Schickeria München

Kerpinho

FL-Pate
Teammitglied

FC Bayern: Aktive Fans planen keine großen Hopp-Proteste​

Anders als manch andere deutsche Fanszene verständigten sich die aktiven Fans des FC Bayern darauf, erst bei voller Stadionauslastung in die Kurve zurückzukehren. Am Samstag gegen Hoffenheim ist es nach exakt 594 Tagen schließlich erstmals soweit, ein neuer Eklat in Sachen Hopp ist dabei aus verschiedenen Gründen aber nicht zu erwarten.

"Wir haben aktuell keine großen Aktionen geplant. Ich möchte aber nicht ausschließen, dass es einzelne Spruchbänder geben wird", sagt Alexander Salzweger vom Club Nr. 12, der Vereinigung aktiver Fans des FC Bayern, im Gespräch mit SPOX und Goal. "Wir haben erstmal Interesse daran, unseren Verein zu unterstützen und wollen uns weniger auf diesen Nebenkriegsschauplatz konzentrieren."

Direkt nach Pandemie-Beginn wäre das noch anders gewesen, "da hätten wir die Punkte, die uns stören, gerne mehr an die Öffentlichkeit getragen". Gesänge, Symbole und Spruchbänder in der Kurve seien dafür der effektivste Weg, über die eigenen sozialen Netzwerke würden laut Salzweger deutlich weniger Menschen erreicht.

Für etwas Aufarbeitung sorgte in der Zwischenzeit immerhin die vielgelobte ZDF-Dokumentation zu der Thematik, in der ausgewogen alle Seiten beleuchtet wurden und auch zwei Vertreter von den Ultras Schickeria München ihre Sicht auf die Vorfälle erklärten.

 

Schickimicki

Mitglied
Gemeinsame Erklärung


Im Rahmen des gestrigen Topspiels haben sich unsere beiden Gruppen/Kurven zu aktuellen Entwicklungen im deutschen Fußballgeschäft geäußert, die wir für sehr bedenklich halten.

DFL-Zukunftsstrategie: Ausverkauf an Investoren statt nachhaltiger Lösungen!

Vertreten durch die AG Zukunftsszenarien, holt die DFL aktuell Angebote für eine Überlassung eines Teils der TV-Erlöse für die nächsten 15-20 Jahre ein. Im Gegenzug würden die DFL und ihre Mitglieder von einem Investor eine hohe Einmalzahlung erhalten. Somit würden ihnen von heute auf morgen eine Summe von ca. 2 Milliarden Euro für Investments und Tilgung von Schulden zur Verfügung stehen.

Aber ist fehlendes Geld im Profifußball momentan wirklich ein Problem? Ist es nicht eher eine Frage der Verteilung und vor allem die Art wie es ausgegeben wird? In keinem anderen Wirtschaftszweig wird Geld derart schnell verbrannt wie im Profifußball. Die Abfindung für Julian Nagelsmann lässt grüßen.

Externes Geld wurde im Fußball selten nachhaltig angelegt. Spieler, ihre Berater, andere Vereine wissen, dass plötzlich viel mehr Geld im System ist. Gehälter, Provisionen und Ablösesummen passen sich daran an.

Die Geldverbrennungsmaschine kurzzeitig anzuheizen und dafür zukünftige Einnahmen aufzugeben, könnte sich zu einer existentiellen Bedrohung für die Zukunft der Bundesliga als europäische Spitzenliga entwickeln.
Ganz abgesehen davon, dass ein Investor selbstverständlich Einfluss zur Profitmaximierung nehmen wird. Spielansetzungen, Auslandsspiele, Fan-Token, Fandatenverwertung – die DFL öffnet sich damit wieder allerlei Schreckensszenarien. Daher darf eine solch bedeutende Entscheidung nicht ohne die größte Gruppe der Beteiligten getroffen werden: nämlich den hunderttausenden Vereinsmitgliedern der DFL-Clubs. Wir Mitglieder müssen in solche Prozesse eingebunden werden!

DFL: Alle sind gleich – manche sind gleicher!

Damit wären wir bei der Kernthematik der Causa 50+1- der Stammverein und seine Mitglieder entscheiden.

Im aktuellen Vorschlag zur zukünftigen Regelung von 50+1 gibt es hiervon die drei bekannten Ausnahmen. Sie sind ein wenig Gleicher als die anderen. Eine vierte real-existierende Ausnahme ließ man seitens der DFL gar komplett unter den Tisch fallen. Bei Rasenballsport kommt beinahe das gesamte Kapital vom bekannten Energydrink-Hersteller. Die formale Stimmmehrheit liegt bei einem Stammverein mit um die 1000 Mitgliedern, von denen allerdings nur ca. 20 Personen aus dem unmittelbaren Konzernumfeld auch wirklich stimmberechtigt sind. Hier ist also jemand sogar nochmal ein gutes Stück gleicher und die DFL hat eine Chance verpasst, diese Umgehung der Regel anzugehen.

Aber damit hören die Unterschiede nicht auf. Denn es ist schon sehr erstaunlich, dass Dietmar Hopp schon eine Woche vor der Vorstellung der Neufassung auf der DFL-Mitgliedertagung ankündigte, seine Anteile ohne Entschädigung an den Stammverein TSG Hoffenheim zurückzugeben. Hatte Hopp schon vor anderen DFL-Mitgliedern von den Regeländerungen und möglichen Strafzahlungen erfahren? Gab man ihm Gelegenheit sein Projekt gezielt zu schützen? Ein Schelm, wer böses dabei denkt, wenn sich andere Vereine sehr überrascht über den Vorstoß bei der Neufassung zeigten und mehr oder weniger erst durch Hopps Rückgabe der Anteile aus den Medien erfuhren, was geplant sein könnte.

Hinter den Kulissen wird hier also fröhlich gemauschelt, Mäzene geschützt und Ausnahmen bewahrt.

Das alles lässt uns Zweifeln, ob die handelnden Akteure alle immer das Beste für die Zukunft des deutschen Fußballs, Nachhaltigkeit und einen integren Wettbewerb im Sinn haben oder ob es doch nur um Vetternwirtschaft, schnelle Gewinnversprechen und das eigene Auskommen geht.

Südtribüne Dortmund
Südkurve München

 

Katsche

Erfolgsfan

jokie

Bekanntes Mitglied

Ein paar hundert Ultras wollen bestimmen wer bei Bayern zu spielen hat und wer nicht? Da nehmen sich ein paar Hanseln wieder zu wichtig....
Die Ultras nehmen sich überall Zu wichtig
 

Knox

Bekanntes Mitglied

Kurt Landauer

Südkurve München
Ich stelle mich in dem Punkt gegen die Schickeria und hinter Mazraoui.

„Respekt ist ein Wert, den ich sehr schätze“, schrieb Aboukhlal auf Instagram: „Das gilt für andere, aber auch für meine persönlichen Überzeugungen. Daher glaube ich nicht, dass ich die am besten geeignete Person bin, um an dieser Kampagne teilzunehmen.“ Sein Beitrag wurde mittlerweile gelöscht.

Mazraouis Antwort:

„Gott segne dich, Bruder.“

Die Fans und die Öffentlichkeit dürfen das gerne kritisieren. Aber dem Spieler sein Recht auf freie Meinungsäußerung abzuerkennen ist, gerade aus der ultralinken SM, ein klassisches Eigentor.
 
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