wünschenswert. Aber diese wird es auch nicht von heute auf morgen geben. Das wäre dann eher ein Projekt über mehrere Jahrzehnte. So wie die jetzige Situation auch nicht von heute auf morgen entstanden ist. Zudem kommt halt noch das häufige, nach wie vor oft auftretende, amateurhafte Geschäftsgebahren in den Vereinen. Da kannst noch so viel Geld reinschütten und manche Vereine kommen dennoch nicht vom Fleck.
 

Spielmacher_10

Bekanntes Mitglied
Es wird keine andere Geldverteilung geben. Die üblichen Verdächtigen haben der letzten CL-Reform nur deshalb zugestimmt, weil noch mehr Geld (Höheres Startgeld + Prämien) ausgeschüttet wird und bei ihnen hängen bleibt. Und die UEFA wollte so verhinden, dass die üblichen Verdächtigen sonst eine eigene Super League gründen. Die Interessen von den regelmäßigen CL-Vertretern, denn machen wir uns nichts vor, das ist mittlerweile eine nahezu geschlossene Gesellschaft und den Vereinen, die in den jeweiligen Ligen dahinter kommen, sind viel zu unterschiedlich. Der Kardinalfehler war m.E. sowieso die sukzessive Aufblähung der Champions League. Wenn die Topligen mittlerweile vier oder sogar fünf garantierte Startplätze haben, dann hat das mit einer Champions League im engeren Sinn schon längst nichts mehr zu tun. Es ist schon jetzt ein Wettbewerb wo die besten Vereine der Topligen den Sieger untereinander ausspielen. Ausnahmen bestätigen eher die Regel. Und das ging alles zu Lasten vom UEFA-Cup bzw. mittlerweile Europa League. Dieser Wettbewerb war früher auch mal sehr viel interessanter.
 

Wuschel

Bekanntes Mitglied
Du meinst damit, dass du immer schon vor der Saison wissen willst, wer Meister wird?
Das ist für mich grundsätzlich der positivste Punkt an den US-Ligen. Wobei dem durchaus auch entgegenwirkt, dass wirklich gutes Handeln und Management teilweise bewusst erschwert wird, allein schon durch einen Salary Cap.

Dem überwiegt m.M.n. aber ein krasser negativer Aspekt und zwar, dass sportlicher Misserfolg keine Auswirkungen hat, häufig eher belohnt wird und was am Schlimmsten ist, sogar durch die Franchises nicht selten sogar aktiv gesucht wird. Schau dir die aktuelle Situation in der NBA an, was dort von den "Kellerteams" diese Saison im Extremen veranstaltet wird ist absurd und, was das Erstaunliche ist, auch so völlig unamerikanisch. Da wird bewusst versucht zu verlieren und das Schlimme ist, dass nicht wenige Teams dafür auch noch belohnt werden.
In der NFL ähnlich, weil es dort ohne Draft Lottery für Teams am Ende der Saison sogar absehbar ist welchen Pick sie im Großen und Ganzen erhaschen werden, wenn sie bspw. die letzten drei Spiele verlieren.
 

gary

Bekanntes Mitglied
Dem überwiegt m.M.n. aber ein krasser negativer Aspekt und zwar, dass sportlicher Misserfolg keine Auswirkungen hat, häufig eher belohnt wird und was am Schlimmsten ist, sogar durch die Franchises nicht selten sogar aktiv gesucht wird.

Dann wird es komplett irrelevant und lohnt sich nicht mal mehr, wenige Sekunden für Ergebnislisten zu investieren.

Einer der weiteren Aspekte am amerikanischen Franchisesystem ist ja, dass Standorte auch mal gewechselt werden, wenn es finanziell nicht wie gewünscht läuft und grundsätzlich nur Metropolen zum Zuge kommen.
Zudem akribisch auf eine möglichst weitläufige Verteilung über ganz Nordamerika geachtet wird und Ballung außer bei den Megastädten NY und LA (dort aber auch begrenzt) strategisch vermieden wird.
 
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