Lok Leipzig

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BOH-Boy

Trunkenbold
Der nach der Insolvenz des VfB Leipzig gegründete Verein Lok Leipzig sorgt in der 11.Liga für Furore.

Bei zwei Heimspielen der Leipziger passierten insgesamt 9000 Zuschauer die Stadiontore .

Beim letzten Spiel am Wochenende kam sogar ein ehemaliger Spieler mit Gastspielgenhemigung zum Einsatz, der 62 Jahre alt ist und vor 26 Jahren sein letztes Punktspiel für Leipzig bestritt.

Diese Aktion mit ehemaligen Topstars wird der Verein die Saison über weiterführen.
 

gary

Bekanntes Mitglied
Ich hatte dazu vor 2 Wochen auch schon mal einen Thread aufgemacht, der aber keine *** interessiert :zwinker3: :

5.638 Zuschauer in der 3. Kreisklasse

http://v120632.dd6010.kasserver.com/forum/showthread.php?t=484



Die Zuschauerzahl ist im Vergleich zum ersten Spiel ja schon deutlich rückläufig.
Ich denke, es wird sich nachher irgendwo im 1.000er Bereich einpendeln.
Kreisklassen-Gegurke schaut sich die Masse dann doch nicht dauerhaft an.

Ein Wahnsinns-Zuschaueraufkommen ist es auf jeden Fall. Ich drücke Lok die Daumen, das die Leute auch beim langjährigen Marsch durch die Ligen halbwegs bei der Stange bleiben.
 

gary

Bekanntes Mitglied
BOH-Boy schrieb:
Nach 3 Spielen haben die Leipziger schon 45 : 2 Tore

Das klingt natürlich nicht schlecht :024:

Ist aber auch nur 3. Kreisklasse, da kommt so etwas ab und zu vor.

Der Topverein Automation I hat in der KK Leipzig auch schon 31 Tore erzielt, trotz einem Remis. :zwinker3:

Der Knaller ist aber eindeutig Leipzigs letzter Gegner Paunsdorf:
0 Punkte aus 3 Spielen und 0:50 Tore :lachtot:


btw:

Ich habe gelesen, das der 1. FC Lokomotive Leipzig mit dem Landesligisten Hausdorf "fusionieren" will, um gleich ein paar Ligen (und Jahre) zu überspringen.
In Hausdorf soll man aber gar nicht begeistert sein und von einer feindlichen Übernahme sprechen (was es ja mit Sicherheit auch wäre). :suspekt:

wie heißt es in dem MoPo Artikel: man könnte auch sagen "Enteignung" der Hausdorfer....
 

gary

Bekanntes Mitglied
Ich habe gerade gelesen, das bei Lok Leipzig mit dem Ex-DDR Nationalspieler Henning Frenzel auch ein 62-jähriger (!) aufläuft :fress:

Dazu will jetzt Ex Nationalspieler Heiko Scholz (38, Co-Trainer bei Duisburg) ebenfalls zu Lok wechseln....
 

gary

Bekanntes Mitglied
Der Hype um den 1. FC Lokomotive Leipzig nimmt schon etwas erstaunliche Züge an.

Zum Heimspiel der 3. Kreisklasse gegen Eintracht Großdeuben II werden im Zentralstadion (!) über 10.000 Zuschauer erwartet.
Und damit mehr als zu Zeiten des FC Leipzig oder bei Sachsen Leipzig.

Ausschnitte aus der TAZ:


.....

Sie wollen nicht mehr darüber reden, die Chaosjahre sind vorüber. Rund um das Bruno-Plache-Stadion hat man die letzten Spuren des VfB verschwinden lassen. Auf dem brüchigen Areal, das so aussieht, als stünde die Wende erst noch bevor, hat sich seit den großen Erfolgen von Lok nichts verändert: meterhohes Unkraut und Waschbetonarchitektur. Täglich kommen dutzende Menschen nach Probstheida, Fans, die sich jahrelang nicht haben blicken lassen. Weil sie das Gefühl hatten, nach der Wende betrogen worden zu sein. Um ihren Klub, um ihre Tradition.

Über 800 Mitglieder wurden seit der Neugründung geworben, viele helfen freiwillig, sie mähen Rasen, verkaufen Bratwurst und Bier. Insgesamt 15.000 Menschen sahen die ersten drei Auftritte im Plache-Stadion. Allein 200 Zuschauer waren zum ersten Training gekommen. Es war kein Training im eigentlichen Sinne, es war ein Casting. 100 Fans wollten Entwicklungshelfer werden, sie hatten eine der Zeitungsanzeigen gelesen. Einigen war das Vereinsleben so fremd wie das Cockpit einer Boeinig 747. Rainer Lisiewicz filterte die besten 20 heraus. Sein Mannschaftspuzzle, ein Thekenteam deluxe, kennt nach fünf Spielen noch keine Niederlage, das Torverhältnis beträgt 59:3. Zu den Schützen zählte auch der ehemalige DDR-Nationalspieler Henning Frenzel, ein 62-jähriger Veteran. Am Samstag wird Heiko Scholz auflaufen, früher war er in Leverkusen aktiv. Viele Idole haben sich um einen Tagestrip in die Vergangenheit beworben, es ist eine Offensive der Ostalgiker.

Zehn Jahre würde Lok brauchen, um auf dem schnellsten Weg erstklassig zu werden. "Das ist utopisch", sagt Präsident Steffen Kubald. Er hat lange als Fanbeauftragter beim VfB gearbeitet, auf seinem Schreibtisch stapeln sich mehrere Kilo Papier. Der Sponsorenpool wächst wöchentlich. Auf 400.000 Euro beziffert er den Etat, andere Vereine der Kreisklasse würden davon zwanzig Jahre zehren. Abends geht Kubald in einem Restaurant kochen, reich wird man in der elften Liga nicht. Keiner der Spieler verdient einen Cent. Sie arbeiten als Handwerker oder Büroangestellte, sie studieren, sie leben noch bei ihren Eltern und zum Training kommen die meisten, natürlich, möchte man fast sagen: mit dem Fahrrad. "Sie sind stolz, hier zu spielen. Manche würden dafür bezahlen", sagt Trainer Lisiewicz. Er selbst vertreibt hauptberuflich Solarien.

Nicht jeder freut sich über die Selbstheilung. Neidisch blickt der FC Sachsen Leipzig auf den Boom im Untergrund. Drunter und drüber ging es zuletzt in der Führung des Oberligisten. Dass nun der verhasste Rivale im schmucken Zentralstadion, wo seit Anfang des Jahres der FC Sachsen beheimatet ist, mehr Zuschauer anlocken soll, ist schwer zu verdauen. Den kleinen Riesen ist das egal. Gerne würden sie mit einem besseren Klub fusionieren, um ein paar Klassen zu überspringen. Sollte sich niemand finden, wird Lok weiter munter von Bolzplatz zu Bolzplatz tingeln. "Ich habe viel Geduld", erzählt Rainer Lisiewicz und blickt auf die Wimpel in seinem Büro, "Otto Rehhagel hat seinen größten Erfolg mit 65 gefeiert." Bis zum 65. Geburtstag hat er noch elf Jahre Zeit. Langsam wird er sich jener fremden Welt nähern, die aus der Ferne glitzert. Langsam wie eine Schnecke. Aber ohne Schulden. Und mit großer Tradition
 

veltins_vom_fass

augmentiert
Ich find das absolut geil!!!


In der zweiten Liga hat Haching grad mal nen Schnitt von 3900 Zuschauern und in Leipzig passiert sowas!
Da sieht man mal, wie fußballverrückt der Osten ist, auch wenn diese Zahlen wohl nicht über Jahre haltbar sein werden!
Es ist wirklich schade, dass kein Sponsor aus der Wirtschaft dieses Potenzial zu Zeiten des VfB bemerkt hat, sonst würde Leipzig wohl heute schon einen Proficlub haben... Ich finde allgemein, dass die zahlreichen Traditionsclubs im Osten auf viel zu wenig Gegenliebe bei Geldgebern stoßen. Stattdessen wird dann ein Synthetikclub in Wolfsburg zum Tabellenführer gemacht... :frown:
 
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