Ich lese gerade...

Stan-Kowa

Leide an Islamintoleranz
So, das Buch von Bärbel Schäfer "Eine Herde Schafe, ein Paar Gummistiefel und ein anderer Blick aufs Leben" ist durch.
Ich hätte mir das Buch niemals ausgeliehen, wäre Bärbel Schäfer nicht sonntags in SWR3 bei "Talk mit Thees" gewesen und über das Buch bzw. ihre Zeit mit Schäfer und Schafherde gewesen ist. Habe ich gehört und klang nett. Buch eher zufällig in der Bücherei entdeckt und ausgeliehen.

Mir hat es gefallen, Bärbel Schäfer konnte ich quasi raushören und ihre Beweggründe und Erlebnisse über jährlich immer samstags bei einer Schafherde zu sein, waren interessant.
Dabei kam Naturbetrachtung vor, das Überdenken ihrer Einstellung zu Natur und Fleischkonsum sowie alles, was ein Schäfer mit seiner Herde so leistet. Ob und wie das nachhallt ist natürlich ein anderes Thema.

Es ist ja nicht ihr erstes Buch und ich bin geneigt, auch andere Bücher von ihr zu lesen, da mir der Stil gefallen hat.

Nebenbei war es noch sehr interessant.
Nomen est Omen...
 

Teddy Horn

Mitglied
Tina N Martin "Gewittermann"
Nach dem beeindruckenden Debüt mit dem Apfelmädchen bin ich gerade an der Fortsetzung.
Kommissarin Idun Lind ermittelt im Rotlichtmilieu Nordschwedens. Ihr Partner ist nach wie vor außer Dienst, dafür springt erneut Tarek ein.
Ein Rentner wird verstümmelt auf dem Eis gefunden. Es ist die typische skandinavische Herangehensweise. Mehrere, anfangs nicht zusammenhängende Handlungsstränge werden am Ende zusammengeführt. Bin jetzt etwa bei der Hälfte, noch besser als Apfelmädchen. Und es geht weiter... Band 3 erscheint vorraussichtlich Anfang 2025 :)
 

Malou

Nicht gut mit Worten

Vier Freundinnen auf einer Wandertour in der norwegischen Wildnis. Doch je weiter sie wandern, desto klarer wird, dass die Frauen nicht die Einzigen sind, die in den Bergen unterwegs sind – und wenn sie nicht vorsichtig sind, werden nicht alle von ihnen zurückkehren …

Lucy Clarke ist mal wieder so eine Autorin, die alle wahnsinnig toll finden, die mit viel Werbeaufwand umgeben wird, und bei der ich das nicht so ganz nachvollziehen kann. Ich habe bei ihrem letzten Buch nur den Anfang gelesen und gemerkt, dass das nichts für mich ist, einfach zu viel typische Genre-Versatzstücke (was natürlich der Grund für den Erfolg sein kann) und stereotype Charaktere. Bei diesem Buch sprach mich dann die Beschreibung an und so habe ich es mal probiert.
Es war okay. Liest sich leicht weg, hat spannende Momente, ist ausreichend unterhaltsam. Aber eben auch furchtbar konstruiert, sowie die erwähnten Versatzstücke und platte Charakterentwicklung. Für ein Buch, das man abends mal zwischendurch liest, war es in Ordnung.

Außerdem:

Auf der Grundlage langjähriger Recherchen zeichnet Hans-Joachim Noack den Weg dieser Familie nach, die exemplarisch für die Höhenflüge und die Abgründe deutscher Eliten steht. Dieses Buch erkundet die erstaunliche Verbindung von Geist und Macht, von Glanz und Tragik, und erzählt, wie nebenbei, hundert Jahre deutscher Geschichte.

Das wird jetzt langsam ein wenig interessanter. Mir geht die mangelnde Objektivität des Autors auf die Nerven, zwischendurch hat man das Gefühl, er müsse irgendwelche persönlichen Ressentiments und ein wenig Klassenkampf loswerden. Von den Informationen her gut, nun bin ich gerade in den 1930ern/40ern und der Autor versucht, ein sehr umfassendes Bild der Familie zu dieser Zeit zu geben. Was mir fehlt: die Menschen hinter den historischen Figuren. Den Großvater Richard von Weizsäckers lernen wir auch ein klein wenig als Mensch kennen, sonst bleibt es, abgesehen von stichelnden Einwürfen des Autors, da sehr an der Oberfläche. Ich bekomme bei Biographien lieber ein komplettes Bild.
 
Zuletzt bearbeitet:

Malou

Nicht gut mit Worten

Sie war der weibliche Mittelpunkt des frühromantischen Kreises in Jena: Caroline Michaelis-Böhmer-Schlegel-Schelling, in zweiter Ehe mit August Wilhelm Schlegel verheiratet, dem Mitbegründer der Frühromantik, in dritter Ehe mit dem Philosophen Friedrich Wilhelm Schelling. Ihr Leben war gelebte Literatur, Freiheit mit Nebenwirkungen.

Ich mag diesen Kreis um die unsäglichen Schlegelbrüder zwar nicht sonderlich, aber wenn man ein wenig über Schiller und die Literatur jener Zeit liest, stolpert man ja doch immer wieder über sie, und interessante Lebenswege finden sich dort schon. Einer davon ist der von Caroline Schlegel-Schelling. Wenn ich ihre Geschichte als Roman gelesen hätte, hätte ich gedacht, dass es dort arg übertrieben sei. Was mal wieder zeigt, dass das wahre Leben die Fiktion oft übertrifft.
Das akademische Göttinger Umfeld des 18. Jahrhunderts mit seinen "Universitätsmamsellen", darunter Dorothea Schlözer, die 1787 mit 17 dort promoviert ist schon faszinierend zu lesen. Die Freundschaft-Feindschaft mit Therese Forster/Huber und den ganzen daran hängenden Ehe- und Beziehungsdramen (RTL2 wäre entzückt), die politische Zeit mit den Jakobinern in Mainz 1792/93, die daraus resultierende Festungshaft in Königstein, wo sie mit einem unehelichen Kind schwanger ist, dann die turbulente Ehe mit Schlegel und noch vieles mehr sind schon ungemein interessant.

Diese Biographie ist es allerdings weniger. Sie ist fundiert und seriös, aber ich finde sie zäh. Die Autorin referiert ausführlich über die gesellschaftlichen und politischen Hintergründe, was mir einfach zu viel ist, dann fügt sie seitenlange Briefzitate ein. Originalquellen sind ja eigentlich eine gute Sache, aber in der Länge war mir das zu viel - sonderlich lesefreundlich sind die Briefe jener Zeit nicht.
Sie stellt auch ausführliche die Biographien diverser Menschen in Caroline Schlegel-Schellings Leben dar, was mir ebenfalls zu viel war. Es sind für meinen Geschmack einfach zu viele Exkurse, die man hätte kürzer fassen können. So kommt das Ganze trocken und, wie gesagt, zäh rüber. Bei einem so spannenden Lebensweg ist das gleich doppelt bedauerlich.
Die Beschäftigung mit Schlegel-Schellings Leben kann ich absolut empfehlen, aber vielleicht durch andere Quellen.
 

Schwurbeline

Bekanntes Mitglied

Sie war der weibliche Mittelpunkt des frühromantischen Kreises in Jena: Caroline Michaelis-Böhmer-Schlegel-Schelling, in zweiter Ehe mit August Wilhelm Schlegel verheiratet, dem Mitbegründer der Frühromantik, in dritter Ehe mit dem Philosophen Friedrich Wilhelm Schelling. Ihr Leben war gelebte Literatur, Freiheit mit Nebenwirkungen.

Ich mag diesen Kreis um die unsäglichen Schlegelbrüder zwar nicht sonderlich, aber wenn man ein wenig über Schiller und die Literatur jener Zeit liest, stolpert man ja doch immer wieder über sie, und interessante Lebenswege finden sich dort schon. Einer davon ist der von Caroline Schlegel-Schelling. Wenn ich ihre Geschichte als Roman gelesen hätte, hätte ich gedacht, dass es dort arg übertrieben sei. Was mal wieder zeigt, dass das wahre Leben die Fiktion oft übertrifft.
Das akademische Göttinger Umfeld des 18. Jahrhunderts mit seinen "Universitätsmamsellen", darunter Dorothea Schlözer, die 1787 mit 17 dort promoviert ist schon faszinierend zu lesen. Die Freundschaft-Feindschaft mit Therese Forster/Huber und den ganzen daran hängenden Ehe- und Beziehungsdramen (RTL2 wäre entzückt), die politische Zeit mit den Jakobinern in Mainz 1792/93, die daraus resultierende Festungshaft in Königstein, wo sie mit einem unehelichen Kind schwanger ist, dann die turbulente Ehe mit Schlegel und noch vieles mehr sind schon ungemein interessant.

Diese Biographie ist es allerdings weniger. Sie ist fundiert und seriös, aber ich finde sie zäh. Die Autorin referiert ausführlich über die gesellschaftlichen und politischen Hintergründe, was mir einfach zu viel ist, dann fügt sie seitenlange Briefzitate ein. Originalquellen sind ja eigentlich eine gute Sache, aber in der Länge war mir das zu viel - sonderlich lesefreundlich sind die Briefe jener Zeit nicht.
Sie stellt auch ausführliche die Biographien diverser Menschen in Caroline Schlegel-Schellings Leben dar, was mir ebenfalls zu viel war. Es sind für meinen Geschmack einfach zu viele Exkurse, die man hätte kürzer fassen können. So kommt das Ganze trocken und, wie gesagt, zäh rüber. Bei einem so spannenden Lebensweg ist das gleich doppelt bedauerlich.
Die Beschäftigung mit Schlegel-Schellings Leben kann ich absolut empfehlen, aber vielleicht durch andere Quellen.
Sehr interessant. In Mainz hat Caroline Schlegel-Schelling auch Georg Forster kennengelernt, der mit James Cook die Welt umsegelt hat. Über diese Reise hat er das spannende Buch geschrieben "Reise um die Welt", mit vielen schönen Zeichnungen der Tier- und Pflanzenwelt aus Neuseeland, Tahiti, den Osterinseln usw. Dieses Buch hab ich vor einigen Jahren mal gelesen. Sein unvoreingenommener Blick auf die ihm fremden Kulturen hat mich sehr beeindruckt. Wegen Georg Forster bin ich vor ein paar Jahren nach Wörlitz (und ins Gartenreich Dessau-Wörlitz) gereist, weil ich in der FAZ gelesen hatte, dass dort seine mitgebrachten Dinge aus der Südsee und seine Zeichnungen ausgestellt wären.
 

Malou

Nicht gut mit Worten
Sehr interessant. In Mainz hat Caroline Schlegel-Schelling auch Georg Forster kennengelernt, der mit James Cook die Welt umsegelt hat.
Ja, das nimmt im Buch auch viel Raum ein, das meinte ich oben mit den Ehe- und Beziehungsdramen im besten RTL2-Stil. Auf diesen bitchfight zwischen Forster Frau Therese und Caroline Schlegel-Schelling bin ich zum ersten Mal in diesem Buch aufmerksam geworden: https://www.amazon.de/Die-stille-Revolution-Weiber-Aufklärung/dp/3379200700
Ich bin überrascht, dass noch niemand einen Roman darüber geschrieben hat :LOL:.
Ich muss gestehen, die Info über Forster in der Biographie habe ich eher überflogen, einfach weil mir die ständigen ausführlichen Abschweifungen zu viel wurden, aber das mit Cook habe ich da auch gelesen, und auch, dass Forster sehr krank von dieser Reise zurückkam. Und wohl ein etwas ... origineller Typ war, um es mal höflich zu sagen. Ich nehme an, du hättest die Abschnitte über sein Leben wesentlich mehr zu schätzen gewusst. Vielleicht schaue ich mir diese nach deinem Beitrag nun doch noch mal genauer an.

Über diese Reise hat er das spannende Buch geschrieben "Reise um die Welt", mit vielen schönen Zeichnungen der Tier- und Pflanzenwelt aus Neuseeland, Tahiti, den Osterinseln usw. Dieses Buch hab ich vor einigen Jahren mal gelesen.
Oh, toll, gibt es das als Nachdruck?

Edit: Da hatte ich eigentlich ein Buch verlinkt, aber das war gar nicht, das welches ich meinte, und das finde ich jetzt nicht mehr.
Sein unvoreingenommener Blick auf die ihm fremden Kulturen hat mich sehr beeindruckt. Wegen Georg Forster bin ich vor ein paar Jahren nach Wörlitz (und ins Gartenreich Dessau-Wörlitz) gereist, weil ich in der FAZ gelesen hatte, dass dort seine mitgebrachten Dinge aus der Südsee und seine Zeichnungen ausgestellt wären.
Oh, das wusste ich nicht. Wir waren 2020 im Gartenreich (und ein wenig enttäuscht). Da wusste ich aber auch noch gar nichts von Forster. Interessante Informationen, danke!
 

Schwurbeline

Bekanntes Mitglied
Ja, das nimmt im Buch auch viel Raum ein, das meinte ich oben mit den Ehe- und Beziehungsdramen im besten RTL2-Stil. Auf diesen bitchfight zwischen Forster Frau Therese und Caroline Schlegel-Schelling bin ich zum ersten Mal in diesem Buch aufmerksam geworden: https://www.amazon.de/Die-stille-Revolution-Weiber-Aufklärung/dp/3379200700
Ich bin überrascht, dass noch niemand einen Roman darüber geschrieben hat :LOL:.
Das wäre ja bestimmt mal spannend.

Ich hab ein Buch von Frank Vorpahl über Georg Forster gelesen, "Der Welterkunder: Auf der Suche nach Georg Forster", darin ging es auch um die Zeit in Mainz und womöglich auch um Caroline Schlegel-Schelling. Ich kann mich nur dunkel an Ehe- und Beziehungsdramen in der Mainzer Zeit erinnern, was mich aber nicht so sehr interessierte. Vielleicht schau ich da aber auch noch mal nach und finde ihren Namen.

Oh, toll, gibt es das als Nachdruck?
Ja, ist aber wohl in der Form, so wie meine Ausgabe aussieht, nicht mehr erhältlich.
Oh, das wusste ich nicht. Wir waren 2020 im Gartenreich (und ein wenig enttäuscht). Da wusste ich aber auch noch gar nichts von Forster. Interessante Informationen, danke!

Und das, obwohl Goethe sieben Mal in Wörlitz war und sehr angetan war vom Wörlitzer Park. Und die Sammlung von Forster soll er dort auch schon bewundert haben.

Zu den „frohesten Stunden" seines Lebens zählte der Weltumsegler Georg Forster seinen Besuch bei Goethe im September 1785 in Weimar. Kennen gelernt hatten sich die beiden zuvor auf Vermittlung des Goethe-Freundes Friedrich Heinrich Jacobi in Kassel. Forster kam in Begleitung seiner Frau. Zum Abendessen im Haus Goethes waren auch das Ehepaar Herder und Christoph Martin Wieland eingeladen. Wieland, der große Talententdecker und -förderer hatte Forsters Reisebericht über seine Weltumsegelung als bemerkenswertestes Buch seiner Zeit bezeichnet. Man unterhielt sich sehr angeregt. Forster schrieb begeistert an seinen Schwiegervater über die enge geistige Verwandtschaft der drei Weimarer Heroen, deren „Weisheit des Altertums und griechische Eleganz ... allen geläufig, ihrer aller Muster" gewesen sei.

Wie für viele herausragende Persönlichkeiten der Goethezeit war es für den berühmten Forscher und Endecker ein besonderes Privileg, den Weimarer Dichter, Naturforscher und Staatsminister persönlich kennen lernen zu dürfen. Goethe seinerseits war sehr an den Erlebnissen und Entdeckungen des Gastes interessiert. Ein so weit gereister Gesprächspartner war auch für ihn eine faszinierende Persönlichkeit. Einige Jahre nach Forsters Weimarbesuch erschienen dessen Reiseberichte „Ansichten vom Niederrhein". Goethe lobte dieses Werk als außergewöhnlich lesenswert und sagte, man wünsche sich „mit einem so guten, so unterrichteten Beobachter zu reisen".

 

Malou

Nicht gut mit Worten
Ja, ist aber wohl in der Form, so wie meine Ausgabe aussieht, nicht mehr erhältlich.
Aber solche Nachdrucke sind schon eine schöne Sache. Ich habe hier "Die eiserne Zeit vor 100 Jahren" (Die eiserne Zeit vor hundert Jahren 1806-1813. Heimatbilder aus den Tagen der Prüfung und der Erhebung. Bild und Wort von Professor Richard Knötel.) als Nachdruck. Sieht natürlich außen nicht so edel aus wie das Original, aber es ist sehr gut gestaltet und innen sieht es genau so aus (nur dass es natürlich neues Papier ist). Eine visuelle Freude und außerdem sehr informativ.
Und das, obwohl Goethe sieben Mal in Wörlitz war und sehr angetan war vom Wörlitzer Park.
Goethe war auch von Christiane Vulpius angetan und ich kann sie trotzdem nicht leiden ;). Aber ja, einer meiner schönsten Momente an dem Tag war der Pavillon (glaube ich) mit Steintafeln, die Auszüge aus Goethe Brief aus Wörlitz an Charlotte von Stein zeigen. (Hach, was konnte er mit Worten!)

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Ich weiß nicht, warum es uns nicht so zusagte. Es war schön, sicher, aber ich glaube "Weltkulturerbe" und alles, was ich vorher gelesen hatte, hatte einfach so viel höhere Erwartungen geweckt.
Wie für viele herausragende Persönlichkeiten der Goethezeit war es für den berühmten Forscher und Endecker ein besonderes Privileg, den Weimarer Dichter, Naturforscher und Staatsminister persönlich kennen lernen zu dürfen. Goethe seinerseits war sehr an den Erlebnissen und Entdeckungen des Gastes interessiert. Ein so weit gereister Gesprächspartner war auch für ihn eine faszinierende Persönlichkeit. Einige Jahre nach Forsters Weimarbesuch erschienen dessen Reiseberichte „Ansichten vom Niederrhein". Goethe lobte dieses Werk als außergewöhnlich lesenswert und sagte, man wünsche sich „mit einem so guten, so unterrichteten Beobachter zu reisen".
Interessant, in der Schlegel-Schelling-Biographie wird Goethe auch erwähnt, auch dass Forster ihn schätzte, viel mehr aber nicht. Da ist die Vorgeschichte interessant, danke. Da stand übrigens auch, dass Goethe Forster seinen Groß-Cophta persönlich zugeschickt hatte, und alle im Hause von dem Werk "schrecklich enttäuscht" waren :LOL:. Auch interessant dann die politische Situation, denn als Goethe mit seinem Kumpel Carl August in den Krieg zog, verbrachte er zwei Abende mit Forsters und schrieb dann: "Von politischen Dingen war die Rede nicht, man fühlte, daß man sich wechselseitig zu schonen habe: denn wenn sie republikanische Gesinnungen nicht ganz verleugneten, so eilte ich offenbar mit einer Armee zu ziehen, die eben diesen Gesinnungen in ihrer Wirkung ein entscheidendes Ende machen sollte." Aber Forsters und Goethe scheinen den Besuch friedlich hinbekommen zu haben.
Danke für den Link und das Zitat. Diese x-lese.de-Seiten sind toll. Die für Frankfurt und für Brandenburg nutze ich auch häufig.
 

Stan-Kowa

Leide an Islamintoleranz
Sehr interessant. In Mainz hat Caroline Schlegel-Schelling auch Georg Forster kennengelernt, der mit James Cook die Welt umsegelt hat. Über diese Reise hat er das spannende Buch geschrieben "Reise um die Welt", mit vielen schönen Zeichnungen der Tier- und Pflanzenwelt aus Neuseeland, Tahiti, den Osterinseln usw. Dieses Buch hab ich vor einigen Jahren mal gelesen. Sein unvoreingenommener Blick auf die ihm fremden Kulturen hat mich sehr beeindruckt. Wegen Georg Forster bin ich vor ein paar Jahren nach Wörlitz (und ins Gartenreich Dessau-Wörlitz) gereist, weil ich in der FAZ gelesen hatte, dass dort seine mitgebrachten Dinge aus der Südsee und seine Zeichnungen ausgestellt wären.
In Bonn habe ich vor einigen Jahren mal ne Cook-Aussstellung besucht.Weiss grade nicht mehr in welchem Museum. :unsure:
 

Schwurbeline

Bekanntes Mitglied
Auch interessant dann die politische Situation, denn als Goethe mit seinem Kumpel Carl August in den Krieg zog, verbrachte er zwei Abende mit Forsters und schrieb dann: "Von politischen Dingen war die Rede nicht, man fühlte, daß man sich wechselseitig zu schonen habe: denn wenn sie republikanische Gesinnungen nicht ganz verleugneten, so eilte ich offenbar mit einer Armee zu ziehen, die eben diesen Gesinnungen in ihrer Wirkung ein entscheidendes Ende machen sollte." Aber Forsters und Goethe scheinen den Besuch friedlich hinbekommen zu haben.
So halte ich das auch mit meinen Bekannten und Freundinnen, die fast allesamt links-grün sind. Wir meiden meistens politische Themen. Ist besser so :)
 

Malou

Nicht gut mit Worten
So halte ich das auch mit meinen Bekannten und Freundinnen, die fast allesamt links-grün sind.
In welch obskuren Kreisen bewegst du dich denn? :oops:
Wir meiden meistens politische Themen. Ist besser so :)
Ich habe eine Freundin, die aus Überzeugung schon jeher grün wählt (jaaaaa, ich weiß, aber sonst ist sie echt nett). Wir können da aber sehr interessant drüber reden und uns auch gegenseitig gut necken. Wobei sie aber eben auch nicht verbissen ist. Wir tauschen uns aus (was ich, wie gesagt, interessant finde und was mir manch neue Gesichtspunkte eröffnet, auch wenn ich sie nicht teile), verdrehen freundschaftlich die Augen über die politischen Irrwege des jeweils anderen und quarzen dann bester Laune eine zusammen.
Ansonsten liegt mein Freundeskreis eher so ähnlich wie ich, da stellt sich das Problem also gar nicht. Aber generell kann ich mir gut vorstellen, dass es sehr häufig sinnvoll ist, derlei Themen dann zu meiden, wenn man sehr konträr steht. Bei einer ehemaligen Freundin war es, wie mir gerade einfiel, dann auch so, dass wir beschlossen haben, die Themen AfD und Trump besser ruhen zu lassen.
 

Blue2021

Bekanntes Mitglied
Leseempfehlung.

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Leonidensucher

staatlich geprüfte Grenzenaufzeigerin
Leseempfehlung.

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danke das kommt auf den Stapel :)
 

Teddy Horn

Mitglied
Meine Lesestunden beschränke ich zumeist auf wirtschaftliche Zusammenhänge, was jedoch zumeist nicht unbedingt als prickelnd wahrgenommen wird. Von Literatur habe ich überhaupt keine Ahnung. Bin aber außerhalb Warren Buffetts, Jim Rogers und Andre Kostolanys ein großer Freund von Thrillern und Kriminalromanen. Insbesondere finde ich die lokalen Romane faszinierend. Wildis Streng hat mit den Kommissaren Lisa Luft und Heiko Wüst, die im hohenloischen Crailsheim ermitteln, zwei Protagonisten erschaffen, weshalb wir jetzt jedes Jahr die Muswiese und das beste Volksfest ever besuchen. Beide Schauplätze waren Gegenstand eines Romanes. So ging es mir auch bei Dick Francis.
Aktuell lese ich Band 2 Elina Backman. Dunkelstrom. Die Protagonistin Saana erinnert an Johanna Mo's Hanna Duncker. Dennoch, absolut prickelnd. Band 3 Polarnacht erscheint im August diesen Jahres.
Gibt diesen Frühjahr/Sommer so einige interessante Fortsetzungen:
Sarah Pearse, Martin Walker, Jörg Bong und natürlich Wolfgang Burger mit Band 20 Alexander Gerlach :)
 

Blue2021

Bekanntes Mitglied
Bin aber außerhalb Warren Buffetts, Jim Rogers und Andre Kostolanys ein großer Freund von Thrillern und Kriminalromanen.
Bei Krimis und Thrillern hab ich keine Ahnung. Ich habe immer wieder Krimis versucht, so vor längerer Zeit "Engel der Finsternis" von Carr (nicht so meins) und Nici French "Seit er tot ist" (joa, ok). Suche immer noch nach einem Krimiautor, der mich wirklich fesselt.
 
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