Neue Ausländerregelung durch TFF in Süper Lig

Osmanli

Halber Deutscher
Der türkische Fußballverband TFF ignoriert alle Einwände und Wünsche der Süper Lig-Klubvereinigung und auch der unterklassigen Vereine und führt seine angekündigte Ausländerregelung offiziell ein. Dies teilte der Verband am Mittwochabend mit. Damit setzt man erneut auf eine Regelung, die es bereits gab und die zuvor schon gescheitert ist und zudem exorbitante Ablöseforderungen für inländische Akteure zur Folge hatte. So verlangten damals die Klubs nur aufgrund des türkischen Status der Spieler und da man gezwungenermaßen eine bestimmte Anzahl im Kader und in der Startelf haben musste, horrende Summen für qualitativ eher durchschnittliche Spieler.

Die Geschichte wiederholt sich

Dieses Bild zeichnet sich bereits jetzt wieder ab, wie einige Vereinsverantwortliche, wie Trabzonspor-Klubchef Ahmet Agaoglu bestätigten: “Die Ausländerregelung hat unsere Planungen negativ beeinflusst. Kaum wurde sie verkündet, wollte ein Verein für einen 19-jährigen, inländischen Spieler 3,5 Millionen Euro”, so der 63-Jährige Geschäftsmann. Außerdem erhalten türkische Spieler, die kaum zum Einsatz kamen und von denen sich die Klubs unter normalen Umständen getrennt hätten, neue Verträge zu besseren Bezügen. Nur um das türkische Kontingent mit Spielern im Kader zu füllen.

Die neue Ausländerregelung​


Demnach dürfen die türkischen Erstligisten in der Saison 2021/22 14 Ausländer im Kader haben, davon dürfen aber nur acht Spieler in der Startelf eingesetzt werden. In der Spielzeit 2022/23 muss die Zahl der ausländischen Profis auf zwölf Spieler gesenkt werden, von denen wiederum nur sieben in der Startaufstellung bzw. gleichzeitig auf dem Feld stehen dürfen. In der Saison 2023/24 fällt die Ausländerzahl unter den Profis nochmals auf zehn Akteure, von denen nur sechs Spieler zur gleichen Zeit auf dem Feld stehen dürfen.

2021/22 – 14 (8)

2022/23 – 12 (7)

2023/24 – 10 (6)
 
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