Olympische Spiele 2026

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lowi2000

Maailmanmestari
Ist zwar noch ein Weilchen hin :floet: aber Innsbruck überlegt ne Bewerbung. :spitze: Begonnen wird mal mit einer Machbarkeitsstudie

Pläne für Olympia in Tirol: Das sagen Stadt, Land und ÖOC | Tiroler Tageszeitung Online - Nachrichten von jetzt!

Voraussgesetzt, das Problem mit den Eishallen lässt sich irgendwie lösen (d.h. man kann über die Landesgrenzen gehen) sicherlich nen idealer Kandidat. Ok Winter hat man auch nicht mehr als in Peking, aber alle anderen Wettkampfstätten wären auch Weltcupniveau vorhanden.

Und ich sehe den Kostenfaktor auch nicht als Handicap sondern die Nachnützung (Infrastruktur, Wohnungsbau) als großen Vorteil. Allerdings fürchte ich, dass bei einer Volksbefragung das Ergebnis eher negativ ausfallen würde.
 

gary

Bekanntes Mitglied
Allerdings fürchte ich, dass bei einer Volksbefragung das Ergebnis eher negativ ausfallen würde.

Die eigene Bevölkerung zu überzeugen ist ja mittlerweile auch schwerer, als bei Vergaben zum Zuge zu kommen. 2022 wurde es eigentlich auf dem Silbertablett präsentiert. Aber weder in Graubünden noch in Oberbayern wollte halt die Bevölkerung. In Schweden auch nicht, in Norwegen war es wiederum die Regierung. Selbst (?) in Krakau wurde eine Olympiabewerbung von rund 70% bei einem Referendum abgelehnt.

Das zieht sich bekanntlich auch bei Sommerspielen. In Hamburg ist es den Verantwortlichen nicht gelungen, die eigene Bevölkerung zu überzeugen. In Rom war es wohl Wahlkampfthema und setzte sich auch dort die nolympia-Fraktion durch.

Das olympische Image ist vom IOC selbstverschuldet im Eimer. Das von Unterveranstaltungen wie Europaspielen (wo der eigentliche Ausrichter Niederlande dann doch zurückzog und das Kandidatenfeld überschaubar ist) erst recht.

Dennoch reduziert sich Ablehnung der Bevölkerung nicht nur auf wahnwitzig teure Sportevents.

Mindestens in Deutschland wird es ja allgemein immer schwerer Großprojekte gegen professionell organisierte Gegnerschaften umzusetzen.
 

lowi2000

Maailmanmestari
Mindestens in Deutschland wird es ja allgemein immer schwerer Großprojekte gegen professionell organisierte Gegnerschaften umzusetzen.

Nicht nur Großprojekte. Im Prinzip gibt es hier bei jeglichem Bauvorhaben Probleme mit Gegner.

Wichtig wäre im Falle von Innsbruck wirklich, dass man die Kosten für etwaige Wettkampfstätten möchlichst gering halten kann (was muss am Berg Isel bzw. Seefeld großartig gemacht werden, wenn man 2019 die nordische WM ausrichtet). Stattdessen hauptsächlich in Infrastruktur & Wohnbau investiert.

Und selbst wenn das klappt, kommen die Gegner dann mit anderen Argumenten (mind. 1 Monat Einschränkungen in der Stadt aufgrund der Sicherheitsmaßnahmen, Teuerungen in der Gastronomie, etc.) daher.
 

lowi2000

Maailmanmestari
Gleichzeitig mit der Nationalratswahl findet am Sonntag in Tirol auch eine Volksabstimmung bzgl. 2026 statt. Man hat sich zwar darauf geeignet, dass das Gesamt Tiroler Ergebnis und nicht das Innsbrucker Ergebnis ausschlaggebend ist. Ich denke aber, dass es dennoch mit Nein ausgehen wird.

Ich habe mir vor einigen Wochen die Machbarkeitsstudie mal durchgelesen - prinzipiell hat alles Hand und Fuß und die vorgeschlagenen Wettkampfstätten bzw. sonstige Konzept mehr als sinnvoll. Seitens der Politik wird auch betont, dass keine Neubauten oder übermäßigen Renoviereungen geplant sind - bei diesem Punkt habe ich aber durchaus meine Zweifel (im Zuge der Bewerbung von Seefeld für die Nordische Ski WM hieß es auch, es muss nicht viel gemacht werden - nun bauen sie den ganzen Ort um). Zudem halte ich es auch für fraglich, ob das IOC eine Eröffnungsfeier im klitzekleinen Rahmen akzeptieren würde.


Allerdings sehe ich natürlich auch eine Vielzahl an Chancen - gerade das eine oder andere Bauprojekt bei dem schon seit Jahren diskutiert wird und dessen Umsetzung eigentlich auch dringend notwendig wäre könnte durchaus beschleunigt werden (z.B. Vergrößerung Flughafen, Autobahnanbindung Flughafen, Untertunnelung der Grassmayerkreuzung, Wohnungsbau...)
 

gary

Bekanntes Mitglied
Ich habe mir vor einigen Wochen die Machbarkeitsstudie mal durchgelesen - prinzipiell hat alles Hand und Fuß und die vorgeschlagenen Wettkampfstätten bzw. sonstige Konzept mehr als sinnvoll. Seitens der Politik wird auch betont, dass keine Neubauten oder übermäßigen Renoviereungen geplant sind - bei diesem Punkt habe ich aber durchaus meine Zweifel (im Zuge der Bewerbung von Seefeld für die Nordische Ski WM hieß es auch, es muss nicht viel gemacht werden - nun bauen sie den ganzen Ort um).

Eine Schweizer Kampagne "Sion 2026" mit den Kantonen Wallis, Bern, Waadt und Fribourg möchte ja auch an den Start gehen. Der Bundesrat entscheidet in Kürze über die politische Zustimmung bzw. hat diese Entscheidung etwas verschoben. In dem Bereich fordert das IOC eine unbegrenzte Defizitgarantie.
Nach der Zustimmung wird allerdings eine Volksabstimmung initiiert werden und das Ding vermutlich wieder im Vorfeld begraben werden.

Bzgl. Kosten wird auch bei der Kampagne betont, dass bestehende Anlagen genutzt werden sollen, wovon es in den genannten Kantonen reichlich gibt.
Trotzdem beträgt das geplante Budget der Kampagne immerhin schon 1,65 Mrd. CHF (davon 0,65 Mrd CHF vom IOC). Und das ist in dieser Phase, wo man noch grünes Licht von Politik und Volk bekommen muss, sicherlich noch schöngerechnet.
Alleine schon der Bereich Sicherheit läuft bei solchen Veranstaltungen heutzutage finanziell und organisatorisch aus dem Ruder. Da dürfte die geplanten Beträge hinten und vorne nicht ausreichen.
 

derMoralapostel

Bekanntes Mitglied
Dein Satzbau war auch schon besser :mahnen: :zwinker3:
laender_slogan_sieger_wir_koennen_alles_ausser_hochdeutsch7_gross.jpg
 

lowi2000

Maailmanmestari
Eine Schweizer Kampagne "Sion 2026" mit den Kantonen Wallis, Bern, Waadt und Fribourg möchte ja auch an den Start gehen. Der Bundesrat entscheidet in Kürze über die politische Zustimmung bzw. hat diese Entscheidung etwas verschoben. In dem Bereich fordert das IOC eine unbegrenzte Defizitgarantie.
Nach der Zustimmung wird allerdings eine Volksabstimmung initiiert werden und das Ding vermutlich wieder im Vorfeld begraben werden.

Bzgl. Kosten wird auch bei der Kampagne betont, dass bestehende Anlagen genutzt werden sollen, wovon es in den genannten Kantonen reichlich gibt.
Trotzdem beträgt das geplante Budget der Kampagne immerhin schon 1,65 Mrd. CHF (davon 0,65 Mrd CHF vom IOC). Und das ist in dieser Phase, wo man noch grünes Licht von Politik und Volk bekommen muss, sicherlich noch schöngerechnet.
Alleine schon der Bereich Sicherheit läuft bei solchen Veranstaltungen heutzutage finanziell und organisatorisch aus dem Ruder. Da dürfte die geplanten Beträge hinten und vorne nicht ausreichen.

Ah interessant, ich dachte Sion wäre eigentlich fix. Dass da auch noch eine Volksabstimmung ausständig ist, kam hier nicht so rüber.
Was macht eigentlich das IOC wenn es gar keinen Bewerber gibt?

Kosten wurden hier mit 1,175 Mrd € budgetiert. Allerdings noch ohne Sicherheitskosten, da diese Bundessache wären und derzeit sowieso nicht abschätzbar wären. Vom IOC erwartet man 525 Mio €.
 

gary

Bekanntes Mitglied
Ah interessant, ich dachte Sion wäre eigentlich fix. Dass da auch noch eine Volksabstimmung ausständig ist, kam hier nicht so rüber.

Noch gibt es auch keine eingebrachte Initiative. Die Gegner haben sich im Hintergrund aber schon formiert und sollen Anträge in der Schublade haben. Brauchen ja im Prinzip auch nur die letzten von Graubünden etwas umschreiben. Diese können sie aber erst stellen, wenn der Bundesrat Sion offiziell abgesegnet hat und dem IOC garantiert, dass notfalls unbegrenzt Steuergelder fließen.


Was macht eigentlich das IOC wenn es gar keinen Bewerber gibt?

Vielleicht endlich mal Anforderungskataloge drastisch abspecken? :zucken:
Es gibt ja durchaus ein paar Wintersportregionen auf der Welt (z.b. halt in Österreich oder der Schweiz) sowie Ex-Ausrichter, die in der Lage wären, ein nicht unnötig aufgeblasenes Format mit vielleicht 1 Jahr Vorlauf auszurichten.
 

derMoralapostel

Bekanntes Mitglied
2026

Auch Erzurum will Winter-Olympia 2026 ausrichten - Olympia - kicker
Neben Erzurum hoffen Graz, Calgary, das japanische Sapporo, Stockholm, Sion in der Schweiz und die Region Cortina d'Ampezzo/Mailand/Turin auf einen Zuschlag bei der Vergabe im September 2019. Damit gibt es sieben Bewerber für 2026.
...
Die sieben Bewerber treten nun in eine Phase des Dialogs mit dem IOC, bevor im Oktober die eigentlichen Kandidaten für 2026 ausgewählt werden. Die Entscheidung über den Ausrichter fällt im September 2019 in Mailand.
 

gary

Bekanntes Mitglied

Du bist für Olympia der sehr weiten Wege? Ggf. über 600 km von Stockholm bis zu den alpinen Austragungsstätten in Are. Für Rodelwettbewerbe stünde sogar das lettische Sigulda zur Debatte. Was auf der anderen Seite der Ostsee aber immer noch näher an Stockholm wäre als das schwedische Are.
 

Kerpinho

Maskenträger
Teammitglied
Die Türkei will es aber wissen...Fußball EM 2024 und dann auch noch gleich Olympia 2026 obendrauf...


Das riecht nach einer neuen Folge von...

201608131100380.Erdowahn.png
 

lowi2000

Maailmanmestari
Du bist für Olympia der sehr weiten Wege? Ggf. über 600 km von Stockholm bis zu den alpinen Austragungsstätten in Are. Für Rodelwettbewerbe stünde sogar das lettische Sigulda zur Debatte. Was auf der anderen Seite der Ostsee aber immer noch näher an Stockholm wäre als das schwedische Are.

Bevor es die Türkei oder wieder Asien wird
 
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