Keine Hochhäuser über 100m mehr in München!

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Vatreni

Hrvatska u srcu!
Die Provinzialität hat mal wieder gesiegt:
Keine neuen Hochhäuser!
Bürgerentscheid: 50,8% folgen Alt-OB Kronawitter - Böse Schlappe für Ude
tz München Es war ein Kopf-an-Kopf- Rennen, ein echter Thriller gestern Abend im Rathaus und im KVR. Und es war ein Ausgang, den viele so nun doch nicht erwartet hatten. Um 19.34 Uhr, als alle 306 Stimmbezirke ausgezählt waren, stand es fest: Mit einem letzten Endes eindeutigen Vorsprung haben sich die Münchner beim Bürgerentscheid gegen den Bau weiterer Hochhäuser ausgesprochen und das Maß der Frauenkirche – gut 99 Meter – als künftige maximale Bauhöhe festgelegt. Sieg für Alt-OB Georg Kronawitter!
50,8 Prozent (101687 Wähler) der Münchner, die abgestimmt hatten, beantworteten Kronawitters Fragestellung mit „Ja“, 49,2 Prozent (98 484 Wähler) mit „Nein“. Die Wahlbeteiligung lag bei 21,9 Prozent – das erforderliche Quorum wurde überschritten. Damit ist der Bürgerentscheid gültig.

Interessant: Nimmt man nur die Auszählung der Wahllokale von gestern, wäre Kronawitter gescheitert, denn am Sonntag stimmten die Münchner mit 52,8 zu 47,2 Prozent mit „Nein“. Den Ausschlag für Kronawitter gaben die Briefwähler, und zwar deutlich: mit 12236 Stimmen Vorsprung.

Der Erfolg für die Initiative Unser München von Kronawitter ist ein Schlag ins Gesicht der aktuellen Rathaus-Politiker um OB Christian Ude – und der Verantwortlichen von Siemens und Süddeutschem Verlag (SV). Ihre Hochhaus-Projekte an der Hofmannstraße (Siemens, 148 Meter) und an der Hultschiner Straße in Steinhausen (SV, 146 Meter) dürfen bis auf weiteres so nicht gebaut werden. Ein SV-Sprecher am Abend: „Wir müssen jetzt unsere Optionen untersuchen.“ Ob am ausgewählten Standort niedriger gebaut werden kann, ist fraglich.

Zwar ist der Stadtrat rechtlich nur ein Jahr an die Festlegung des Bürgerentscheids gebunden, OB Ude unterstrich aber gestern ausdrücklich, dass der Entscheid auch eine „moralische Bindung“ habe, die deutlich länger andauere.

Der Sieg für Georg Kronawitter – kehrt in München jetzt der große Stillstand ein? Ude hatte zuvor immer vor den Folgen eines solchen Ausgangs gewarnt. Gestern sagte er in einer ersten Stellungnahme: „Die Folgen werden sich zwar erst in den nächsten Monaten zeigen. Es wird aber auf jeden Fall schwer, das Vertrauen in München als vertrauenswürdigen Wirtschaftsstandort wieder herzustellen.“

Der 76-jährige Kronawitter dagegen sprach in der Stunde seines Triumphs von einem „Sieg für München.“ Über das Ergebnis müssten jetzt viele nachdenken – auch OB Ude.
 

regelbert

Der, wo ebbes woiß
Stan-Kowa schrieb:
Was hat denn das mit Provinzialität zu tun??

:suspekt:
Der Wille Münchner sich gegen Veränderungen zu stellen, könnte man durchaus aus provinziell beschreiben. Wichtige/sinnvolle Bauten zu verhindern weil man alles wie es ist belassen will... :frown:
 

Vatreni

Hrvatska u srcu!
regelbert schrieb:
Der Wille Münchner sich gegen Veränderungen zu stellen, könnte man durchaus aus provinziell beschreiben. Wichtige/sinnvolle Bauten zu verhindern weil man alles wie es ist belassen will... :frown:
Genau dass meinte ich. Oder auch die Sperrstunde für Lokale. Man kann zwar inzwischen ne Genehmigung erwerben damit man seinen Laden bis 4 Uhr offen lassen darf, aber die kostet natürlich ne Stange Geld so dass das kaum jemand macht da es sich nicht auszahlt.
 

Vatreni

Hrvatska u srcu!
downie schrieb:
Warst du schonmal in Rom? Eine geile Stadt sag ich dir!

BWRG

downie
Ne aber in Florenz. Auch diesen Städten würden ein paar höhere Bauten an den richtigen Plätzen nicht schaden. Deshalb muss man doch aber nicht grundsätzlich sowas verbieten. Glaube nicht dass jemand ein 400m-Hochhaus neben dem Rathaus hochziehen wollte :suspekt:
 

Stan-Kowa

Leide an Islamintoleranz
Und was hat die Sperrstunde oder Veränderung damit zu tun das Stadtbild durch solch hässliche Klötze zu verunstalten??!! :suspekt: :frown:
 

Sandmann

Europas Thron!!!
Also ich weiß nicht, aber wenn man auf dem Olympiaturm steht und Richtung Innenstadt guckt, dann sieht man nur Kirchen... Ich finde das zwar schön, aber in einem Aussenbezirk kann man doch ruhig ein paar Hochhäuser hinstellen, stört doch keinen... :zucken: In Köln ist das Problem schon dramatischer, da hat man nämlich rund um den Dom alles zugebaut...
 

Vatreni

Hrvatska u srcu!
Stan-Kowa schrieb:
Und was hat die Sperrstunde oder Veränderung damit zu tun das Stadtbild durch solch hässliche Klötze zu verunstalten??!! :suspekt: :frown:
Die "häßlichen Klötze" verunstalten meines Erachtens dass Stadtbild nicht dermaßen dass man ein grundsätzliches Verbot aussprechen muss. Ist ja nicht so dass jeder die Dinger hinstellt wo er kann, dass wird ja vorher alles geprüft. Vielleicht passen die jetzigen Hochhäuser nicht ganz ins Bild aber dass kann beim nächsten schon wieder ganz anders sein. Eine zusätzliche Prüfung hätts auch schon getan. Und die Sperrstunde hat was mit der Provinzialität zu tun von der du gern was wissen wolltest :hammer: Die zeigt sich eben dadurch dass man lieber alles von vornherein verhindert und sich nicht mal ein Hintertürchen offenhält für gute Vorschläge.
 

Stan-Kowa

Leide an Islamintoleranz
Ich kann ja nur für mich sprechen,aber mich kotzt schon EIN Hochhaus an!!

Wenn du mich wirklich bestrafen willst,dann zwing mich einen Bericht über New York zu gucken. Ach was,ein Poster der Skyline reicht schon völlig!! :floet: :hammer:
 

Vatreni

Hrvatska u srcu!
Stan-Kowa schrieb:
Ich kann ja nur für mich sprechen,aber mich kotzt schon EIN Hochhaus an!!

Wenn du mich wirklich bestrafen willst,dann zwing mich einen Bericht über New York zu gucken. Ach was,ein Poster der Skyline reicht schon völlig!! :floet: :hammer:
:lachtot: Du wohnst irgendwo in nem 10-Seelen-Dorf oder? Ich finde Hochhäuser, richtig platziert und gut designt (Bitte kein Waschbeton o.ä.), eine Bereicherung für jedes Stadtbild.
 

Flash

Bienenkönigin
also ich finds gut, dass man keine solchen Riesenklötze mehr will in Minga. Müssen sich die Jungs um Osama bin Laden auch in Zukunft andere Städte für ihre Flugangriffe suchen. Wie zum Beispiel Frankfurt.... :floet:
 

Vatreni

Hrvatska u srcu!
Flash schrieb:
also ich finds gut, dass man keine solchen Riesenklötze mehr will in Minga. Müssen sich die Jungs um Osama bin Laden auch in Zukunft andere Städte für ihre Flugangriffe suchen. Wie zum Beispiel Frankfurt.... :floet:
Können ja immer noch mit Lieferwagen reinfahren. :floet:
 

Kurz-de-Borussia

Dortmunder.
also in Frankfurt beim Hesse... :zwinker3:

Ich finds eigentlich recht schön, wenn man schon von weitem die "City" mit ihren Hochäusern etc. sieht. Ich kann es aber genau so verstehen, wenn Städte sagen, dass ihr "Merkmal" von überall gesehen werden soll, siehe München Frauenkirche (ist wohl ein Argument der Initiative) oder Washington D.C.

Wenn die Münchener keine Hochhäuser wollen dann eben nicht. 50,8% sind eben mehr als 49,2% :fress:
 

Vatreni

Hrvatska u srcu!
whiteman schrieb:
Schrecklich demokratisch solche Bürgerbefragungen...

Gruss
Gegen Bürgerbefragungen an sich ist ja nix einzuwenden aber nur wenn das Ergebnis mit meinen Gedanken konform geht :floet: :zwinker3: Aber man wird ja wohl noch darüber diskutieren dürfen :hammer: z.B. ist ja auch dass Hypo-Vereinsbank-Gebäude über 100m hoch (128m) und dass würde dem Stadtbild doch wirklich fehlen :mahnen:
 

RomanAbramovich

pontificis wurstici
In München steht eh vuid'zvui leerer Büroraum rum.... paßt scho.

Und das mit der Sperrzeit hat sich m.W. auch erledigt.

Wems nicht paßt: gehen tuens, und zwar in ein nicht so elendig provinzielles Nest.
 

Vatreni

Hrvatska u srcu!
RomanAbramovich schrieb:
In München steht eh vuid'zvui leerer Büroraum rum.... paßt scho.

Und das mit der Sperrzeit hat sich m.W. auch erledigt.

Wems nicht paßt: gehen tuens, und zwar in ein nicht so elendig provinzielles Nest.
Mir solls ja recht sein, ich leb eh nicht z'Minga. :floet: Das mit dem Büroraum stimmt. Und zur Sperrzeit: s.o. m.W. ists noch immer so :zucken:

EDIT: Jetzt dürfens bis 3 Uhr offen haben.
Der Münchner Stadtrat hat die sog. Putzstundenregelung eingeführt. Darüber hinaus hat der bayerische Gesetzgeber eine Lockerung der gesetzlichen Sperrzeit beschlossen, die seit 15. Feb. 2003 in Kraft ist.

Bayernweite Regelung

Die gesetzliche Sperrzeit für alle Betriebe, die bisher der Sperrzeitregelung 1.00 bis 6.00 Uhr unterlagen, stellt sich nunmehr wie folgt dar:

Die Sperrzeit für Schank- und Speisewirtschaften sowie für öffentliche Vergnügungsstätten beginnt an Werktagen um 2.00 Uhr und endet um 6.00 Uhr. An Wochenenden und an Feiertagen beginnt die Sperrzeit um 3.00 Uhr und endet um 6.00 Uhr. Ausgenommen hiervon sind "stille Tage" (siehe Ziffer 4.), bei denen es bei der bisherigen Sperrzeitregelung (1.00 Uhr bis 6.00 Uhr) bleibt.

In der Nacht zum 1. Januar (vom 31.12. Silvester auf 1.1.Neujahr) ist die Sperrzeit allgemein in Bayern aufgehoben.

Münchner Putzstundenregelung

Im gesamten Stadtgebiet München beginnt ausschließlich für Schank- und Speisewirtschaften die Sperrzeit anstatt in der Regel wie bisher um 1.00 Uhr bzw. jetzt 2.00 Uhr oder 3.00 Uhr nun an allen Tagen in der Woche um 5.00 Uhr
und endet um 6.00 Uhr:
Diese sog. "Putzstundenregelung" wird jedoch dadurch eingeschränkt, dass sie nicht für die Freiluftgastronomie gilt (s. insoweit Ziff. 6).



Zum besseren Verständnis dürfen wir auf Folgendes hinweisen:

1. Schank-. und Speisewirtschaften

Die neue gesetzliche Sperrzeitregelung gilt auch für Betriebe, die eine andere Betriebsartbezeichnung wie z.B. "Diskothek", "Bar", "Internetcafe" usw. haben und für die eine Sperrzeit 1.00 bis 6.00 Uhr galt. Die neue gesetzliche Sperrzeitregelung gilt dagegen nicht für Betriebe, für die bisher eine von der gesetzlichen Sperrzeit 1.00 Uhr bis 6.00 Uhr abweichende kürzere Öffnungszeit festgelegt ist.

2. Werktage und Wochenenden

Unter Werktage, an denen nun eine gesetzliche Sperrzeit von 2.00 Uhr bis 6.00 Uhr gilt, sind die Nächte von Montag auf Dienstag, Dienstag auf Mittwoch, Mittwoch auf Donnerstag, Donnerstag auf Freitag und Sonntag auf Montag zu verstehen.

Als " Wochenende" (Sperrzeit ab 3.00 Uhr) gelten die Nächte von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag.

3. Gesetzliche Feiertage:

Bei den gesetzlichen Feiertagen, an denen nun eine gesetzliche Sperrzeit 3.00 bis 6.00 Uhr gilt, handelt es sich um

Neujahr, Hl. Drei Könige, Ostermontag, 1. Mai, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, Fronleichnam, Mariä Himmelfahrt. Tag der Deutschen Einheit, 1. und 2. Weihnachtstag.

4. Stille Tage

Die sog. "stillen Tage", an denen die gesetzliche Sperrzeit weiterhin von 1.00 Uhr bis 6.00 Uhr gilt, sind

Aschermittwoch, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag, Allerheiligen, Volkstrauertag, Totensonntag, Buß- und Bettag und Heiliger Abend.

5. Zusätzliche Sonderregelungen für das Stadtgebiet München

In München gelten noch zusätzliche Ausnahmeregelungen für die Schank- und Speisewirtschaften:

In den Nächten von 30.04. auf 01.05 (Maifeiertag) sowie von 01.05. auf 02.05. beginnt die Sperrzeit für alle Betriebe mit der neuen ab dem 15.02. 2003 geltenden gesetzlichen Sperrzeit, um 03.00 Uhr und endet um 06.00 Uhr.

In den Stadtbezirken, in denen die sog. Putzstunde eingeführt wurde, gilt auch an diesen Tagen die weitergehende Regelung des Pilotprojekts.

In den Nächten zu den letzten vier Faschingstagen, also von Freitag auf Samstag, Samstag auf Sonntag, Sonntag auf Rosenmontag und Rosenmontag auf Faschingsdienstag, ist die Sperrzeit generell aufgehoben.

6. Freiluftgastronomie:

Zur Freiluftgastronomie im Stadtgebiet München ist ergänzend auf Folgendes hinzuweisen: Die Betriebszeit für Freischankflächen (=die Bewirtungsfläche auf öffentlichem Verkehrsgrund) ist seit 2001 grundsätzlich auf 6.00 Uhr bis 23.00 Uhr festgelegt. Mit Beschluss vom 08.10.2002 hat der Münchner Stadtrat diese Betriebszeitregelung auch auf Außengastronomiebereiche auf Privatgrund ausgeweitet. Dies bedeutet, dass seither auch Wirtschaftsgärten, Terrassen, Vorgärten, Biergärten grundsätzlich in der Zeit von 06.00 Uhr bis 23.00 Uhr geöffnet sein dürfen, sofern auch für den eigentlichen Gaststättenbetrieb eine Öffnungszeit von mindestens bis 23.00 Uhr gilt. Somit ist z.B. auf Betriebe, die als Öffnungszeit nur die "gesetzliche Ladenöffnungszeit" oder eine Betriebszeit 6.00 bis 22.00 Uhr haben, diese Vergünstigung nicht anzuwenden.

Wir hoffen, dass wir mit dieser Darstellung etwas zur Klärung der Rechtslage beitragen konnten und stehen selbstverständlich für ergänzende Auskünfte gerne zur Verfügung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oben