Elber noch lange nicht fit
Klar, er wäre sehr gerne dabei gewesen, aber das Spiel bei den alten Kollegen kommt für Giovane Elber noch zu früh. In der Reha holt sich der Brasilianer nun den Feinschliff, um dann zur Mannschaft stoßen zu können. Das Spiel seiner Borussia beim FC Bayern wird er aber nur vom Fernseher aus verfolgen.
„Ich muss mich gedulden, von Woche zu Woche denken, auch wenn es mir persönlich immer schwerer fällt“, sagt Elber, der es kaum erwarten kann, endlich mit der Mannschaft zu trainieren und dem VfL auf dem Platz zu helfen. „Bislang ging es bei mir immer schnell, wenn ich wieder im Mannschaftstraining war, dass ich auch spielen konnte. Aber trotz der Fortschritte, die ich in der letzten Zeit gemacht habe, muss ich noch etwas länger warten. Ich bin aber auf einem guten Weg“, erklärt der Angreifer. Natürlich habe er sich gewünscht, schneller wieder fit zu werden, aber „das braucht eben seine Zeit, und jetzt möchte ich auch keine Prognose mehr abgeben.“
In München hat Elber viele Freunde, mit denen er auch heute noch regelmäßig in Kontakt steht. „Schade, dass ich jetzt nicht mit kann, denn ich werde auch am Wochenende für mein Comeback arbeiten müssen.“ Sechs Jahre hat der Brasilianer für Bayern gespielt, er weiß, wie die Münchner zu schlagen sind. „Wir dürfen keine Angst haben. Die Bayern stehen zu Spielbeginn auf dem Feld, sehen ihren Gegnern in die Augen und merken sofort, wenn die sich nicht wohl fühlen. Klar, Bayern hat ein personell sensationell besetztes Team mit einem erstklassigen Torhüter dazu. Aber auf dem Feld stehen zunächst jedenfalls elf gegen elf andere Spieler. Wir haben nichts zu verlieren, Bayern steht unter Druck.“
Das Beste geben und locker aufspielen, so lautet das Rezept des Ex-Münchners, der seinen neuen Kollegen seine Meinung darüber noch mitteilen möchte. „Warum sollten wir denn dort kein gutes Spiel machen? Anders als gegen Bochum können wir uns dort ohne Druck präsentieren, niemand erwartet etwas von uns, das ist vielleicht gerade unsere Chance.“ Auch wenn gegen Bochum in letzter Minute ein großes Stück Sicherheit in Sachen Abstiegskampf verspielt wurde. „Das 2:2 war natürlich sehr ärgerlich, drei Punkte wären wichtig gewesen, aber jetzt alles schwarz zu malen, halte ich für übertrieben. Man sollte nicht vergessen, unter welchen Voraussetzungen die Partie gegen Bochum gelaufen ist. Ich bin sicher, wir spielen in den nächsten Wochen erfolgreicher.“