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LR Sturmrot, bis „GG sah auch nicht gerade …“, S. 180, 38%, 13.12

Beatrix Kiddo

Bekanntes Mitglied
Teammitglied
Fertig. Spannend. Wirkt irgendwie gerade recht vorhersehbar - wenn es sich tatsächlich so entpuppen sollte, wie es sich beim Lesen aufdrängt, wäre es fast enttäuschend. Immerhin ist ja noch nicht mal die Hälfte des Buches gelesen.

…und weiter geht’s
 

Malou

Bekanntes Mitglied
Mittlerweile hätte ich nichts gegen etwas mehr Tempo. Es geht doch etwas gemächlich voran. Das liegt u.a. für mich an den zahlreichen Einschüben dazu, was 1931 oder 1939 oder im Mittelalter auf dem Hügel oder jener Brücke passiert ist. Eigentlich mag ich so etwas, aber nicht in einem Krimi und in der Häufung. Außerdem wirkt es immer so draufgepropft, als ob die Autorin eine Liste mit "unterhaltsamen Fakten über die Region" hätte und sie in regelmäßigen Abständen einfach reinwirft. Der andere Punkt, der es für mich zieht, sind Eiras Gedanken, Erinnerungen sowie Erlebnisse mit ihrer Mutter, das Geplauder der Ermittler über ihr jeweiliges Privatleben etc.

Ich war baff, als erwähnt wurde, dass schon zwei Wochen seit dem Mord vergangen wären. Wir haben nur drei oder vier Gespräche mitbekommen. Was haben die Ermittler zwei Wochen lang gemacht?

Ich habe im Währungsrechner mal nachgeschaut, wie teuer das Haus des Vaters in Euro wäre - 90.000 Kronen sind weniger als 9.000 Euro. Sind die Häuser in Schweden so billig oder bin ich zu blöd, Zahlen in einen Währungsrechner einzugeben? Ich habe es bei zwei verschiedenen versucht.

Dieser Tryggve hat also im Eisenwarenladen zufällig genau denselben Satz gesagt wie vierzig Jahre zuvor und zufällig war die einzige Person anwesend, die diesen Satz und seine Stimme erkennen konnte? Oh nööööö, solche Zufälle sind faules Schreiben, so etwas mag ich gar nicht. Und dann wohnten die beiden vom Gesetz als Vergewaltiger Verurteilten also direkt nebeneinander. Hm. Momentan ist mir das alles zu kontruiert.

Interessant Olofs Erinnerungen. Klingt immer weniger danach, als ob er damals schuldig geworden wäre, eher nach einer gezielten Mobbingaktion gegen ihn - der nicht ganz so helle, etwas übergewichtige und wohl etwas schüchterne Junge. Natürlich eine ideale Zielscheibe. Er tut mir zunehmend leid. Gut gemacht finde ich übrigens, dass die immensen Mengen, die er verdrückt, immer so im Nebensatz eingeflochten werden. Mal eben zehn Burger irgendwo gekauft und verdrückt, jetzt drei Dosen Bockwürste. Das ist unaufdringlich und wirkungsvoll gemacht.

Brandanschlag auf das Haus ... da habe ich etwas geseufzt, weil das irgendwie abgedroschen ist. Fast hatte ich gehofft, dass es doch das Gewitter war, eben damit es nicht so ein altes Klischee ist, aber gut ... Und der Hund ist in Ordnung, sehr schön. Originell, wie Olof nun im Wald unter dem Baum gefunden wurde. Das klingt ja gruselig! Und er lebt sogar noch. Nun bin ich gespannt, wie er dahin gekommen ist. (Edit: stand im Buch, ich hab's übersehen.)

Es sind einige wirklich gute, originelle Ideen im Buch, aber es ist mir auch etwas zu langatmig und zerfasert in der Erzählweise.
 
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Beatrix Kiddo

Bekanntes Mitglied
Teammitglied
Wie er dahin gekommen ist, wurde doch beschrieben. Er rennt aus dem brennenden Haus in den Wald und dann - … ist der Baumstumpf auf ihn geknallt.
 

Malou

Bekanntes Mitglied
Wie er dahin gekommen ist, wurde doch beschrieben. Er rennt aus dem brennenden Haus in den Wald und dann - … ist der Baumstumpf auf ihn geknallt.
Danke. Da sieht man den Nachteil, wenn ich abends müde eBooks lese - es ist für meine Augen unangenehm und da bekomme ich wohl einiges nicht mit. Ich kann da auch weniger lange lesen als bei einem "richtigen" Buch.
 

FrauE

Es tät Euch gut, zu lesen!
Ich sehe es wie Malou: es könnte mal mehr Tempo rein und weniger Drumherum um den eigentlichen Fall statt finden.
Jetzt also auch noch Eiras Mutter, die wohl ins Heim muss und der unauffindbare Bruder....
Mir persönlich zu viele Nebenschauplätze
 

Cheeria

Bekanntes Mitglied
Danke. Da sieht man den Nachteil, wenn ich abends müde eBooks lese - es ist für meine Augen unangenehm und da bekomme ich wohl einiges nicht mit. Ich kann da auch weniger lange lesen als bei einem "richtigen" Buch.
Da bist du für mich entschuldigt, das liegt nicht am eBook. Es ist soviel Beiwerk erzählt, dass viel vergessen werden kann. Ich bräuchte es nicht und würde mindestens ein Drittel des ganzen Inhalts wegfegen. 150 Seiten weniger und strafferer Continuity (Manati) ergäbe sich auch ein taffer Spannungsbogen mit genug Verwirrung. Für mich wäre das gekonnter, professioneller.
Aber das mit dem Baum ist wirklich originell. Faszinierend!
 

Malou

Bekanntes Mitglied
Ich sehe es wie Malou: es könnte mal mehr Tempo rein und weniger Drumherum um den eigentlichen Fall statt finden.
Jetzt also auch noch Eiras Mutter, die wohl ins Heim muss und der unauffindbare Bruder....
Mir persönlich zu viele Nebenschauplätze
Ja, das ist wirklich nervig. Ich las auch in einigen Rezensionen (lese ich zwischendurch mal ganz gerne, wenn ich überlege "liegt's an mir oder am Buch?") genau diesen Kritikpunkt - zu viele Themen, zu verzettelt. Und ich finde eben auch diese ständigen Anekdoten nervig. Eira kann ja an keiner Ecke vorbeigehen, ohne daran zu denken, was 19xx oder 18xx dort geschah. Geht mir zwar auch so, aber ich bin keine Krimi-Protagonistin. Wenn Autoren versuchen, wirklich alles, was sie recherchiert haben, in ihrem Buch unterzubringen (und der Anreiz ist natürlich stark, die ganze Recherchearbeit soll ja auch genutzt und gewürdigt werden und manche Details findet man selbst total spannend), dann merkt man das jedes Mal. Ich habe mal einen Autor (der gar nicht so unbekannt ist) darauf angesprochen, als mir in seinem neusten Buch so etwas auffiel und da lachte er und gab zu, dass er so stolz darauf gewesen war, dieses Detail herausgefunden zu haben, dass er es unbedingt im Buch habe unterbringen wollen, auch wenn es für die Geschichte völlig irrelevant war. in "Sturmrot" kommt es ständig vor und da ist es auch so - wenn man es einmal merkt, dann fällt es einem noch mehr auf, so geht es mir jedenfalls.
Da bist du für mich entschuldigt, das liegt nicht am eBook. Es ist soviel Beiwerk erzählt, dass viel vergessen werden kann.
Ja, da hast du recht.

Wobei es in diesem speziellen Fall dann doch die "Schuld" des eBooks war, das war abends das Ende meines Leseabschnitts und mir flimmerte es etwas vor Augen, deshalb habe ich wohl ein wenig überflogen. Aber sonst geht es mir hier auch oft so, dass einfach zu viele Details drin sind, die dann auch überwiegend nicht relevant sind.
Ich bräuchte es nicht und würde mindestens ein Drittel des ganzen Inhalts wegfegen. 150 Seiten weniger und strafferer Continuity (Manati) ergäbe sich auch ein taffer Spannungsbogen mit genug Verwirrung. Für mich wäre das gekonnter, professioneller.
Ha, dann bin ich nicht die einzige, die öfter denkt "x Seiten weniger und es wäre ein gutes Buch geworden"! Ja, hier hätten einige (viele) Kürzungen das Buch ganz wesentlich verbessert. Die Grundschichte gefällt mir bisher, aber das Drumherum nervt.
 

FrauE

Es tät Euch gut, zu lesen!
Ich habe etwas weiter gelesen, bin aber etwas bematscht vom Corona und die Konzentration ist nicht so doll. Lese ich halt schön langsam.....
 

Manati

Bekanntes Mitglied
Doch ja, bin schon im nächsten Abschnitt.

Das mit Tryggve fand ich ja nen Knaller. Wie sagte einer der Ermittler: 2 Fälle, .... nee, das kommt erst im nächsten Abschnitt.

Als ich die Geschichte mit Olof unterm Baum las, fiel mir ein Krimi ein, den ich vor noch gar nicht so langer Zeit sah.
Da wurden Frauen getötet und im Wald vergraben.
Es kamen dann Zeichnungen darin vor, die Frauen zeigten, die aus ihrem Bauch heraus Bäume wachsen ließen.
Das lässt den Ermittler überhaupt auf den Fundort kommen.

Mich macht das ganz verrückt, dass ich nicht herausfinde, um welchen Film es sich handelt.

Tja, die feine Familie Nydalen, da ist der Spruch vom "unter jedem Dach ein Ach" die Verniedlichung des Jahres.
Allerdings war es mir wie mit dem Dampfhammer gezeichnet: der Sohn, der ausflippt, die Ehefrau als beschwichtigende, abwiegelnde Gattin.
Dass es aber handfeste Gründe für die junge Marianne gab, damals so zu handeln wie sie es tat, wird auch gleich preisgegeben.

Dass die junge Familie nur kommt, weil die Alten im Sommer aufs Altenteil "Backstube" entschwinden, macht das Idyll perfekt.
 

Malou

Bekanntes Mitglied
Es kamen dann Zeichnungen darin vor, die Frauen zeigten, die aus ihrem Bauch heraus Bäume wachsen ließen.
Das klingt ja spannend. Ich habe gleich mal gegooglet, ob ich es vielleicht finde (und ich kenne das, wenn man ganz irre wird, weil einem das Gesuchte einfach nicht einfällt). Ich habe jetzt auf die Schnelle nichts gefunden, dafür aber einen interessanten Artikel: CSI Wald - wenn der Baum verrät, wo die Leiche vergraben ist | MDR.DE
Tja, die feine Familie Nydalen, da ist der Spruch vom "unter jedem Dach ein Ach" die Verniedlichung des Jahres.
:LOL:
Allerdings war es mir wie mit dem Dampfhammer gezeichnet: der Sohn, der ausflippt, die Ehefrau als beschwichtigende, abwiegelnde Gattin.
Ja, sehr stereotyp.
 

Manati

Bekanntes Mitglied
@Malou, das hat mir eine fast schlaflose letzte Nacht beschert. Den Bericht von den Wald, der ein Reh anders als einen Menschen verstoffwechselt hatte ich auch gefunden und trug nicht zum traumlosen Schlaf bei.
 

Malou

Bekanntes Mitglied
@Malou, das hat mir eine fast schlaflose letzte Nacht beschert. Den Bericht von den Wald, der ein Reh anders als einen Menschen verstoffwechselt hatte ich auch gefunden und trug nicht zum traumlosen Schlaf bei.
:LOL:

Ich habe noch etwas gefunden, das hieß "Das Geheimnis des Totenwaldes", klang vom Titel her ganz vielversprechend hinsichtlich dem, was du beschrieben hast, ist es aber wohl auch nicht. Ich habe jetzt auch weiter nichts gefunden. Schade, klingt wirklich gut.
 
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