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Fifa-Funktionäre

derMoralapostel

Bekanntes Mitglied
https://www.spiegel.de/sport/fussba...effnet-a-07543dd5-c13d-47ab-9cc5-e13abcd92fd7
Die Schweizer Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren gegen den Fifa-Präsidenten Gianni Infantino eröffnet. Dabei geht es um geheime Treffen zwischen dem Chef des Fußball-Weltverbands und dem Leiter der Bundesanwaltschaft, Michael Lauber, wie die Aufsichtsbehörde über die Bundesanwaltschaft in Bern mitteilte.

Auch gegen Lauber soll ein Strafverfahren eröffnet werden. Er ist aber noch bis Ende Januar 2021 im Amt und deshalb vor Strafverfolgung geschützt. Deshalb beantragte der eigens eingesetzte außerordentliche Staatsanwalt beim Parlament die Aufhebung seiner Immunität.
 

gary

Bekanntes Mitglied


Braucht dir aber ja auch niemand erzählen, dass Ermittlungen und eventuelle Verurteilung 2 Paar Schuhe sind :zwinker3:

Gerade in einem Rechtsstaat wie der Schweiz, wo nicht auf Zuruf verurteilt wird und die Schuld eindeutig belegt und belastbar sein muss. Und Verteidigern u.a. eine große Palette von Rechtsmöglichkeiten zur Verzögerung von Verfahren gegeben wird.
Die Erfolge von Anklagen im Sportbereich sind bislang ja auch ziemlich überschaubar. Egal, ob es um Korruption, Sommermärchen, Manipulation, Doping o.ä. geht.
 

derMoralapostel

Bekanntes Mitglied
Braucht dir aber ja auch niemand erzählen, dass Ermittlungen und eventuelle Verurteilung 2 Paar Schuhe sind :zwinker3:

Gerade in einem Rechtsstaat wie der Schweiz, wo nicht auf Zuruf verurteilt wird und die Schuld eindeutig belegt und belastbar sein muss. Und Verteidigern u.a. eine große Palette von Rechtsmöglichkeiten zur Verzögerung von Verfahren gegeben wird.
Die Erfolge von Anklagen im Sportbereich sind bislang ja auch ziemlich überschaubar. Egal, ob es um Korruption, Sommermärchen, Manipulation, Doping o.ä. geht.
In der Tat ist das ein Unterschied und man wird abwarten müssen, ob es am Ende überhaupt Urteile geben wird und wenn wie die aussehen. Dass ein Bundesanwalt zurücktritt (zurücktreten muss) dürfte aber noch nicht so oft vorgekommen sein, nehme ich zumindest mal an.
 

gary

Bekanntes Mitglied
Dass ein Bundesanwalt zurücktritt (zurücktreten muss) dürfte aber noch nicht so oft vorgekommen sein, nehme ich zumindest mal an.

Der Vorvorgänger von Lauber musste auch wegen Ungereimtheiten in einem Geldwäscheverfahren zurücktreten. Gerichtsfest verfiziert wurden die damaligen Vorwürfe wohl nie. Wie auch bei Lauber sollen dort im Hintergrund parteipolitische Schlammschlachten eine Rolle gespielt haben.
 

derMoralapostel

Bekanntes Mitglied
das nächste Kapitel in der Fifa-Posse:
Es war die Sternstunde des Sports in der internationalen Kriminalhistorie, Mitte September 2015 im Züricher Renaissance-Hotel. Auf dem Podium saßen zwei Juristen von Weltrang und drohten dem korrupten Fußball ein gnadenloses Durchgreifen und härteste Strafen an. Man werde die sündigen Funktionäre "überall auf der Welt finden", rief Loretta Lynch, die US-amerikanische Justizministerin, der Schweizer Bundesanwalt Michael Lauber neben ihr warf finstere Blicke.

Genau fünf Jahre später hat sich die Lage dramatisch gewandelt. Lauber, 54, hat wegen seiner Verhaltensweise im Fußball-Komplex den größten Justizskandal der jüngeren Schweizer Geschichte ausgelöst, er musste abdanken und wurde selbst Ziel einer Strafermittlung. Und jetzt gerät auch Loretta Lynch, 61, in den Fokus: Die damalige US-Justizministerin, die 2015 die als "Fifa-Gate" bekannten Strafermittlungen angeschoben hatte - sie hat mittlerweile den Standort gewechselt. Heute steht sie ganz eng an der Seite der Fifa. Der Weltverband hat im Vorjahr in aller Stille seine Rechtsvertretung im Kontext der Fifa-Gate-Prozesse gewechselt: Von den seit Ende 2014 tätigen US-Anwälten der Firma "Quinn Emanuel" stieg sie um auf "Paul Weiss" - eine andere Großkanzlei, die fast gleichzeitig mit der Mandatsübernahme, im Mai 2019, eine neue, prominente Partnerin begrüßte: Loretta Lynch.

Zufälle gibt's. Und zwar Zufälle, über die der Weltverband nicht gerne redet.
Den Wechsel zu Paul Weiss behielt die Fifa für sich. Interessanterweise auch noch, als sie vergangene Woche einen wichtigen Auftritt ihres Präsidenten ankündigte: Gianni Infantino - ausgerechnet Infantino - eröffnet im Oktober den dritten Compliance-Gipfel der Fifa, einen Kongress zu Themen der Geschäftsethik im Fußball. Als Schlüsselrednerin sei bestätigt: Loretta Lynch.
https://www.sueddeutsche.de/sport/fifa-infantino-lynch-1.5032564
 

gary

Bekanntes Mitglied
btw, im März nächsten Jahres sind Fifa-Präsidentschaftswahlen und bislang hat sich noch niemand aus der Deckung gewagt, gegen Infantino anzutreten.
Wenn die ganzen "sauberen" Nationen es nicht schaffen, zumindest einen Alternativkandidaten aufzustellen, brauchen sie sich natürlich auch nicht beschweren.
Dänemark prangert das aktuell auch an. Mal schauen, ob es zumindest einen Gegenkandidaten geben wird.
 

Max_Mustermann

Bekanntes Mitglied
btw, im März nächsten Jahres sind Fifa-Präsidentschaftswahlen und bislang hat sich noch niemand aus der Deckung gewagt, gegen Infantino anzutreten.
Wenn die ganzen "sauberen" Nationen es nicht schaffen, zumindest einen Alternativkandidaten aufzustellen, brauchen sie sich natürlich auch nicht beschweren.
Dänemark prangert das aktuell auch an. Mal schauen, ob es zumindest einen Gegenkandidaten geben wird.
Blatter, Trump und Hackfresse Julian Reichelt.
 

Vatreni

Hrvatska u srcu!
btw, im März nächsten Jahres sind Fifa-Präsidentschaftswahlen und bislang hat sich noch niemand aus der Deckung gewagt, gegen Infantino anzutreten.
Wenn die ganzen "sauberen" Nationen es nicht schaffen, zumindest einen Alternativkandidaten aufzustellen, brauchen sie sich natürlich auch nicht beschweren.
Dänemark prangert das aktuell auch an. Mal schauen, ob es zumindest einen Gegenkandidaten geben wird.
Hab ich auch schon gesagt. Der DFB hat ja schon vor der WM gesagt dass Infantino die Stimme nicht bekommt. Aber ohne Gegenkandidaten ist das witzlos.
 

derMoralapostel

Bekanntes Mitglied
Angesicht der Gerüchte, dass Infantino schon mehr als genug Stimm-Zusagen beisammen haben soll, brauchst dann ja auch erst mal eine Einzelperson, die bereit ist sich zu opfern und danach im Fußball keinen Fuß mehr zu fassen
 

Vatreni

Hrvatska u srcu!
Angesicht der Gerüchte, dass Infantino schon mehr als genug Stimm-Zusagen beisammen haben soll, brauchst dann ja auch erst mal eine Einzelperson, die bereit ist sich zu opfern und danach im Fußball keinen Fuß mehr zu fassen
Klar. Bis März ist für nen neuen Kandidaten viel zu wenig Zeit um da genug Stimmen zusammenzubekommen. Da hätte man schon früher reagieren und nen Kandidaten aufbauen müssen.
 

gary

Bekanntes Mitglied
Angesicht der Gerüchte, dass Infantino schon mehr als genug Stimm-Zusagen beisammen haben soll, brauchst dann ja auch erst mal eine Einzelperson, die bereit ist sich zu opfern und danach im Fußball keinen Fuß mehr zu fassen

Das wäre ein Job für Theo Zwanziger gewesen, für Reinhard Grindel, für Wolfgang Niersbach. Alleine der DFB hätte so viele Fifa-geeignete Kandidaten gehabt

Aber mal im Ernst. Dass die großen, kritischen Verbände sich nicht mal trauen, unter ihren zahllosen Sportfunktionären sowie möglichen anderen Kandidaten wie Expolitiker o.ä. wenigstens eine Wahlalternative aufzustellen und vor allem ein konkretes eigenes Wahlprogramm anzubieten (statt nur zu nörgeln), ist ein Armutszeugnis. Und nimmt denen jegliche Glaubwürdigkeit, tatsächlich etwas ändern zu wollen.
Zu sagen, dass man den einzigen zur Wahl stehenden Kandidaten nicht wählt, ist eine reine Luftnummer. Aber noch nicht mal ein kleiner Versuch, etwas an den Verhältnissen zu ändern.
 
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