Streit mit Klinsmann- Zwanziger droht mit Rücktritt

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Pottkind im Norden
Grundsatz-Streit mit Klinsmann – Zwanziger droht mit Rücktritt Von Oliver Hartmann, dpa

Rust (dpa) – Aus der Diskussion um das WM-Quartier ist ein Grundsatz-Streit zwischen Bundestrainer Jürgen Klinsmann und der Spitze des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) um Kompetenzen und Rechte geworden. So energisch Klinsmann seit zwei Wochen auf eine Entscheidungsfreiheit pocht, so konsequent weist ihn Theo Zwanziger in die Schranken. Der derzeitige Schatzmeister und künftige geschäftsführende Präsident des Verbandes droht gar mit seinem Rücktritt. „Der Trainerstab kann sich nicht zum Präsidium des DFB machen. Das mache ich nicht mit, dann höre ich lieber auf“, sagte Zwanziger in einem dpa-Gespräch.

Dabei, betonte Zwanziger, stehe er voll hinter Klinsmann und dessen Bemühen, die DFB-Auswahl mit Reformen wieder international konkurrenzfähig zu machen. „Ich habe volles Verständnis dafür, wenn er etwas ändern will. Ich bin auch zu fast allem bereit, um die Vorbereitung für die Nationalmannschaft auf die WM zu optimieren. Und wenn eine neue Quartier-Lösung 300 000 Euro mehr kostet als die bisherige, bin ich auch dazu bereit“, unterstrich der langjährige Funktionär: „Aber der Weg muss eingehalten werden: Jürgen Klinsmann muss mit einem neuen Konzept kommen, und wir entscheiden darüber.“

Klinsmann hatte zuletzt wiederholt erklärt, dass er sich nicht an die vom DFB und Bayer Leverkusen getroffene Vereinbarung, während der WM 2006 in der BayArena zu trainieren, gebunden fühlt. Mit diesem Anspruch auf das letzte Wort überschreite er eindeutig seine vertraglich geregelten Kompetenzen, entgegnete Zwanziger. Die sehen vor, dass der neue Chefcoach zwar die sportliche Verantwortung für die Nationalmannschaft hat, aber dem DFB-Präsidium unterstellt ist.

So müsse er sich gravierende Ausgaben von Zwanziger als Schatzmeister und einschneidende Maßnahmen von DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder genehmigen lassen. „Ich war ja an der Ausarbeitung des Vertrages beteiligt. Da ist alles klar geregelt worden, auch die Grenzen“, so Zwanziger. Eine solche Grenze sei erreicht, wenn „eine bestehende vertragliche Abmachung des DFB“ außer Kraft gesetzt werden soll. „Der DFB ist ein uneigennütziger Verein mit einem demokratisch gewählten Präsidium. Der DFB steht auch für Wertschätzung, und einer dieser Werte ist Verlässlichkeit“, betonte Zwanziger. Diese Grundsätze dürften nicht für ein zeitlich begrenztes „Projekt Klinsmann“ aufgegeben werden: „Über diese Schwelle gehe ich nicht.“

Wie die festgefahrene Lage zwischen beiden Parteien gelöst werden kann, ohne dass jemand sein Gesicht verliert, ist offen. Zwischen ihm und Mayer-Vorfelder gebe es „eine völlige Meinungsübereinstimmung“, sagte Zwanziger. Der derzeit noch allein amtierende DFB-Chef, der sich das Amt nach dem Bundestag am 23. Oktober in Osnabrück mit Zwanziger als Doppelspitze teilen muss, hat im immer schärfer werdenden Konflikt bisher eine zurückhaltende und auf Konsens bedachte Haltung eingenommen und für einen runden Tisch plädiert.

Auch Zwanziger hält ein Treffen für überfällig. Denn der „erste Reibungspunkt“, wie er den Quartier-Streit nennt, hat bedenkliche Bruchstellen im DFB-Apparat offen gelegt. Vier Wochen vor dem Bundestag und knapp 21 Monate vor der WM 2006 haben die wichtigsten Funktionsträger des deutschen Fußballs noch nicht mal eine gemeinsame Sprachregelung, geschweige denn eine gemeinsame Linie gefunden. Es müssten Regeln und Kompetenzen besprochen werden, meinte Zwanziger. Ein Termin dafür steht jedoch aus. Klinsmann ist am Freitag in seine kalifornische Wahlheimat geflogen und kehrt erst Mitte nächster Woche zurück. Für ihn sind erst einmal genug Worte gewechselt worden: „Ich will in der Öffentlichkeit zu diesem Thema nichts mehr sagen.“



sollen die alten Herren doch alle zurücktreten :hand:

weiter so Klinsi :spitze:
 

zariz

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verstehe ich das richtig? laut zwanziger fällt es nicht in den bereich des trainers das quartier für ein turnier zu wählen!? :nachdenk:
 

Vatreni

Hrvatska u srcu!
Nach der Trainerfindung die nächste unendliche Geschichte :frown: Wie dieses Thema um das Trainingslager aufgebläht wird ist echt zum :kotzer: Klinsmann hat recht wenn er sagt dass er will dass sich die Spieler wohlfühlen und nicht zu weite Anreisen haben sollen, schließlich müssen er und die Spieler den Kopf hinhalten. Wenn der Mißerfolg eintreten sollte werden die Herren im Vorstand so oder so keine Verantwortung übernehmen. Bei Erfolg wären sie aber die ersten die sich vor das Kameraobjektiv drängen. Wenn Zwanziger zurücktreten will, soll er doch. Er ist keine Spur besser als MV.
 

DÄN-de-Borussia

Pottkind im Norden
zariz schrieb:
verstehe ich das richtig? laut zwanziger fällt es nicht in den bereich des trainers das quartier für ein turnier zu wählen!? :nachdenk:

das wollte er wohl damit sagen :suspekt:

ist ja auch verständlich, die älteren Herren suchen sich gerne die Hotels selber aus, in den sie dann mit Ihren Familien Urlaub auf Kosten des DFBs machen. :zwinker3:
 

zariz

Bekanntes Mitglied
DÄN-de-Borussia schrieb:
das wollte er wohl damit sagen :suspekt:

ist ja auch verständlich, die älteren Herren suchen sich gerne die Hotels selber aus, in den sie dann mit Ihren Familien Urlaub auf Kosten des DFBs machen. :zwinker3:

ich kann den dfb ja verstehen, dass er den leverkusenern "was zurückgeben" wollte. und sofern völler weiterhin bundestrainer oder "teamchef" wäre, gebe es da wohl auch kein problem.

aber neue leute = neue ideen... und wenn der dfb (und auch bayer) sich da quer stellt, dann haben die leute scheinbar noch immer nicht begriffen.
 

Blubb

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Also absolut verständlich,denn das ist doch alleine von der Planung her schon ne Katastrophe,45 Minuten anreisen zu müssen... und das ganze nur,weil Völler soche Verbindungen zu Leverkusen hat...

Ne, Klinsi soll darüber selber entscheiden,denn er soll die sportliche Verantwortung tragen und das ganze klingt mir irgendwie so,als ob der von Bayer gekauft worden wäre oder sowas in der Art... :schlecht:
 

Blubb

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Kurz-de-Borussia schrieb:
und tschüss.

Scheinbar hat man beim DFB nichts besseres zu tun :frown: :frown: :frown:
Schau mal,jedes Jahr hat 365,25 Tage, jeder Tag hat 24 Stunden,davon hat jede Stunde 60 Minuten und jede Minute 60 Sekunden... d.h. sie haben 31557600 Sekunden im Jahr Zeit,sich ein Problem auszudenken oder eines zu produzieren...

Das er so vehement in Leverkusen das Training stattfinden lassen,lässt darauf schließen,dass er SEHR GUTE Verbindungen zu Bayer hat... denn meiner Meinung nach soll der Klinsi selber entscheiden,wo die besten Möglichkeiten sind... und die scheinen in Leverkusen nicht gegeben zu sein!
 

Blubb

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derMoralapostel schrieb:
oder, dass er einfach der Meinung ist, dass Verträge eingehalten werden sollen
Würde ich für möglich halten,wenn hinter Leverkusen nicht der Bayer-Konzern stehen würde... ich denke mal,die wollen das Training eben lieber in der BayArena stattfinden lassen,wo Bayer Leverkusen seine Heimspiele hat... verstehst denk ich mal,worauf ich anspiele,oder? Wieso wurde sonst ein Ort ausgewählt,bei dem man mind. 45Minuten zur Anreise braucht...
 

derMoralapostel

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und was hat das ganze mit Zwanziger zu tun? Dass die Entscheidung durch den Einfluss Bayers getroffen wurde, ist wohl unbestritten. Aber dass Zwanziger nun an bestehenden Verträgen festhalten will, hat doch damit nicht zwangsläufig etwas zu tun.
 

Blubb

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derMoralapostel schrieb:
und was hat das ganze mit Zwanziger zu tun? Dass die Entscheidung durch den Einfluss Bayers getroffen wurde, ist wohl unbestritten. Aber dass Zwanziger nun an bestehenden Verträgen festhalten will, hat doch damit nicht zwangsläufig etwas zu tun.

Es hat mit dem großen Widerstand von Zwaniger gegen eine Verlegung zu tun!

Für mich erweckt dass er selber ein Interesse daran hat,das in Leverkusen stattfinden zu lassen,obowlh es offensichtlich sportlich ÜBERHAUPT KEINEN Sinn macht,dort in Leverkusen zu trainieren!
Und es ist bei weitem nicht abwegig,zu denken,dass Bayer den Standort gekauft hat... dass dort Gelder fließen,vielleicht sogar auf Zwanzigers Konto... ist zwar ein harter Vorwurf,aber heutzutage alles andere als abwegig,denk mal an das OIC usw.!

Und zum Thema:
Zwanziger hat gesagt,dass Klinsmann das nicht allein entscheiden dürfe,weil man ja über 2006 hinaus planen muss... und das ist für mich nur kein Argument! Die Wahl des Trainigslagers hat alleine mit der WM 2006 und deren sportlichen Erfolg zu tun! Oder kannst du mir erklären,was diese Entscheidung mit der sportlichen Entwicklung nach 2006 zu tun hat??
 
Zuletzt bearbeitet:

txty

A d m i n i s t r a t o r
... wenn der bäckerjunge uns das eröffnungsspiel mit deutschland klaut, dann gibts was hinter die ohren - quartier ist mir scheiss egal, von miraus sollens auf die goldbergalm nach lutzingen gehen! :schimpf:
 

muffy1971

RodalBär
txty schrieb:
... wenn der bäckerjunge uns das eröffnungsspiel mit deutschland klaut, dann gibts was hinter die ohren - quartier ist mir scheiss egal, von miraus sollens auf die goldbergalm nach lutzingen gehen! :schimpf:


ne die goldbergalm in lutzigen wär mir zu weit wegen der anreise und so
 

Blubb

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txty schrieb:
... wenn der bäckerjunge uns das eröffnungsspiel mit deutschland klaut, dann gibts was hinter die ohren - quartier ist mir scheiss egal, von miraus sollens auf die goldbergalm nach lutzingen gehen! :schimpf:
Naja ich versteh schon seine Argumentation... bei nem Eröffnungsspiel ist der Druck noch größer,weil noch viel mehr Leute zuschauen,noch viel mehr ERwartungen...
 

Zoni

Herthafan aus Überzeugung
Mensch, ich finde, nun kann Bierhoff zeigen, warum er bei der NM mitmachen darf, und kann sich als Manager darum kümmern, dass solche Streitereien glimpflich ablaufen, denn sowas bedeutet ja schliesslich ein Imageverlust vom DFB und der NM.
Warum macht nicht Bierhoff endlich was, sondern immer nur Klinsmann?
 
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