Thread der Gladbach-Amateure

Akoa

Schönwetter-Fußballer
Borussias U23 mit Kantersieg im Kreispokal

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Einen überdeutlichen 13:0 (9:0)-Erfolg konnte Borussias U23 am gestrigen Mittwochabend im Kreispokal für sich verbuchen. Gegen den Bezirksligisten Grün-Weiß Holt – Heimatverein von Jupp Heynckes – hatte die Mannschaft von Trainer Horst Köppel keine Probleme und zog in das Viertelfinale dieses Wettbewerbs ein.
Bester Torschütze der Borussen war Stürmer Ferdi Celik mit drei Treffern. Christian Pospischil, Eugen Polanski und Mario Schwarz trafen jeweils zwei Mal. Horst Köppel ließ alle, auch die sonst in der Oberliga eher seltener zum Einsatz kommenden Akteure ran, die allesamt eine ordentliche Leistung boten. Am Samstag 15:30 Uhr steigt am Bökelberg für die U23 das Top-Spiel der Oberliga Nordrhein gegen Alemannia Aachen (siehe auch Artikel auf dieser Seite: „Fanladen öffnet – Spitzenspiel am Bökelberg“).

Quelle:http://www.borussia.de/CDA/borussia_news_details,581,0,newsid-106077,de.html
 

Akoa

Schönwetter-Fußballer
Borussia fegt Alemannia vom Platz

U23 bleibt souveräner Spitzenreiter
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(16.10.2004 - 21:16 Uhr) Gute alte Bökelbergstimmung – vor knapp 800 Zuschauern besiegte die Gladbacher Borussia unter wechselhaften Witterungsbedingungen die Alemannia aus Aachen deutlich mit 4:1 (2:0) und bleibt weiterhin Spitzenreiter in der Oberliga Nordrhein. Die Tore für den VfL schossen Mario Schwarz (2), Marcell Jansen und Ferdi Celik.

Wenig Profiunterstützung gab es vor dem Spitzenspiel für die Elf von Trainer Horst Köppel. Lediglich auf Igor Demo durfte der Ex-Dortmunder zurückgreifen, bei gleichzeitigem Verzicht seines etatmäßigen Stürmers René Schnitzler. Der 19-Jährige laboriert noch immer an einer Leistenverletzung, die er sich in den Schlussminuten des Spiels bei Fortuna Köln in der letzen Woche zuzog. Ebenfalls nicht mit von der Partie war Ersatzkeeper Christoph Semmler. Zwar probierte es Semmler noch einmal beim Warmmachen, verschwand allerdings schnell wieder in der Kabine und überließ A-Jugendkeeper Berger den Platz auf der Bank.

Die Borussia machte gleich zu Beginn der Partie deutlich, wer Herr im Hause war. Schon in der siebten Spielminute brannte es vor dem Gästetor. Dennis Puhl schlug einen Freistoß hoch in den Aachener Strafraum, Stephan Schulz-Winge bugsierte das Leder vor die Füße von Bekim Kastrati, doch im letzten Moment klärte Aachens Libero Thomas Hengen zur Ecke. Diese trat Sebastian Plate an den Rand des 16ers hinein, fand Kastrati, der per Direktabnahme den Ball knapp über den Querbalken drosch.

In der zehnten Minute passte Igor Demo auf Marcell Jansen und schickte ihn in Richtung Aachener Gehäuse. Am Strafraumeck angekommen, ließ Jansen seinen Gegenspieler Henseler ins Leere grätschen, um mit dem schwächeren rechten Fuß den Ball auf Kastrati zu flanken. Der Gladbacher Angreifer scheiterte allerdings am herausstürzenden Keeper Hesse.

Eine Minute später leitete Demo die nächste Großchance ein – wieder über die linke Seite, erneut über Jansen. Diesmal spielte der U20-Nationalspieler aber nicht ab und hämmerte aus vollem Lauf das Leder halbhoch ins kurze Eck. Damit stand es nach elf Minuten 1:0 für die Borussia.

Praktisch im Gegenzug wurde Torhüter Michael Melka zum ersten Mal an diesem Samstagnachmittag geprüft. Den 20-Meter-Schuss von André Lehnen hielt der baumlange Keeper zum Leidwesen der Alemannen sicher fest (12.).

Die Partie verflachte nun ein wenig und die Schaulustigen mussten bis zur 24. Minute auf die nächste nennenswerte Torchance warten. Erneut war es eine Möglichkeit für die Gäste aus der Kaiserstadt. André Lehnen spielte in die Gasse auf Yunus Balaban, dieser wiederum entwischte seinen Gegenspielern Stephan Schulz-Winge und Marcell Jansen, scheiterte allerdings an Michael Melka, der durch sein rasches Herausstürzen geschickt den Winkel verkürzte.

In der 31. Minute zeigte die Gladbacher Elf, wie Fohlen technisch brillieren können. Per Hacke brachte Schuchardt seinen Stürmer Schwarz ins Spiel, dieser wiederum legte quer zu Demo. Der Slowake lief nun links raus, legte das Leder einmal kurz um und flankte mit rechts auf den langen Pfosten. Dort stand Mario Schwarz und köpfte den Ball zur 2:0-Führung ins Tornetz.

Da der Trick mit der Hacke so gut funktionierte, probierte es Kastrati in der 34. Minute auf die gleiche Art und Weise. So stand Schuchardt plötzlich mit dem Ball frei vor dem Tor, scheiterte aber etwas kläglich.

Eine Minute drauf flankte Kastrati von der rechten Seite hoch in den Strafraum. Es folgte ein Kopfballwischer von Schuchardt, den Schwarz kurz vor der Torauslinie aufnahm und zurück auf Demo legte. Der heute mit der Nummer 5 aufgelaufene slowakische Nationalspieler hatte leider zuwenig Zielwasser getrunken und setzte das Leder knapp neben den Torpfosten.

Zwei Minuten vor dem Seitenwechsel gab es dann noch ein letztes Mal Aufregung vor dem Tor von Marcus Hesse. Jansen hatte Kastrati in Szene gesetzt und Letzterer schoss knapp neben das Gehäuse. Kastrati brauchte sich jedoch nicht lange über seine Unfähigkeit aufzuregen, schließlich wurde das Jansen-Zuspiel aufgrund einer Abseitsstellung abgepfiffen.

Nach dem Pausentee schien es für kurze Zeit so, als wären die Gladbacher mit den Gedanken noch in der Kabine. Völlig beteiligungslos sahen die VfL-Akteure mit an, wie Michael Rentmeister die linke Aachener Angriffsseite entlang spazierte, um im Anschluss mit einem wuchtigen Schuss ins lange Eck auf 1:2 zu verkürzen (46.).

Keine sechzig Sekunden später nahm sich Rentmeister erneut ein Herz, fand diesmal in Melka seinen Meister, denn Borussias Schlussmann spurtete entschlossen aus seinem Gehäuse heraus und klärte zur Ecke.

Glücklicherweise erholten sich die Köppel-Männer schnell von dem Schock und machten endlich wieder das Spiel. In der 49. Minute zum Beispiel über Bekim Kastrati, der mit einem feinen Pass auf Demo die erste Gladbacher Torchance im zweiten Spielabschnitt einleitete. Aachens Torsteher Marcus Hesse hatte aufgepasst und entschärfte Demos Distanzschuss, indem er den Ball mit den Fingerspitzen um den Pfosten lenkte.

In der 53. Minute kombinierten Benjamin Knoche und Mario Schwarz miteinander, der Ball kam zu Bekim Kastrati, dieser ließ Rachid El Hammouchi eiskalt aussteigen und schoss im Anschluss den generischen Keeper an.

Nachdem Jansen (Alleingang / 62.) und Schuchardt (Kopfball / 68.) zwei weitere Großchancen ausließen, fiel eine knappe Viertelstunde vor dem Abpfiff dann doch das erlösende 3:1. Peter Wynhoff, wenige Minuten zuvor für Igor Demo in die Partie gekommen, bediente mit einem Zuckerpass Mario Schwarz, Gladbachs Nummer 10 lief allein auf das gegnerische Gehäuse zu und markierte seinen zweiten Treffer in diesem Spiel (74.).

Aachen machte nun auf und es ergaben sich gute Kontermöglichkeiten für den VfL. Die erste verpuffte jedoch, Jansens Hereingabe köpfte Kastrati über die Latte (76.).

In der 79. Minute startete der eingewechselte Ferdi Celik auf der rechten Angriffsseite durch, schüttelte Michael Henseler und Thomas Hengen wie lästige Fliegen ab und verfehlte im 5-Meter-Raum angekommen das Gehäuse nur um wenige Zentimeter.

Vier Minuten später war es ebenfalls Celik, der die nächste Einschussmöglichkeit einleitete, aber auch hier standen sich die Gladbacher einmal mehr selbst im Wege – diesmal Spann und Kastrati, die sich beim Einschießen gegenseitig umrannten und so vergaben.

Als dann 90 Minuten um waren und die Zuschauer schon dem Schlusspfiff entgegenfieberten, sorgte Aachens Sebahi Onal für Aufregung vor dem Gladbacher Tor. Nachdem er Stephan Schulz-Winge aussteigen ließ, zog er aus kurzer Distanz ab, doch Michael Melka tauchte blitzschnell ab und vereitelte damit diese Chance.

In der Nachspielzeit jubelte der VfL ein viertes Mal. Benjamin Knoche flitzte an der rechten Außenlinie entlang in die Aachener Hälfte, flankte hoch in den Strafraum und fand Ferdi Celik, der per Kopf den 4:1-Enstand markierte.

Damit bleibt die U23 vorerst Tabellenführer der Oberliga Nordrhein. Schon am nächsten Spieltag steigt ein weiteres Spitzenspiel, diesmal beim Wuppertaler SV Borussia.

Die Kurzstatistik:

Borussia M’gladbach U23: Melka – Knoche, Plate, Schulz-Winge, Jansen – Puhl (76. Celik), Camdali, Demo (63. Wynhoff), Schuchardt (80. Spann) – Schwarz, Kastrati

Alemannia Aachen (Am.): Hesse – Hengen – Henseler, Manga – Hacker (67. Putzier), Lehnen, El Hammouchi – Addai (75. Soemantri), Balaban – Rentmeister, Marotta (46. Onal)

Reserve: Berger (Tor), Radtke, Compper, Weniger / Maaßen (Tor), Memic, Wulf, Schneider

Tore: 1:0 Jansen (11./Vorarbeit Demo), 2:0 Schwarz (31./Demo), 2:1 Rentmeister (46.), 3:1 Schwarz (74./Wynhoff), 4:1 Celik (90./Knoche)

Gelbe Karten: Camdali, Spann / Lehnen

Schiedsrichter: Martin Wytelus (Hagen)

Zuschauer: ca. 800
 

Akoa

Schönwetter-Fußballer
Hart erkaufter Punktgewinn beim WSV

(24.10.2004 - 19:11 Uhr) Mit den Profis Igor Demo, Sead Ramovic, Jan Schlaudraff und Andreas Spann traf Borussias U23 am Sonntag auf die 2. Mannschaft des Wuppertaler SV. Durch ein Tor von Bekim Kastrati im zweiten Spielabschnitt sicherte sich die Köppel-Elf einen wichtigen Punkt.
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Ein paar kleinere Personalsorgen hatte Trainer Horst Köppel schon vor dem Spiel zu verzeichnen. So fiel zum Beispiel der etatmäßige Linksverteidiger Marcell Jansen aufgrund einer Grippe aus, genauso wie der am Samstag bei den Profis eingesetzte Sebastian Plate. Erfreulich war dagegen, dass Stürmer René Schnitzler nach überstandener Leistenverletzung zumindest wieder auf der Bank Platz nehmen durfte.

Ferner verzichtete Köppel zugunsten der erforderlichen Spielpraxis auf seinen Stammkeeper Michael Melka und erteilte Profi Sead Ramovic den Vorzug. Eine Maßnahme, die sich im Laufe des Spiels als vielleicht zu gewagt herausstellen sollte.

Den nötigen Halt und die Impulse im Mittelfeld sollte Igor Demo geben, zusammen mit Ex-Profi Peter Wynhoff und Youngster Ali Camdali. Über rechts durfte wieder Jan Schlaudraff stürmen.

Das Spiel wurde von knapp 300 Zuschauern beobachtet, unter ihnen U21-Nationaltrainer Dieter Eilts, dessen Interesse insbesondere Borussias Jungprofi Jan Schlaudraff galt. Weitere Kandidaten kamen aufgrund des hohen Durchschnittsalters beider Mannschaften sowieso nicht für die Nationalelf in Frage.

Dabei sah Eilts in der ersten Spielhälfte eine eher schwache Gladbacher Borussia. Den Takt gaben eindeutig die Wuppertaler an. Unterstützt durch einige Regionalligaspieler - Oliver Ebersbach, Andreas Gensler, Daniel Schell um nur ein paar Namen zu nennen – gelang der Elf von Trainer Joachim Hopp der frühe Führungstreffer.

Gerade dreizehn Minuten waren gespielt, da spurtete Oliver Ebersbach nach einem Steilpass seinem Bewacher Stephan Schulz-Winge davon und düpierte den etwas unglücklich aussehenden Sead Ramovic.

Borussia bemühte sich zwar, nennenswerte Aktionen blieben allerdings aus. So war man schon froh, dass man den Weitschuss von Ali Camdali, den der Keeper Daniel Schell im Nachfassen entschärfte, als erste Torchance notieren durfte (15.).

Distanzschüsse sollten wohl auch die einzige Waffe der Gladbacher im ersten Spielabschnitt sein. Leider erwiesen sie sich als äußerst harmlos und kamen meist noch nicht einmal in die Nähe des Tores (Wynhoff in der 24. und 33. Minute verfehlte gleich um mehrere Meter).

Umso mehr sorgte hier das Geschehen abseits des Fußballplatzes für Aufregung. So hatten die Gastgeber aus Wuppertal keine Balljungen aufgeboten und jeder Schuss ins Aus bedeutete im weitläufigen Stadion am Zoo eine nervige Auszeit. Horst Köppel versuchte diese Zeitverzögerungen damit zu unterbinden, indem er seine Reservespieler an den Außenlinien postierte. Dies war dem kleinlichen Schiedsrichtergespann aus Köln allerdings nicht regelkonform. Der Unparteiische, Dirk Könen, intervenierte und schickte die Reservisten des VfL hinter das Tor von Sead Ramovic.

Bei aller kleinlichen Kritik zum Mann in Schwarz bedarf es an dieser Stelle auch einem Lob. Denn in der 43. Minute verweigerte der Schiedsrichter den Wuppertalern die Anerkennung des 2:0, weil er ein vorangegangenes Handspiel von Oliver Ebersbach richtig beobachtete.

Die zweite Halbzeit begann dagegen mit umgekehrten Vorzeichen. Nach einer Kabinenpredigt wirkte der VfL wie ausgewechselt und dominierte fortan das Spielgeschehen. Zwar veränderte der Coach verletzungsbedingt sein Team auf einer Position, Lars Schuchardt blieb für Robert Radtke in der Kabine, aber diese Maßnahme war sicherlich nicht der Grund für die plötzliche Leistungssteigerung.

Der VfL besann sich endlich alter Tugenden und kombinierte sehr ansehnlich. Beispielsweise in der 50. Minute, als Mario Schwarz nach flottem Doppelpassspiel frei vor dem Wuppertaler Gehäuse zum Schuss kam. Leider zog der Angreifer etwas überhastet ab, denn sein strammer Schuss strich knapp über den Querbalken.

Eine Minute später machte es sein Stürmerkollege Kastrati wesentlich besser. Über die linke Seite tankte sich der kräftige Angreifer in den gegnerischen Strafraum und hämmerte das Leder unhaltbar ins rechte, obere Eck (51.).

Zehn Minuten weiter stach Kastrati erneut über die linke Angriffsseite in den 16er, legte quer auf den am langen Pfosten völlig freistehenden Mario Schwarz und ärgerte sich maßlos, als er mit ansah, wie WSW-Keeper Daniel Schell im letzten Moment das Bein dazwischen bekam und klärte (61.).

In der 65. Minute probierte es Kastrati wieder alleine, diesmal per Distanzschuss. Diesmal aber ein klein wenig zu ungenau – sein Schussversuch landete einen Meter neben dem Pfosten im Toraus.

Borussia war nun am Drücker und Trainer Köppel wollte unbedingt drei Punkte mit nach Hause nehmen. Dementsprechend reagierte er und brachte für Igor Demo einen weiteren Stürmer in die Partie, René Schnitzler. Doch kaum war Schnitzler auf dem Grün, musste er elf Minuten später verletzt wieder ausgewechselt werden. Bei einem eher unwichtigen Zweikampf knickte er um und wurde noch während der Partie ins Krankenhaus gebracht. Für ihn kam Andreas Spann in die Partie.

Sechzig Sekunden nach seiner Einwechslung hatte Spann den Führungstreffer auf dem Kopf. Eine Hereingabe von Schwarz fand den Profi alleinstehend im 16er der Wuppertaler, doch Spann köpfte die Kugel Zentimeter über die Latte.

Zu diesem Abschlusspech gesellte sich nun auch noch weiteres Verletzungspech. Wenige Minuten nach Schnitzlers Auswechslung traf es den bis zu diesem Zeitpunkt gut aufspielenden Kastrati. Da die Borussia das Auswechselkontingent schon erschöpft hatte, biss Kastrati sich auf die Zähne und nahm humpelnd weiter am Spielbetrieb teil.

Dabei sah er in der Nachspielzeit noch eine Glanzparade von Daniel Schell mit an. Der Torhüter lenkte mit den Fingerspitzen eine verunglückte Flanke von Benjamin Knoche mit den Fingerspitzen über das Gehäuse.

Und was war mit Wuppertal? Nun, nachdem deren Top-Stürmer Oliver Ebersbach das Feld verlassen hatte, war es auch vorbei mit der stetigen Torgefahr. Zwar besaß der WSV noch zwei, drei gute Konterchancen, doch ins Spiel gelangten sie eigentlich gar nicht mehr. Da brauchte sich die Köppelelf auch nicht bei ihrem Keeper Ramovic bedanken, denn der Bundesligaschlussmann wirkte die ganze Zeit über sehr nervös, unsicher und man war eigentlich froh, wenn das Leder weit entfernt vom Gladbacher Strafraum blieb.

Kurzum – dem VfL genügte eine ansprechende bis gute zweite Hälfte, um verdient einen Punkt aus dem Bergischen zu entführen. Für die Tabellenführung reichte es aber nicht. Da Leverkusen am Samstag in Aachen mit 1:0 gewann, rutschte Borussias U23 auf Rang 2 der Oberliga Nordrhein ab.

Ein kleines Nachtreten gab es auch noch – Horst Köppel, der während des Spiels öfters mit Wuppertals extrovertierten Trainer Joachim Hopp aneinander geriet, hatte keine Lust, nach der Partie neben seinem Kontrahenten auf der Pressekonferenz zu sitzen. Köppel blieb der PK gleich gänzlich fern und verkniff sich (berechtigte negative) Kommentare.

Die Kurzstatistik:

Bor. Mönchengladbach U23: Ramovic – Knoche, Puhl, Schulz-Winge, Schuchardt (46. Radtke) – Schlaudraff, Demo (65. Schnitzler (76. Spann)), Camdali, Wynhoff – Schwarz, Kastrati

Reserve: Semmler (Tor), Celik, Pospischil, Weniger

Tore: 1:0 Ebersbach (13.), 1:1 Kastrati (51.)

Gelbe Karten: Ebersbach, Heinzmann, Gensler, Kraft / Demo

Schiedsrichter: Dirk Könen (Köln)

Zuschauer: ca. 300

Quelle:http://magazin.torfabrik.de/cms/amateure/20041024191145.php
 

Akoa

Schönwetter-Fußballer
Duo Kastenmaier/Eberl soll es richten

(28.10.2004 - 20:07 Uhr) Wenn es bei den Profis nicht läuft, hat es meist auch viele Auswirkungen auf andere Segmente im Verein. Besonders hart trifft es Gladbachs U23. Das sportliche Tief der oberen Abteilung gefährdet erneut das Saisonziel. Bleibt der anvisierte Aufstieg in die Regionalliga erneut nur ein Traum?
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Kaum ein Jahr ohne Trainerwechsel – ob bei den Profis oder bei den Amateuren. Dachten die sportlichen Verantwortlichen noch vor der Saison, endlich eine langfristige Lösung gefunden zu haben, so wirkt sich die Entlassung von Profi-Trainer Holger Fach immens auf die Amateurabteilung aus.

„Das will ich nicht hoffen. Die Situation ist natürlich unbefriedigend. Kaum haben wir einen richtig guten Trainer, wird er uns abgezogen. Hoffentlich findet man bei den Profis schnell eine Lösung.“

Jugend- und Amateurkoordinator Hartmut Vogts nimmt die Entwicklung beim VfL alles andere als gelassen hin. Gerade war sein bestes Team, die U23, in Schwung gekommen, schon beraubt sich der Verein seiner Spitzenkraft selbst. Vielleicht sogar auf Dauer?

„Das glaube ich weniger, eher, dass so schnell kein neuer Ersatz für Holger Fach gefunden wird. Wir sind gerade in einer wichtigen Phase der Meisterschaft und profitierten bisher von Köppels hervorragender Arbeit.“

Kommissarisch übernimmt mal wieder Thomas Kastenmaier das Amt des Chef-Trainers. Vor wenigen Monaten noch löste er den erfolglosen Manfred Stefes ab und coachte die Amateure mit dem Wissen, in der Saison 2004/2005 Assistenztrainer von Horst Köppel zu sein. Unterstützung erhält der „Elfmeter-Umfaller von 1860“ durch Max Eberl. Der Stand-by-Profi rückt mit auf die Bank.

„Es ging alles so schnell und wir haben uns für die Variante Kastenmaier / Eberl entschieden. Damit werfen wir nicht unnötig Positionen in diesem Verein um.“

Der normale Trainingsablauf ist aber zum Glück nicht von den Veränderungen rund um die Borussia betroffen. Hier bleibt alles beim Alten – bis auf eventuelle Abstellungen. Denn mit Marcell Jansen und Sebastian Plate bieten sich zwei Amateure nachhaltig bei den Profis an und selbst im Tor könnte es zu einer Überraschung kommen. Horst Köppel äußerte sich im Laufe dieser Saison nicht nur einmal positiv zu Michael Melkas Leistungen und sah persönlich mit an, wie Sead Ramovic nicht einmal annähernd aus Melkas Schatten heraustreten konnte.

Wie man es auch dreht und wendet – die Leidtragenden sind die Amateure. Neben ihren Spitzenspielern verlieren sie nun ihren Kopf. Hoffen wir, dass dies keine Auswirkungen auf die Meisterschaft hat.

Quelle:http://magazin.torfabrik.de/cms/amateure/20041028200744.php
 

baerwurz

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Amateure allez, Amateuere allez!!!! :spitze:

Geil, mal ein lockerer 7 - 1 Sieg! :eek:





U23 mit Kantersieg gegen Freialdenhoven

31.10.2004

Das Debüt von Thomas Kastenmaier als Trainer der U23 ist geglückt. Mit einer überzeugenden Vorstellung gewann die „zweite“ Mannschaft Borussias am heutigen Sonntagnachmittag im Bökelbergstadion gegen Borussia Freialdenhoven mit 7:1 (3:1) und bleibt damit auf dem zweiten Tabellenplatz der Oberliga Nordrhein.

Kastenmaier hatte das Amt von Horst Köppel übernommen, der ja bekanntlich zu den Profis aufgerückt ist. Ihm als Assistent zur Seite steht Ex-Profi Max Eberl. Aus dem Profi-Kader waren Steffen Korell und Igor Demo mit von der Partie. Der Tabellenzweite gegen den Vorletzten der Oberliga, das war von Beginn an auch deutlich auf dem Platz zu sehen. Lediglich mit einer kurzen Phase der ersten Hälfte, als die Gäste zwischenzeitlich ausgleichen konnten, war der Coach nicht einverstanden. Ansonsten wusste sein Team vollends zu überzeugen: Kastenmaier: „Ich bin natürlich zufrieden, bis auf die angesprochene Phase. Wir waren spielerisch klar überlegen und haben das auch umgesetzt. Der Sieg hätte sogar noch höher ausfallen können.

Den Anfang des Schützenfestes gegen die Mannschaft vom Ex-Borussen Wilfried Hannes machte Peter Wynhoff nach acht Minuten. Nach dem Ausgleich drei Minuten später dauerte es bis zur 30,. Minute, bis Mario Schwarz die Gastgeber wieder in Führung brachte. Lars Schuchardt baute den Vorsprung kurze Zeit später auf zwei Tore aus (33.).

Nach dem Wechsel blieben die Gäste ohne jede Chance. Die Vorarbeit des gut spielenden Igor Demo nutzte wieder Schwarz, der auf 4:1 erhöhte, Demo selbst schoss dann das 5:1. Peter Wynhoff und der eingewechselte Ferdi Celik vollendeten den gelungenen Fußball-Nachmittag auf dem Bökelberg und das gelungene Wochenende aus Borussen-Sicht. Von den Profis runter bis zur U17 gab es nur Siege für den VfL, so könnte es gerne weiter gehen.


Borussia: Melka – Plate, Puhl, Korell, Jansen – Camdali, Polanski (74. Compper), Wynhoff, Demo (67. Kastrati) – Schwarz (79. Celik), Schuchardt

Tore: 1:0 Wynhoff (8.), 1:1 Morton (11.), 2:1 Schwarz (30.), 3:1 Schuchardt (33.), 4:1 Schwarz (51.), 5:1 Demo (53.), 6:1 Wynhoff (76.), 7:1 Celik (90.)

Gelbe Karte: Wynhoff

Zuschauer: 700

www.borussia.de
 
find ich auch, aber wo sollen die Profis Spielpraxis bekommen, auch da pennt der DFBääähh oder die DFL oder sonst wer :mahnen: :frown: in der Regionalliga ist das aber noch schlimmer :mahnen: :frown:
 

BOH-Boy

Trunkenbold
Nach seiner Rückkehr zur U23 der Gladbacher Borussia hat Köppel ein „Luxus-Problem“. Denn bis auf die Langzeit-Verletzten Michele Fasanelli und Jan Hammes sind alle fit. „Solche Sorgen hat man gerne“, witzelt Köppel, der definitiv am Sonntag auf der Bank sitzt: „Ich habe immer betont, dass ich ohne Murren ins zweite Glied zurücktrete. Die Sache vom vergangenen Wochenende wird eine einmalige Geschichte bleiben.“ Aus der Lizenzmannschaft wird Jan Schlaudraff auf jeden Fall mit von der Partie sein, hinzu kommt ein Torhüter, entweder Michael Melka oder Sead Ramovic. Igor Demo und Steffen Korell kamen bei den Profis in Mainz nicht zum Einsatz und werden die Fahrt nach Bocholt mitmachen.


:schimpf:
 

Akoa

Schönwetter-Fußballer
Das alte Lied

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Die U23 verliert in der Oberliga Boden und den Anschluss an Spitzenreiter Bayer Leverkusen: Während das Team von Trainer Horst Köppel 1:2 beim 1.FC Bocholt verliert, gewinnt Leverkusen 3:0 in Freialdenhoven und hat damit fünf Punkte Vorsprung auf den VfL.
Durch die Niederlage fällt Borussia auf den dritten Rang in der Tabelle zurück, denn Osterfeld hat sich noch zwischen die Spitze und der Köppel-Elf geschoben.

Dass eine Handvoll Lizenzspieler in den Reihen der U23 auch einen besonderen Nachteil mit sich bringt, ist bekannt: Bocholt war hochmotiviert und überstand die Anfangsphase, in der die Gäste zwei gute Tormöglichkeiten hatten. Mitte der ersten Halbzeit lag der VfL dann plötzlich 0:2 hinten, weil Bocholt eben seine beiden Chancen nutzte. „Das alte Lied, wir haben nicht konzentriert genug begonnen, und später reichte es eben nicht mehr, um den Rückstand aufzuholen“, sagte Köppel. Der Coach musste auf drei Stürmer verzichten, da Bekim Kastrati, René Schnitzler und Kirk Harwat alle verletzt sind. So begann Jan Schlaudraff fast als zweite Spitze vorne.

Borussia zeigte nie ihr wahres Leistungsvermögen, und doch keimte nach dem Anschlusstreffer von Eugen Polanski (Foto) direkt nach dem Wiederanpfiff berechtigte Hoffnung auf die Wende. Aber mit zunehmender Spielzeit wurde es Gewissheit, „dass wir uns im restlichen Saisonverlauf nicht mehr viel erlauben dürfen. Wir haben von noch vier Spielen in diesem Jahr drei zu Hause, die Zielsetzung dürfte klar sein“, erklärte Köppel. Leverkusen hat das gleiche Restprogramm, ob Borussia den Punkterückstand bis zur Winterpause verkleinern kann, ist somit fraglich.


Borussia: Melka – Jansen, Schulz-Winge, Korell (78. Puhl), Plate – Polanski (78. Wynhoff), Camdali, Broich, Demo – Schlaudraff (72. Schuchardt) – Schwarz. Tore: 1:0 Katemann (17.), 2:0 Litimbar (24.), 2:1 Polanski (46.). Zuschauer: 700.
 

Akoa

Schönwetter-Fußballer
Horst Köppel mies gelaunt

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Borussia hat die Chance vertan, auf Leverkusen Boden gut zu machen. Bayer verlor gegen Bocholt 0:1, aber der VfL unterlag mit dem gleichen Resultat dem Nachwuchs des MSV Duisburg.
„Eine Katastrophe, wir hätten wieder an Leverkusen herankommen können. Damit kann ich überhaupt nicht zufrieden sein“, meinte Trainer Horst Köppel (Foto). Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit hatte Borussia nach dem Pausentee eine Chance nach der anderen. Die beste vergab Lars Schuchardt, als er beim Stand von 0:0 aus vier Metern dem gegnerischen Torhüter in die Arme schoss. „Und dann fangen wir uns einen Konter, der die Partie entscheidet“, haderte der berechtigt miesgelaunte Coach, der eine verkrampfte VfL-Mannschaft gesehen hatte, die nie an die guten Leistungen der Vergangenheit anknüpfte. Negativer Höhepunkt war dann die Rote Karte für Stephan Schulz-Winge, der mit dem Linienrichter einen Dialog führte, der nicht ins Konzept des Unparteiischen passte. Das Endergebnis stellt zwar den Spielverlauf in der zweiten Halbzeit auf den Kopf, doch wer die Tore nicht macht? „Gründe gibt es genügend, aber bei so vielen Chancen musst du das Spiel gewinnen,. Sonst darfst du dich auch nicht beschweren“, stellte Köppel klar.

Borussia: Ramovic – Plate, Schulz-Winge, Korell (79. Pospischil), Schuchardt – Camdali, Polanski, Schlaudraff (65. Puhl), Wynhoff – Schwarz, Kastrati (65. Celik). Tor: Wagner (77.). Rote Karte: Schulz-Winge (89.). Zuschauer 400.
 

Akoa

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Halbfinale erreicht

Die U23 hat das Halbfinale im Kreispokal erreicht: Beim 1.FC Viersen gab es gestern einen ungefährdeten 3:0-Sieg für das Team von Trainer Horst Köppel, der kurz vor dem Anpfiff ein Torwartproblem bekam.
Auf dem Kunstrasenplatz zeigte Borussia eine vernünftige Vorstellung und den Willen, die letzten Ergebnisse vergessen zu machen. Doch die schwache Chancenauswertung verhinderte einen höheren Erfolg, auf der anderen Seite geriet dieser Sieg nie in Gefahr. Christian Pospischil, Mario Schwarz und Ferdi Celik schossen die Tore für den VfL, der dem Landesligisten nur zwei Möglichkeiten per Konter ermöglichte.

Im VfL-Tor stand Lars Schuchardt (Foto). „Er hatte sonst schon alle Positionen gespielt, deshalb durfte er zwischen die Pfosten“, erklärte Köppel. Der Coach musste ganz kurzfristig auf Christof Semmler verzichten, der sich beim Abschlusstraining den Zeh verletzte und am Samstag absagen musste. Michael Melka war mit den Profis in Stuttgart, Sead Ramovic nicht spielberechtigt und Martin Berger von den U19-Junioren krank. Einen anderen Torwart aus der Jugend spielberechtigt zu machen, war nicht möglich, da der Fußballverband am Samstag keine Genehmigung erteilte. Also musste Schuchardt ins Tor – und der Allrounder löste seine Aufgabe mit Bravour.
 

Akoa

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Ist Marcell Jansen reif für die „Liga“ ?

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Nach der erneuten Verletzung von Christian Ziege war in der letzten Woche die Frage akut, wer anstelle des Kapitäns die linke Abwehrseite bei der Borussia beackern soll? Wenn es nach einer Großzahl der Leser von TORfabrik.de ginge, dann hätte ein Youngster eine Chance verdient: Marcell Jansen.
Am Samstag spielte Borussia beim VfB Stuttgart, einer Truppe, die im letzten Jahr wegen ihrer „jungen Wilden“ für Furore sorgte. Hinkel, Lahm, Kuranyi waren die Namen, die plötzlich aus dem Nichts in aller Munde waren. Tatsächlich bewähren sich die Stuttgarter zwischenzeitlich auch international und gehören zu den großen Hoffnungsträgern mit Blick auf die WM 2006. Wie steht es in Gladbach mit dem Einsatz von talentierten Nachwuchsleuten?

Nach der erneuten Verletzung von Christian Ziege war in der letzten Woche die Frage akut, wer anstelle des Kapitäns die linke Abwehrseite bei der Borussia beackern soll? Wenn es nach einer Großzahl der Leser von TORfabrik.de ginge, dann hätte ein Youngster eine Chance verdient: Marcell Jansen.

Es war im Herbst 2003 in der Hannoveraner AWD-Arena. Zu jener Zeit spielte die Borussia einen – mit Verlaub – grauenvollen Fußball, der noch dazu von Erfolglosigkeit geprägt war. Auf der Gladbacher Trainerbank saß damals – zum letzten Mal – Ewald Lienen. Und ein paar Meter daneben, hatte ein 17-Jähriger Platz genommen. Marcell Jansen hieß der Junge, spielte etatmäßig in der U19 und durfte, wegen der Verletzungsmisere auf der linken Seite, in der Woche vor dem Gastspiel in der Niedersachsenmetropole, bei den Profis mit trainieren. Dabei hatte er Lienen wohl derart beeindruckt, dass dieser ihn kurzerhand in den Kader berief.

Zu einem Einsatz kam es damals jedoch – Gott sei es gedankt – nicht, denn es war wirklich nicht die Zeit, hoffnungsvolle Talente in eine nichtfunktionierende Truppe zu integrieren.

Nach dem „Stabwechsel“ Lienen/Fach ging Marcell Jansen zurück ins Juniorenteam und spielte fortan außerdem in den Auswahlmannschaften des DFB. Aber sowohl bei Ex-Trainer Holger Fach, als auch bei Christian Hochstätter, stand Marcell weiterhin unter verschärfter Beobachtung. Hochstätter hatte schon ein Jahr vorher mit Blick auf die U23 die Entwicklungsmöglichkeiten des Linksfußes im Auge. „Es ist klar, dass wir bei den Verpflichtungen von neuen Spielern für die Oberligamannschaft auch darauf achten, den jungen, nachrückenden Talenten aus der eigenen Jugend nicht die Plätze wegzunehmen. Beispielsweise auf der linken Seite, wo demnächst ein Marcell Jansen aufrücken wird....,“ so der Sportdirektor seinerzeit gegenüber TORfabrik.de.

Tatsächlich kam Jansen in seiner ersten Saison in der Oberliga auch gut aus den Startlöchern. Seine Leistungen überzeugten so sehr, dass Holger Fach ihn beim Testspiel gegen Twente Enschede bei den Profis einsetzte. Dabei konnte der Spieler sein Potential auch durchaus andeuten. Holger Fach jedenfalls wagte die Prognose: „Marcell wird auf jeden Fall ein Bundesligaspieler – davon bin ich fest überzeugt. Er ist schnell, zeigt sich taktisch sehr gebildet und löst viele Situationen mit dem Auge.“

Auch U21–Nationaltrainer Dieter Eilts teilt offensichtlich diese Auffassung und lud den Gladbacher – in seiner Personalnot – letzte Woche zum Match gegen Polen ein. Marcell enttäuschte seinen Coach nicht, zeigte er doch eine ansprechende Leistung.

Einsätze in Freundschaftsspielen sind allerdings die eine Sache – das „Stahlbad Bundesliga“ die andere. Hiervon kann beispielsweise Andreas Spann ein Liedchen singen. Dieser fand sich, ebenfalls in der Ära Lienen, 18-jährig, über Nacht beim Gastspiel der Borussia in Cottbus in der Startelf wieder. Das war damals eine Nummer zu groß für den gebürtigen Ulmer. Der Versuch misslang und der „Abstieg“ eines Talents nahm seinen Lauf.

Natürlich sind Spann und Jansen nicht miteinander zu vergleichen. Trotzdem scheint es geboten, Spieler dieser Altersgruppe behutsam und ganz überlegt auf größere Aufgaben vorzubereiten. Es ist nämlich niemandem damit gedient, solche Jungs in „unsicheren“ Zeiten zu „verbrennen“, wenn gleichzeitig gestandene Bundesliga- und Nationalspieler für die gleiche Position im Profikader bereit stehen.

Marcell Jansen wird sich seine Chancen weiter erarbeiten. Mit Horst Köppel hat er einen erfahrenen Trainer, der ihn in der Oberliga weiter fordern wird. Marcell selbst fehlt es nicht an Selbstvertrauen: „Bei den Profis ist das Spiel körperbetonter und schneller, aber daran gewöhnt man sich hoffentlich. (...) Ich trau mir schon was zu und wenn ich die Chance bekomme, möchte ich mich natürlich auch zeigen,“ sagte er nach dem Testspiel gegen Enschede.

Wünschen wir ihm, dass er gesund bleibt und peu à peu seinen Zielen näher kommt.
 

Bremoli

Mitglied
also auf deine Frage kann ich nur antworten: meiner meinung nach: NEIN!

noch nicht, er ist denke ich einer der den durchbruch erst etwas später schaffen wird, so mit 24/25 genau wie Schlaudraff, der sicherlich auch jetzt schon Klasse aber einfach noch nicht der Liga gewachsen ist.
woran es genau liegt weiß ich auch nicht, die Härte und geschwindigkeit in den Zweikämpfen und so die Schwierigkeit sich durchzusetzten, oder ist es einfach nur eine Kopfsache.
Naja ich denke auf jeden Fall dass zumindest Schlaudraff, wenn nicht beide einmal in der BuLi spielen wird aber jetzt ist es noch zu früh für Marcell!
 

Akoa

Schönwetter-Fußballer
Löwen lassen Rudy im Stich

Schwacher Auftritt des BSC beim 0:3 in Gladbach
Bonn – 0:3 hieß es nach 90 Minuten im Sportpark Nord bei der Partie Bonner SC gegen Borussia Mönchengladbach. War zu erwarten. Aber nicht die Art und Weise, wie sich einige Spieler des BSC präsentierten.
Minuskulisse im Sportpark Nord. Weniger als 100 zahlende Zuschauer wollten das letzte Heimspiel 2004 sehen. Dabei kam mit Borussia Mönchengladbach und Trainer Horst Köppel ein attraktiver Gegner.

Die Gäste legten stark los. Die Löwen wehrten sich prächtig. Ganz stark in brenzligen Situationen BSC-Keeper Slawo Szymaszek. Der rettete schon in der 7. Minute in letzter Sekunde vor Peter Wynhoff.

Einige BSC-Spieler schienen vom Gegner beeindruckt. Coach Andrzej Rudy war an der Seitenlinie ungewohnt laut. Riesenglück in der 19. Minute, als der unsichere Niko Vasic einen zu kurzen Rückpass spielt.

Abpraller, Gladbachs Dennis Puhl schiebt am leeren Tor vorbei. In der 27. Minute pennt Frank Schroden. Eugen Polanski kurz auf Lars Schuchardt, der schiebt den Ball zum 0:1 über die Linie.

In der 35. schiebt Bonns George Alhassan nach toller Vorarbeit von Holtheuer und Osei den Ball am leeren Gehäuse vorbei.

In der zweiten Halbzeit dominieren die Löwen, setzen die verunsicherten Gäste unter Druck. Stark nur Alex Ende und Mike Holtheuer. Doch dann macht Bekim Kastrati nach tollem Solo das 0:2.

Die Löwen brechen ein. In der 75. Minute stellt Schiri Frank Meiwes Bonns Nana Amaniampong vom Platz, Elfer obendrauf. Was war geschehen? Keiner weiß es. Nana nicht, Horst Köppel nicht, Andrzej Rudy nicht.

Das schwarze Gespann (Assis: Markus Westhoff und Max Dering) indiskutabel. Peter Wynhoff mit dem 0:3. Die Löwen lassen sich hängen, Gladbach beweist den Klassenunterschied, hat zahlreiche Hochkaräter, macht keinen rein.

Horst Köppel: „Heute hätten wir 7:0 oder 8:0 gewinnen müssen. Ich bin nicht sauer.“ Der im Stich gelassene Andrzej Rudy: „Wir haben ohne Mut gespielt. Wenn ich nichts zu verlieren habe, muss ich etwas mehr Einsatz zeigen. Ich bin sehr traurig.“
 

Akoa

Schönwetter-Fußballer
Polanski bester und farbigster Borusse

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(05.12.2004 - 19:06 Uhr) Wenige Stunden vor der Weihnachtsfeier des VfL Borussia traten die Gladbacher gegen ETB SW Essen an. Nach einem Rückstand holte sich die U23 zwar noch einen Punkt, büßte aber zwei wichtige im Titelrennen um den Aufstieg in die Regionalliga ein.

Beim Debakel der Profis in Berlin zählte Marcell Jansen bei seinem Debüt in der Bundesliga noch zu den besseren Borussen. Einen Tag später war er wieder bei seiner Truppe, den Amateuren. Diesmal allerdings als Zuschauer und gesellte sich zu den verletzten Ali Camdali, Michele Fasanelli, René Schnitzler und den gesperrten Stephane Schulz-Winge.

Für Jansen durfte am Sonntagmittag der Edelreservist Marvin Compper nach langer Zeit endlich wieder von Beginn an spielen. Die Spielpraxis benötigte der Linksverteidiger auch dringend, schließlich hat ihn U20-Nationaltrainer Michael Skibbe zum Länderspiel am 08. Dezember in Italien nominiert, genauso wie seinen Teamkollegen Marcell Jansen.

Und Compper begann gut, genauso wie das gesamte Team von Horst Köppel. Gleich nach sechs Minuten musste Essens Schlussmann Steinke das erste Mal eingreifen, nachdem Wynhoff seinen Sturmkollegen Schwarz in Schussposition brachte.

Zwar wurde der Spielfluss immer wieder durch theatralisches Umfallen seitens der Essener unterbrochen, doch der VfL bekam den Bogen und drückte auf das Tor der Gäste. Zum Leidwesen der ca. 250 frierenden Zuschauer ging die Köppel-Elf - wie in dieser Saison gewohnt – ziemlich sorglos mit ihren Torchancen um. So scheiterten Lars Schuchardt (19./Flugkopfball) und Bekim Kastrati (20./Schuss ans Außennetz und 32./Alleingang) gleich mehrfach.

Als Eugen Polanski die zuvor genannten Protagonisten in der 35. und 38. Minute mit einem schönen Pass in die Tiefe jeweils wieder alleine aufs gegnerische Tor schickte, hatten die Schaulustigen den Torschrei nicht mehr auf den Lippen, denn das Resultat war schon zu erahnen: Chance vergeben!

Da sich Fußballweisheiten auch in der Oberliga Nordrhein wiederholen fiel nach dem Pausentee auch prompt die überraschende Führung der Gäste. Wehrte Michael Melka nur 30 Sekunden nach Wiederanpfiff noch einen Schuss von Sascha Wolf bravourös ab, holte er 15 Sekunden drauf die Kugel aus dem Netz. Beim Kopfball von Sascha Wolf blieb dem Bundesligaersatzkeeper keine Abwehrmöglichkeit.

Der VfL glich verdienter Maßen in der 51. Minute aus. Allerdings trafen die Fohlen nicht selbst ins Tor und durften sich für die tatkräftige Mithilfe der Essener regelrecht bedanken. Vorausgegangen war ein feiner Flankenlauf von Lars Schuchardt, den der Essener Adrian Czyszczon im eigenen 5-Meterraum klären wollte. Dabei stellte sich der rechte Mittelfeldspieler so ungeschickt an, dass er prompt seinen Mitspieler Tino Stöhr anschoss und der Ball ins Essener Tor flog.

Der Borussia sollte es nur recht sein und sie spielte weiter in Richtung Nordkurve – auf das Tor von Keeper Steinke. Glück hatte der VfL bei den weiteren Angriffsversuchen nicht, denn wie in Halbzeit Eins versagten auch im zweiten Spielabschnitt vor dem gegnerischen Gehäuse die Nerven. Allen voran Mario Schwarz und Steffen Korell, wobei Korell das Kunststück fertig brachte, gleich zweimal aus drei Metern Entfernung ins Toraus zu köpfen.

Allerdings bereiteten zwei Situationen dem Trainer zusätzliche Kopfschmerzen. Zum einen musste Horst Köppel mit ansehen, wie sein bester Spieler, Eugen Polanksi, vom Unparteiischen nach einem Allerweltsfoul die zweite Gelbe Karte sah und damit vorzeitig duschen musste, zum anderen sein Linksverteidiger Marvin Compper nach einem Zusammenprall verletzt ausgewechselt werden musste.

Am Ende blieb es also bei dem 1:1-Unentschieden und die U23 verlor zwei wichtige Punkte im Kampf um den Aufstieg – wie vielleicht den letzten Linksverteidiger des Oberligateams. Denn Marcell Jansen wird wohl vorerst bei den Profis zum Einsatz kommen, denkt zumindest Horst Köppel:

„Marcell hat seine Sache am Samstag richtig gut gemacht. Ich glaube nicht, dass die Niederlage ihm etwas ausmachen wird, dafür ist er zu intelligent. Es wird sicherlich nicht die letzte Klatsche in seinem Leben sein, aber ganz sicher auch nicht sein letztes Spiel in der Bundesliga. Marcell ist auf dem richtigen Weg.“

Die Kurzstatistik zum Spiel:

Bor. Mönchengladbach U23: Melka – Knoche, Plate, Korell, Compper (70. Spann) – Puhl, Polanski, Schuchardt – Wynhoff (71. Rrustemi) – Schwarz, Kastrati (77. Celik)

ETB SW Essen: Steinke – Bahr (29. Sadlowski), Köster, Wronischewsky – Czyszczon, Stöhr, Hupperts – Manske, Saracevic (46. Tönnies), Mölders – Wolf

Reserve: Semmler (Tor), Harvat, Pospischil, Weniger / Miernik (Tor), Danisch, Möllensiep, Srübing

Tore: 0:1 Wolf (46./Vorlage Wronischewsky), 1:1 Stöhr (51./Eigentor)

Gelbe Karten: Melka, Polanksi, Puhl / Saracevic, Köster, Sadlowski

Gelb/Rote Karte: Polanski (70./wiederholtes Foulspiel)

Schiedsrichter: André Stachowiak (Duisburg)

Zuschauer: ca. 250
 

Akoa

Schönwetter-Fußballer
Wenn ein 9:1-Kantersieg schmeichelt ...

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(11.12.2004 - 21:21 Uhr) Das letzte Oberligaspiel im Jahr 2004 war auch gleich die erste Partie der Rückrunde. Und wenn man aufsteigen will, dann muss man Siege einfahren. Dies haben die Männer von Horst Köppel mit einem 9:1-Sieg in die Tat umgesetzt...
Direkt von der ersten Minute an zeigte eine engagierte Gladbacher Borussia, wer Herr im Hause Bökelberg ist. Gerade einmal 50 Sekunden waren gespielt, da knallte eine Schuss von Jan Schlaudraff an die Latte des Kölner Spielertrainers und Torhüters Daniel Galic. Wenige Minuten später legte Schlaudraff für Schwarz auf und Keeper Galic parierte glänzend.

Es roch alles nach einer klaren Angelegenheit – bis zur zehnten Spielminute. Ein leichter Ballverlust im Mittelfeld leitete einen Kölner Konter ein. Die stark abstiegs- und existenzgefährdeten Gäste von Yurdumspor Köln kamen dadurch vor das Gladbacher Tor. Ediz Bas schickte sich an, Borussias Profi Steffen Korell zu enteilen, wurde aber vom Ex-Freiburger per Notbremse kurz vor dem 16er zu Fall gebracht. Berechtigterweise hielt der Unparteiische Frank Perschke dem Innenverteidiger den roten Karton unter die Nase. Aus dem fälligen Freistoß wurde eine willkommene Flugeinlage für den bis dahin beschäftigungslosen Sead Ramovic. Der Keeper klärte den Schuss von Hasan Ramadani zur Ecke.

Mit einem Mann weniger steckten die Gladbacher allerdings nicht zurück und Trainer Horst Köppel machte seine ehemalige Viererkette per Handzeichen zu einer Dreierkette – zu schlecht war der Gegner, zu wichtig die Punkte im Kampf um den Aufstieg in die Regionalliga.

Es fiel auch nicht auf, dass die Gastgeber in Unterzahl agierten, im Gegenteil, trotz der Roten Karte für Korell standen oftmals zwei, drei Borussen unbewacht frei. Dies führte dementsprechend zu zahlreichen Einschussmöglichkeiten.

In der zwölften Minute haute Mario Schwarz zwar noch nach einer Hereingabe von Jan Schlaudraff das Leder an die Unterkante Latte, eine Minute später klingelte es aber zum ersten Mal im gegnerischen Gehäuse. Eugen Polanski hatte wunderbar von der rechten Seite für Jan Schlaudraff aufgelegt und der Youngster köpfte zur 1:0-Führung.

Nach 18 Spielminuten hätte der Schiedsrichter dann ebenfalls einen Kölner des Feldes verweisen müssen. In diesem Falle Edward Sarpei, der nach einem Alleingang von Jan Schlaudraff per Grätsche dem Torschützen elfmeterreif von der Seite umsenste. Doch weder Schiri Perschke noch Assistent Wiethaup reagierten und ließen das Spiel einfach weiterlaufen.

Nachdem der VfL weitere Chancen durch Wynhoff (20.), Schlaudraff (27.) und Schwarz (32.) ausließ, erhöhte Schuchardt in der 34. Minute auf 2:0. Die Kölner dagegen nutzten ihre zweite Torchance zum 2:1-Anschlusstreffer, nachdem Yusut Kaymaz Eugen Polanski enteilt war und anschließend auch noch Keeper Sead Ramovic mit einem Schuss durch die Beine demütigte (45.).

Unverändert aus den Kabinen kommend machte der VfL da weiter, wo er sich die meiste Zeit in der ersten Hälfte aufhielt – im gegnerischen Strafraum. Allerdings brachte die schwache Chancenauswertung das Trainergespann Kastenmaier/Köppel fast um den Verstand. Leidtragende dieser Wutausbrüche war die Hauptribünenbande, die Köppels Schuhe gleich mehrfach zur Signierstunde einlud.

Ab der 56. Minute war der Knoten dann endgültig geplatzt und die Tore fielen wie am Fließband. Neben den Torschützen zeichneten sich vor allem Jan Schlaudraff und Peter Wynhoff als glänzende Vorbereiter aus.

Schließlich – und das ist an dieser Stelle keine Übertreibung – war der Gast aus Köln nach 90 Minuten selbst mit dem 9:1 sehr gut bedient.

Bedient war übrigens auch Trainer Horst Köppel. In der 70. Minute rief er Bekim Kastrati herbei und wollte den Stürmer einwechseln. Dieser trabte so provozierend langsam auf den Coach zu, dass er sich eine gehörige Standpauke abholte und nicht berücksichtigt wurde. Für ihn kam Gordon Weniger ins Team.

Die Kurzstatistik zum Spiel:

Bor. Mönchengladbach U23: Ramovic – Puhl, Plate, Korell, Rrustemi – Polanski (65. Spann), Hausweiler (77. Pospischil), Wynhoff – Schlaudraff (71. Weniger) – Schuchardt, Schwarz

PSI Yurdumspor Köln: Galic – Seiler, Sarpei (46. Plewka), Roth (64. Salli), Kaymaz – Arslan, Casper, Bas, Ramadani – Madak, Sengöl

Reserve: Semmler (Tor), Camdali, Celik, Kastrati / Szattkaysky

Tore: 1:0 Schlaudraff (13./Vorlage Polanski), 2:0 Schuchardt (34./Schwarz), 2:1 Kaymaz (45.), 3:1 Schuchardt (56.), 4:1 Schwarz (62./Schlaudraff), 5:1 Schwarz (64./Wynhoff), 6:1 Wynhoff (68./ Schuchardt), 7:1 Schwarz (71./Schlaudraff), 8:1 Schuchardt (81./Wynhoff), 9:1 Schuchardt (84./Wynhoff)

Rote Karte: Korell (10./Notbremse)

Schiedsrichter: Frank Perschke (Hamm)

Zuschauer: ca. 200
 
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