Nein zu Investoren in der DFL

Forentroll

Zyniker
Spannende Info, die mich gerade etwas ratlos zurücklässt, da ich mich frage, was z.B. die Motivation der drei Anteileigner bei Bayern ist. Rendite kann es ja kaum sein, die haben (extra nachgeschaut) 75, 90 und 110 Mios für ihre Anteile von je 8,33 Prozent bezahlt. Sagen wir Bayern macht im Schnitt 15 Mios pro Jahr Gewinn, dann gehen davon keine 4 Mios an die drei Anteilseigener. Verglichen mit dem Invest eine reichlich bescheidene Rendite. Adidas ist schon Ausrüster, einen höheren Werbewert gibt es für die in Bezug auf einen Fußballverein nicht. Warum also noch Anteilseigner? Allianz ist Anteileigner und Namensgeber für das Stadion. Am wenigsten verstehen kann ich das Engagement von Audi.
Mal überlegt, wie viel Geld bei jedem Trikotverkauf bei adidas hängenbleibt? Solange adidas Eigner ist, wird der FC Bayern nie den Ausrüster wechseln. Deren Invest hat sich m.E. längst auf diesem Weg abbezahlt.
 

Werderforever

Bekanntes Mitglied
Mal überlegt, wie viel Geld bei jedem Trikotverkauf bei adidas hängenbleibt? Solange adidas Eigner ist, wird der FC Bayern nie den Ausrüster wechseln. Deren Invest hat sich m.E. längst auf diesem Weg abbezahlt.
Ja, hab` ich.Zu den Anteilskäufen kommt ja noch eine Summe von rund 70 Mios, die Bayern pro Jahr von Adidas kassiert. Dafür muss man erstmal Trikots verkaufen...Weiß aber nicht, wo hoch der Reinerlös von Adidas pro Trikot ist.
 

fradiavolo

Vorzeige-Wokie
Die kann man aber auch deutlich kostengünstiger und auffälliger haben. Davon ab: Adidas ist wie erwähnt bereits Ausrüster und Allianz Namenssponsor der Arena. Ich sehe keinen höheren Werbewert in der Tatsache, dass sie Anteileigner sind.
Ein besseres Invest als Kanye West ist es allemal 😉
Und eine Verzinsung von ~4% pa sind aktuell ja auch nicht so falsch. Zudem verlieren die Anteile nicht an Wert, eher im Gegenteil.
Nur für Bayern sind die Anteile natürlich weg.
 

derMoralapostel

Bekanntes Mitglied
Man weiß natürlich nicht, welchen Einfluss Adidas jetzt hat. Was z.B. auffällt ist, dass Bayern mit den höchstdotierten Trikotsponsoringvertrag in Europa hat, während der Ausrüstervertrag gemessen an anderen Topclubs ziemlich bescheiden ausfällt.
Bei den Ausrüstern gibt's in den Details große Unterschiede, was z.B. die Trikotverkäufe angeht. Manche bekommen sehr hohe Garantiesummen, dafür nix für die Trikots.
 

p.G.

Corona-Gekränkt
Spannende Info, die mich gerade etwas ratlos zurücklässt, da ich mich frage, was z.B. die Motivation der drei Anteileigner bei Bayern ist. Rendite kann es ja kaum sein, die haben (extra nachgeschaut) 75, 90 und 110 Mios für ihre Anteile von je 8,33 Prozent bezahlt. Sagen wir Bayern macht im Schnitt 15 Mios pro Jahr Gewinn, dann gehen davon keine 4 Mios an die drei Anteilseigener. Verglichen mit dem Invest eine reichlich bescheidene Rendite. Adidas ist schon Ausrüster, einen höheren Werbewert gibt es für die in Bezug auf einen Fußballverein nicht. Warum also noch Anteilseigner? Allianz ist Anteileigner und Namensgeber für das Stadion. Am wenigsten verstehen kann ich das Engagement von Audi.

Damit kauft man sich auch ein bisschen Vitamin B.
 

Ha-Ho-He!

Hertha BSC!
Fällt euch in Deutschland ein privater Investor ein, der etwas positives und mit Nachhaltigkeit bewirkt hat? Schaut nur mal was in Berlin in den letzten Jahren passiert ist.
 

Bolthor

EL-Altuser
wenn du so fragst, waren die Invests von Hopp, Seinsch, Bayer, VW, Rasenball sicher positiv und nachhaltig für den jeweiligen Standort

Ich finde auch nicht, dass man diese Vereine so negativ sehen sollte. Gerade Hopp ist sehr ehrlich und offen mit seinem Engagement umgegangen, und egal wie man zu ihm als Person steht, der Umgang mit ihm gerade von Fans anderer Vereine war sehr sehr unfair. Hopps Investment war außerdem immer drauf bedacht, den Verein nachhaltig an die Spitzenklasse heranzuführen. Der buttert seit Ewigkeiten keine xx-stelligen Millionenbeträge mehr rein, und trotzdem hält der Verein sich in der ersten Liga.
Bei Leipzig sehe ich das einzig kritische in deren Bande zu Salzburg, wo man öfters sehen kann, dass da Transfer nur ob der Verbrüderung stattfinden. Ansonsten generieren die auch mehr Geld als Sie verbraten.

Es gibt in der 1. Liga eigentlich mehr Positiv- als Negativbeispiele finde ich. Die Negativbeispiele gibt es eher in 2./3. Liga wo versucht wurde alles über Geld zu regeln und man sich heillos verschätzt hat, da Leute ohne Ahnung unterwegs waren. Unterhaching, 1860 und Türkgücu sind da recht gute Beispiele. Bei Berlin stinkt der Fisch auch eher vom Kopf her - 100 Millionen helfen dir halt nichts, wenn du damit Selke 1-10 kaufst.
 

Bolthor

EL-Altuser
Sehr erfolgreich und nachhaltig sogar. Aber das Image...

Das Image wird hauptsächlich von Leuten bestimmt, die noch in der Vergangenheit hängen und mit dem Verein nichts zu tun haben. Und die meisten dieser Investoren sind sowieso mit den Gedanken unterwegs, dass ihr Geld mehr eine Spende als sonst etwas ist. HSV kann auch glücklich sein, dass Sie einen Kühne haben, ansonsten wären die schon längst weg vom Fenster.
 

derMoralapostel

Bekanntes Mitglied
Ich finde auch nicht, dass man diese Vereine so negativ sehen sollte. Gerade Hopp ist sehr ehrlich und offen mit seinem Engagement umgegangen, und egal wie man zu ihm als Person steht, der Umgang mit ihm gerade von Fans anderer Vereine war sehr sehr unfair. Hopps Investment war außerdem immer drauf bedacht, den Verein nachhaltig an die Spitzenklasse heranzuführen. Der buttert seit Ewigkeiten keine xx-stelligen Millionenbeträge mehr rein, und trotzdem hält der Verein sich in der ersten Liga.
Das kann man auch anders sehen. Die Art und Weise mit der die Kohle grade in den Rangnick-Jahren da reingebuttert wurde, war schon außergewöhnlich. Da hängen auch trotz aller Transfereinnahmen immer noch irgendwas um die 200 Mio € von Hopp in der Bilanz rum. Und über Hopps seltsame Spielergeschäfte (Transfair, Hobra, usw.) vor allem in Verbindung mit Rogon war u.a. im Kicker auch schon genug zu lesen.
 
Oben