LR Sturmrot, bis "Eira beschloss, an diesem Abend ...", S. 339, 72%, 21.12

Malou

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Hier wurde es wieder zäh. Die Geschichte an sich nimmt zwar eine interessante Wendung, weil nun der alte Fall wieder aufgenommen wird und Eira einiges über ihre Familie herausfindet, aber das geht für mich zu sehr unter in Beschreibungen, welches Gebäude wann wie aussah und wann wie umgebaut oder genutzt wurde. Informationen über Industriegeschichte, Überlegungen, welche Räume in einem Wohnhaus renoviert wurden, irgendeine im Nebensatz eingeworfene Halbanekdote über irgendeinen Direktor - alles völlig irrelevant für die Geschichte und in der Häufung eher nervig. Der wirkliche Inhalt dieser Passage ließe sich auf zwei oder drei Seiten zusammenfassen.

Auch, dass alle wohl den gleichen Tick zu haben, bei jeder Ortsangabe gleich in Lokalgeschichte einzutauchen, ist unglaubwürdig. Als ob zwei Menschen, die beide jahrzehntelang an einem Ort wohnen, jedes Mal sagen würden: "Ja, das war da drüben, wo 1931 xy passiert ist."

Ich habe einige Rezensionen zu anderen Büchern der Autorin gelesen, weil ich etwas erstaunt war, dass sie eine solch renommierte Spannungsromanautorin sein soll. Da las ich auch immer wieder, dass sie abschweift, die Krimihandlung untergeht und sie sich in Nebensächlichkeiten verliert. Kann ich für dieses Buch auch unterschreiben.

Schade, denn die Geschichte an sich hat so viel Interessantes. Nur die Erzählweise ist so gar nicht mein Fall.
 

Beatrix Kiddo

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Hm. Mir fällt sowas gar nicht auf. Ich fand es gut und flüssig geschrieben und spannend auch. Die ganzen Beschreibungen, Lebensumstände, persönliches Anekdoten machten es lebendig. Ich will ja keine Akte zu einem Mordfall lesen sondern unterhalten werden. Ist ihr gelungen. Ich mochte es. Am Wochenende gibt’s Teil zwei.
 

Cheeria

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Abschweifen geht schon mal, aber bitte spannender und nicht so lang; ich möchte nen Krimi lesen und keine Reisebeschreibungen mit historischen Einlagen, die vor allem überhaupt keine Abgrenzung zum sonstigen Inhalt haben. Eira ist mittendrin, wir aber nicht. Ich bleibe bei mindestens 100 Seiten weniger dafür mehr Prickel und Spannung auf der Strecke.
 

Cheeria

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Hm. Mir fällt sowas gar nicht auf. Ich fand es gut und flüssig geschrieben und spannend auch. Die ganzen Beschreibungen, Lebensumstände, persönliches Anekdoten machten es lebendig. Ich will ja keine Akte zu einem Mordfall lesen sondern unterhalten werden. Ist ihr gelungen. Ich mochte es. Am Wochenende gibt’s Teil zwei.
Mittlerweile bin ich auch durch, werde die anderen Farben aber ignorieren. Tove erreicht mich nicht, es bleibt auch nichts hängen von all den zu vielen Worten. Die Geschichte hat es aber in sich, schnelles Lesen tut ihr gut. Wirklich schön, dass es dir gefallen hat, Bea!
Zur Zeit lese ich an Skandi-Crime einen neueren Nesser. Da sitzt ein Meister.^^
 

Malou

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Abschweifen geht schon mal, aber bitte spannender und nicht so lang; ich möchte nen Krimi lesen und keine Reisebeschreibungen mit historischen Einlagen, die vor allem überhaupt keine Abgrenzung zum sonstigen Inhalt haben.
Ja, das war ein Grund, warum ich geschaut habe, was die Autorin sonst so schreibt. Ich habe ja schon irgendwo geschrieben, eigentlich mag ich kleine lokale Informationen, aber nicht in der Häufung und der Irrelevanz. Ich habe immer mehr den Eindruck, sie hatte beim Schreiben eine Liste neben sich liegen "101 Dinge, die auf jeden Fall irgendwie ins Buch müssen".
 
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