Klaus-Michael Kühne über sein € 15 Mio.-Engagement beim HSV

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Hamburger SV - Investor Kühne: "Ich verstehe die Kritik der Fans" - HSV - Fußball - Sport - Hamburger Abendblatt

Kein Thema rund um den HSV wurde in den vergangenen Wochen so kontrovers diskutiert wie das finanzielle Engagement Klaus-Michael Kühnes als Investor. Im Rahmen des Projekts Anstoß³ will er den HSV mit bis zu 15 Millionen Euro unterstützen. Vor der heutigen außerordentlichen Mitgliederversammlung (18.30 Uhr im Stadion), auf der offene Fragen über das Investorenmodell diskutiert werden sollen, bat das Abendblatt den Hamburger Milliardär, der auf der Sitzung aller Voraussicht nach nicht anwesend sein wird, zum Gespräch.

...

Er rechnet angeblich gar nicht damit, die Summe in vollem Umfang zurück zu erhalten:

Was überwiegt bei dem Projekt: Ihr ausgeprägter Sinn für ein gutes Geschäft oder Ihre Leidenschaft für den HSV?

Ganz eindeutig meine Leidenschaft. Ich gehe überhaupt nicht davon aus, dass ich mein investiertes Geld noch einmal im vollen Umfang wiederbekomme. Wenn ich tatsächlich etwas Geld zurückbekommen sollte, dann ist das lediglich ein schöner Nebeneffekt.
Interessante Sache. Ein Milliardär, der angeblich in erster Linie aus Sympathie dem Verein Geld zur Verfügung stellt, und weniger aus Gewinnstreben. Dumm für ihn, dass er den Verein ob der 50+1-Regel nicht gleich kaufen kann... :floet:
 

abt72

Triple.
Auch diese Aussage finde ich sehr nett:
Für mich kann es nur einen geben, der das Sagen im Bereich Spielerverpflichtungen, Scouting und Nachwuchs hat. Über Bastian Reinhardt kann ich nicht viel sagen, weil ich ihn nicht kenne. Aber der wahre Sportdirektor beim HSV ist Siegenthaler.
 

gary

Bekanntes Mitglied
Mitgliederversammlung HSV - "Ein Zeugnis der Arroganz" - Kritik an HSV-Investorenmodell


Libuda schrieb:
Ein Milliardär, der angeblich in erster Linie aus Sympathie dem Verein Geld zur Verfügung stellt, und weniger aus Gewinnstreben.

Sowas soll es ja geben, wobei man sich natürlich fragen kann, warum der Kühne sich so viele Jahre zurückgehalten hat. Aber mit 73 kommt es ihm vielleicht wirklich nicht mehr auf den allerletzten Euro an :zucken:
Als Investment ist es etwas viel Zockerei. Kann dicken Reibach bedeuten (gerade z.b. auch nach einer Vertragsverlängerung bei Aogo, der ggf. später umso teurer aus dem Vertrag gekauft wird), aber auch Totalverlust.
Ansonsten ist Teilabtretung von Transferrechten ja wohl eines der Lieblingsspielzeuge von Hoffmann, bislang halt nur beim Kauf der Spieler.
 
Sowas soll es ja geben, wobei man sich natürlich fragen kann, warum der Kühne sich so viele Jahre zurückgehalten hat. Aber mit 73 kommt es ihm vielleicht wirklich nicht mehr auf den allerletzten Euro an :zucken:
Das ist die Frage. Allerdings wird sowas in Deutschland eben auch erschwert. Ohne diese 50+1-Regel könnte er den Verein einfach kaufen (wobei der HSV dann wohl erst die Fußballabteilung ausglieder müsste), und als Eigentümer investiert man dann natürlich deutlich lieber, als solche Konstruktionen basteln zu müssen. Zumindest...

Als Investment ist es etwas viel Zockerei. Kann dicken Reibach bedeuten (gerade z.b. auch nach einer Vertragsverlängerung bei Aogo, der ggf. später umso teurer aus dem Vertrag gekauft wird), aber auch Totalverlust.
Ansonsten ist Teilabtretung von Transferrechten ja wohl eines der Lieblingsspielzeuge von Hoffmann, bislang halt nur beim Kauf der Spieler.
ist bei sowas

Viele Fans fragen sich, warum Sie trotz Ihres großen HSV-Herzens beim Anstoß³-Vertrag auf die Übertragung von jeweils einem Drittel der Transferrechte an Dennis Aogo, Marcell Jansen und Paolo Guerrero bestanden haben.

Ich habe nicht darauf bestanden, der Vertrag wurde mir so vorgeschlagen. Ich hatte mir die drei Spieler auch gar nicht ausgesucht. Und ich hoffe auch, dass Aogo, Jansen und Guerrero bleiben. Ich will ja gar nicht, dass sie verkauft werden. Herr Hoffmann hat mir ja schon vor Guerreros Vertragsverlängerung deutlich gemacht, dass der Stürmer ganz wichtig für den HSV ist.
... ja wirklich vollkommen offen, wieviel und ob er überhaupt etwas von dem Geld zurück bekommt - dazu muss der HSV diese Spieler ja erstmal verkaufen, falls sie bis zum Karriereende bleiben oder ablösefrei wechseln, sieht er gar nix. Einen Gewinn würde er nur bei Erlösen über € 45 Mio. machen (falls man das so rechnen kann, zumindest dürfte es in etwa hinkommen), und daran glaube ich bei den drei Spielern nun weniger, da hätte ich mir eher etwa Elia ausgesucht.
 
Zuletzt bearbeitet:

Moonracker

Grenzwertig Biertrinkend
Wenn es so ist wie er sagt ist es ja ne ganz tolle Nummer und er hat ein Herz für den HSV . Nur leider wird am Ende aus dem Privatinvestor ne Investorengruppe die das Modell umfuntioniert und aus einer Investition am HSV ne Bedingung zur AG macht . Schwupps wird der HSV ProfiFussball unter Hoffmann ausgegliedert und aus dem HSV e.V. wird eine HSV Profifussball AG .
Ich als Mitglied hab zwar mitbestimmungsrecht ob das eintritt oder nicht , aber wenn man die Mehrheit anständig belügt und genug Honig um den Bart schmiert dann sagen 51 % von 57000 am Ende doch ja zu so einem Drecksmodell .

Kühne Allein wäre nett wird aber so nicht bestehen bleiben .

Hoffmann Raus !!
 

Käpt´n Koma

Since 1887
Wenn es so ist wie er sagt ist es ja ne ganz tolle Nummer und er hat ein Herz für den HSV . Nur leider wird am Ende aus dem Privatinvestor ne Investorengruppe die das Modell umfuntioniert und aus einer Investition am HSV ne Bedingung zur AG macht . Schwupps wird der HSV ProfiFussball unter Hoffmann ausgegliedert und aus dem HSV e.V. wird eine HSV Profifussball AG .
Ich als Mitglied hab zwar mitbestimmungsrecht ob das eintritt oder nicht , aber wenn man die Mehrheit anständig belügt und genug Honig um den Bart schmiert dann sagen 51 % von 57000 am Ende doch ja zu so einem Drecksmodell .

Kühne Allein wäre nett wird aber so nicht bestehen bleiben .

Hoffmann Raus !!

Wenn 57000 mal zu einer Mitgliederversammlung kommen würden :fress: Das er ein Herz für den HSV hat ist doch schön, doch das System Anstoss 3 wurde unabhängig von Kühne konzipiert und soll nicht nur ihn ansprechen. Somit, so denke ich, wird der HSV auch versuchen Kühne möglichst viel Kapital zurückzuzahlen, denn sonst lässt sich dieses Modell anderen Investoren nicht verkaufen :mahnen:

Bisher finde ich an diesem Konzept grundsätzlich nichts auszusetzen, doch wird die Zeit zeigen, ob Kühne sich wirklich aus dem operativen Geschäft raushält :zwinker3:
 

Moonracker

Grenzwertig Biertrinkend
Bisher finde ich an diesem Konzept grundsätzlich nichts auszusetzen, doch wird die Zeit zeigen, ob Kühne sich wirklich aus dem operativen Geschäft raushält :zwinker3:
Aha - Du würdest bestimmt irgendwo Dein Geld investieren und dann gemütlich zusehen wie man es entweder verbrennt oder vermehrt - aber haben willst von dem Gewinn bestimmt nüscht und wenn man die Kohle vernichtet wäre Dir das auch egal.

Ein Schelm wer Böses dabei denkt :frown:
 

gary

Bekanntes Mitglied
Aha - Du würdest bestimmt irgendwo Dein Geld investieren und dann gemütlich zusehen wie man es entweder verbrennt oder vermehrt - aber haben willst von dem Gewinn bestimmt nüscht und wenn man die Kohle vernichtet wäre Dir das auch egal.

Der Kühne ist HSVer durch und durch, wie er die letzten 73 Jahre mit seinem Engagement auch in mageren Zeiten bewiesen hat :zahn:
Aber vielleicht gilt das für ihn ja tatsächlich und will er einen Bruchteil seines Geldes auf die alten Tage lieber beim HSV verbrennen als es irgendwelchen Erben zukommen lassen :zucken:
Angeblich hat man dieses Modell mit den Teilabtretungen ja auch gewählt, um Schenkungssteuer zu umgehen. Wobei zumindest Aogo ein potentieller Rohdiamant ist und insbesondere nach Vertragsverlängerung ein Kandidat für eine hohe Ablöse, Jansen auch noch ein paar Euro Ablöse einbringen könnte. Guerrero müsste halt öfter mal wieder spielen und treffen, um im Wert zu steigen. Vielleicht kann Kühne ja zumindest auf Ersteres Einfluss nehmen
 

Mattlok

Comunio-Rekordmeister
für den hsv sind diese Finanzmodelle doch nichts sooo neues.
Auch in den letzten beiden Jahren fing man doch bereits an Spieler nur zu 50/70/80% zu kaufen.

(thiago Neves, Janssen und Silva glaub) Hat der FC Bayern eigentliche seine 20% von Janssen noch? Weil jetzt dann noch Kühne, da hält der hsv dann grad so 50% noch oder?

Auffällig ist doch das man den Kader den man such unterhält, sich selbst nicht sportlich finanzieren kann, und dadurch Finanzinstrumente nutzen muss um nicht abzufallen.
In meinen Augen im Prinzip ein Eingeständnis für Versagen, für schlechte Entschiedungen und Arbeit. Für den HSV wäre es wohl nicht verkehrt wenn Hoffmann Platz machen würde für nen kompetenten Mann.
 

Käpt´n Koma

Since 1887
Auffällig ist doch das man den Kader den man such unterhält, sich selbst nicht sportlich finanzieren kann, und dadurch Finanzinstrumente nutzen muss um nicht abzufallen.
In meinen Augen im Prinzip ein Eingeständnis für Versagen, für schlechte Entschiedungen und Arbeit. Für den HSV wäre es wohl nicht verkehrt wenn Hoffmann Platz machen würde für nen kompetenten Mann.

Na ja, das ist jetzt etwas aus einer orangenen Brille gesehen :zwinker3:

Wenn man sich die GuVs der letzten Jahre anschaut, muss man einfach anerkennen, dass Hoffmann hier sehr gute Arbeit leistet, denn wir schreiben seitdem nur noch schwarze Zahlen. Dazu sind wir mit der einzige Verein, der auf freiwilliger Basis die Konzern-GuV mitveröffentlicht, also die Einbeziehung aller Tochtergesellschaften - frag in dieser Transparenzsache mal bei Schalke nach.

Sportlich sind wir in der letzten Jahren eigentlich in Europa immer vertreten, es fehlt nur leider der letzte große Wurf - sprich dauerhaft CL oder mal ein Titel; aber das wird ja dieses Jahr passieren. :fress:

Der HSV kann sich diesen Kader auch ohne Kühne leisten, doch wenn ein Verein zusätzliche Mittel generieren kann, dann wird kein Verein sagen: Nein, danke! Wie gesagt, für Kühne wird zumindest der investierte Betrag auch zurückfließen, denn ansonsten ist das eher langfristig angelegte Projekt Anstoss 3 zum Scheitern verurteilt, da keine anderen Investoren angelockt werden. :hand:
 

Mattlok

Comunio-Rekordmeister
man kauft von diversen spieler die rechte nur anteilig weil man sonst nicht in der lage ist den kader in der zusammenstellung zu finanzieren.
Nur darum gehts, man hält sich einen Kader der teurer wert ist als man sich es selbst leisten könnte, und kommt damit nicht in einen internationalen wettbewerb.

Was die Finanzen angeht mag er ahnung haben, aber er trifft viel zu viele sportliche entscheidungen, und da kommt suboptimales bei rum.
 

Käpt´n Koma

Since 1887
man kauft von diversen spieler die rechte nur anteilig weil man sonst nicht in der lage ist den kader in der zusammenstellung zu finanzieren.
Nur darum gehts, man hält sich einen Kader der teurer wert ist als man sich es selbst leisten könnte, und kommt damit nicht in einen internationalen wettbewerb.

Was die Finanzen angeht mag er ahnung haben, aber er trifft viel zu viele sportliche entscheidungen, und da kommt suboptimales bei rum.

Mhh, mich würde mal interessieren, woher du denkst, dass wir unseren Kader ohne die Kühne Millionen nicht bezahlen könnten. Dass man nicht die vollen Transferrechte für alle Spieler besitzt, ist doch im Fußballgeschäft gang und gebe. Dies wird praktizipiert, um zum einen die Ablösesumme zu mindern und zum anderen dem abgebenen Vereins die Chance zu geben, an eventuellen zukünftigen Wertsteigerungen von Spielern zu partizipieren.

Wie gesagt, wir schreiben in den vergangenen Jahren nur schwarze Zahlen und haben die bisherigen Transferausgaben durch Spielerverkäufe gedeckt Westermann, Drobny und Diekmeier (= 10Mille Ausgaben) gegen (Boateng und Sam und Berg (=10Mille Einnahmen). Die Kühne Millionen sind Investitionsmittel und nicht dazu gedacht Löcher zu stopfen - denn das würde so ein Kühne auch durchschauen :zwinker3:
 

Mattlok

Comunio-Rekordmeister
Im Fussballgeschäft Fussball Bundesliga ist das mMn nicht Gang und Gäbe, das sind Maßnahmen die man sicher nur dann ergreift, weil es sonst halt nicht zu dem langt was man sich vorstellt.
Sprich solche Geschäfte sind alles, aber kein Zeichen davon das man gut aufgestellt ist.

Unser Allofs sagte dazu ja auch das man schon darüber nachgedacht hat, in der Drucksituation das mittlerweile 9 Teams das Ziel/Anspruch haben international zu spielen, und das man bisher ohne sowas ausgekommen ist,
aber es durchaus passieren kann das solche Geschäft wegen dem Konkurrenzdruck denkbar werden.

Tja und an diesem Punkt ist der HSV mMn nach schon.
 

netzGnom

Schlaumeier
Im Fussballgeschäft Fussball Bundesliga ist das mMn nicht Gang und Gäbe, das sind Maßnahmen die man sicher nur dann ergreift, weil es sonst halt nicht zu dem langt was man sich vorstellt.

Nun ja, wurden bei Werder nicht auch bei dem einen oder anderen Spieler nur Transferanteile erworben? :floet:
 

Mattlok

Comunio-Rekordmeister
Nun ja, wurden bei Werder nicht auch bei dem einen oder anderen Spieler nur Transferanteile erworben? :floet:

ich höre, man hat angeblich (unbestätigt) von wesley die ersten 40% gekauft seit Bild (ich glaube das nicht, man ist sich ahlt mit spieler und berater einig die diese rechte bisher besitzen, und soimit hat man die in der tasche wenn santos sein OK gibt)

ansonsten gibts da noch diego der bei seiner vertragsverlängerung 15% der Ablöse einstreichte, das kann man so interpretieren, aber ganz vergleichbar isses nicht, hier ging es ja nicht um nur anteilig kaufen, sondern eine zusage an den spieler bei einem wechsel mitzupartizipieren damit er seinen vertrag nochmal verlängert.

aber sonst, nein ich wüsste nix davon.
 
Fussball-Bundesliga - Wie aus dem Hamburger SV der Kühne SV wird - Hamburger Abendblatt

Auszüge:
Klaus-Michael Kühne fiebert dem Saisonstart genauso enthusiastisch entgegen wie jeder andere HSV-Anhänger auch. Anders als ein gewöhnlicher Fan hat Kühne aber noch ein ganz spezielles Interesse an einem gelungenen Saisonstart, hält er doch Beteiligungen an gleich mehreren HSV-Stars. Und nach neuesten Abendblatt-Informationen soll dem Protagonisten des Investorenmodells Anstoß³, das dem HSV zusätzliche Geldmittel für Transfers sichert, neben bereits bekannten Beteiligungen an Paolo Guerrero, Marcell Jansen und Dennis Aogo auch jeweils ein Drittel der Transferrechte an den Neuzugängen Heiko Westermann, Gojko Kacar, Dennis Diekmeier und Lennard Sowah eingeräumt werden.

Tatsächlich ist der Geschäftsmann überhaupt nicht glücklich über die Einkäufe, die Hoffmann und Neu-Sportchef Bastian Reinhardt durch sein Geld realisiert haben. "Westermann war bisher keineswegs überzeugend, Diekmeier ist schon verletzt. Die Verletzten-Misere des HSV setzt sich unverändert fort! Woran liegt das eigentlich? Und bezüglich des Engagements von Kacar bin ich skeptisch", sagt Kühne, der noch immer auf einen Star für das Mittelfeld hofft: "Ich bin unverändert der Meinung, dass dem HSV ein hochklassiger Mittelfeldspieler und womöglich auch ein erstklassiger Stürmer fehlt. Hierfür würde ich eher Mittel einsetzen als für Westermann und Kacar." Zur Erinnerung: Sollte der HSV keinen "zentralen Mittelfeldspieler internationaler Klasse" verpflichten, wie es in der Spielerinvestment-Vereinbarung (liegt dem Abendblatt vor) festgeschrieben ist, würde sich das finanzielle Engagement Kühnes um 2,5 Millionen Euro auf "nur noch" 12,5 Millionen Euro verringern. Kacar, immerhin serbische Nationalspieler und WM-Teilnehmer, empfindet Kühne jedenfalls nicht als den Mittelfeldmann internationaler Klasse: "Die Auflage wurde nicht erfüllt."
Scheint ja doch etwas weitreichender zu sein, als es am Anfang dargestellt wurde.
 
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