Reden wir über Indien!

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Prof.Dr.Spock

Vulkanier
Verehrte Mitglieder der Kongresspartei, Unberührbare und Freunde von Srinivasa Ramanujan, ein Abend bei meinen indischen Freunden im Desi Adda bringt neben einem zwangsläufigen Besuch bei mindestens einem Otorhinolaryngologen und einem Internisten wehmütige Erinnerungen an die Visite jenes faszinierenden Landes in jüngeren Jahren mit sich.

Auch heute noch ist Indien für viele Hippies, Esoteriker und Bafög-Bezieher das Land der Wahl für die Erlangung von Erleuchtung, mystischen Erfahrungen und einer abenteuerlichen Diarrhöe.

Die Beziehung des Abendlandes zur Nation von Gandhi, dem großen Staatsmann in Windeln und Gründer der Sex-Shop-Kette "Mahatma Dildo", ist jedoch vielfach geprägt von Missverständnissen.

Damit meine ich nicht etwa den Irrglauben, dass ein indischer Hochschulabschluss mehr wert wäre als ein Kurszertifikat an der VHS Poppenbüttel.

Sieht man an einem Tempel ein verdächtig nach Führergeburtstag aussehendes Kreuz und vermutet dann, vor der subkontinentalen Finca eines Ex-Obersturmbannführers zu stehen, so kann Entwarnung gegeben werden. Die Swastika ist nichts anderes als eine altindische Rune, die ein Symbol für Glück und die Errungenschaften des Lebens ist. Eine Art „Innerer Friede Sieg Heil“-Logo.

Indien ist die Hölle für Atheisten. Allein der Hinduismus kennt mehr als 3 Millionen verschiedene Götter. Das schafft den hartgesottensten Ungläubigen.

Trotz aller technologischen Errungenschaften, wie beispielsweise dem Indernet, wer glaubt, Indien wäre mittlerweile eine Industrienation, dem empfehle ich eine Reise von Pakistan nach Kalkutta auf der Grand Trunk Road. Am besten macht man vorher noch ein paar Polaroids von allen Beteiligten, so dass man daheim dann sagen kann: „Und so habe ich vor meinem Unfall ausgesehen“.

Eine Fahrt auf der Grand Trunk Road vermittelt einem in etwa das Sicherheitsgefühl welches man hat, wenn man am Samstagvormittag in einem 30 Jahre alten Citroen Dö-sche-wo, geboosted von zwei Lachgaskanistern, mit 120 km/h über den Kundenparkplatz des Rewe-Marktes schmirgelt.

Man sieht Motorräder auf denen nicht mal Evil Knievel fahren würde und fragt sich bei der Annäherung an Kalkutta ob es das war, was William Blake mit den „finsteren satanischen Mühlen“ gemeint hat.

Der Inder als solcher ist ein Überlebenskünstler. Ein Reisfeld von der Größe eines Saunatuchs ernährt eine zehnköpfige Familie und überall wird angebaut. Selbst der Staub unter den Fußmatten der Taxis wird plantagenmässig beackert.

Doch Obacht, der Pazifismus Gandhis ist nicht überall Volksreligion. Versuchen Sie niemals einen Straßenhändler übers Ohr zu hauen. Zwar ist der Kerl in der Regel so abgemagert, dass Celine Dion dagegen wirkt wie Jabba the Hutt mit einer schweren Drüsendysfunktion, aber er ist dennoch zu Wutausbrüchen fähig, wie ich sie zuletzt sah, als mein Banker versucht hat, einen 90-jährigen Lotteriegewinner zu einer Auszahlung auf Rentenbasis zu überreden.

Alles in allem ist ein Abend im Desi Adda ein Erlebnis und jeder Beköstigung in einem 3-Sterne Nouvelle Cuisine-Tempel vorzuziehen. Besonders wenn in letzterem der tibetanische Granitsalat an Yak-Milch-Dressing direkt überleitet zum Höhepunkt des Mahls: Dem bretonischen Nacktschnecken-Sorbet.
 

StrolchoDulle

Forumsältester! Never Too Old To Rock!
Auch heute noch ist Indien für viele Hippies, Esoteriker und Bafög-Bezieher das Land der Wahl für die Erlangung von Erleuchtung, mystischen Erfahrungen und einer abenteuerlichen Diarrhöe.

Die Beziehung des Abendlandes zur Nation von Gandhi, dem großen Staatsmann in Windeln und Gründer der Sex-Shop-Kette "Mahatma Dildo", ist jedoch vielfach geprägt von Missverständnissen.

Damit meine ich nicht etwa den Irrglauben, dass ein indischer Hochschulabschluss mehr wert wäre als ein Kurszertifikat an der VHS Poppenbüttel.
Am besten sind immer noch die indischen Call-Center-Mitarbeiter, die gleichzeitig 25 verschiedene Firmen aus 11 Ländern betreuen, aber im Grunde von nix ne Ahnung haben.
:lachtot:
 

Stan-Kowa

Leide an Islamintoleranz
Indien gehört zu den Ländern zu denen mir auf Anhieb ein halbes Dutzend Gründe einfallen nicht hinzureisen, und selbst nach langem Überlegen kein einziger es zu tun.
 

Rotweintrinker

Bekanntes Mitglied
https://www.youtube.com/watch?v=77czO8sxABI

INCREDIBLE INDIA

ich liebe India, ich habe eine Zeitlang in Südindien gelebt. Es war wunderbar. Extreme Gegensätze in allen Bereichen.

InderNet: Sie sind liebenswürdig
InderNational: Sie sind anpassungsfähig
InderLacken: Indischer Stützpunkt in der Schweiz
InderMailand: Sie leiben Fussball
InderVallfasten: Sie haben eine eigene Esskultur
InderAktiv: Sie haben immer etwas zu tun
InderCity: Eisenbahnen uralt und supermodern
InderEsse: Sie interessieren sich für alles
InderFace: Sie lieben Schnittstellen zu allem
InderGeschlechtlich: Wie gesagt, offen für alles
InderJet: Airline
InderMezzo: Zwischenspiele sind willkommen
InderPretation: Alles Auslegungssache
InderRuptus: Da wird nichts verhindert
InderVention: Sie mischen sich immer ein

Wie gesagt, ich liebe India

zum Wohl
 
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