Politiker und Religion

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Stan-Kowa

Leide an Islamintoleranz
Eben sah ich im TV, Ausschnitte des Gedenkgottesdienstes für die Opfer des Seebebens.
Alles was Rang und Namen hat war zugegen,außer Außenminister Fischer,der vor Ort eine kirchliche Veranstaltung besuchte.
Für mich als Atheisten und Kirchenkritiker waren die Reden der diversen Geistlichen wiedermal eine Mischung aus Comedy und geradezu unerträglichem Geschwafel.

Beim Anblick der Politiker in den meist vorderen Rängen stellte sich mir die Frage ob tatsächliche alle Politiker gläubig sind oder ob es sich ein Politiker in Deutschland leisten könnte öffentlich zu äußern das er mit dem Quatsch nix am Hut hat?!
US-Präsident könnte man mit Sicherheit nicht werden,aber vielleicht doch Bundeskanzler oder Minister in Deutschland?!
Schröder war,meiner Erinnerung nach,der erste Kanzler der nicht auf die Bibel schwor. Auch heute hielt er sich zumindest aus der Singerei raus .
Ich persönlich glaube das der jetzige Kanzler eher ein gestörrtes Verhältnis zur Kirche und dem "lieben Gott" hat.

Was glaubt die Runde hier. Ist es in diesem Land möglich ein hohes "weltliches" Amt zu belegen auch wenn bekannt wäre das Er oder Sie Atheist oder massiver Kirchenkritiker wäre?!
 

FCK-Fan-Simone

in Elternzeit
Ich denke schon, dass das möglich ist. Wenn der Rest stimmt.
Wenns einen Politiker gäbe, der gute Ideen hat, z.B. um die Arbeitsmarkt- oder Finanzproblematik zu lösen, würde er wohl nicht wegen Atheismus scheitern.
Ausnahme vielleicht in Bayern, da hätte wohl ein atheistischer CSU-Kandidat schlechte Karten
 

Glavovic

Bekanntes Mitglied
soweit ich weiß....

sind mehrere mitglieder der gegenwärtigen bundesregierung bekennende "ungläubige" bzw.atheisten(schröder,fischer,trittin...).

deine frage ist also mit einem eindeutigen JA zu beantworten!.....und das ist auch gut so!

ob allerdings ungläubige die besseren politiker sind,das wage ich (ebenfalls atheist) entschieden zu bezweifeln.

ich persönlich kann echte religiosität und gläubigkeit respektieren/akzeptieren,auch wenn ich`s nicht nachvollziehen kann,was ich verachte sind bigotterie und scheinheiligkeit.
 

Glavovic

Bekanntes Mitglied
FCK-Fan-Simone schrieb:
Ausnahme vielleicht in Bayern, da hätte wohl ein atheistischer CSU-Kandidat schlechte Karten

ein atheistischer spd-kandidat hätte noch wesentlich schlechtere karten :zwinker3: :lachtot:

aber spaß beiseite:ein csu`ler,der sich offen zum atheismus bekennen würde,hätte in der partei arge probleme,in irgendwelche höheren positionen zu kommen(ist ja eigentlich auch kein wunder,wenn ne partei das "c" im namen führt).
der bayerischen bevölkerung wäre es mehrheitlich völlig wurscht,wenn jemand ordentliche politik macht,aber halt nicht gläubig ist.
 

Stan-Kowa

Leide an Islamintoleranz
Glavovic schrieb:
sind mehrere mitglieder der gegenwärtigen bundesregierung bekennende "ungläubige" bzw.atheisten(schröder,fischer,trittin...).

deine frage ist also mit einem eindeutigen JA zu beantworten!.....und das ist auch gut so!

ob allerdings ungläubige die besseren politiker sind,das wage ich (ebenfalls atheist) entschieden zu bezweifeln.

ich persönlich kann echte religiosität und gläubigkeit respektieren/akzeptieren,auch wenn ich`s nicht nachvollziehen kann,was ich verachte sind bigotterie und scheinheiligkeit.


Das "Ungläubige" bessere Politiker sind habe ich auch nicht behauptet.
Aber warum sitzen Schröder und Fischer in in der Kathedrale??

Könnte es sich ein Politiker leisten zu sagen "Mir tuen die Opfer leid und ich unterstütze jede Hilfe aber lasst mich mit dem Kirchen-Quatsch in Ruhe"??
 

Glavovic

Bekanntes Mitglied
Stan-Kowa schrieb:
Könnte es sich ein Politiker leisten zu sagen "Mir tuen die Opfer leid und ich unterstütze jede Hilfe aber lasst mich mit dem Kirchen-Quatsch in Ruhe"??

ich bin überzeugt davon,dass es möglich wäre,nur traut sich`s noch keiner!

ist vielleicht ähnlich,wie man es lange für unmöglich hielt,dass politiker sich zu ihrer homosexualität bekennen.als es die ersten taten stellte man fest,dass (kaum) jemand entrüstet aufheulte,und dass die wahlchancen nicht sanken....(vielleicht sogar eher im gegenteil).bald wird es in jeder partei einen alibi-schwulen geben. :zwinker3:

dass schröder und fischer in der kirche sitzen,kann man,je nach standpunkt,als respekt vor den anderen teilnehmern,oder als opportunismus bezeichnen.
das sieht halt jeder so,wie er`s sehen will!
 

whiteman

Becksteins erste Ehefrau
Stan-Kowa schrieb:
Aber warum sitzen Schröder und Fischer in in der Kathedrale??

Weil der Gedenkgottesdienst dort stattgefunden hat? :zahn:
Wenn er im Olympiastadion gewesen wäre hätten sich die beiden dort gezeigt....

Denk mal drüber nach...

Gruss
 

whiteman

Becksteins erste Ehefrau
Glavovic schrieb:
der bayerischen bevölkerung wäre es mehrheitlich völlig wurscht,wenn jemand ordentliche politik macht.

Glaub ich nicht... eine positive Veränderung würde durchaus positive Reaktionen bei der Bevölkerung hervorrufen....

Gruss
 

Glavovic

Bekanntes Mitglied
whiteman schrieb:
Glaub ich nicht... eine positive Veränderung würde durchaus positive Reaktionen bei der Bevölkerung hervorrufen....

Gruss

kann`s sein,dass wir uns da missverstehen?

also,ich denke,die bayerische bevölkerung würde mehrheitlich sehr wohl einen politiker akzeptieren,der gute politik macht,aber KEIN gläubiger mensch ist.

ich denke,dass in diesem punkt(wie in vielen anderen auch) die befürchtungen der politiker weit hinter dem zurückhinken,was im volk schon längst kein skandal mehr wäre.

gruß zurück

nächster stammtisch?
 

whiteman

Becksteins erste Ehefrau
Glavovic schrieb:
kann`s sein,dass wir uns da missverstehen?

also,ich denke,die bayerische bevölkerung würde mehrheitlich sehr wohl einen politiker akzeptieren,der gute politik macht,aber KEIN gläubiger mensch ist.

Soweit verstehen wir uns richtig!
Mein Einwand war nur auf den Teil hier
Glavovic schrieb:
der bayerischen bevölkerung wäre es mehrheitlich völlig wurscht,wenn jemand ordentliche politik macht.
bezogen :zwinker3:

nächster stammtisch?
Keine Ahnung... wird bei mir auch erstmal wohl nicht klappen... unter den sich verändernden Umständen...

Gruss
 

FCK-Fan-Simone

in Elternzeit
Glavovic schrieb:
ein atheistischer spd-kandidat hätte noch wesentlich schlechtere karten :zwinker3: :lachtot:
:lachtot: das hab ich gleich mal fürs Zitat des Monats nominiert :spitze:

Glavovic schrieb:
aber spaß beiseite:ein csu`ler,der sich offen zum atheismus bekennen würde,hätte in der partei arge probleme,in irgendwelche höheren positionen zu kommen(ist ja eigentlich auch kein wunder,wenn ne partei das "c" im namen führt).
Das ist klar, dann entspricht er nicht gerade dem Parteienprofil.
Glavovic schrieb:
der bayerischen bevölkerung wäre es mehrheitlich völlig wurscht,wenn jemand ordentliche politik macht,aber halt nicht gläubig ist.
Ehrlich? Ich dachte, die bayerische Bevölkerung legt auf sowas wert.
 

Glavovic

Bekanntes Mitglied
whiteman schrieb:
Soweit verstehen wir uns richtig!
Mein Einwand war nur auf den Teil hier bezogen :zwinker3:

du schelm!

machst da einfach aus einem komma nen punkt,und nimmst mich auf den arm........schäm dich!!!

ich hoffe ,dass trotz "veränderter umstände" auch irgendwann mal wieder ein stammtisch mit deiner beteiligung zamgeht........du musst es ja ned glei übertreiben,mit der karriere,oder?

schon angefangen?
 

Glavovic

Bekanntes Mitglied
FCK-Fan-Simone schrieb:
:

Ehrlich? Ich dachte, die bayerische Bevölkerung legt auf sowas wert.

die bayerische bevölkerung besteht schon lang nicht mehr aus super-katholischen hinterwäldlern.
mag sein,dass ein bekenntnis zum atheismus in einigen ländlichen gegenden noch für aufsehen sorgen würde,der mehrheit der 12 mio.bayern ist sowas relativ wurscht.
 

FCK-Fan-Simone

in Elternzeit
Ich dachte, dass die auf Traditionen achten. Die jungen vielleicht nicht, aber doch noch ein Großteil der etwas älteren Bevölkerung
 
FCK-Fan-Simone schrieb:
Ich dachte, dass die auf Traditionen achten. Die jungen vielleicht nicht, aber doch noch ein Großteil der etwas älteren Bevölkerung

Bei aller Folklore und Trachtenhaftigkeit (wird ja gerne so kolportiert), die man auf dem Lande in Bavaria so anzutreffen glaubt, denke ich, dass die Leute nicht weniger pragmatisch sind als anderswo. Wird auch kaum welche geben, die sonntags auf den Knien von der Haustüre bis zum Portal des Gotteshauses rutschen, schon weil's dann anschließend anstelle des Wirtshauses den Dorfdoc aufsuchen müssten. (Nur doof, dass der zur selben Stunde in der Kneipe hockt).
 
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