SerieA 2025/26 - zurück an die Weltspitze!

Colton

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Das Kernproblem: Italiens Talente spielen zu wenig


Besonders deutlich wird der Bericht bei der Frage, warum die Azzurri an Breite und Qualität verlieren. In der Serie A bekommen italienische Spieler – vor allem junge – zu wenig Einsatzzeit auf hohem Niveau. 67,9 Prozent aller Minuten entfallen laut FIGC in der laufenden Saison auf Spieler, die nicht für Italien spielberechtigt sind. Von 284 Profis mit regelmäßig relevanter Einsatzzeit sind nur 89 Italiener, darunter zehn Torhüter. Noch alarmierender ist demnach der U21-Wert: Das italienische Oberhaus liegt weltweit nur auf Rang 49 von 50 erfassten Ligen, wenn es um Minuten für U21-Spieler geht, die für Italien spielberechtigt sind. Der Anteil liegt bei gerade einmal 1,9 Prozent.
Gestern im Conference League Viertelfinale war die Fiorentina auch absolut chancenlos gegen Crystal Palace.

Der zweite Platz der Serie-A in der 5-Jahres-Wertung täuscht da über einiges hinweg.
 

derMoralapostel

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Die Serie A bleibt anfällig für Skandale oder zumindest zwielichtige Gerüchte:
Doch wieder einmal überschatten Skandale die Leistungen der Athleten, Trainer und Betreuer im Wettkampf. Wegen Betrugsverdachts haben am Wochenende Gianluca Rocchi, seit 2021 Schiedsrichter-Koordinator der Serie A und B, sowie Andrea Gervasoni, der Verantwortliche für die Videoassistenten (VAR) in den beiden höchsten Profiligen, ihre Ämter niedergelegt. Vorläufig nur, denn beide bestreiten, etwas Unrechtes getan zu haben. Sie wollten aber die „Ermittlungen nicht behindern“, ließen sie wissen.

Inter Mailand bevorzugt?​

Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Agi ein Video aus dem VAR-Raum veröffentlicht, das offenbar die Strafverfolger durchsickern ließen. Dabei ist zu sehen, wie die Videoassistenten sich bei der Beurteilung eines Regelverstoßes im Strafraum korrigieren, nachdem sie Rücksprache gehalten haben mit einem Mann, der auf den Videos nicht zu sehen ist, aber sich offenbar durch die Scheibe zum VAR-Raum bemerkbar gemacht hatte. Bei diesem Mann, der im VAR-Zentrum in Lissone nördlich von Mailand das letzte Wort beanspruchte, soll es sich um Schiedsrichterkoordinator Rocchi gehandelt haben.

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Die jüngsten Enthüllungen kommen zu einem Zeitpunkt, da der erst Anfang vergangener Woche bekannt gewordene „Caso Escort“ noch nicht einmal ansatzweise aufgeklärt ist. ... In der Kundenliste der Agentur, die gewerbsmäßig Escortdamen vermittelte, stehen nach Medienberichten die Namen von mindestens 70 Profis der Serie A und der Serie B – von Inter Mailand und AC Milan über Juventus und FC Turin bis Monza, Sassuolo und Monza, einige Nationalspieler eingeschlossen.
Rechtliche Konsequenzen drohen den Fußballprofis nicht, gegen sie wird derzeit nicht ermittelt. Die Inanspruchnahme sexueller Dienste ist in Italien nicht strafbar, die (gewerbsmäßige) Begünstigung der Prostitution jedoch schon.
 
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