Kinder, Social Media, Schule: "Aufmerksamkeitsspanne von Fliegen"

Stubenfliege

Herr der Fliegen
Diesen Satz hat ein guter Freund meines Vaters, der Lehrer an einem Gymnasium ist, vor wenigen Tagen rausgehauen. Und respektlos wie noch nie sollen die Kleinen (5. und 6. Klasse) auch sein. Er führt das auf die sozialen Medien zurück und nennt in diesem Zusammenhang in erster Linie "TikTok" wo man einfach nur noch eine Sekunde "Swiped". Vor fünf Jahren sei das Verhalten und die Aufmerksamkeit noch komplett anders, deutlich positiver gewesen.

Haben wir hier nicht Lehrer?
 

Abendstern

Inaktives Mitglied
Ah OK. :)
Dann gibt es eine generelle Antwort: manche ja, manche nein. Wenn kein vernünftiger Medienkonsum zu Hause stattfindet, sprich: wenn Mama und Papa den ganzen Abend am Smartphone vor der Glotze hängen, wird Junior sicherlich nicht eigenverantwortlich seinen Medienkonsum einschränken.
Andere haben Eltern, die ihren eigenen Medienkonsum unter Kontrolle haben und den ihrer Kinder gleich mit.

"Sekundenbotschaften" werden ja mittlerweile von allen gängigen Medien verwendet, sprich: 4-Wort-Überschriften, dann 2, 3 Sätzchen, fertig. Merkt man ja auch, wenn sich Leute (m/w/d) rein über Twitter, Facebook, Telegram, WhatsApp und Co. informieren. Da ist die Lesekompetenz im unteren Bereich angesiedelt und anspruchsvollere Texte werden entweder falsch oder gar nicht verstanden.

Was kann man dagegen tun:
Als Eltern: eigenes Medienverhalten hinterfragen, Vermittlung von Medienkompetenz zu Hause.
Als Lehrer: Medienkompetenz in der Schule lehren.
Auch wenn es das Fach per se an einer Schule nicht geben sollte, erwarte ich von einem Lehrer, den die Aufmerksamkeitsspanne seiner Schüler stört, dies im Unterricht anzusprechen und gemeinsam daran zu arbeiten.

'Nuff said. :spitze:
 

Stan-Kowa

Leide an Islamintoleranz
Diesen Satz hat ein guter Freund meines Vaters, der Lehrer an einem Gymnasium ist, vor wenigen Tagen rausgehauen. Und respektlos wie noch nie sollen die Kleinen (5. und 6. Klasse) auch sein. Er führt das auf die sozialen Medien zurück und nennt in diesem Zusammenhang in erster Linie "TikTok" wo man einfach nur noch eine Sekunde "Swiped". Vor fünf Jahren sei das Verhalten und die Aufmerksamkeit noch komplett anders, deutlich positiver gewesen.

Haben wir hier nicht Lehrer?
Selbiges habe ich schon vor deutlich mehr als 5 Jahren gelesen und gehört.....
 

Wirrtueller

Bekanntes Mitglied
Das sagte seinerzeit schon Klekih-petra, als er sich über den Medienkonsum von Abahachi und Winnetouch beschwerte, weil die beiden als kleine Indianerbengel jeden Tag auf dem Berg hockten, um die Rauchzeichen der Schoschonen zu beobachten.

:nickergreen:
 

FrauE

Drache mit Herz
Diesen Satz hat ein guter Freund meines Vaters, der Lehrer an einem Gymnasium ist, vor wenigen Tagen rausgehauen. Und respektlos wie noch nie sollen die Kleinen (5. und 6. Klasse) auch sein. Er führt das auf die sozialen Medien zurück und nennt in diesem Zusammenhang in erster Linie "TikTok" wo man einfach nur noch eine Sekunde "Swiped". Vor fünf Jahren sei das Verhalten und die Aufmerksamkeit noch komplett anders, deutlich positiver gewesen.

Haben wir hier nicht Lehrer?
Ich bin zwar "nur" Erzieherin, aber das Ganze lediglich auf die sozialen Medien zu schieben, ist mir persönlich zu simpel. Was ich feststelle: Eltern entziehen sich immer öfter ihrer "Pflicht" zur Pflege, Bildung, Betreuung und eben auch Erziehung ihrer Kinder. Oft, weil sie nach voller Berufstätigkeit keine Nerven mehr haben, sich nach Feierabend mit ihren Kindern auseinander- und Grenzen zu setzen und dadurch viel stattfindet wie ab vor einen Bildschirm mit dem Kind, dann habe ich meine Ruhe.

Ich erlebe das in meinem Job seit Jahren von den 1 - 11 jährigen und die Kinder tun mir einfach leid. Wir sollen es richten und können das alles gar nicht abfangen...
 

Blue2021

Bekanntes Mitglied
Ich glaube wir hätten es genauso gemacht wie die Kids von heute...
Aber bei uns hat es gereicht, wenn man was ein- oder zweimal gesagt hat.
Heute wohl eher so::rolleyes:

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Blue2021

Bekanntes Mitglied
Herzallerliebste Blue :bussi2: :tml:
Nicht, dass du denkst, ich hätte das vergessen...:devilish:


Im Gymnasium des Nachbarortes sind erste ukrainische Kinder in die Klassen aufgenommen worden.
Was ich hier von Eltern höre: Chaos. Crasht den Rest der Klasse. Ich stelle mir das für Lehrer schwer vor.

Ansonsten fürchte ich, dass es uns dann peinlicherweise eher so geht:

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Talion

Heute hier, morgen dort.
Da sagst du was, Talion!
Du bist Lehrerin, ja?
Ernst gemeinte Frage : Wie unterrichtet man denn, wenn Teile der Klasse eine andere Muttersprache haben?
Ja, man kann jetzt entgegnen, dass das eh üblich sei und da steckt wohl auch ein Funken Wahrheit drin, aber wie kann man denn eine Klasse unterrichten, in der einige Schüler quasi gar kein Deutsch sprechen? Mir fehlt da jede Vorstellung.
Ich bin nun komplett dafür, dass wir hier jede erdenkliche und stemmbare humanitäre Hilfe leisten, das steht für mich komplett außer Frage.
Aber wie unterrichtet man denn eine Klasse, in der einige Schüler erst seit wenigen Tagen in Deutschland sind und gar kein Deutsch sprechen? Und vermutlich auch recht wenig Englisch? Wie soll das in der Praxis funktionieren? Kann das in der Praxis funktionieren?
 

FCK-Fan-Simone

in Elternzeit
Teammitglied
Du bist Lehrerin, ja?
Ernst gemeinte Frage : Wie unterrichtet man denn, wenn Teile der Klasse eine andere Muttersprache haben?
Ja, man kann jetzt entgegnen, dass das eh üblich sei und da steckt wohl auch ein Funken Wahrheit drin, aber wie kann man denn eine Klasse unterrichten, in der einige Schüler quasi gar kein Deutsch sprechen? Mir fehlt da jede Vorstellung.
Ich bin nun komplett dafür, dass wir hier jede erdenkliche und stemmbare humanitäre Hilfe leisten, das steht für mich komplett außer Frage.
Aber wie unterrichtet man denn eine Klasse, in der einige Schüler erst seit wenigen Tagen in Deutschland sind und gar kein Deutsch sprechen? Und vermutlich auch recht wenig Englisch? Wie soll das in der Praxis funktionieren? Kann das in der Praxis funktionieren?
Eigentlich müssen Kinder, die gar kein Deutsch können, zuerst in Intensivklassen Sprachunterricht bekommen. Kinder, die nur mittelmäßig Deutsch können, kommen oft erstaunlich gut zurecht. Mit zusätzlicher Sprachförderung, das muss schon sein.
 

Talion

Heute hier, morgen dort.
Eigentlich müssen Kinder, die gar kein Deutsch können, zuerst in Intensivklassen Sprachunterricht bekommen. Kinder, die nur mittelmäßig Deutsch können, kommen oft erstaunlich gut zurecht. Mit zusätzlicher Sprachförderung, das muss schon sein.
Klingt nachvollziehbar.
Wird es in der Praxis auch so oder ähnlich gehandhabt?
 
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