"Länderspiel" Kuba vs. Fc St. Pauli + Trainingslager

Zeugwart Claus Bubke kam in der berühmten Kneipe "La Bodeguita del Medio" auf seine Kosten, in der einst Ernest Hemingway sein Lieblingsgetränk Mojito trank. Feixend stellte sich Bubke an der Bar neben eine Statue des berühmten Schriftstellers und rieb zur Freude der Beobachter seinen Bauch unter dem sich spannenden T-Shirt: "Seht ihr, was wir gemeinsam haben!?"

Bubu Hemingway - ich glaube, mir wird schlecht :kotzer:
 
Die Mannschaft de FC St. Pauli als diplomatischer Eisbrecher. Unglaublich, wie gut sich das Team in Kuba präsentiert und mit ihrem Besuch sogar dafür sorgt, dass die diplomatischen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und dem Inselstaat verbessert werden. Der Empfang in der deutschen Botschaft (unter anderem mit Javier Sotomajor) war auf diesem ungewohnten Parkett ein voller Erfolg.

Da sage noch einer, Sport und Politik haben nichts miteinander zu tun.

mehr hier und hier :spitze:
 
So wurde St. Paulis Empfang zu einer politischen Annäherung nach "langwieriger Eiszeit", wie Wulffen die jüngste Vergangenheit beschrieb. Acht Botschafter, darunter Tomasz Turowski (Polen), Tilden Santiago (Brasilien), Wiek Wildebur (Niederlande) und Marie-France Pagnier (Frankreich) vergnügten sich bei Smalltalk, Häppchen und Kaltgetränken im Garten der weißen Prachtvilla gemeinsam mit kubanischen Staatsvertretern aus Sport, Politik und Kultur, unterhielten sich angeregt mit den Sportlern, dem kubanischen Lyriker Fernandez Retamar oder Roman-Autor Miguel Barnet. "Wir alle haben die Atmosphäre aufgesaugt", sagte Wulffen und lobte die Hamburger Fußball-Crew: "Ich war begeistert vom Geist dieser Mannschaft, die sich hier sehr gut und authentisch präsentiert hat."

:eek: unglaublich und klasse was die jungs da so erleben
auch wenn ich nicht so recht weiß ob das die optimale Vorbereitung aus sportlicher Sicht ist, bin ich jetzt der festen Überzeugung, das sich durch die gemeinsamen Erfahrungen ein "Teamspirit" entwickelt, was hoffentlich lange anhält, oder nach 2 Niederlagen am Anfang gänzlich verpufft :zwinker3:
 
Auch in einer großen Sonnntagzeitung ist der FC St. Pauli mit einem Bericht vertreten, womit die das Trainingslager zumindest aus marketingtechnischer Sicht schon ein voller Erfolg war.

Der Kollege Julien Wolff fasste noch einmal die Eindrücke der ersten Woche in der Welt zusammen und reflektierte über die Diskrepanz zwischen der "sportlichen" Bedeutungslosigkeit und dem Erfolg des Vereins bei der Präsenz in den Medien.

Hier mehr

Überhaupt Julien Wolff! Er ist derzeit für mich der ernsthafteste Journalist, der von unserem Verein berichtet. Akribisch und mit dem Blick fürs Wesentliche schreibt er immer wieder über die "wichtigen" Dinge rund um den Klub und erfindet bzw. bauscht keine kleinen Begebenheiten zu großen Schlagzeilen auf.

Wäre die Welt nicht ansonsten ein erzkonservatives Blatt, gäbe es bei seinen Artikeln einen Grund, die Zeitung zu kaufen.
 

gary

Bekanntes Mitglied
springfield schrieb:
Wäre die Welt nicht ansonsten ein erzkonservatives Blatt, gäbe es bei seinen Artikeln einen Grund, die Zeitung zu kaufen.


Ich habe die WELT (neben 3 anderen Tageszeitungen) abonniert :zwinker3:

Eigentlich kein schlechtes Blatt, vor allem auch außerhalb des Sportgeschehens.

Die Sportberichte sind häufig wirklich gut recherchiert. Leider ist der Lokalteil aber mehr als dünn, nie aktuell (Redaktionsschluß muß wohl schon am späten Nachmittag sein...) und behandelt meist die Hauptthemen, die auch in den anderen HH Zeitungen gehandelt werden.
 

gary

Bekanntes Mitglied
springfield schrieb:
Du hast zu viel Geld und zu viel Zeit! Wie schafft man es drei Tageszeitungen am Tag durchzulesen? Es sei, denn du arbeitest in der Branche oder bist Lehrer

Schön wäre es, zu viel Geld und Zeit zu haben :zahn:

Das mit den Abos hört sich schlimmer an als es ist. Ein Zeitung habe ich zu Hause, drei (Wirtschafts-/internationale Zeitungen) in der Firma und die bekomme ich manchmal gar nicht zu sehen, da ich nicht der alleinige Nutzer bin.

Außerdem gibt es ja das gute alte Querlesen, das ich recht gut beherrsche. :zwinker3:


btw: so viel Freizeit wie ein Lehrer hätte ich gerne :schmoll2:
 

gary

Bekanntes Mitglied
Heute wird in allen Zeitungen spekuliert, das St. Pauli auf einem Empfang evtl. Fidel castro trifft.

Peinlich für einige Hamburger Journalisten ist übrigens, dass sie das gestrige Goldcup-Qualispiel zwischen Kuba und Haiti erneut als "WM Qualifikation" bezeichneten. :eek:
In der WM Quali ist Kuba schon längst ausgeschieden....



Ausschnitte aus einem Abendblatt-Bericht von heute:


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Dem FC St. Pauli könnte sich jetzt die Möglichkeit bieten, den selbsternannten "Maximo Lider" zu treffen. Für den heutigen Montag abend wurden die Regionalliga-Fußballer überraschend zur größten Sport-Gala des Landes, wo die erfolgreichsten Kubaner geehrt werden, gebeten. Sportminister Humberto Rodriguez Gonzales sprach die Einladung persönlich aus - ihm wird ein direkter und enger Kontakt zu Fidel Castro nachgesagt.

.....

Der FC St. Pauli nimmt auf Kuba mittlerweile eine Art Hauptrolle im Bereich der internationalen Beziehungen mit Deutschland ein. Fast täglich wird über die Aktivitäten des Regionalligaklubs in den TV-Hauptnachrichtensendungen berichtet. Sportminister Rodriguez Gonzales bat St. Paulis Präsident Corny Littmann inzwischen zu einer Privataudienz. "Die Eindrücke abseits des sportlichen Bereichs haben größere Dimensionen angenommen, als ich es je eingeschätzt hätte", sagt Trainer Andreas Bergmann - und freut sich auf die nächste Begegnung mit den sportlichen Größen des Landes.
 

Aimar

Frauensportbeauftragter
Peinlich für einige Hamburger Journalisten ist übrigens, dass sie das gestrige Goldcup-Qualispiel zwischen Kuba und Haiti erneut als "WM Qualifikation" bezeichneten

Einfach nur peinlich ist der richtige Ausdruck :lachtot:
 
dat war wohl nicht so ein toller tag:

Zwischen Freude und Frust
STEFAN KRAUSE


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"Das war ein unglaublich ereignisreicher Tag. Wir haben eine Menge neuer Eindrücke gesammelt." Corny Littmann war begeistert vom Ausflug nach Villa Clara. Der Präsident des FC St. Pauli und die mitgereisten Anhänger hatten angesichts der Geschehnisse so einiges an Emotionen zu verarbeiten.

Auf dem Weg in die Provinz machte der Tross Halt beim Mausoleum von Che Guevara und am Kindergarten "Nula del Valle", wo die Spieler den Kids diverse Geschenke überbrachten. "Das war echt süß, die Kleinen haben keinen Mucks gesagt", meinte Coach Andreas Bergmann lächelnd. Umwerfend dann der Empfang in Zulueta. Bergmann: "Erst hab ich gedacht, das wäre `ne Demo oder so was." Aber es waren die Einwohner des kleinen Ortes, die die Hamburger enthusiastisch begrüßten. Sogar selbst gebastelte Feuerwerkskörper knallten - Karneval auf Kuba.

Weiter gings zum kultigen Frisörladen im Dorf, das als Geburtsstätte des kubanischen Fußballs gilt. Dort hat Besitzer Anry Gouit Hernandez die Wände tapeziert mit Postern von allen kickenden Superstars. Und während Hernandez noch eine Rede schwang, riss das Volk den Paulianern die Mitbringsel wie Autogrammkarten, Poster und Aufkleber aus den Händen. Fazit von Teammanager Christof Hawerkamp: "Unglaublich. Das muss man mal mitgemacht haben."

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"Lass mich bloß in Ruhe", "Ich sage besser nichts", "Frag mich ja nicht, wie es war", "Die haben alle keine Ahnung hier" - die Stimmung unter den Kickern des FC St. Pauli lag bei der Heimkehr vom Spiel aus Villa Clara (1:1) nahe dem Gefrierpunkt. Um kurz vor 23.30 Uhr stapften sie in die Empfangshalle. Ungeduscht, weils im Stadion keine richtige Kabinen gab. Ungehalten, weil hinter ihnen ein mehr als 15-stündiger Stress-Trip lag.

Um 8 Uhr morgens hatte sich der Bus auf die Reise ins etwa 300 km von Havanna gelegene Zulueta gemacht. Auf dem Weg gabs noch einige Zwischenstops (siehe nebenstehender Text), zum Mittagessen wurde für Athleten eher atypische, weil schwer verdauliche Kost wie Hühnchenkeule, Bohnen und frittierte Chips serviert.

Etwas zu spät im Stadion angekommen, blieb keine Zeit mehr für ein vernünftiges Warmmachen. So hatte die Partie vor gut 3000 Zuschauern, in der Marinko Miletic in der 89. Minute aus abseitsverdächtiger Position das 1:1 erzielte (woraufhin der Linienrichter von mehreren Villa-Clara-Kickern mehrfach herzhaft geohrfeigt wurde), kaum Aussagekraft. Verschwitzt gings wieder in den Bus auf die mehr als vierstündige Rückfahrt. "Fußball war heute egal", brachte es ein Fan auf den Punkt. Besser kann man es nicht ausdrücken.

Als Dank für den Empfang in Zulueta: Michel Dinzey (l.) und Yusuf Akbel tragen die kubanischen Verbandsflaggen

Shakehands: Zuluetas Kapitän und sein St. Pauli-Pendant Fabio Morena (r.) begrüßen sich vor dem Anpfiff freundlich

Trainer Andy Bergmann (l.) und Co. posieren vor dem Kicker-Denkmal in Santa Clara - der Wiege von Kubas Fußball

Was bisher geschah und mehr zum Trainingslager des FC St. Pauli auf Kuba ½ www.fcstpauli.de

von der mopo
 

gary

Bekanntes Mitglied
Der Abstecher sieht wirklich schlecht organisiert aus. Bei einem so langen Aufenthalt ist ein Stresstag zwar zu verkraften.

Den Straßenzustand, die Reiselänge sowie Duschmöglichkeiten hätte man problemlos vor dem Trip in Erfahrung bringen und sich entsprechend darauf einstellen können.
Ungeduscht, ohne richtige Klimaanlage und mit zu wenigen Trinkvorräten an Bord stundenlang quer durch Kuba zu fahren, wirft ein reichlich schlechtes Licht auf die Vorbereitung der Teamführung. :suspekt:
 

mendiculus

MODEFAN
St. Pauli verliert 1:3 gegen Kuba
So 23 Jan, 10:35 Uhr


Havanna (dpa) - Der FC St. Pauli hat während seines Wintertrainingslagers auf Kuba ein Spiel gegen die kubanische Nationalmannschaft mit 1:3 verloren.

Im Stadtion Pedro Marrero in Havanna gingen die Gastgeber schon in der siebten Minute mit einem Treffer von Lester Moré in Führung, die Stürmer Disney Aquino kurz vor dem Halbzeitpfiff zum 2:0 ausbaute. In der 50. Minute gelang Benjamin Adrion der Anschlusstreffer, doch schon zwei Minuten später markierte Henry Muñoz den Endstand.

Zuvor hatte St. Pauli gegen eine U-23-Auswahl ein 1:1 erzielt. Der Besuch des Drittligisten, des ersten westeuropäischen Fußballvereins überhaupt, hatte auf Kuba viel Aufmerksamkeit gefunden. Die Regionalliga-Fußballer wurden dort hofiert und auch vom kubanischen Sportminister empfangen. Die Beziehungen zwischen Kuba und der Europäischen Union waren in jüngster Zeit wegen der Menschenrechtsverletzungen auf der sozialistischen Karbikinsel gespannt, so dass sich offizielle europäische Besucher in Kuba rar machten.

http://de.sports.yahoo.com/050123/27/3362.html
 

gary

Bekanntes Mitglied
Bei dem Spiel gegen Kuba waren ja nur 300 Zuschauer, vorher war teilweise von 8.000 erwarteten Zuschauern die Rede....


Auf Hamburg1 gibt es heute ab 20:15 Uhr übrigens einen 45-minütigen Bericht über das Trainingslager auf Kuba.
 
schon lange ncht mehr so einen langen bericht über st.pauli im tv gesehen.
da ja alle, ich also auch, befürchtungen hatten, das die vorbereitung nicht so ideal ist, wurde sehr oft gesagt, dass sie viel trainiert haben.

ja dann glauben wir das mal, wenn sie am anfang zweimal in folge verlieren glaubt ihnen das keiner mehr

aber das wird ja nicht passieren :fress:
 
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