Spieler-Vertragsverhandlungen und die Medien ...

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... am Beispiel von Asamoah.

Heute habe ich zwei Nachrichten zu Asamoahs Vertragsverlängerungen gelesen, die ziemlich widersprüchlich sind. Ich kann es mir nur damit erklären, daß man mit Hilfe der Medien, seine Verhandlungsposition stärken will.

Aber erstmal die zwei Nachrichten.
 
Kicker: Asamoah will noch nicht verlängern

Wie sich die Zeiten ändern. Als im Frühjahr 2003 eine Vertragsverlängerung von Gerald Asamoah ( 26 ) beim FC Schalke 04 anstand, musste sich der Offensivspieler von den Vereinsoberen anhören, dass er für ein neues Arbeitspapier besser spielen müsse. Erst spät gab es Einigkeit – als Hertha den Spieler abwerben wollte. Der damals ausgehandelte Vertrag bindet Asamoah bis 2006 an Schalke – doch das Management würde gerne vorzeitig verlängern, damit Asamoah, inzwischen Leistungsträger im Verein und im Nationalteam, nicht im kommenden Jahr ablösefrei abgeworben werden kann ( kicker vom 20. 1., Seite 7) . Doch das passt Asamoah derzeit nicht ins Konzept: „ Ich weiß, dass der Verein verlängern möchte. Aber das ist für mich jetzt kein Thema. Ich kann mir für die Zukunft alles vorstellen, verspüre aber keinen Drang, jetzt schon meine Zukunft regeln zu müssen.“ Asamoah spielt seine sechste und beste Saison auf Schalke, sechs Tore und sechs Assists in 17 Bundesligaspielen sind persönlicher Rekord. Klar ist: Im Jahr der Weltmeisterschaft 2006 ablösefrei auf dem Markt zu sein, könnte lohnende Vorteile haben. Doch Asamoah sagt auch: „ Ich spiele gerne für Schalke. Ich will hier Meister werden und in die Champions League. Dann schauen wir, was 2006 passiert.“ JJB
 
Reviersport: Agenda 2010 - Bester "Asa" aller Zeiten vor Verlängerung

Gelsenkirchen (RS) Nach Lincoln ist Gerald Asamoah der zweiter Schalker, der seinen Vertrag vorzeitig verlängern wird. Wie der Brasilianer dürfte auch der deutsche Nationalspieler mindestens bis 2008 unterschreiben, eine weitere Kandidatur nicht ausgeschlossen.

Gestern Mittag saß "Asa" Berater Jürgen Milewski in Rudi Assauers Büro, um seinen Mandanten langfristig an die Königsblauen zu binden. Den Abschluß der Verhandlungen konnten beide Parteien zwar noch nicht, doch das ist nur eine Frage der Zeit. "Normalerweise müsste ich jetzt zu Real gehen", kommentiert Asamoah die Angelegenheit auf seine launige Weise.

Der inzwischen 26-jährige kickt seit dem 1. Juli 1999 in königsblau und ist damit nach Marco van Hoogdalem (1.1. 1997) und Sven Kmetsch (1.7.1998 ) und gemeinsam mit Ebbe Sand, Tomasz Waldoch und Niels Oude Kamphuis einer der dienstältesten Spieler im S04-Profikader. " Einen besseren Verein als Schalke kannst Du kaum haben. Ist doch klar, dass ich hier möglichst lange bleiben will", strahlt der frühere Hannoveraner.

Die Fans werden die Personal-Politik mit Freude aufnehmen. Denn einerseits planen die Verantwortlichen um Manager Assauer die Zukunft der Mannschaft mit langfristigen Kontrakten für ihre Neuverpflichtungen, auf der anderen Seite bleiben Publikumslieblinge wie Asamoah der Truppe erhalten. Lincoln, Marcelo Bordon, Mimoun Azaouagh (beide bis 2009) sowie Fabian Ernst (fünf Jahre) stehen mit ihren "Rentenverträgen" für Schalkes Agenda 2010.
 
Die Reviersport ist ja sehr schalkefreundlich und die Kontakte zu den Spieler sind gut. Wahrscheinlich war Asa zum Reviersport Kollegen recht kumpelhaft und hat die Wahrheit erzählt und zum Kickerkollegen mimt er den ungewissen, damit das Interesse der Konkurrenz geweckt wird.

Was meint Ihr?
 
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