Paranoia: Cat Stevens ein Terrorist?

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Angst vor Cat Stevens - Jumbojet umgeleitet

Dem ehemaligen Popstar Cat Stevens ist als Terrorverdächtiger die Einreise in die USA verweigert worden. Wegen des vor Jahrzehnten zum Islam konvertierten Briten haben die US-Behörden eine Linienmaschine auf dem Weg von London nach Washington nach Maine umgeleitet.

Washington - Dem 56-Jährigen wurde die Einreise in die USA aus Sicherheitsgründen verweigert, bestätigte ein Sprecher des Heimatschutzministeriums. Er sei aus Gründen der nationalen Sicherheit der USA festgenommen worden und werde heute mit dem ersten möglichen Flug das Land verlassen. Erst, als die Boeing 747 der United Airlines bereits in der Luft war, hatte man den potenziellen Terroristen erkannt. Die Folge: Der Flug mit der Nummer 919 wurde 1000 Kilometer weit in Richtung Bangor im US-Staat Maine umgeleitet.

Cat Stevens nennt sich seit seiner Konvertierung Yusuf Islam und setzt sich für Menschen in Not ein. Wie die Verkehrssicherheitsbehörde mitteilte, steht der Name Yusuf Islam auf der so genannten Watchlist der USA, auf der missliebige Personen aufgeführt sind. Fluglinien sind verpflichtet, ihre Passagierlisten den US-Behörden vorab mitzuteilen.

Islam wurde als Stephan Georgiou geboren und nahm als Sänger den Künstlernamen Cat Stevens an. In den sechziger und siebziger Jahren feierte er Erfolge mit Liedern wie "Wild World" oder "Morning Has Broken". Cat Stevens verkaufte 40 Millionen Alben - und verschwand 1978 als nicht einmal 30-Jähriger abrupt von der Showbühne. Ende der siebziger Jahre beendete er seine Musikerkarriere und konvertierte zum Islam. Er wurde Religionslehrer und gründete 1983 eine muslimische Schule in London.



:nachdenk: reicht wohl als Kommentar...
 

die bunte Kuh

unbefleckte Erkenntnis
Ziemlich übertrieben!

Obwohl: als damals der Mordaufruf der iranischen Geistlichkeit gegenüber Salman Rushdie ausgesprochen wurde, hat er ihn öffentlich unterstützt.
Der Typ hat teilweise schon ziemlich komische Ansichten, ich glaube aber kaum, daß man ihn deswegen als Terroristen bezeichnen kann, und daß man wegen ihm ein Flugzeug umleitet ist für mich eher Paranoia als Sicherheitsdenken.

MfG
 
die bunte Kuh schrieb:
Ziemlich übertrieben!

Obwohl: als damals der Mordaufruf der iranischen Geistlichkeit gegenüber Salman Rushdie ausgesprochen wurde, hat er ihn öffentlich unterstützt.
Der Typ hat teilweise schon ziemlich komische Ansichten, ich glaube aber kaum, daß man ihn deswegen als Terroristen bezeichnen kann, und daß man wegen ihm ein Flugzeug umleitet ist für mich eher Paranoia als Sicherheitsdenken.

MfG

FAZ-Artikel dazu:

Die Dokumentation, die an diesem Dienstag auf Phoenix läuft, tut das. "Cat Stevens - Eine wahre Geschichte" setzt ganz richtig voraus, daß über diesen Mann viel Falsches im Umlauf ist. Etwa die Behauptung, er habe, als guter Moslem, der er im Dezember 1977 wurde, das vom Ayatollah Khomeini ergangene Todesurteil gegen Salman Rushdie gutgeheißen. Der Film läßt Yusuf Islam auch dazu zu Wort kommen und bestätigt, was dieser in einem Zeitungsinterview kürzlich glaubwürdig beteuerte: daß das nicht stimmt. Genützt hat ihm das wenig, besonders in Amerika wurde derart Stimmung gegen ihn gemacht, daß der Ruf dieses einstmals nahezu perfekten Popsängers immer noch lädiert ist.
 
zariz schrieb:
echt??

also ich denke lediglich

cat stevens=depp

ist aber meine persönliche meinung

Das musste mir jetzt mal erklären.

Er konvertierte zum Islam. Das sollte seine Sache sein. Er arbeitete als Reli-lehrer, na ja, auch sein Ding.

Also sofern er nicht dazu aufruft, irgendwen zu töten, irgendwas zu zerstören oder sonstigen Kappes in dieser Richtung verzapft, würd' ich mich hüten, ihn gleich Depp zu nennen.

Als Atheist kann ich seine Entwicklung zwar nicht nachvollziehen, aber ich nehme mir auch nicht das Recht heraus, ihn deshalb zu beleidigen.
 

regelbert

Der, wo ebbes woiß
Kann den Mann vom :024: Heimatschutzministerium :lachtot: nur unterstützen! :spitze:

Hab erst vor ein paar Tagen mal Tea for Tillerman rückwärts und ein bisschen schneller laufen lassen und was kam da raus?

Hörte sich ganz deutlich nach: Allah`u akbar an :eek: oder zumindest klang es so ähnlich :suspekt:

(Kann aber auch an meinem Alk-Spiegel gelegen haben :floet: )
 

Teddy

Huck Finn
zariz schrieb:
ist es mir etwa verboten eine persönliche meinung zu haben?

Nö, aber man sollte seine Meinung schon begründen können.

Für mich ein ganz großes Künstler; und zu den Panikattacken der Amis kann ich nur noch den Kopfschütteln. :suspekt:
 

zariz

Bekanntes Mitglied
Teddy schrieb:
Nö, aber man sollte seine Meinung schon begründen können.

könnte ich machen, würde aber hier aber sowieso niemand nachvollziehen können... deswegen unterlasse ich es, und bringe lediglich meine meinung zum ausdruck :zwinker3:
 
Weiter geht's...

"Ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll"

Nach der Einreiseverweigerung in die USA ist der einstige Popstar Cat Stevens zurück in Großbritannien. Seinen eiligen Rausschmiss und den Terrorverdacht gegen ihn findet er lächerlich. Das Verhalten der US-Behörden sei ihm ein Rätsel.

London - "Die ganze Sache ist vollkommen lächerlich", sagte der 56-Jährige bei seiner Ankunft in London. "Ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Es ist verrückt. Jeder kennt mich wegen meiner Arbeit für wohltätige Zwecke", fügte er hinzu. "Nun müssen Erklärungen her", forderte er.

Wie die US-Behörden zu ihrem Verdacht kommen, ist Stevens schleierhaft. "Ich hoffe bloß, dass sie einen großen Fehler gemacht haben." Immerhin hätten ihn die Sicherheitskräfte "sehr gut" behandelt. "Man hat mir keine Handschellen angelegt oder sowas", sagte er.

Stevens ist vor dreißig Jahren zum Islam konvertiert und nennt sich seitdem Yusuf Islam. Er war am Dienstag mit seiner Tochter auf einem Flug von London nach Washington unterwegs. Die Maschine der United Airlines wurde nach Bangor im US-Bundesstaat Maine umgeleitet und Stevens umgehend aus dem Land komplimentiert. Begründung: mögliche Verbindung zu Terroristen und Gefährdung der nationalen Sicherheit der USA.

Der britische Außenminister Jack Straw kritisierte die Einreiseverweigerung der US-Behörden unterdessen gegenüber seinem amerikanischen Amtskollegen Colin Powell. Die Aktion gegen Stevens sei unnötig und falsch gewesen, sagte Straw nach Angaben seines Sprechers. Den britischen Geheimdiensten lägen keine Beweise dafür vor, die Stevens in irgendeine Nähe zu terroristischen Gruppen bringe.

Ein Sprecher des US-Heimatschutzministeriums erklärte indes, Stevens stehe unter Terrorverdacht. Neue Erkenntnisse hätten das bekräftigt. Ein US-Strafverfolger, der namentlich nicht genannt werden wollte, sagte, man habe Anhaltspunkte dafür, dass Stevens der palästinensischen Extremistengruppe Hamas Geld gespendet habe.

Beim Rat für Amerikanisch-Islamische Beziehungen löste das Vorgehen gegen Stevens Empörung aus. "Yusuf Islam ist vermutlich eine der bekanntesten und am meisten respektierten Persönlichkeiten der muslimischen Welt. Er bemüht sich seit langem um Frieden, Versöhnung und die Verurteilung des Terrorismus", sagte ein Sprecher des Rates. In einem Schreiben an US-Präsident George Bush und Heimatschutzminister Tom Ridge forderte er eine Erklärung.

Islam wurde als Stephan Georgiou geboren und nahm als Sänger den Künstlernamen Cat Stevens an. In den sechziger und siebziger Jahren feierte er Erfolge mit Liedern wie "Wild World" oder "Morning Has Broken". Cat Stevens verkaufte 40 Millionen Alben - und verschwand 1978 als nicht einmal 30-Jähriger abrupt von der Showbühne. Er beendete seine Musikerkarriere und konvertierte zum Islam. Später wurde er Religionslehrer und gründete 1983 eine muslimische Schule in London.
 
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