(Intelligente) Selbstreflektion bei Fußballern

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Kerpinho

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Gibt es die? Angemessen?

Nils Petersen ist jedenfalls ein ganz heißer Kandidat!

"Die Fußballbranche ist oberflächlich, und wir Fußballer sind nicht so belesen", sagte der 29-Jährige in einem Interview des Nachrichtenmagazins Focus. Er schäme sich manchmal für sein mageres Weltwissen. Die Zuschauer auf den Stadiontribünen der Universitätsstadt Freiburg hält Petersen für "intellektueller und schlauer" als sich selbst.

"Salopp gesprochen, verblöde ich seit zehn Jahren, halte mich aber über Wasser, weil ich ganz gut kicken kann."

"Ich habe nichts gelernt, keine Ausbildung gemacht, die anderen Leute können wahrscheinlich viel mehr als ich."

"Früher wurdest du mit 22 Jahren ins kalte Wasser geschmissen, heute musst du mit 17, 18 funktionieren"

"Heute gibt es junge Spieler, die Verträge bis ins Jahr 2023 oder 2024 haben und mit Millionen überschüttet werden. Diese Summen kann gar keiner mehr begreifen. Und du kannst als junger Profi doch nicht mal mehr in einen Club feiern gehen. Denn du stehst ständig unter Druck. Profis sind heute kontrollierter, sie sind kälter."

Chapeau!
 

Kerpinho

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Matthias Ginter (24, Borussia Mönchengladbach) reiht sich sein...

Im Interview der "Welt am Sonntag" hat der 24-Jährige einige interessante Aussagen getätigt.

"Wir sind abgeschottet. Das war bei Profifußballern vielleicht schon immer so, aber ich habe das Gefühl, dass es zunimmt."

"Wenn ich sehe, wie Bauarbeiter oder Krankenpfleger schuften müssen und dafür ein Gehalt bekommen, mit dem sie kaum über die Runden kommen, dann muss ich sagen: Natürlich verdienen wir Fußballer zu viel."

"Wir leisten ja nichts Essentielles – wie Ärzte, die Leben retten oder Leute gesund machen." Das seien Dinge, die für die Gesellschaft wirklich wichtig sind: "Fußballspielen fällt da nicht unbedingt unter diese Kategorie."

Quelle: Matthias Ginter: "Wir Fußballer verdienen zu viel"
 
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