Ich lese gerade...

Voigt

Aktives Mitglied

weißnicht

Kaffeetante
Den dritten Band des Donnerstagsclubs habe ich nun doch auf die Seite gelegt.
Auch Band 17 oder 18 von Ann- Kathrin Klaasen.
Dafür war Gewittermann von Tina N.Martin richtig gut. Blutig wie man es aus Skandinavien erwartet.
Jetzt warten Petra Hülsmann und Bärbel Schäfer auf der Liste.
 
Zuletzt bearbeitet:

Teddy Horn

Mitglied
aBand 8 fand ich richtig richtig spannend. Da war nix mit Einschlaflektüre, da musste ich immer weiter lesen.
Band 8 Adler Olsen Opfer 2117 habe ich jetzt auch gelesen. War wirklich sehr spannend, erinnerte aber mit dem politischen Hintergrund teilweise an Kim Faber und Janni Pedersen mit der Juncker & Kristiansen Reihe.
Band 9 Adler Olsen und der finale Band 10, der nächste Woche erscheint, werden dann meine Osterlektüre.
 

Malou

Nicht gut mit Worten

1948. Die Frau im Bonner Johannes-Hospital weiß, dass sie nur noch wenige Tage zu leben hat. Auf dem Sterbebett lässt Auguste "Gussie" Adenauer Szenen ihres Lebens an sich vorbeiziehen. Gussie Zinsser ist 24, als sie den 19 Jahre älteren Witwer Konrad Adenauer heiratet und zur Stiefmutter seiner drei Kinder wird. Sie schenkt fünf Kindern das Leben, doch ihr Erstgeborener stirbt nach nur vier Tagen. Als Frau des Kölner Oberbürgermeisters steht sie in der Öffentlichkeit und engagiert sich eigenständig sozial und politisch. Hitlers Machtübernahme verändert alles. Adenauer muss sich vor den Nazis verstecken. Allein gelassen mit ihren Kindern, versucht Gussie, das schwierige Leben im Dritten Reich zu bewältigen. Bis sie von der Gestapo vor eine unmenschliche Wahl gestellt wird.


Über die zweite Ehefrau Adenauers wusste ich bisher überhaupt nichts und über den Menschen Adenauer auch sehr wenig, also war ich neugierig auf das Buch. Ich habe jetzt etwa ein Drittel gelesen und es gefällt mir bisher gut. Der Schreibstil ist sehr erfreulich, der Autor kann mit Worten und ich freue mich an vielen Formulierungen.
Die Kapitel sind kurz und wechseln zwischen der im Sterben liegenden Gussie 1948 und der Erzählung ihres Lebens mit Adenauer ab. Die 1948-Kapitel sind schmerzhaft intensiv, diese leise, langsame Sterben, die damit einhergehende Wehmut. Auch die jedem Kapitel vorangestellten Zitaten aus tatsächlichen Briefen sind gut gewählt und gerade in diesen 1948-Kapiteln sehr eindringlich.
Die Kapitel, die aus dem vorherigen Leben berichten, sind mir manchmal zu kurz, es sind immer nur kleine Einblicke, diese sind gut geschrieben und informativ, aber es hat eben doch etwas Sprunghaftes. Wobei das auch interessant ist, nur fehlt mir hier und da etwas. Insgesamt aber sowohl vom Informationsgehalt wie auch vom Schreibstil ein bisher erfreuliches Buch.
 

Stan-Kowa

Leide an Islamintoleranz

1948. Die Frau im Bonner Johannes-Hospital weiß, dass sie nur noch wenige Tage zu leben hat. Auf dem Sterbebett lässt Auguste "Gussie" Adenauer Szenen ihres Lebens an sich vorbeiziehen. Gussie Zinsser ist 24, als sie den 19 Jahre älteren Witwer Konrad Adenauer heiratet und zur Stiefmutter seiner drei Kinder wird. Sie schenkt fünf Kindern das Leben, doch ihr Erstgeborener stirbt nach nur vier Tagen. Als Frau des Kölner Oberbürgermeisters steht sie in der Öffentlichkeit und engagiert sich eigenständig sozial und politisch. Hitlers Machtübernahme verändert alles. Adenauer muss sich vor den Nazis verstecken. Allein gelassen mit ihren Kindern, versucht Gussie, das schwierige Leben im Dritten Reich zu bewältigen. Bis sie von der Gestapo vor eine unmenschliche Wahl gestellt wird.

Über die zweite Ehefrau Adenauers wusste ich bisher überhaupt nichts und über den Menschen Adenauer auch sehr wenig, also war ich neugierig auf das Buch. Ich habe jetzt etwa ein Drittel gelesen und es gefällt mir bisher gut. Der Schreibstil ist sehr erfreulich, der Autor kann mit Worten und ich freue mich an vielen Formulierungen.
Die Kapitel sind kurz und wechseln zwischen der im Sterben liegenden Gussie 1948 und der Erzählung ihres Lebens mit Adenauer ab. Die 1948-Kapitel sind schmerzhaft intensiv, diese leise, langsame Sterben, die damit einhergehende Wehmut. Auch die jedem Kapitel vorangestellten Zitaten aus tatsächlichen Briefen sind gut gewählt und gerade in diesen 1948-Kapiteln sehr eindringlich.
Die Kapitel, die aus dem vorherigen Leben berichten, sind mir manchmal zu kurz, es sind immer nur kleine Einblicke, diese sind gut geschrieben und informativ, aber es hat eben doch etwas Sprunghaftes. Wobei das auch interessant ist, nur fehlt mir hier und da etwas. Insgesamt aber sowohl vom Informationsgehalt wie auch vom Schreibstil ein bisher erfreuliches Buch.
Was hat man ihr eigentlich angetan oder angedroht das sie sich gezwungen sah ihren Mann zu verraten...?
 

Schwurbeline

Bekanntes Mitglied
Über die zweite Ehefrau Adenauers wusste ich bisher überhaupt nichts und über den Menschen Adenauer auch sehr wenig, also war ich neugierig auf das Buch.
Bei einer Führung durch das Adenauer-Haus in Rhöndorf hab ich einiges über sie erfahren. Das Adenauer-Haus ist wirklich einen Besuch wert. Mich hat am meisten überrascht zu sehen, wie bescheiden die Familie dort lebte. Es wurde fast alles so belassen wie zu Adenauers Lebzeiten.
 

Schwurbeline

Bekanntes Mitglied
Was hat man ihr eigentlich angetan oder angedroht das sie sich gezwungen sah ihren Mann zu verraten...?

Am 23. August 1944 wurde Konrad Adenauer verhaftet und in das Internierungslager auf dem Kölner Messegelände gebracht. Mithilfe alter Bekannter gelang ihm die Flucht, er kam in der Pension Nistermühle im Westerwald unter. Nachdem die Flucht bemerkt worden war, wurde auch Gussie Adenauer am 24. September 1944 verhaftet, in der Gestapozentrale in Köln verhört und anschließend nach Brauweiler überführt. Gussies damals sechzehnjährige Tochter Libet unternahm alles, um ihre Mutter dort zu sprechen. Sie beschrieb den Zustand ihrer Mutter später als „entsetzlich“, sie sei „apathisch“ gewesen und „ihre Augen waren tiefdunkel umschattet.“ Man hatte Gussie stundenlang mit Fragen gequält und ihr damit gedroht, ihre Töchter und die hochschwangere Schwiegertochter zu inhaftieren, falls sie das Versteck ihres Mannes nicht verraten würde.

Unter diesem Druck und in der verzweifelten Sorge um die Mädchen verriet Gussie seinen Aufenthaltsort. Doch entgegen der Absprache ließ man sie nicht frei. In völliger Ungewissheit, was nun mit ihrem Mann, aber auch mit ihren Töchtern und ihrer Schwiegertochter passieren würde, erlitt Gussie einen seelischen Zusammenbruch und versuchte, sich das Leben zu nehmen. Am 3. Oktober konnte die Familie die Freilassung der Mutter, am 26. November die Entlassung des Vaters erwirken.


 

Malou

Nicht gut mit Worten
Bei einer Führung durch das Adenauer-Haus in Rhöndorf hab ich einiges über sie erfahren. Das Adenauer-Haus ist wirklich einen Besuch wert. Mich hat am meisten überrascht zu sehen, wie bescheiden die Familie dort lebte. Es wurde fast alles so belassen wie zu Adenauers Lebzeiten.
Das würde ich auch gerne mal sehen.
 

Teddy Horn

Mitglied
Adler Olsen Band 9 Natriumchlorid habe ich dann schnell gelesen, weil ein unmittelbarer Zusammenhang mit Band 10 "Verraten" besteht.
Nach meiner Auffassung der mit Abstand beste Band der Serie um Carl Morck, Assad, Rose und Gordon.
Von Anfang bis zum Ende jeden Kapitels eine stimmige Hommage.
Teilweise hatte ich Tränen in den Augen, weil ich die alle vermissen werde. In 6 Wochen habe ich alle 10 Bände gelesen. Eine der schönsten Zeiten meines Lebens.
Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Bruno und seine kulinarischen Genüsse im Perigord und natürlich auf die Super-Recognizerin Margret Rauch Iversen. Nicht zu vergessen Kim Faber und Janni Pedersen mit Juncker und Christiansen :)
 

Malou

Nicht gut mit Worten

Hélène ist sechzehn und lebt in einem kleinen Dorf im felsigen Finistère. Sie liebt ihre raue Heimat, ihren Freund Yannick und das friedliche Dorfleben. Doch die Ankunft Marguerites, der neuen eleganten Französischlehrerin aus Paris, und ihres Mannes Raymond, einem charmanten Schriftsteller mit Schreibblockade, wirbelt alles auf. Hélène fühlt sich von Raymond angezogen, während Marguerite heimlich nach ihrer Mutter sucht, die aus dieser Gegend stammen soll.
Und dann ist da Odette, Witwe und Dorfladenbesitzerin, deren Vater während der deutschen Besatzung ermordet wurde. Sie wurde in den 1940ern nach Paris geschickt, wo sie als Hausmädchen vergewaltigt wurde, das Kind abgeben musste und erst Jahre später in ihr Heimatdorf zurückkehrte. Die Lebenswege dieser drei Frauen sind eng miteinander verwoben und führen zu den Wurzeln der bretonischen Geschichte.


Das Buch fing mit einer Doppelbeerdigung an, die auf sinistre Verwicklungen hindeutete, auch der Sprachstil sagte mir gleich zu. Jetzt bin ich zu etwa einem Drittel durch. Es liest sich leicht, der Umgang mit Sprache ist wirklich erfreulich. Die Geschichte ist bisher weniger düster, als ich erhofft hatte, aber vielleicht kommt das noch. Ein wenig stört mich, dass einige Szenen nur erzählt werden - also ohne Dialoge, eher wie ein Bericht. Das macht es zuweilen etwas leblos. Ich bin beim Lesen gerne mitten dabei, in der Szene drin.
Aber es ist als Lektüre ganz angenehm, auch ist die Bretagne für mich mal ein ungewöhnlicher Schauplatz und es gibt hier einige interessante und für mich neue Einblicke. Scheint übrigens ein Ort für Stan zu sein. Männer in Holzfällerhemden, wortkarg, die ganz zufrieden damit sind, in der Kneipe (gut, das wäre nichts für Stan) stundenlang schweigend nebeneinander zu stehen.

Jedenfalls als Buch mal etwas anderes. Wenn es jetzt noch wie erhofft tiefdüster und tragisch wird, dann bin ich zufrieden.
 

weißnicht

Kaffeetante
So, das Buch von Bärbel Schäfer "Eine Herde Schafe, ein Paar Gummistiefel und ein anderer Blick aufs Leben" ist durch.
Ich hätte mir das Buch niemals ausgeliehen, wäre Bärbel Schäfer nicht sonntags in SWR3 bei "Talk mit Thees" gewesen und über das Buch bzw. ihre Zeit mit Schäfer und Schafherde gewesen ist. Habe ich gehört und klang nett. Buch eher zufällig in der Bücherei entdeckt und ausgeliehen.

Mir hat es gefallen, Bärbel Schäfer konnte ich quasi raushören und ihre Beweggründe und Erlebnisse über jährlich immer samstags bei einer Schafherde zu sein, waren interessant.
Dabei kam Naturbetrachtung vor, das Überdenken ihrer Einstellung zu Natur und Fleischkonsum sowie alles, was ein Schäfer mit seiner Herde so leistet. Ob und wie das nachhallt ist natürlich ein anderes Thema.

Es ist ja nicht ihr erstes Buch und ich bin geneigt, auch andere Bücher von ihr zu lesen, da mir der Stil gefallen hat.

Nebenbei war es noch sehr interessant.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oben