Road to Olympic Summer Games 2020 in Tokyo

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Kerpinho

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Lange wurde die Entscheidung aufgeschoben, nun ist sie schlussendlich getroffen worden: Die Olympischen Spiele werden nicht wie geplant vom 24. Juli bis zum 9. August in Tokio stattfinden.

Zum ersten Mal in der 124-jährigen Geschichte wird die Austragung der Olympischen Sommerspiele verschoben. In einer Telefonkonferenz zwischen Japans Ministerpräsident Shinzo Abe und Vertretern des IOC, unter ihnen Präsident Thomas Bach, wurde dies beschlossen. "Ich habe vorgeschlagen, die Spiele um ein Jahr zu verschieben, und Präsident Bach hat dem zu 100 Prozent zugestimmt", sagte Abe Reportern in Tokio.

Demnach soll das für den Zeitraum vom 24. Juli bis zum 9. August geplante Sportspektakel nun ein Jahr später, also 2021, stattfinden. Einen konkreten Zeitpunkt gibt es noch nicht. In einem offiziellen Statement des IOC heißt es, die Spiele sollten "nach 2020, aber nicht später als Sommer 2021" nachgeholt werden.
 

Kerpinho

Maskenträger
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@ Eimerchen: Kurios: Trotz der Olympia-Verschiebung auf das nächste Jahr bleibt es bei dem Namen Tokio 2020, wie das IOC mitteilte.

:ätsch:

:bussi:
 

Icke

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vier Monate vorher ist doch völlig in Ordnung. Andere haben ihre Veranstaltungen erst wenige Stunden vor Beginn abgesagt... :zucken:
 

gary

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vier Monate vorher ist doch völlig in Ordnung. Andere haben ihre Veranstaltungen erst wenige Stunden vor Beginn abgesagt... :zucken:

Und noch vor 2-3 Wochen wurde sich über "Aktionismus" beklagt, wenn über Geisterspiele oder gar Absage von Fußballspielen debattiert wurde.
Bis vor rund 2 Wochen werden die meisten Sportler, welche sich jetzt über wochenlange Unsicherheit beklagen, auch noch ihr volles Trainingsprogramm durchgezogen haben. Und es gab halt bis vor kurzem auch noch Wettkämpfe.

Die Art des Diktierens und die Kommunikation sind allerdings wohl unstrittig schwach. Z.b.

...
Wie dramatisch sich alles abgespielt hatte, lässt sich an weiteren Details ablesen: Eine Telefonkonferenz seines IOC-Exekutivkomitees berief Bach erst in jenen Minuten ein, als Abe bereits vor den Kameras stand und die Verschiebung erläuterte. Die 33 Sport-Weltverbände im Tokio-Programm und deren Dachorganisation ASOIF waren nicht in die Entscheidungsfindung einbezogen und wurden kalt erwischt. Sie erhielten erst lange nach der Entscheidung, als Abe diese bereits verkündet hatte, eine Notiz des IOC.
....

Abrupter Kurswechsel

Bei manch anderem Gastgeber wäre vielleicht schon 2-3 Tage oder maximal 1 Woche früher verschoben worden.

Mit Japan gibt es halt einen Gastgeber, wo so gelassen, wie in kaum einen anderem Land mit regelmäßigen Katastrophen umgegangen wird.
Regelmäßige Erdbeben, darunter sehr starke, Taifune, Tsunamis, aktive Vulkane, immer mal wieder "Killerviren" aus anderen Teilen Asiens, mit denen umgegangen werden muss etc
Oder auch menschengemachte Unglücke wie Fukushima. Während tausende km entfernt auf einem anderen Kontinent Hals über Kopf der Atomausstieg durchgeprügelt wurde und der Weltuntergang nahe schien, gingen Japaner nach ein paar Wochen wieder zum Alltag über und wundern sich über Aufregung in fernen Ländern.
 

gary

Bekanntes Mitglied
Ganz interessant ist auch, wie sehr diverse olympische Sportverbände an den IOC-Tantiemen hängen. Welche erst nach Spielen ausgeschüttet werden, aber natürlich überall für 2020 eingeplant waren.

Beim Welt-Kanuverband machen IOC-Tantiemen z.b. rund 93% der gesamten Einnahmen aus, bei Sportarten wie Fechten oder modernem Fünfkampf auch jeweils über 90%.
Auch da wirkt sich halt Corona massiv aus und wird sich manch einer strecken müssen, das Ausfalljahr zu überbrücken.
 
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